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	<title>Bataver - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bataver&amp;diff=29611&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Archaecopteryx am 24. Februar 2026 um 18:21 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-24T18:21:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Germania 70 de.svg|mini|Das römische Gallien und rechtsrheinische Germanien um das Jahr 70 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bataver&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Liste der IPA-Zeichen|Aussprache]]: {{IPA-Text|[ˈbaːtavɐ]}} oder {{IPA-Text|[baˈtaːvɐ]}};&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Mangold]]: &amp;#039;&amp;#039;Duden. Band&amp;amp;nbsp;6: Das Aussprachewörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Dudenverlag, Mannheim und Zürich 2005 (6.,&amp;amp;nbsp;überarbeitete und aktualisierte Auflage), S.&amp;amp;nbsp;189.&amp;lt;/ref&amp;gt; {{laS|Batavi}}, veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Batavier&amp;#039;&amp;#039;) waren ein [[Germanen|westgermanischer]] [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Volksstamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgrund einer stammesinternen Fehde trennten sie sich von den [[Chatten]] und siedelten sich zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt zwischen 55 und 12 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an der [[Rhein]]mündung in der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Gallia Belgica]] an. Im Jahre 12 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurden sie dort von den Römern unter [[Drusus]] unterworfen und galten von da an als treue Bundesgenossen, mit einer Ausnahme: der [[Bataveraufstand]] unter [[Iulius Civilis]] im Jahre 69 n.&amp;amp;nbsp;Chr. In diesem Zusammenhang gelang den Germanen erstmals die Eroberung eines römischen [[Römisches Militärlager|Legionslagers]] ([[Vetera]] bei [[Xanten]]). Erst nach dem Aufstand von 69/70 n.&amp;amp;nbsp;Chr. erfolgte die Einrichtung einer &amp;#039;&amp;#039;civitas Batavorum&amp;#039;&amp;#039;, die in der Nachfolge des &amp;#039;&amp;#039;oppidum Batavodurum&amp;#039;&amp;#039; seit [[Trajan]] der römische Militärstützpunkt &amp;#039;&amp;#039;[[Ulpia Noviomagus Batavorum]]&amp;#039;&amp;#039; (das heutige [[Nijmegen]]) war. Ab dem 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gingen die inzwischen romanisierten Bataver in den [[Franken (Volk)|Franken]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Nach [[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]] biete die Stelle bei [[Cassius Dio]] (&amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 55, 24) einen guten und durchsichtigen Ansatz für die [[Etymologie]] und Bedeutung des [[Volksbezeichnung|Ethnonyms]] der Bataver. Dio betont hierin die besondere Eigenschaft der Bataver als hervorragende Reiter. Im Kontext seiner Schilderung über die Lage und Gliederung der Legionen macht die Bemerkung dieser Charakteristik der Bataver und die generelle Stellung germanischer Kontingente in den römischen [[Auxiliar]]-Einheiten (Hilfstruppen) verständlich.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=ξένοι τε ἱππεῖς ἐπίλεϰτοι, οἷς τὸ τῶν Βαταούων ὄνομα, ὅτι δὴ ϰράτιστοι ἱππεύειν εἰσὶ, ϰεῖται.&lt;br /&gt;
 |Sprache=grc&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=[…] fremde auserlesene Reiter, die den Namen Bataver führten, weil sie die tüchtigsten Reiter waren.}}&lt;br /&gt;
[[Tacitus]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; 29,1) bemerkte ihre besondere Tapferkeit, die sie gegenüber anderen Stämmen der Region auszeichnete (&amp;#039;&amp;#039;Omnium harum gentium virtute praecipui Batavi&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumann sieht daher mit [[Rudolf Much]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Die Germania des Tacitus.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. [[Wolfgang Lange (Philologe)|Wolfgang Lange]] (Hrsg.), [[Herbert Jankuhn]], [[Hans Fromm (Germanist)|Hans Fromm]] Mitarbeiter. