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	<title>Baryssau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baryssau&amp;diff=32272&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Moritz 2011: /* Söhne und Töchter der Stadt */</title>
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		<updated>2026-03-06T22:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Söhne und Töchter der Stadt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Belarus&lt;br /&gt;
|Name                 = Baryssau&lt;br /&gt;
|NameRussischLatein   = Borissow&lt;br /&gt;
|NameBelarussisch     = Барысаў&lt;br /&gt;
|NameRussisch         = Борисов&lt;br /&gt;
|Wappen               = &lt;br /&gt;
|Flagge               = Flag of Barysaŭ, Belarus.png&lt;br /&gt;
|Woblasz              = Minsk&lt;br /&gt;
|Gegründet            = 1102&lt;br /&gt;
|Breitengrad          = 54.22402&lt;br /&gt;
|Längengrad           = 28.51243&lt;br /&gt;
|Höhe                 = &lt;br /&gt;
|Einwohner            = 149700&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand       = 2007&lt;br /&gt;
|Metropolregion       = &lt;br /&gt;
|Fläche               = 45.97&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl       = 01777&lt;br /&gt;
|Postleitzahl         = 222518&lt;br /&gt;
|Kfz-Kennzeichen      = 5&lt;br /&gt;
|Gemeindeart          = &lt;br /&gt;
|Gliederung           = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister        = &lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand   = &lt;br /&gt;
|Partei               = &lt;br /&gt;
|AnschriftStraße      = &lt;br /&gt;
|AnschriftOrt         = &lt;br /&gt;
|Webpräsenz           = www.borisovcity.net&lt;br /&gt;
|Karte                = &lt;br /&gt;
|Kartenbreite         = &lt;br /&gt;
|Beschriftung         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baryssau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Borissow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{beS|Барысаў}}/&amp;#039;&amp;#039;Baryssau&amp;#039;&amp;#039;, {{ruS|Борисов}}/&amp;#039;&amp;#039;Borissow&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Belarus|belarussische]] Stadt an der [[Bjaresina]] in der [[Minskaja Woblasz]] mit 149.700 Einwohnern (2007) und das Verwaltungszentrum des [[Rajon Baryssau|Rajons Baryssau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das Stadtwappen wurde offiziell am 22. Januar 1796 bestätigt (Gesetz Nr. 17435).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung: In Silber eine von zwei rotbedachten silbernen Türmen und mit geschlossenem Tor auf grünem Grund begleitet stehende silberne Stadtmauer schwebt zwischen den Türmen auf einer silbernen Wolke der stehende blaugekleidete [[Simon Petrus|Apostel Petrus]] mit goldenem Umhang und Kopfnimbus, in der rechten Hand den Schlüssel zur Stadt haltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symbolik: In der oberen Hälfte des Schildes ist das Minsker Wappen abgebildet, in der unteren jenes Wappen, welches vom polnischen König Stanisław August stammt: zwei Kriegstürme mit dazwischen auf einem silbernen Feld gestellten Toren und darüber der auf einer Wolke stehende Apostel Petrus, der in den Händen den Schlüssel zur Stadt hält. Das Wappen symbolisiert die Hartnäckigkeit, Stärke und den offenen Weg für eine gute Nachbarschaft und für einen friedlichen Handel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glaza&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://geraldika.ru/symbols.php?coatid=9048 |text=Webseite zur Heraldik belarussischer Städte (auf Russisch) |wayback=20080608223050}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die allerfrüheste Erwähnung der Stadt stammt aus litauischen Chroniken. Im Jahre 1102 besiegte der [[Fürstentum Polozk|Polozker Fürst]] Boris Wseslawitsch die baltischen [[Jatwinger]] und errichtete nach seiner Rückkehr eine Stadt mit seinem Namen. Die erste Erwähnung der Stadt in den Laurentius-Chroniken jedoch ist auf das Jahr 1127 datiert, und in der [[Hypatiuschronik]] auf das Jahr 1128. Archäologische Funde