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	<title>Basmala - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Basmala&amp;diff=105086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Geschichte */ fehlendes Leerzeichen</title>
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		<updated>2025-12-24T06:13:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; fehlendes Leerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Basmala.svg|mini|klasse=skin-invert-image|&amp;#039;&amp;#039;Basmala&amp;#039;&amp;#039;, wie sie in den meisten zeitgenössischen Drucken zu finden ist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basmala&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|بسملة&amp;amp;lrm;|d=basmala}}) ist eine arabische [[Invokation|Anrufungsformel]], die mit Ausnahme der &amp;#039;&amp;#039;Sure 9&amp;#039;&amp;#039; am Anfang jeder [[Sure]] des [[Koran]]s steht und eine wichtige Rolle im Gottesdienst und Alltag der [[Muslim]]e spielt. Sie lautet: {{arF|بسم الله الرحمن الرحيم&amp;amp;lrm;|d=bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi |b= Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung: {{Literatur |Autor=Rudi Paret |Titel=Der Koran |Auflage=10. |Verlag=Kohlhammer-Verlag |Datum=2007 |Seiten=439–440}} {{&amp;quot;|1=Innerhalb der Basmala (und unten Vers 3) steht &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|ar-raḥmān}}&amp;#039;&amp;#039; (ebenso wie &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|ar-raḥīm}}&amp;#039;&amp;#039;) nicht als selbständiges Substantiv, sondern attributiv|Autor=Rudi Paret |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Der Koran. Kommentar und Konkordanz&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Ar-rahman}}&amp;#039;&amp;#039; („der Gnädige“) und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|ar-rahim}}&amp;#039;&amp;#039; („der Barmherzige“) sind auch die ersten beiden der [[Die 99 Namen Allahs|99 Namen Allahs]]. &amp;#039;&amp;#039;Rahman&amp;#039;&amp;#039; war außerdem einer der Hauptgottesnamen in den [[Rahmanismus|monotheistischen Religionen des vorislamischen Arabiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten drei Wörter dieser koranischen Anrufungsformel &amp;#039;&amp;#039;bismi ʾllāhi (im Namen Gottes)&amp;#039;&amp;#039; verschmolzen zu dem Begriff Basmala. Das davon abgeleitete Verb heißt bei den arabischen Grammatikern {{arF|بسمل&amp;amp;lrm;|w=basmala|b= diese Formel aussprechen oder schreiben}}.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|al-mausūʿa al-fiqhiyya}}&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Kuwait 2003. Band&amp;amp;nbsp;8. S.&amp;amp;nbsp;83; Adam Gacek: &amp;#039;&amp;#039;The Arabic Manuscript Tradition.&amp;#039;&amp;#039; S. 12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Bezeichnung dieser Formel ist &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|tasmiya}}&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. das Aussprechen des göttlichen Namens durch die Basmala.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Koran ==&lt;br /&gt;
Im Koran fehlt die Basmala vor [[Sure 9]] und erscheint ein zweites Mal in [[Sure 27]] in Vers 30 als Eröffnungsformel eines Briefes von [[Salomo]] an die [[Königin von Saba]]. In verkürzter Form, „Im Namen Gottes“ sagt es [[Noach|Noah]] in [[Sure 11]], Vers 41:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Steiget in das Schiff ein! Im Namen Gottes geschehe seine Fahrt und seine Landung!|Quelle= Übersetzung: [[Rudi Paret]]}}&lt;br /&gt;
Nach der Lehre der [[Hanafiten]], [[Schafiiten]] und [[Hanbaliten]] ist die Basmala Teil der [[al-Fātiha|Sure 1 &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|al-Fatiha}}&amp;#039;&amp;#039;]] und wird dort als eigener Vers gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Kuwait 2003. Band 8, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Malikiten]] dagegen sind der Ansicht, dass die Basmala nur in Sure 27 (an-naml) eine [[Āya|aya]] darstellt. In anderen Koransuren ist sie nur Teil eines Verses.&amp;lt;ref&amp;gt;al-mausūʿa al-fiqhiyya. 