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	<title>Baster - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-11T05:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum niederländischen Arzt und Naturforscher siehe [[Job Baster]].}} &lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge der Rehobother Baster.svg|mini|Flagge der Rehobother Baster]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[afrikaans]] für &amp;#039;&amp;#039;[[Bastard]]&amp;#039;&amp;#039;) sind Familien, die aus Beziehungen zwischen [[Nama (Volk)|Nama]]-Frauen und [[Buren]] in [[Südwestafrika]] entstanden sind. Die Baster stellten 2023 mit 45.600 Menschen etwa 1,5 Prozent der [[Namibia|namibischen]] Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nsa.org.na/census/wp-content/uploads/2024/10/2023-Population-and-Housing-Census-Main-Report-28-Oct-2024.pdf &amp;#039;&amp;#039;Namibia 2023 Population  and Housing Census, Main Report.&amp;#039;&amp;#039;] Namibia Statistics Agency, Oktober 2025, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Sprache ist meist [[Afrikaans]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr traditionelles Stammesgebiet liegt um die Stadt [[Rehoboth]] (südlich von [[Windhoek]]), woher auch ihre meist genutzte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rehoboth Baster(s)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, deutsch früher „Rehobother Bastardbevölkerung“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; herrührt. Die Baster genießen seit der Unabhängigkeit [[Namibia]]s als einzige traditionelle Gruppierung keinen rechtlichen Sonderstatus mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.rehobothbasters.com/history.php |wayback=20110807131534 |text=&amp;#039;&amp;#039;History&amp;#039;&amp;#039;, rehobothbasters.com }} abgerufen am 5. August 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre interne Verwaltung liegt dennoch wie vor 1990 in den Händen eines „[[Basterrat]]es“, dem die [[Kapteine der Rehoboth Baster|Kapteine]] vorstehen. Sie sind meist [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischen]] Glaubens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rehoboth Basters sind Mitglied der [[Unrepresented Nations and Peoples Organization]] und sehen ihr historisches Stammesland als [[Rehoboth Gebiet|unabhängiges Rehoboth Gebiet]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BasterCouncil1872.jpg|mini|Basterrat 1872]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rehoboth van Wijk Rat 1915.jpg|mini|Basterrat 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Basterrat 1923.jpg|mini|Basterrat 1923]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Inbesitznahme der Kapregion durch [[Niederlande|niederländische]] Seefahrer unter ihrem Kapitän [[Jan van Riebeeck]] im Jahr 1652 trafen die europäischen Kolonialisten auf dort bereits ansässige Nama-Stämme. Durch den Nachzug weiterer Siedler, nicht nur aus den Niederlanden, sondern verstärkt auch aus [[Deutschland]] und [[Frankreich]], entstand ein spürbarer Arbeitskräftemangel auf den neu eingerichteten Farmen. Da die Beziehungen zwischen den burischen Farmern und den Nama zunächst durchaus friedlicher Natur waren, ließen sich immer mehr Nama im Umfeld der Farmen nieder und heuerten dort als Farmarbeiter an. Sie lernten deren Sprache und Gebräuche kennen und – da burische Frauen in der Anfangszeit der Kolonisierung „Mangelware“ waren – bauten sie in immer größer werdendem Umfang persönliche Beziehungen zu ihren Arbeitgebern auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die daraus entstandenen Kinder, die von keiner ihrer beiden Ausgangsgemeinschaften wirklich akzeptiert wurden, genossen zumeist eine europäische Erziehung, Schulbildung und waren in ihrer Lebensart sehr viel stärker durch ihre Nähe zu den Europäern als durch ihre Namaverwandtschaft geprägt. Wie viele gemischte Personen, fühlten auch sie sich bei der Partnerwahl am ehesten zu Ihresgleichen hingezogen und heirateten in der Regel untereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größer werdenden Basterfamilien gründeten Clans und sahen sich mit zunehmendem Wohlstand nach eigenem Farmland und Weidegründen um. Bereits im 18. Jahrhundert bezeichneten sie sich als Baster, um sich eine eigene Gruppenidentität zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Gemeinschaften entwickelten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geordnete Strukturen einer Selbstverwaltung. Sie gaben sich verfassungsähnliche Regelwerke, die auch ihre christliche Grundeinstellung zum Ausdruck brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts (1868) lösten sich die Baster aus ihrer Abhängigkeit zur Kapregierung und zogen in einem zweijährigen Treck nach Norden. Fortan verstanden sie sich als eigene ethnische Gruppe. Unter Führung ihres [[Kapteine der Rehobother Baster|Kapteins]] Hermanus van Wyk wanderten sie in [[Südwest-Afrika]] ein. Hermanus van Wyk verhandelte mit den ständig in Fehde liegenden [[Herero]] und Nama, so dass ein Teil der Baster südlich von Windhoek im Ort [[Rehoboth]] ein neues Siedlungsgebiet fand – daher der Name Rehobother Baster. Der deutsche Rassentheoretiker [[Eugen Fischer (Mediziner)|Eugen Fischer]] unternahm 1908 eine Forschungsreise dorthin, um zu zeigen, dass die [[Mendelsche Gesetze|Mendelschen Gesetze]] auch für menschliche Mischlinge zwischen Niederländern und Afrikanern gültig seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Rehobother Bastards und das Bastardierungsproblem beim Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1913 (Reprint: Adeva, Graz 1961).