bezeugen, dass die erste Ansiedlung bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Eine neue Stadt ist weiter südlich entstanden an der Stelle, an der die Scha in die Beresina mündet. An dieser Stelle wurde im 12. Jahrhundert eine Holzfestung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Stadtentwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barysaŭ, Vilenskaja-Savucinskaja. Барысаў, Віленская-Савуцінская (1901-17) (2).jpg|mini|links|Borissow um die Wende zum 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer günstigen geographischen Lage zählt die Stadt bereits Mitte des 13. Jahrhunderts zu den bekanntesten Handels- und Handwerkszentren. Ende des 13. Jahrhunderts ging Baryssau an das [[Großfürstentum Litauen]], ab 1569 gehörte die Stadt infolge der [[Lubliner Union]] bis Ende des 18. Jahrhunderts der [[Rzeczpospolita]] an und befand sich dort in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war Schauplatz zahlreicher Kriege. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde sie durch den Kampf zwischen den Fürsten [[Władysław II. Jagiełło|Jogajla]], Sigismund und Švitrigaila fast vollständig zerstört. Im Russisch-polnischen Krieg (1654–1667) war die Stadt zeitweilig von Russen bzw. Polen besetzt. Im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] (1700–1721) wurde die Stadt und ihre Bevölkerung schwer in Mitleidenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der zweiten polnischen Teilung 1793 ging die Stadt zusammen mit Minsk und weiteren belarussischen Gebieten an das [[Russisches Kaiserreich|Russische Imperium]]. Baryssau wurde zur Kreisstadt innerhalb des [[Gouvernement Minsk|Gouvernements Minsk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Russlandfeldzug 1812|Vaterländische Krieg des Jahres 1812]] gegen [[Napoleon]] hinterließ in der Stadtgeschichte tiefe Spuren. Den napoleonischen Truppen gelang es nicht, die Stadtbevölkerung zu unterwerfen. Die [[Schlacht an der Beresina]] wurde nach Meinung von Historikern das dunkelste Kapitel in der Geschichte der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnern Denkmäler nahe dem Dorf Studenka und auf dem &amp;#039;&amp;#039;Brilewskoe-Feld&amp;#039;&amp;#039; an die Ereignisse. In Baryssau selbst sind noch Reste von Artilleriestellungen der Russischen Armee zu sehen, die am Vorabend des napoleonischen Angriffs am rechten Ufer der Beresina errichtet wurden. Diese wurden als historisches Denkmal 1926 unter den Schutz der [[Sowjetunion]] gestellt. 15&amp;amp;nbsp;km nördlich von Baryssau, nahe dem Dorf Studenka, wurden die napoleonischen Truppen endgültig in die Flucht geschlagen. Zur Erinnerung an diesen Sieg wurde 1967 ein Denkmal errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1917 ergriffen die [[Bolschewiki]] die Macht in ganz Belarus und nahmen auch Baryssau ein. Ab 1918 war die Stadt von den Deutschen besetzt, von 1919 bis 1920 von polnischen Truppen. Seit 1924 ist die Stadt Kreisstadt, erst als Verwaltungszentrum eines Rajons in der Sowjetunion und später in Belarus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Holocaust ===&lt;br /&gt;
Kurz nach dem deutschen [[Überfall auf die Sowjetunion]] erfolgten Anfang Juli 1941 in Baryssau erbitterte Kämpfe zwischen der ersten Moskauer Division der [[Rote Armee|Roten Armee]] und Panzereinheiten der [[Wehrmacht]]. Vom 2.&amp;amp;nbsp;Juli 1941 bis 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 war die Stadt von den Deutschen besetzt und wurde größtenteils zerstört. In dieser Zeit wurden rund um Baryssau sechs Todeslager errichtet, in denen mehr als 33.000 Menschen ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ghetto Borisov 1c.jpg|mini|Gedenkstein am ehemaligen Eingang des Ghettos von Baryssau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ghetto Borisov 1e.jpg|mini|Denkmal für die ermordeten Juden in Baryssau]]&lt;br /&gt;