5. Auflage. Kuwait 2003. Band 8, S. 84 und 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Ichtilāf|kontroversen Lehrmeinungen]] werden jeweils durch entsprechende [[Hadith|Aussagen Mohammeds]] untermauert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Kuwait 2003. Band 8, S. 83–85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Koranexeget [[az-Zamachschari]] führt in seinem &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|[[Koranexegese|Tafsīr]]}}&amp;#039;&amp;#039;-Werk aus, dass die Basmala nach Meinung der alten Grammatiker von [[Basra]], [[Medina]] und Syrien in der Verszählung des Korans nicht berücksichtigt wurde, sondern nur als Segensspruch und als Trennungszeichen zwischen den einzelnen Suren galt. Die alten Grammatiker von [[Mekka]] und [[Kufa]], ferner der Rechtsgelehrte [[asch-Schafii]] betrachteten diese Formel dagegen als Teil der Suren. In der Koranübersetzung der [[Ahmadiyya]] wird die Basmala immer als erster Vers gezählt, weswegen alle anderen Verse eine von der Norm abweichende Nummerierung aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gab es schon in den ältesten erhaltenen Korancodices kleine Ornamentfelder als Surentrenner, die man über der Basmala der neuen Sure eingefügt hat. Alle Motive dieser Surentrenner aus dem ersten und zweiten muslimischen Jahrhundert ([[7. Jahrhundert|7.]] und [[8. Jahrhundert]] n. Chr.) stehen unter byzantinischem Einfluss.&amp;lt;ref&amp;gt;von Bothmer-Ohlig-Puin: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wege der Koranforschung&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;36, 43–45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anweisungen im Hadith und in der Rechtsliteratur ==&lt;br /&gt;
Bei mehreren Handlungen ist die Tasmiya – das Sprechen der Basmala – gemäß prophetischen Anweisungen Pflicht, so etwa beim Vollzug der kleinen [[Wudu&amp;#039;|rituellen Waschung]]. Gemäß dem Koranvers:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text= Und eßt kein Fleisch (w. nichts), worüber (beim Schlachten) der Name Gottes nicht ausgesprochen worden ist! Das ist Frevel |Autor= Sure 6, Vers 121 |Quelle=Übersetzung: Rudi Paret }}&lt;br /&gt;
ist die Basmala auch beim [[Schächten]] von Tieren religiöse Pflicht (wāǧib).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Kuwait 2003. Band 8, S. 89–90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Reden, Ansprachen, Referate, Widmungen oder Briefe sollen ebenfalls mit der Basmala eingeleitet werden. In den [[Al-Kutub as-sitta|Traditionsbüchern]] ist ein auf [[Mohammed]] zurückgeführter Spruch verzeichnet, demnach jede wichtige und religiös-verpflichtete Handlung, die ohne Basmala beginnt und durchgeführt wird, an sich nichtig ({{arF|باطل&amp;amp;lrm;|w=batil |d=bāṭil |b=wertlos, nichtig, ungültig}}) und jedes Segens ledig ({{arF|مقطوع البركة&amp;amp;lrm;|w=maqtūʿ al-baraka |d=maqṭūʿ al-baraka}}) sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Gacek: &amp;#039;&amp;#039;The Arabic Manuscript Tradition&amp;#039;&amp;#039;, S. 12–13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Fleisch [[Schächten|geschächteter]] Tiere, die ohne die Basmala getötet wurden, darf ein Muslim nicht verzehren, da es dann nicht [[halāl]] ist. Eine Ausnahme bildet [[Jüdische Speisegesetze|koscheres]] Fleisch, denn auch über dieses wurde eine [[Bracha|Invokation]] im Namen Gottes ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Lebenssituationen ist die Basmala, auch in der gekürzten Form als „im Namen Gottes“, heute noch eine islamrechtlich vorgesehene Norm (&amp;#039;&amp;#039;mašrūʿ&amp;#039;&amp;#039;), aber keine Pflicht (&amp;#039;&amp;#039;wāǧib&amp;#039;&amp;#039;): [[Datei:Basmala in a Turkish Dolmus.jpg|mini|Basmala in einem türkischen [[Dolmus|Dolmuş]] (Kleinbus)]]&lt;br /&gt;
* vor Beginn der Koranlesung,&lt;br /&gt;
* vor Antritt einer Reise,&lt;br /&gt;
* vor dem Beginn einer Mahlzeit,&lt;br /&gt;
* vor dem Betreten eines Hauses oder der Moschee und beim Verlassen derselben,&lt;br /&gt;
* beim Anzünden des Abendlichtes,&lt;br /&gt;
* vor dem ehelichen Geschlechtsverkehr,&lt;br /&gt;
* beim Handauflegen auf eine schmerzhafte Stelle eines Kranken,&lt;br /&gt;