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1966, S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt; in &amp;#039;&amp;#039;Batavi&amp;#039;&amp;#039; einen Wortstamm aus germanisch *&amp;#039;&amp;#039;bata-&amp;#039;&amp;#039; wie er beispielsweise in [[Gotische Sprache|gotisch]] &amp;#039;&amp;#039;batiza&amp;#039;&amp;#039; für „besser“ oder in &amp;#039;&amp;#039;bōta&amp;#039;&amp;#039; = „Nutzen“ vorliegt (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Batimodus-Grabstein|Batimodus]]&amp;#039;&amp;#039; oder vergleiche [[Niederländische Sprache|Ndl.]] &amp;#039;&amp;#039;baat&amp;#039;&amp;#039; „Nutzen, Gewinn, Vorteil“). Nach Neumann und Much könnte das kurze a der Mittelsilbe (nach den Wiedergaben der lateinischen Vorlagen) den germanischen Lautstand richtig wiedergeben, sodass im Bataver-Namen ein Nominativ Plural germanisch *&amp;#039;&amp;#039;batawiz&amp;#039;&amp;#039; (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Chamaver]]&amp;#039;&amp;#039;) vorliegen kann, abgeleitet vom Adjektiv *&amp;#039;&amp;#039;batu-&amp;#039;&amp;#039; für „gut“, beziehungsweise von &amp;#039;&amp;#039;batizan&amp;#039;&amp;#039; = „besser“.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Heidermanns: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der germanischen Primäradjektive.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studia Linguistica Germanica&amp;#039;&amp;#039; 33) De Gruyter, Berlin / New York 1993 [Reprint 2013], ISBN 978-3-11-087161-6, S. 118f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Suffix]] wäre in Vollstufe bewahrt und zeigt einen archaischen ablautenden Deklinationstypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bataverhelm ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bataverhelm (Xanten).jpg|mini|Fragmente eines Reiterhelms aus Eisen. Der Bataverhelm stammt aus dem frühen 1. Jahrhundert und wurde bei [[Xanten#Geschichte|Xanten]] ausgegraben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bataverhelm-replik.jpg|mini|Bataverhelm (Replik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krieger der Bataver, auch als Reiter-Legionäre in römischen Diensten, trugen spezielle Helme, von denen bisher nur wenige am Niederrhein im Gebiet zwischen Nijmegen und Xanten gefunden wurden. Er bestand aus Eisen und hatte einen dichten geflochtenen Besatz aus Pferdehaar, der mit [[Bitumen|Pechkleber]] befestigt war. Außerdem besaß er ein [[Visier (Helm)|Visier]], innen aus Eisen, außen aus Silber, das das Gesicht vollständig bedeckte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Angelika Franz |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bataver-helm-mit-3d-drucker-rekonstruiert-a-984898.html |titel=Bataver-Helm per 3D-Drucker repariert |hrsg=Spiegel Online |datum=2014-08-11 |abruf=2014-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein solcher Helm wurde 2008 im [[Museum Het Valkhof]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museumhetvalkhof.nl/ Museum Het Valkhof]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Nijmegen mit Hilfe von Kollegen aus Bonn und Mannheim rekonstruiert. Dabei entdeckte man auch die Zusammensetzung des Klebers, der Eisen- und Silberschicht verband: Baumteer, Bitumen und Rindertalg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/706368/ Forschung Aktuell]&amp;lt;/ref&amp;gt; 69 n. Chr., nach dem Aufstand der Bataver, verschwand dieser Helmtyp. Er tauchte erst hundert Jahre später als Metallnachbildung im gesamten Römischen Heer wieder auf. Die geflochtenen Zöpfe wurden nun in Metall getrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Furchteinflösende Helme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;epoc – Geschichte, Archäologie, Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, Heidelberg 2009, S. 8. {{ISSN|1865-5718}} und &amp;#039;&amp;#039;[http://www.epoc.de/alias/germanien/furcht-einfloessende-helme/979173 Angst vor Römischen Helmen.]