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	<title>Basisdemokratie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Basisdemokratie&amp;diff=86428&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RAL1028: /* Deutschland */</title>
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		<updated>2026-04-13T11:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basisdemokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine begrifflich nur als „diffuser Sammelbegriff“&amp;lt;ref name=&amp;quot;bendel05&amp;quot;&amp;gt;[[Petra Bendel]]: &amp;#039;&amp;#039;Basisdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Nohlen]], [[Rainer-Olaf Schultze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft,&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–M.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2005, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; definierte Form der [[Direkte Demokratie|direkten Demokratie]]. Sie kommt in den meisten basisdemokratischen Konzepten im Gegensatz zur [[Repräsentative Demokratie|repräsentativen Demokratie]] ohne [[Abgeordneter|Repräsentanten]] aus, da alle relevanten Entscheidungen von den Betroffenen selbst durch „unmittelbare Beteiligung“&amp;lt;ref name=&amp;quot;bendel05&amp;quot; /&amp;gt; getroffen werden, entweder durch Abstimmung oder [[direkte Aktion]]. Sofern es in manchen Konzepten Amtsträger gibt, sollen diese unter dem Vorbehalt der [[Recall (Politik)|ständigen Abwahlmöglichkeit]] stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Basisdemokratie ist ein kontinuierlicher Prozess zur Willensbildung ([[Bildung]], [[Information]] und [[Diskurs]]) und [[Entscheidung|Entscheidungsfindung]] im [[Konsensprinzip|Konsens-Verfahren]] (inklusive vorgeschalteter Willensbildung und Behandlung von Widerständen) einer betroffenen [[Soziale Gruppe|Gruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Populär wurde der Begriff im Umfeld von [[Bürgerinitiative]]n und [[Neue Soziale Bewegungen|Neuen Sozialen Bewegungen]] als basisorientierte Alternative zur repräsentativen Demokratie. Ziel ist in der Tendenz, die Trennung zwischen Regierenden und Regierten aufzuheben und durch umfassende direkte Partizipation an Willensbildungsprozessen zugunsten eines als erkennbar betrachteten Gemeinwillens (siehe [[volonté générale]]) zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Bendel: &amp;#039;&amp;#039;Basisdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Nohlen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Politische Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1998, S. 66. [[Peter Lösche]]: &amp;#039;&amp;#039;Direkte Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Nohlen (Hrsg.), ebda., S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinne greift die Basisdemokratie auf ältere Vorläufer wie die Ausführungen [[Rosa Luxemburg]]s zur Spontanität der Massen und Konzepte der [[Rätedemokratie]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ottokar Luban]]: &amp;#039;&amp;#039;Rosa Luxemburgs basisdemokratische Sozialismus-Konzeption.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]],&amp;#039;&amp;#039; Heft II/2006. [[Reiner Zilkenat]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Forschungen zur Revolution 1918/19 und ihre Rezeption in der Zeit der außerparlamentarischen Opposition.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.workerscontrol.net/de/authors/historische-forschungen-zur-revolution-191819-deutschland-und-ihre-rezeption-der-zeit-der-au workerscontrol.net].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der grundsätzlichen Schwierigkeiten liegt darin, genau einzugrenzen, wer zur partizipationsberechtigten Basis gehören soll und wer nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bendel05&amp;quot; /&amp;gt; Gesehen wird ebenso ein erhöhter Schwierigkeitsgrad bei Konsenserreichung und damit auch bei der Entscheidungsfindung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bendel95&amp;quot;&amp;gt;Petra Bendel: &amp;#039;&amp;#039;Basisdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Nohlen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Politische Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1995, S. 8051.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem gibt es die Befürchtung, dass die Basisdemokratie konfliktfähige Gruppen gegenüber schwächeren Gruppen innerhalb der Basis strukturell bevorzuge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bendel95&amp;quot; /&amp;gt; Verschiedene Konzepte der Basisdemokratie sind [[Teilhabegesellschaft|Teilhabe]] und [[Partizipation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Verbreitung von [[Internet]]zugängen ermöglicht es theoretisch, basisdemokratische Abstimmungen [[online]] im [[Netzwerk|Netz]] durchzuführen. Durch sogenannte [[I-Voting]]s könnten [[Entscheidung]]en schnell getroffen und ausgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1970er sind basisdemokratische Organisationsformen wie das [[Bezugsgruppe (Aktivismus)|Bezugsgruppenmodell]] und die Entscheidungsfindung