* bei der Grablegung eines Toten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|al-mausūʿa al-fiqhiyya}}&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, S.&amp;amp;nbsp;92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einem [[Hadith|Prophetenspruch]] dürfen rituell Unreine, darunter Frauen während der Menstruation und im Wochenbett, den Koran nicht rezitieren, folglich auch die Basmala nicht sprechen. Dagegen sind die Malikiten der Ansicht, dass sie den Koran zu Studienzwecken und beim Unterricht Dritter rezitieren dürfen. Allerdings müssen sie durch die große rituelle Waschung (ghusl) den Zustand der [[Tahāra]] erreichen, um den Koran mit der Basmala weiterhin rezitieren zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Kuwait 2003. Band 8, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Prophetenwort, das über Anas ibn Mālik überliefert wird, ist es besonders verdienstvoll, ein Blatt (&amp;#039;&amp;#039;qirṭās&amp;#039;&amp;#039;), auf dem die Basmala steht, vom Boden aufzuheben. Wer dies tut, um das Blatt davor zu bewahren, niedergetreten zu werden, der soll bei Gott unter den „Wahrhaftigen“ (&amp;#039;&amp;#039;ṣiddīqūn&amp;#039;&amp;#039;) verzeichnet werden und seinen Eltern soll die Grabesqual erleichtert werden, auch wenn sie zu den „Beigesellern“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Muschrik|mušrikūn]]&amp;#039;&amp;#039;) gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Isḥāq ibn Ibrāhīm al-Ḫuttalī: &amp;#039;&amp;#039;Kitāb ad-Dībāǧ&amp;#039;&amp;#039;. Ed. Ibrāhīm Ḥālim. Damaskus 1994. S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Basmala. Sousse.JPG|mini|Die Basmala zu Beginn der Gründungsinschrift der Bou-Fatata-Moschee in [[Sousse]]. 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Vorislamisches Arabien|vorislamischen Arabien]] waren [[Invokation]]sformeln wie „im Namen von [[al-ʿUzzā]]“, oder „im Namen von [[al-Lat]]“ üblich, es wurden also die damals verehrten großen Gottheiten angerufen. Der älteste Beleg der Basmala in ihrer vollen Form ist Koranvers 27:30, eine Stelle, die der mittelmekkanischen Zeit zugeordnet wird. Ob und ab wann Muhammad die Basmala an die Spitze der Suren gesetzt hat, ist nicht bekannt. Zwar wird in der islamischen Tradition allgemein angenommen, dass es sich um die älteste Offenbarung handelt, doch gibt es auch die abweichende Überlieferung, dass Mohammed die Basmala erst nach Offenbarung des Verses 27:30 verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Theodor Nöldeke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Qorāns. Erster Teil: Über den Ursprung des Qorāns&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl., bearbeitet F. Schwally. Leipzig 1909. S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In außerkoranischen Dokumenten aus der Zeit des Propheten wird die Basmala dagegen nicht verwendet. Der Vertrag von al-Hudaiybiya, den [[Mohammed]] mit seinen [[mekka]]nischen Gegnern abschloss, begann mit der schon in der [[Dschahiliyya|vorislamischen]] Zeit bekannten Formel: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|bismika Allāhumma}}&amp;#039;&amp;#039;: „In Deinem Namen, Herrgott“, also mit der für die Polytheisten bekannten Gottesbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Allāhumma}}&amp;#039;&amp;#039;, die der Islam in Verbindung mit den [[Haddsch|islamischen Wallfahrtszeremonien]] übernommen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister: &amp;#039;&amp;#039;Labbayka, Allāhumma, Labbayka…&amp;#039;&amp;#039;; On a Monotheistic Aspect of a Jāhiliyya Practice. In: Jerusalem Studies in Arabic and Islam (JSAI). Band 2 (1980), S. 33–57&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Schreiben Mohammeds an den byzantinischen [[Statthalter]] Ägyptens [[al-Muqauqis]] beginnt in einer Überlieferungsvariante nicht mit der Basmala, sondern mit der Formel &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|bismika Allāhumma}}&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Muḥammad Ḥamīdullāh |Titel={{lang|ar-Latn|Maǧmūʿat al-waṯāʾiq as-siyāsiyya lil-ʿahd al-nabawī wal-ḫilāfati r-rāšida}} |Auflage=3 |Ort=Beirut |Datum=1969 |Seiten=108}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sendschreiben Mohammeds an die Bischöfe von [[Nadschran]] (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|asāqifat naǧrān}}&amp;#039;&amp;#039;) beginnt mit der sowohl im Alten Testament&amp;lt;ref&amp;gt;erstmals {{B|Ex|3|6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch im Neuen Testament&amp;lt;ref&amp;gt;beispielsweise {{B|Mk|12|26}}, {{B|Mt|22|32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrfach auftretenden Formel: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|bismi ilāhi Ibrāhīma wa-Isḥāqa wa-Yaʿqūba}}&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. „Im Namen Gottes des [[Abraham]], des [[Isaak]] und des [[Jakob]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Muḥammad Ḥamīdullāh, op.cit. S.