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	<title>Batterieturm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:39:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Batterieturm&amp;diff=457428&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2024-08-10T09:27:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kufstein burgen.jpg|mini|Batterieturm der [[Festung Kufstein]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cyriaksburg-1670-k.jpg|mini|Ehemalige spätgotische [[Zitadelle Cyriaksburg]] mit beiden Geschütztürmen im Jahr 1670]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Batterieturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschützturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein bei manchen [[Burg]]anlagen erst später, meist im 16. Jahrhundert nach Aufkommen der [[Feuerwaffe]]n errichteter Verteidigungsturm in der äußeren, oft erst nachträglich errichteten Verteidigungslinie. Die Bezeichnung „Batterieturm“ leitet sich von der [[Batterie (Militär)|Batterie]] ab, einer Gruppe von mehreren Geschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wurden diese Türme auch vor einer Verteidigungslinie „alleinstehend“ angeordnet.&lt;br /&gt;
Beispiele hierfür sind die Burgen [[Burg Breuberg|Breuberg]], [[Burg Kleinfrankreich|Berwartstein]], [[Burg Frankenstein (Odenwald)|Frankenstein]] sowie das Burgschloss [[Schloss Burgk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgelagerte Batterietürme sollten ein vollständiges seitliches [[Grabenstreiche|Bestreichen]] von [[Zwinger (Architektur)|Zwingern]] oder Burggräben ermöglichen. Manchmal befanden sie sich auch auf einem der Burg benachbarten (meist höherliegenden) Berggipfel, um diesen abzusichern (Beispiel [[Burg Kleinfrankreich|Turm Kleinfrankreich]]). Manche vorgelagerten Türme sind zur Burganlage hin offen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Burg Breuberg]]), also [[Schalenturm|Schalentürme]], damit sich Angreifer nicht darin [[Schanze (Festungsbau)|verschanzen]] konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch befestigte Schlossneubauten der Spätgotik und Renaissance, sogenannte [[Burgschloss|Burgschlösser]], wurden oft mit Geschütztürmen befestigt. Ein Beispiel hierfür ist [[Schloss Langenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Bauweise ==&lt;br /&gt;
Frühe Geschütztürme waren noch für den Einsatz von großkalibrigen Handfeuerwaffen, den sogenannten [[Hakenbüchse]]n, ausgelegt, weswegen ihre [[Schießscharte]]n entsprechend klein sind (siehe Bilder „Roter Turm“, „Schlickturm“, „Dicker Turm“). Außergewöhnlich ist in Deutschland der „Dicke Turm“ der [[Wasserburg Friedewald]], der auch Senkscharten enthält (von außen nicht erkennbar!), die kurz über der Wasseroberfläche des Wassergrabens ins Freie münden. Dieser Turm enthält schon einen zentralen Rauchabzug für alle Geschützebenen. [[Olavinlinna|Burg Olavinlinna]] in Finnland wurde mit drei gewaltigen Geschütztürmen ab 1475 errichtet. Hier befanden sich die Geschütze ursprünglich nur auf einer Ebene, direkt unter dem Turmdach. Einen ähnlichen Befund wie an den Türmen von Olavinlinna, findet man am erhaltenen Festungsturm (nach 1557) der geschleiften [[Festung Peitz|Zitadelle Peitz]]. Es handelt sich um einen rechteckigen Ziegelbau, dessen untere zwei Etagen als Magazine dienten, die oberste Etage diente wohl zu Wohnzwecken oder als Türmerwohnung. Sie ist mit einer zinnenbekrönten Plattform abgeschlossen, auf der einst Kanonen als Batterie auf einer Ebene aufgestellt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Das Schloss als Wehranlage, Befestigte Schlossbauten der Frühen Neuzeit&amp;quot;, Ulrich Schütte, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1994, Seite 136, ISBN 3-534-11692-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Festungsturm repräsentiert somit