&amp;#039;&amp;#039; (online)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das rekonstruierte Exemplar wird im [[LVR-RömerMuseum Xanten|Römermuseum Xanten]] dauerausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Unter niederländischen [[Renaissance-Humanismus|Humanisten]] war der Mythos verbreitet, die Batavier seien nicht unterworfen, sondern freie Verbündete der Römer gewesen. Als Beleg diente vor allem eine angeblich um 1500 bei [[Zoeterwoude]] gefundene Inschrift {{&amp;quot; |Text=Gens Batavorum amici et fratres Romani Imperii |Sprache=lat |Übersetzung=Volk der Batavier, Freunde und Brüder des Römischen Reiches}}. [[Arnoldus Buchelius]] (1565–1641) beurteilte diese Inschrift als Fälschung und schloss aus römischen [[Römisches Legionsstempel|Legionsstempeln]] und [[Römische Währung|Münzen]], die er zusammen mit Johannes de Witt (1565–1622) in der Umgebung von Utrecht gefunden hatte, dass die Nordgrenze des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] entlang der [[Römisches Militärlager|römischen Militärlager]] [[Rindern|Arenacum]] – [[Rossum (Gelderland)|Vada]] (von Buchelius mit [[Wageningen]] identifiziert) – [[Maasdriel|Grinnes]] – [[Ulpia Noviomagus Batavorum|Batavodorum]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Tacitus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Historiae (Tacitus)|Historiae]]&amp;#039;&amp;#039; [http://www.thelatinlibrary.com/tacitus/tac.hist5.shtml#20 5,20]; heute teilweise als Militärplätze im Hinterland verstanden, siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Niedergermanischer Limes]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; am Rhein verlief.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sandra Langereis: &amp;#039;&amp;#039;Geschiedenis als ambacht, Oudheidkunde in de Gouden Eeuw: Arnoldus Buchelius en Petrus Scriverius&amp;#039;&amp;#039; (Hollandse Studien 37), Hilversum: Verloren 2001, ISBN 90-70403-48-X ([https://dare.uva.nl/de/record/86401 Online-Ressource der Dissertation], abgerufen am 9. August 2011), bes. S. 232–235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Batavia&amp;#039;&amp;#039; ist eine im [[Humanistisches Latein|humanistischen Latein]] gängige Bezeichnung für die [[Niederlande]]. Während der [[Niederländisch-Indien|niederländischen Kolonialzeit]] hieß die heutige Hauptstadt Indonesiens, [[Jakarta]], ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Batavia&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1795 durch [[Revolutionsexport]] errichtete Nachfolgestaat der [[Republik der Vereinigten Niederlande]] nannte sich &amp;#039;&amp;#039;[[Batavische Republik]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am „nassen Teil“ des [[Obergermanisch-Raetischer Limes|rätischen Limes]] im 1. Jahrhundert stationierte Bataver-Cohorte gilt heute als Namensgeberin für die Stadt [[Passau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Auxiliareinheiten ==&lt;br /&gt;
In der frühen [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] wurden die folgenden [[Auxiliartruppen|Auxiliareinheiten]] auf dem Gebiet der Bataver rekrutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ala I Batavorum]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors I Batavorum (Pannonia)]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors I Batavorum (Britannia)]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors I Batavorum milliaria]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors II Batavorum]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors III Batavorum]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors IX Batavorum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gelduba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Callies]], [[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Bataver.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; (RGA). 2. Auflage. Band 2, De Gruyter, Berlin / New York 1976, ISBN 3-11-006740-4, S. 90–91.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|118|121|Batavi|[[Max Ihm]]|RE:Batavi}}&lt;br /&gt;
* Nico Roymans: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.oapen.org/search?identifier=340232 Ethnic Identity and Imperial Power: The Batavians in the Early Roman Empire]&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Amsterdam Archaeological Studies&amp;#039;&amp;#039; 10). Amsterdam University Press, Amsterdam 2004, ISBN 90-5356-705-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Batavians|Bataver}}&lt;br /&gt;
* [http://www.novaesium.de/artikel/bataver.htm Der Bataveraufstand]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bataver| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chatten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westgermanen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Archaecopteryx</name></author>
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