&amp;amp;nbsp;139&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die archaische Anrufungsformel mit &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Allāhumma}}&amp;#039;&amp;#039; blieb auch in nachprophetischer Zeit noch in Gebrauch, wie die älteste [[Paläographie|paläographisch]] belegte Inschrift, die auf den 17.&amp;amp;nbsp;März 666 datiert ist, zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Grohmann |Hrsg=Mélanges Taha Husain |Titel=Eine neue arabische Inschrift aus der ersten Haelfte des 1. Jahrhunderts der Higra |Sammelwerk=Publiés par Abdurrahman Badawi |Ort=Kairo |Datum=1962 |Seiten=39–40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Belege für die Anwendung der Basmala finden sich im profanen Bereich auf Münzen aus der Mitte des 7. Jahrhunderts. Der umayyādische Statthalter im Irak [[Ziyād ibn Abī Sufyān]] proklamierte seine politische Autorität auf Münzen mit „bi-smi llāhi rabbī“: Im Namen Gottes, meines Herren. Der Statthalter al-Ḥakam ibn al-ʿĀṣ in [[Kerman (Provinz)|Kirmān]], wo er zwischen 675 und 678 regierte, fügte dieser Formel seinen eigenen Namen hinzu: „Im Namen Gottes, des Herrn von Ḥakam“.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Heidemann: &amp;#039;&amp;#039;The Evolving Representation of the Early Islamic Empire and its Religion on Coin Imagery.&amp;#039;&amp;#039; In: Angelika Neuwirth, Nicolai Sinai, Michael Marx (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Qurʾān in Context. Historical and Literary Investigations into the Qurʾānic Milieu&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2010. S. 149–196; hier S. 165–166&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vollständige religiöse Formel der Basmala erscheint hier noch nicht, der Ausdruck „bi-smi llāhi“ ist zunächst eine Art Echtheitsgarantie wie auch die Prägung von &amp;#039;&amp;#039;ǧayyid&amp;#039;&amp;#039; (gut/echt) auf syrischen Kupfermünzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Heidemann (2010), S. 163 und Anm. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Papyrus.JPG|mini|Die Basmala auf einem Privatschreiben. Papyrus. [[Fustat]]. 10–11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der islamischen [[Epigraphik]] ist die Basmala erstmals im Jahre 653 auf einem in [[Assuan]] aufgefundenen Stein dokumentiert;&amp;lt;ref&amp;gt;Abdullah el-Azzeh, Abbildung 4&amp;lt;/ref&amp;gt; nur unwesentlich jünger ist eine Inschrift aus der Zeit des [[Umayyaden]]kalifen [[Abd al-Malik (Umayyaden)|&amp;#039;Abd al-Malik ibn Marwan]], die neben der Basmala auch die [[Schahada]] enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Moshe Sharon, passim&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Basmala in den ältesten epigraphischen Dokumenten allerdings nicht durchgehend verwendet wurde, zeigt der Fund aus [[Taif]] aus der Regierungszeit von [[Muʿāwiya I.]] aus dem Jahr 677.&amp;lt;ref&amp;gt;G. C. Miles, passim&amp;lt;/ref&amp;gt; Epigraphische Funde aus dem 2.&amp;amp;nbsp;muslimischen Jahrhundert, die der saudische Wissenschaftler Saʿd ʿAbd al-ʿAzīz ibn Saʿd ar-Rāšid in der Nähe von [[Medina]] gesammelt und 1993 publiziert hat, enthalten die Basmala überhaupt nicht, obwohl alle 55 Texte religiösen Inhalts sind; nur die alte Invokation &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Allāhumma}}&amp;#039;&amp;#039; erscheint in zwei der publizierten Inschriften.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Kitābāt islāmiyya}}&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;51 und 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarische Papyri –&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;h. profane und nicht-koranische Dokumente&amp;amp;nbsp;– aus den Bereichen Kauf- und Erbrecht, Eheverträge, Schenkungsurkunden usw. seit dem frühen 3.