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	<title>Basismessung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:41:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Basismessung&amp;diff=1053584&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL JEK aufgelöst</title>
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		<updated>2025-01-10T21:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php/JEK&quot; title=&quot;JEK&quot;&gt;JEK&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Basisapparat.Gebrueder.Brunner.Paris.1878.jpg|mini|Basisapparat zur Ausmessung von [[Basislatte]]n (im Bild ein hölzerner Maßstab) des Herstellers Gebrüder Brunner in Paris, Baujahre 1876 bis 1878]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basismessung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Geodäsie]] die sehr genaue [[terrestrisch]]e [[Distanzmessung]] zwischen hochrangigen [[Vermessungspunkt]]en bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Wortbedeutung ist die präzise optische Entfernungsmessung mit einer 2-Meter-[[Basislatte]], siehe unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der klassischen [[Landesvermessung]] des 19.&amp;amp;nbsp;und frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war die wichtigste Methode zur Messung [[Netz (Geodäsie)|geodätischer Netze]] die [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulation]] ([[Winkelmessung]] mit Präzisions-[[Theodolit]]en). Die Entfernungsmessung war zu aufwendig und musste sich auf wenige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Basislinie (Geodäsie)|Basislinien]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von einigen Kilometern Länge beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messketten und Invar-Drähte ==&lt;br /&gt;
Diese Linien wurden im [[Ebene (Geographie)|Flachland]] etabliert und zunächst mit [[Messkette (Geodäsie)|Messketten]], später mittels genau [[kalibrierung|kalibrierter]] [[Invar]]-Drähte gemessen. Beim Basisapparat nach [[Jäderin]] waren die Drähte, deren [[Legierung]] nur einen minimalen thermischen [[Ausdehnungskoeffizient]]en besitzt, jeweils 24&amp;amp;nbsp;m lang. Sie wurden durch speziell geschulte Messtrupps horizontal ausgelegt, mit [[Eichung|geeicht]]en [[Spanngewicht]]en gestreckt und an Messpflöcken übergreifend auf Zehntel [[Millimeter]] abgelesen. Die Genauigkeit solcher Basismessungen erreichte einige Millionstel (etwa cm auf 5&amp;amp;nbsp;km Streckenlänge), dauerte aber pro Linie wochen- bis monatelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemessene Strecke wurde durch ein &amp;#039;&amp;#039;Basiserweiterungsnetz&amp;#039;&amp;#039; aus immer länger werdenden Dreiecken auf die nächstgelegene Triangulations-Strecke des [[Netz erster Ordnung|Netzes 1.&amp;amp;nbsp;Ordnung]] hochgerechnet und ergab so den &amp;#039;&amp;#039;Netzmaßstab&amp;#039;&amp;#039; des geodätischen Dreiecksnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Basismessung 1800 bis 1950 ==&lt;br /&gt;
Die Lagerung der Netze erfolgte zunächst in regionalen [[Fundamentalpunkt]]en, später in nationalen Projekten (in Deutschland [[Potsdam]], in Österreich der [[Hermannskogel]] bei [[Wien]]). Den Netzmaßstab bestimmte man durch Basislinien in Abständen von etwa 200 bis 300&amp;amp;nbsp;km. In [[Österreich-Ungarn]] lagen sie z.&amp;amp;nbsp;B. auf der [[Neunkirchner Allee]] (heute B&amp;amp;nbsp;17) bei [[Wiener Neustadt]] (seit [[Maria Theresia]] „[[Wiener Neustädter Grundlinie]]“ genannt) in Niederösterreich, bei [[Josefov (Jaroměř)|Josefstadt]] in Böhmen und bei [[Hall in Tirol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von den so geschaffenen &amp;#039;&amp;#039;[[Triangulierungspunkt]]en&amp;#039;&amp;#039; (TP) des Netzes 1.