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits auf dem Weg nach Rehoboth hatten die Baster sich zusätzliche Gesetze gegeben. Auch in der Folgezeit bewahrten sie weitgehend ihre Selbstverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den beiden „Platzherren“ in [[Okahandja]] und [[Hoachanas]] wurde ihnen offenbar eine Pufferrolle zugedacht. Die übrigen Baster fanden neue Siedlungsplätze im Süden des Landes und begründeten dort unter ihren Führern Vilander &amp;#039;&amp;#039;(Kalahari-Baster)&amp;#039;&amp;#039;, Vries &amp;#039;&amp;#039;(Kalkfontein-Baster)&amp;#039;&amp;#039; und Swart &amp;#039;&amp;#039;(Süd-Baster)&amp;#039;&amp;#039; jeweils eigenständige Gemeinwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rehobother Baster wurden in ihrer Puffer-Rolle sehr gefordert: [[Rehoboth]] wurde wiederholt Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen, Plünderungen und Zerstörungen, insbesondere nachdem sich hier auch der Nama-Stamm der Swartboois angesiedelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Inbesitznahme von Südwest-Afrika durch das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] und Begründung der Kolonie [[Deutsch-Südwestafrika]] schlossen die Rehobother Baster als einer der ersten Stämme [[Schutzvertrag|Schutz- und Beistandsverträge]] mit der deutschen Schutzmacht ab (1885) und unterstützten diese aktiv bei der angestrebten Befriedung des unruhigen Landes durch Gestellung von Baster-Verbänden. Auch zu Beginn des [[Erster Weltkrieg in Südwestafrika|Ersten Weltkrieges in Südwestafrika]] wurde in Rehoboth eine Freiwilligenkompanie der Baster unter deutscher Führung aufgestellt, jedoch mit der ausdrücklichen Beschränkung, nicht gegen Weiße eingesetzt werden zu dürfen. Auch unter den Deutschen schafften es die Baster, ihre Selbstverwaltung weitgehend aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Baster kurz vor Kriegsende in der Kolonie 1915 gegen die deutsche Bevormundung erhoben hatten, wurden ihnen zunächst auch von der südafrikanischen Mandatsverwaltung diese Autonomierechte weiter zugestanden, aber 1925 wieder aberkannt. Die Baster erhoben sich gegen diese Maßnahme, wurden jedoch zum Einlenken gezwungen, als Südafrika mit Bombardierung drohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Apartheidszeit in Namibia trugen die Rehobother Baster zur Entwicklung der politischen Parteien bei und behielten weiterhin die Zuständigkeit für ihre Angelegenheiten im [[Basterland]]. Dieser Status endete jedoch 1990 mit der Unabhängigkeit Namibias. Einen Tag vor Unabhängigkeit Namibias erklärten die Baster am 20. März 1990 ihre Unabhängigkeit in den Grenzen von 1872 als „[[Rehoboth Gebiet]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://rehobothbasters.org/casedetails.php?id=213 |wayback=20200923202755 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Rehoboth Basters’ declaration of independence of 20 March 1990.&amp;#039;&amp;#039; Rehoboth Basters.   }} Abgerufen am 30. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert in Bezug auf die Geschichte der Rehobother Baster ist nicht zuletzt auch der Überlebenswille dieser Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rehobother Baster bilden eine gut ausgebildete und oft selbständige Handwerkergemeinde rund um [[Windhoek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maximilian Bayer: &amp;#039;&amp;#039;The Rehobother Baster Nation of Namibia.&amp;#039;&amp;#039; Basler Afrika-Bibliographien, Basel 1984, ISBN 3-905141-38-8.&lt;br /&gt;
* Rudolf G. Britz, Hartmut Lang, Cornelia Limpricht: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte der Rehobother Baster bis 1990.&amp;#039;&amp;#039;  Klaus Hess Verlag, Windhoek/Göttingen 1999.&lt;br /&gt;
* Golf Dornseif: &amp;#039;&amp;#039;Als unsere Master-Freunde die Fronten wechselten.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.yumpu.com/de/document/view/21422662/lesen-golf-dornseif online] (Zur Verfügung gestellt von [https://www.Yumpu.com Yumpu.com], abgerufen am 13. April 2021).&lt;br /&gt;
* Kristin Kjæret, Kristian Stokke: &amp;#039;&amp;#039;Rehoboth Baster, Namibian or Namibian Baster? An analysis of national discourses in Rehoboth, Namibia.&amp;#039;&amp;#039; 26. September 2003.&lt;br /&gt;
* [[Eugen Fischer (Mediziner)|Eugen Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rehobother Bastards.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Druck- und Verlags-Anstalt, Graz 1961/Jena 1913.&lt;br /&gt;
* Jeroen Zandberg: &amp;#039;&amp;#039;Rehoboth Griqua Atlas&amp;#039;&amp;#039;, Lulu.com, 2. Ausgabe, 2013, ISBN 978-1445272429. ([https://books.google.com.na/books?id=ZpRNAgAAQBAJ&amp;amp;lpg=PT54&amp;amp;ots=uFwmIY264O&amp;amp;dq=%22Dap%20Izaaks%22&amp;amp;pg=PT54#v=onepage&amp;amp;q=%22Dap%20Izaaks%22&amp;amp;f=false online in Teilen abrufbar])&lt;br /&gt;
* Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Bastards.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinrich Schnee]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Kolonial-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920, Band I, S. 140f. ([http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Bastards online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kapteine der Rehoboth Baster]]&lt;br /&gt;
* [[Rehoboth (Homeland)]]&lt;br /&gt;
* [[Orlam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.rehobothbasters.org Offizielle Seite der Rehoboth Basters] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4049090-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Namibia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Namibia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Südwestafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rehoboth]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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