&amp;amp;nbsp;muslimischen Jahrhundert (9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) enthalten die Basmala aber bereits durchgehend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R.&amp;amp;nbsp;G. Khoury |Titel=Chrestomathie |Datum= |Kommentar=passim; 98 Urkunden im Original, in der Edition und Übersetzung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksfrömmigkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinamteich.JPG|mini|Die Basmala auf einem Stein als Gartendekoration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den populären islamischen Prophetenlegenden (&amp;#039;&amp;#039;[[Qisas al-anbiya]]&amp;#039;&amp;#039;) zufolge stand die Basmala geschrieben: auf Adams Oberschenkel, auf den Flügeln des Erzengels Gabriel, auf dem Siegel des Königs Salomon und auf der Zunge Jesu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Doutté |Titel={{lang|fr|Magie et religion}} |Sammelwerk={{lang|en|The Encyclopaedia of Islam}} |Band=New Edition. I.1084 (B. Carra de Vaux; L. Gardet) |Datum= |Seiten=211}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel spielt im [[Volksfrömmigkeit#Islam|islamischen Volksglauben]], in der [[Magie]] –&amp;amp;nbsp;auf [[Amulett]]en&amp;amp;nbsp;– und in der [[Sufismus|islamischen Mystik]] eine bedeutende Rolle. Denn es war erforderlich, die Islamisierung des Amulettwesens vorzunehmen, die magischen Sitten und Bräuche aus dem Profanen in den Bereich des Glaubens zu führen. Nichts eignet sich dafür mehr als die Basmala, „mit der der gläubige Muslim jedes Handschreiben zu eröffnen pflegt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudi Paret |Titel=Symbolik des Islam |Datum= |Seiten=91}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Darstellung von Menschen- oder Tiergestalten im Islam mit Schriftzeichen ersetzt. Wie die Basmala&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die Abbildungen bei A. Fodor: &amp;#039;&amp;#039;Amulets.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 107, 177, 291 auf Ringen, Tafeln und Anhängern.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfüllt im Übrigen auch die Erwähnung der 99 Namen Gottes in magischen Praktiken und auf Amuletten denselben Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Doutté |Titel={{lang|fr|Magic et religion}} |Datum= |Seiten=203–207}}; {{Literatur |Autor=R. Paret |Titel=Symbolik im Islam |Datum= |Seiten=86–87}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Basmala ist noch vor der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|[[Schahada]]}}&amp;#039;&amp;#039; das in der arabischen [[Kalligraphie]] am häufigsten vorkommende Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Basmala kufi.svg|mini|klasse=skin-invert-image|Basmala im kufischen Duktus, 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Abdullah el-Azzeh&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|The Halhul Inscription 55H/674 A.D. The oldest Islamic Inscription in Palestine}}&lt;br /&gt;
   |Ort=Ramallah&lt;br /&gt;
   |Datum=1990}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans-Caspar von Bothmer, Karl-Heinz Ohling, Gerd-Rüdiger Puin&lt;br /&gt;
   |Titel=Neue Wege der Koranforschung&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Magazin Forschung&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Universität des Saarlandes&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |Seiten=33–46}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Edmond Doutté|E. Doutté]]&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|fr|Magie et religion dans l’Afrique du Nord}}&lt;br /&gt;
   |Verlag=Alger&lt;br /&gt;
   |Datum=1909|Sprache=fr&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Index}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Alexander Fodor&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|Amulets from the Islamic World}}&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk={{lang|en|Catalogue of the Exhibition held in Budapest in 1988}}&lt;br /&gt;
   |Ort=Budapest&lt;br /&gt;
   |Datum=1990&lt;br /&gt;
   |ISSN=0239-1619&lt;br /&gt;
   |Seiten=42–192}}&lt;br /&gt;
