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	<title>Basalttuff Habichtswald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:51:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Basalttuff_Habichtswald&amp;diff=1749688&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hobbema: Nicht so dunkel</title>
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		<updated>2026-01-14T22:39:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicht so dunkel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Oktogon mit Herkules (1710).jpg|miniatur|Herkules-Bauwerk auf der Wilhelmshöhe aus Basalttuff Habichtswald]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basalttuff Habichtswald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habichtswälder Tuff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kasseler Tuff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und petrologisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habichtswald-Lapillituff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der Abbau dieses Gesteins erfolgte im [[Hoher Habichtswald|Habichtswald]] im Tal der [[Drusel]] bei [[Kassel]] im Bundesland [[Hessen]] bis ins Jahr 1941. Das hell-gelblichbraune Gestein wurde unter anderem am [[Herkules (Kassel)|Herkules-Bauwerk]] und an der [[Löwenburg (Kassel)|Löwenburg]] der [[Bergpark Wilhelmshöhe|Wilhelmshöhe]] bei Kassel verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der [[Vogelsberg]], die [[Kuppenrhön]], Teile der [[Hohe Rhön|Hohen Rhön]] und die Niederhessische Senke (mit [[Knüllgebirge|Knüll]] und Habichtswald) in Hessen wurden vom Vulkanismus im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] im [[Miozän]] vor 14 bis 7 Millionen Jahren gestaltet. Die nachfolgende [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und [[Verwitterung]] haben diese Landschaften vor etwa 6 bis 7 Millionen Jahren entscheidend neu geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.asl.uni-kassel.de/twiki/pub/Main/HessischesVulkanland/VulkaneinHessen.pdf | wayback=20050527184206 | text=Der Vulkanismus des Hessischen Vulkanlandes}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Habichtswald war das Zentrum der niederhessischen vulkanischen Aktivität. Diese erfolgte in zwei Perioden, wobei die Gesteine der älteren Periode im südlichen Habichtswald erhalten sind und die jüngeren Ergüsse vor allem im nördlichen Habichtswald am Großen Steinhaufen, [[Essigberg]], Wuhlhagen, Hunrodsberg, Möllersruh, Kuhberg usw. auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dienemann: Nutzbare Gesteine, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Magma|Magmen]] wurden aus einer Tiefe von 75 bis 90 Kilometern nach oben gefördert. Nach einer Untersuchung aus den 1950er Jahren wurden sechs [[Basalt]]e und Basalttuffe unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schäfer: Geologische Betrachtung. S. 169 (siehe Weblink).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinskundliche Beschreibung und Mineralbestand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergpark wilhelmshoehe felseneck 1.jpg|miniatur|Ein Staffagebau im Bergpark Wilhelmshöhe aus Habichtswälder Tuff. Deutlich sind die Verwitterungsschäden am Fuß der Halbsäulen und im Übergang von Sockel zum Bauwerk zu sehen (dort mit weißer Salzbildung).]]&lt;br /&gt;
Beim Basalttuff Habichtswald handelt es sich um einen hellen, gelblichbraunen [[Tuff]] mit bis zu zentimetergroßen dunkelgrauen und olivgrauen [[Lapilli]]. Als Lapilli werden gesteinskundlich erbsen- bis nussgroße (2–64 mm große) Pyroklasten (Gesteinsfragmente) bezeichnet, die bei einem explosiven Vulkanausbruch entstehen. Der Porenraum dieses Gesteins liegt bei etwa 21 Prozent, und damit ist das Gestein wegen seiner hohen Porosität sehr leicht und wiegt 2,12 t je m³. Der Porenraum war ursprünglich größer und wurde nachträglich bis zu einem Drittel mit [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]] gefüllt. Der Mineralbestand ist zu 66 Prozent glasig; die Anteile von [[Pyroxen]] betragen 17 Prozent, von Chalcedon 14 Prozent, [[Olivingruppe|Olivin]], [[Quarz]]körner, opake Minerale und [[Akzessorien]] je 1 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot;&amp;gt;Grimm: Bildatlas, Gesteins Nr. 049 (siehe Literatur).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den grobkörnigen Typen gibt es auch feinkörnigere Varianten des Habichtswälder Basalttuffs. Des Weiteren befinden sich in diesem Gestein auch Bestandteile anderer [[Sedimentgestein]]e, sogenannte [[Xenolith]]e. [[Quarz]] und [[Feldspat]] kommen als Bruchstücke anderer Gesteine vor. Die Textur dieses Tuffs ist richtungslos und schwammig porös.&amp;lt;ref name=Grimm /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau ==&lt;br /&gt;
Der Abbau erfolgte im Steinbruch an der Drusel am Essigberg, Kuhberg und [[Hirzstein (Habichtswald)|Hirzstein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dienemann&amp;quot;&amp;gt;W. Dienemann und O. Burre: &amp;#039;&amp;#039;Die nutzbaren Gesteine Deutschlands und ihre Lagerstätten mit Ausnahme der Kohlen, Erze und Salze&amp;#039;&amp;#039;, Enke-Verlag, Stuttgart 1929, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Tuffgestein, das eine Mächtigkeit von bis zu 26 Metern erreicht, ließ sich leicht gewinnen und war im [[bergfrisch|bruchfeucht]]en Zustand leicht zu bearbeiten. Es zählt zu den [[Weichgestein]]en. Das Vorkommen ist von zahlreichen [[Kluft (Geologie)|Klüften]] durchzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hlug.de/medien/geologie/dokumente/rohstoffe/rohstoffsicherungskonzept/Fachbericht%20Naturstein%2020%2011%2006.pdf Rohstoffsicherungskonzept Hessen. Fachbericht Natursteine und Naturwerksteine, S. 90, hrsg. v. Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Umweltallianz Hessen - Bündnis für nachhaltige Standortpolitik. Bearbeitungsstand: 20. November 2006].&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt in der Umgebung des Habichtswalds weitere ähnliche Gesteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Loewenburg Kassel 1800.jpg|miniatur|Historische Abbildung der Löwenburg]]&lt;br /&gt;
Verwendet wurde dieser Tuff vor allem für Massivbauten, Grabmale und Monumentalbauten wie beim Herkules-Bauwerk und Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Früher wurde es auch als [[Backofenstein]] verwendet.&amp;lt;ref name=Dienemann /&amp;gt; Habichtswald Tuff ist sehr schlecht verwitterungsbeständig. Bereits nach kurzer Zeit sandet oder [[Grus (Verwitterung)|grust]] das Gestein ab und es kann schalenförmig abbröckeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Gesteins Nr. 049, Lipp-Verlag. München 1990. ISBN 3-87490-535-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.baufachinformation.de/zeitschriftenartikel.jsp?z=1999019018519 Artikel zur Steinkonservierung: Der Habichtswald-Lapillituff als Naturwerkstein]&lt;br /&gt;
*[http://geopan.de/eisenerz.pdf Frank N. Schäfer: Eine geologische Betrachtung des spätmittelalterlichen Eisenabbaus im nördlichen Habichtswaldes] (PDF-Datei; 305&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.303964|EW=9.400992|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyroklastisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanischer Naturwerkstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergpark Wilhelmshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Miozän]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Neogen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tuffsorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hobbema</name></author>
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