im [[Konsens]]-Verfahren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Wolfgang Hertle]] |url=http://www.castor.divergences.be/spip.php?article450 |titel=Larzac, Wyhl, Brokdorf, Seabrook, Gorleben... Grenzüberschreitende Lernprozesse Zivilen Ungehorsams |werk=Reader „Ziviler Ungehorsam – Traditionen Konzepte Erfahrungen Perspektiven“ |hrsg=Komitee für Grundrechte und Demokratie, Sensbachtal |datum=1992 |archiv-datum= |abruf=2021-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wichtige Merkmale von [[Gewaltfreie Aktion|Gewaltfreien Aktionen]] der [[Graswurzelbewegung]] und anderen Neuen [[Soziale Bewegung|Sozialen Bewegungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Politische Parteien in Deutschland|Partei Deutschlands]], die sich in ihrer Gründungsphase explizit zur Basisdemokratie bekannte, sind die [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.boell.de/alt/de/13_archiv/2296.html |text=Archivlink |wayback=20111106181939}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wahlerfolge in den späten 1980ern sowie vor allem der Zusammenschluss mit den [[Grüne Partei in der DDR|Ost-Grünen]] und verschiedenen Bürgerrechtsbewegungen, die in [[Bündnis 90|Bündnis&amp;amp;nbsp;90]] aufgingen, führte jedoch zu einer zunehmenden Professionalisierung und Personalisierung der Grünen, die dadurch nach und nach Teile ihrer [[Grundsatz|Grundsätze]], die einer [[Hierarchisierung]] entgegenstanden, aufgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://socio.ch/movpar/t_ehrler.htm#4 socio.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kam auch, dass eine feste Führungsspitze aufgrund der [[Meinungsbildung|Medienwirksamkeit]] von der breiten [[Bevölkerung]] eher angenommen wurde als ständig wechselnde Personen, die letztendlich außerhalb der Partei kaum bekannt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu insgesamt: [[Dieter Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Grüne Theorie und graue Wirklichkeit: die GRÜNEN und die Basisdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Arnold-Bergstraesser-Institut, Freiburg im Breisgau 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2020 existiert mit der [[Basisdemokratische Partei Deutschland|Basisdemokratischen Partei Deutschlands]] eine Partei, die sich als basisdemokratisch bezeichnet. Diese [[Kleinstpartei]] aus dem [[Proteste gegen Schutzmaßnahmen zur COVID-19-Pandemie in Deutschland|Cronaleugnerumfeld]] konnte keine Wahlerfolge verzeichnen und ist in keinem Parlament vertreten. Auch ist sie nur in einigen Bundesländern wählbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/programmvergleich/diebasis-102.html |titel=Bundestagswahl 2025: dieBasis (Basisdemokratische Partei Deutschland) |werk=[[Tagesschau.de]] |sprache=de |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Dieser Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Weil sich das Reinkonzept der identitären Demokratie&amp;amp;nbsp;– dem die Basisdemokratie zugeordnet wird&amp;amp;nbsp;– gegen die [[Verfassungsstaat|konstitutionelle]] Verlagerung der Macht von der Masse des Volkes hin zu abstrakten Regeln folgenden [[Institution]]en richtet, bleibt nach kritischer Meinung fraglich, wie in einer reinen Basisdemokratie die Rechte des Einzelnen (Individualrecht; Mindermeinung, Partikularinteressen) vor dem Zugriff der jeweiligen Mehrheit geschützt werden könnten. Der von der Mehrheit erreichte institutionelle [[Konsens]] könnte die die Individualrechte schützenden Gesetze im Prinzip jederzeit abschaffen bzw. ganz ohne Gesetze regieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bundesdeutschen [[Repräsentative Demokratie|repräsentativen Demokratie]] ist im [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] ein Verfassungskern von [[Grundrecht]]en und [[rechtsstaat]]lichen Prinzipien wie dem der [[Gewaltenteilung]] als vor Veränderung oder gar Aufhebung geschützt festgelegt und könnte nur durch Totalersetzung der Verfassung oder einen Umsturz angetastet werden (siehe [[Ewigkeitsklausel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Gedanken der Basisdemokratie in seiner Reinform wird aufgrund seiner theoretisch unbegrenzten Zugriffsmacht gegenüber dem Einzelnen deshalb teilweise auch ein potentiell [[totalitär]]es Politikverständnis vorgeworfen (siehe [[Carl Joachim Friedrich]]), wobei dieser Vorwurf allerdings nicht dazu benutzt werden dürfe, jede Form direktdemokratischer Partizipation zu diffamieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer-Olaf Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Identitäre Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Nohlen, Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–M.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2005, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4271257-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratieform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Direkte Demokratie|!Basisdemokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RAL1028</name></author>
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