* Adam Gacek: &amp;#039;&amp;#039;The Arabic Manuscript Tradition.&amp;#039;&amp;#039; A Glossary of Technical Terms &amp;amp; Bibliography. Handbook of Oriental Studies (Handbuch der Orientalistik). Section One. Band 58. Brill, Leiden 2001, ISBN 90-04-12061-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=R. Kriss&lt;br /&gt;
   |Titel=Volksglaube im Bereich des Islam&lt;br /&gt;
   |Band=Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Amulette und Beschwörungen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=1961}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Edward William Lane&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|Manners and Customs of the Modern Egyptians}}&lt;br /&gt;
   |Verlag=East-West Publications&lt;br /&gt;
   |Ort=The Hague and London&lt;br /&gt;
   |Datum=|Kommentar=Nachdruck 1978&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-85692-010-X&lt;br /&gt;
   |Seiten=249ff}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Klaus Kreiser]], [[Werner Diem]], Hans Georg Majer&lt;br /&gt;
   |Titel=Lexikon der islamischen Welt&lt;br /&gt;
   |Band=Band I. 89&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kohlhammer&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1974&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-17-002160-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Raif Georges Khoury&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|fr|Chrestomathie de Papyrologie Arabe. Documents relatifs à la vie privée, sociale et administrative dans les premiers siècles islamiques}}&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brill&lt;br /&gt;
   |Ort=Leiden&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=90-04-09551-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G.C. Miles&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|Early Islamic Inscription Near Ta’if in the Hidjaz}}&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk={{lang|en|[[Journal of Near Eastern Studies]]}} (JNES)&lt;br /&gt;
   |Band=11&lt;br /&gt;
   |Datum=1948&lt;br /&gt;
   |Seiten=236–242}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Rudi Paret&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Ferdinand Hermann&lt;br /&gt;
   |Titel=Symbolik des Islam&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Symbolik der Religionen]]&lt;br /&gt;
   |Verlag=Anton Hiersmann&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1958&lt;br /&gt;
   |Seiten=86–92}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sa’d ’Abd al-’Aziz ibn Sa’d al-Rashid&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|ar-Latn|Kitābāt islāmiyya ġair manšūra min “Ruwāwa” al-Madīna al-munawwara}}&lt;br /&gt;
   |Ort=Riyad&lt;br /&gt;
   |Datum=1993}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Moshe Sharon]]&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|An Arabic Inscription from the of the Caliph ’Abd el-Malik}}&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk={{lang|en|Bulletin of the School of Oriental and African Studies}} (BSOAS)&lt;br /&gt;
   |Band=29&lt;br /&gt;
   |Datum=1966&lt;br /&gt;
   |Seiten=367–372}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Stephan Guth]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Ralf Elger, Friederike Stolleis&lt;br /&gt;
   |Titel=Basmala&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Kleines Islam-Lexikon&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung&lt;br /&gt;
   |Verlag=Beck&lt;br /&gt;
   |Ort=Bonn&lt;br /&gt;
   |Datum=2002&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=XMH4N3]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|en|The Encyclopaedia of Islam}}&lt;br /&gt;
   |Band=New Edition. Band&amp;amp;nbsp;I. 1084&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brill&lt;br /&gt;
   |Ort=Leiden&lt;br /&gt;
   |Datum=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel={{lang|ar-Latn|al-Mausūʿa al-fiqhiyya}}&lt;br /&gt;
   |Band=8&lt;br /&gt;
   |Auflage=5.&lt;br /&gt;
   |Ort=Kuwait&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |Seiten=83–92&lt;br /&gt;
   |Sprache=ar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4489164-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vokabular des Korans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebet (Islam)]]&lt;/div&gt;</summary>
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