&amp;amp;nbsp;Ordnung wurden später lokale „Netzverdichtungen“ durchgeführt. Dazu etablierte der „[[Geodät|Geometer]]“ bzw. „Ingenieurtopograf“ im lokalen Bereich (z.&amp;amp;nbsp;B. einer Gemeinde) ein geodätisches Netz, das unter Einbeziehung der schon berechneten TP 1.&amp;amp;nbsp;Ordnung gemessen und berechnet wurde. Dadurch entstanden weitere Triangulierungspunkte von untergeordneter Hierarchie (Netz 2. bis 4./5.&amp;amp;nbsp;Ordnung), die bereits einen engen Raster von [[Festpunkt]]en alle 1 bis 3&amp;amp;nbsp;km bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1950er Jahren wurde dem zunehmenden Bedarf durch &amp;#039;&amp;#039;[[Einschaltpunkt]]e&amp;#039;&amp;#039; Rechnung getragen, die am Land dichter als 1&amp;amp;nbsp;km lagen, in den Städten sogar bis herab auf 200 bis 300&amp;amp;nbsp;Meter. Teilweise wurde hierfür die Methode der [[Photogrammetrie #Luftbildphotogrammetrie|Luftbild-Fotogrammetrie]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Optische und elektronische Distanzmessung ==&lt;br /&gt;
Für kürzere Distanzen wurde (und wird teilweise bis heute) hingegen die [[Optische Entfernungsmessung (Geodäsie)|optische Entfernungsmessung]] eingesetzt. Dabei wird mit speziellen Theodoliten eine [[Messlatte]] angezielt und der zwischen zwei feinen [[Fadennetz|Messstrichen]] sichtbare Lattenabschnitt mit dem Faktor&amp;amp;nbsp;100 multipliziert. Auch mit der [[Basislatte]] (eine horizontale, präzis gefertigte 2-m-Messlatte) wurde gemessen, aber nur auf Distanzen unter etwa 100&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren gelang die technische Entwicklung längerer Streckenmessungen mittels [[Radiowellen|Radio-]], [[Infrarot]]- und Lichtwellen. Seit etwa 1980 wurde sie als &amp;#039;&amp;#039;[[Elektronische Distanzmessung]]&amp;#039;&amp;#039; zum Standardverfahren der Landesvermessung und der [[Ingenieurgeodäsie]] und ist heute zumeist schon einfacher als die klassische [[Winkelmessung]]. Außerdem kommen immer öfter auch [[GPS]]-Messungen zum Einsatz. Daher werden heute normalerweise geodätische Netze als kombinierte Netze angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Netzausgleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Höhere Geodäsie]]&lt;br /&gt;
* [[Willebrord van Roijen Snell]] (Snellius)&lt;br /&gt;
* [[Meridianbogen]]&lt;br /&gt;
* [[Bowie-Methode]]&lt;br /&gt;
* [[Trilateration]]&lt;br /&gt;
* [[Satellite Laser Ranging]]&amp;amp;nbsp;(SLR)&lt;br /&gt;
* [[Braaker Basis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und Physikalische Geodäsie ([[Erdmessung]])&amp;#039;&amp;#039;. J.B.Metzler-Verlag, Stuttgart 1968 (&amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Vermessungskunde|JEK]]&amp;#039;&amp;#039; Band V).&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Heck]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechenverfahren und Auswertemodelle der Landesvermessung&amp;#039;&amp;#039;. Wichmann-Verlag, Karlsruhe 1987, ISBN 3-87907-173-X.&lt;br /&gt;
* Martin Rickenbacher: &amp;#039;&amp;#039;Die schweizerischen Basismessungen im Grossen Moos zwischen [[Walperswil]] und Sugiez.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cartographica Helvetica&amp;#039;&amp;#039; Heft 34 (2006) S.&amp;amp;nbsp;3–15, [[doi:10.5169/seals-16152]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kataster- und Landesvermessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dimensionale Messtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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