die Entstehung des Geschützturmes in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meistens runden Türme konnten später zahlreiche stationäre Geschütze in verschiedenen Richtungen und auf mehreren Ebenen unterbringen und waren daher in der Feuerstärke möglichen Angreifern deutlich überlegen, die ihre Kanonen bestenfalls auf der Hauptangriffsseite einstellig in Geschützbereitschaft bringen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Ebenen der Batterietürme sind manchmal durch eine Rampe miteinander verbunden, so dass die Geschütze variabel an den zahlreichen Schießscharten aufgestellt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Batterieturm ist in der Festungsforschung umstritten. Das „Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen“ verweist darauf und empfiehlt den Begriff „Geschützturm“. Es wird aber generell gesagt, dass ein Geschützturm/Batterieturm die angrenzenden Wälle überragt, dass die Höhe größer ist als die Breite und dass er zur Aufstellung mehrerer Geschütze geeignet sein muss. Das scheinen die unten angeführten Beispiele nicht unbedingt alle zu erfüllen. Zu ergänzen wäre, dass er durch eigene Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit häufig gefährdete Bereiche der Befestigungsanlage abdeckt. Diskussionswürdig wäre der Maschikuliturm an der Festung in Würzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauwerke, die nicht höher als die Wälle sind und breiter als hoch, wären eher unter dem Begriff [[Bastion]] oder [[Rondell]] zu fassen (z. B. der Munot in Schaffhausen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kaponniere]] ist eine Weiterentwicklung des Batterieturmes im Sinne einer [[Grabenstreiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Roter_Turm_Burgk.JPG|Batterieturm „Roter Turm“, vor einer neu errichteten Schildmauer/Vorburg stehend, Mitte 16. Jh., Burgschloss [[Schloss Burgk]], Thüringen&lt;br /&gt;
 Jáchymov_(KV),_Šlikův_hrádek.jpg|Batterieturm „Schlickturm“ (1517–1520) des geschleiften Burgschlosses [[Burg Freudenstein (Jáchymov)|Burg Freudenstein]], Tschechien&lt;br /&gt;
 Friedewald_wasserburg_dickerturm.jpg|[[Wasserburg Friedewald]], großer Geschützturm „Dicker Turm“ (ab 1476), teilweise mit (nur innen sichtbaren) Senkscharten und innen mit zentralem Rauchabzug, Hessen&lt;br /&gt;
 Festung_Lichtenau_außen_06.jpg|Eckige Geschütztürme (ab 1553) an [[Festung Lichtenau]], Bayern&lt;br /&gt;
 GeschützturmII.jpg|Einer von zwei Geschütztürmen (1530) der ehem. spätgotischen [[Zitadelle Cyriaksburg]], Thüringen&lt;br /&gt;
 Tour_rompue_château_d&amp;#039;Heidelberg.JPG|[[Heidelberger Schloss]], gesprengter Geschützturm „Krautturm“, Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
 Burg_Breuberg_Zwingerturm.jpg|[[Burg Breuberg]], östlicher vorgeschobener und offener Batterieturm „Michaelsturm“ (1480 bis spätestens 1507) im Zwinger, Hessen&lt;br /&gt;
Savonlinna_heinäkuu_2002_IMG_1635.JPG|[[Olavinlinna|Burg Olavinlinna]], Haupt-Geschützebene unter dem Turmdach, Finnland&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Turmfort ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mala Sluza, Fort Haake, Poznan. Lata 40. XIX w.jpg|mini|Turmfort Haake der preußischen [[Festung Posen|Festungsstadt Posen]] im 19. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Schlossmuseum - Festung Walfisch.jpg|mini|Ehemaliges schwedisches [[Walfisch (Insel)|Inselfort Walfisch]] mit Geschützturm im 18. Jh., Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens ab dem 17. Jh. wurden in Europa vermehrt [[Fort|kleine Festungsanlagen]] – oft auf Inseln – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mit einem einzelnen Geschützturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zentral darin – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;als einzigem Hauptverteidigungswerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – errichtet. Es handelt sich um Turmforts. In Frankreich geht der Bau etlicher Turmforts im 17. Jh. auf die Idee des königlichen Festungsbaumeisters [[Sébastien Le Prestre de Vauban]] (1633–1707) zurück. Ein erhaltenes Beispiel ist das Inselfort mit dem „Goldenen Turm“ (1693–1697), auch als [[Vauban-Turm]] bekannt. Turmforts nach [[Polygonalsystem|Neupreußischer Manier]], die sogenannten [[Marc-René de Montalembert#Bedeutung für den Festungsbau|Montalembertschen Türme]], wurden in Preußen ab 1802 (in [[Festung Cosel]], errichtet durch Generalmajor [[Karl Christian Reinhold von Lindener]]) und noch bis nach Mitte des 19. Jh., u.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Ernst Ludwig von Aster (General)#Bedeutung für den Festungsbau|General Ernst Ludwig von Aster]] (1778–1855) errichtet:&lt;br /&gt;
* erhaltenes Turmfort (1802 oder 1806–1829) im Fort „Friedrich Wilhelm“ in [[Festung Cosel]], Ruine&lt;br /&gt;
* ehem. Turmfort (1845) auf Rheininsel [[Petersau]], der [[Festung Mainz]]&lt;br /&gt;
* ehem. Turmfort (vor 1850) in der [[Moselweißer Schanze]], der [[Festung Koblenz]]&lt;br /&gt;
* erhaltener [[Wrangelturm]] (1853), der [[Fortifikationsbauten Königsberg|Festung Königsberg]]&lt;br /&gt;
* erhaltenes Fort Engelsburg (um 1854), der [[Festung Swinemünde]]&lt;br /&gt;
* erhaltener [[Dohnaturm]] (1859), der [[Fortifikationsbauten Königsberg|Festung Königsberg]]&lt;br /&gt;
* weitere ehem. Turmforts in [[Festung Posen]] und Festung [[Toruń|Thorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Forts schützten Flussmündungen oder waren Teil der Befestigungsanlagen von Festungsstädten. Ebenso wie der Geschützturm der [[Wasserburg Friedewald]] (Spätgotik/Renaissance, ab 1476) hat auch das [[Historismus|historistische]] Turmfort „Engelsburg“ in [[Swinemünde]] einen zentralen Rauchabzug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche, offenbar aus dem Geschützturm abgeleitete Bauwerke, sind auch turmartige [[Reduit]]s in Festungsanlagen des 19. Jh. Der auf der schwedischen [[Festung Fredriksborg]] ab 1724 errichtete zentrale Geschützturm mit eigenem Burggraben und Zugbrücke, ehemals mit vier Galerien für Kanonen und/oder Gewehre, repräsentiert den Übergang vom Geschützturm zum Turm-Reduit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Suecia_1-147_;_Vaxholm_Fortalitium.jpg|Turmfort der späteren [[Festung Vaxholm|Inselfestung Vaxholm]], Zeichnung nach 1660, Schweden&lt;br /&gt;
 20100712_Tour_Vauban_-_1.JPG|Turmfort: Sechseckiger [[Vauban-Turm]] (1693–1697), „Goldener Turm“, Geschützturm eines Inselforts des 17. Jh. in [[Camaret-sur-Mer]], Frankreich&lt;br /&gt;
 Profil_et_plan_de_la_tour_de_Camaret.jpg|Turmfort [[Vauban-Turm]] im Schnitt&lt;br /&gt;
Festung_walfisch_wismar.jpg|Plan des Inselforts [[Walfisch (Insel)|Walfisch]] im Jahre 1682&lt;br /&gt;
Fredriksborg_2011z.jpg|Ehemals vieretagiger Geschützturm (ab 1724) der [[Festung Fredriksborg]] mit eigenem Burggraben und Zugbrücke, er repräsentiert den Übergang vom Turmfort zum Turm-[[Reduit]], Schweden&lt;br /&gt;
Fredriksborgs_fästning_interiör_2011.jpg|Kanonenebene im Turmfort der [[Festung Fredriksborg]], Schweden&lt;br /&gt;
Ingolstadt-Festung-Turm_Triva.JPG|[[Turm Triva]] (1828–1841), [[Landesfestung Ingolstadt]], Bayern&lt;br /&gt;
 Fort_Anioła_w_Świnoujściu_-_panoramio.jpg|Turmfort „Engelsburg“ (um 1854) der [[Festung Swinemünde]], im Innern zentraler Rauchabzug, Polen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Batterietürmen und Turmforts]]&lt;br /&gt;
* [[Kaponniere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Befestigungsanlage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrturmtyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Burg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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