Als Bürgermeister der Stadt wurde [[Stanislau Stankewitsch]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Kohl: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Ich wundere mich, dass ich noch lebe&amp;quot;: sowjetische Augenzeugen berichten.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus G. Mohn. 1990, S.&amp;amp;nbsp;114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 1941 ermordeten Einheiten der [[Weißruthenische Hilfspolizei|belarussischen Hilfspolizei]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Schlabrendorff schreibt von litauischer SS unter der Leitung deutscher Offiziere.&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammen mit SS-Offizieren und Soldaten, von denen einige aus Lettland stammten,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Borisov.&amp;#039;&amp;#039; In: Guy Miron (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. Band&amp;amp;nbsp;1. Jerusalem: Yad Vashem, 2009, S.&amp;amp;nbsp;68.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Auftrag Stankewitschs 7000 der 8000 in der Stadt lebenden Juden. Bei dem Massenmord mussten die noch lebenden Opfer die Leichen der bereits Erschossenen möglichst platzsparend anordnen und mit einer dünnen Schicht Sand bedecken, bevor sie selbst erschossen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Morris Riley: &amp;#039;&amp;#039;Philby. The Hidden Years.&amp;#039;&amp;#039; Janus Publishing Company, London 1999, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wies Stankewitsch seine Truppen an, jeweils mit einem Schuss durch zwei Personen durchzuschießen, um Munition zu sparen. Das [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Rote Kreuz]] fand bei der späteren Autopsie der Opfer keine Wunden an den Leichen der Kleinkinder, was darauf hindeutet, dass diese lebendig begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;John Loftus: &amp;#039;&amp;#039;America’s Nazi Secret.&amp;#039;&amp;#039; TrineDay LCC 2010, ISBN 978-1-936296-04-0, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Luis Raffeiner schildert, dass täglich ein Straßenzug von der SS &amp;quot;geräumt&amp;quot; wurde und an die 3000 Juden verladen und umgebracht wurden. Kleinkinder wurden vor dem Abtransport am Bein gepackt, an die Wand geschlagen und auf den Lkw geworfen. Bei den Abtransporten wurden auch Lkw der Wehrmacht eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Literatur: Luis Raffeiner, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Massaker wurde für [[Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort]] zum entscheidenden Grund, sich dem Widerstand gegen das NS-Regime anzuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Antje Vollmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Doppelleben : Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop&amp;#039;&amp;#039;. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-8218-6232-3, S.&amp;amp;nbsp;151–153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Heeresgruppe Mitte]] hatte im Juli 1941 ihr Hauptquartier in der Stadt und wurde durch einen deutschen Flieger über von ihm beobachtete Erschießungen unterrichtet. Erst die Nachfrage beim deutschen Feldkommandanten der Stadt förderten die gesamten Vorgänge zu Tage. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe [[Generalfeldmarschall]] [[Fedor von Bock]] befahl ihm sogleich persönlich Meldung zu erstatten. Auf dem Weg zum Hauptquartier erschoss sich aber der Feldkommandant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-8052-0323-3|Seite=201f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Befreiung der Stadt kämpften im Jahre 1944 die Truppen der [[3. Weißrussische Front|3.&amp;amp;nbsp;Weißrussischen Front]], 13 Kampfeinheiten wurden mit dem Orden „[[Borisowskie]]“ ausgezeichnet. 29 Personen aus der Region Baryssau wurden als [[Held der Sowjetunion|Helden der Sowjetunion]] ausgezeichnet. Die Stadt erhielt den [[Orden des Vaterländischen Krieges]] erster Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Baryssau bestand das [[Liste sowjetischer Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs|Kriegsgefangenenlager]] &amp;#039;&amp;#039;183&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Borisow&amp;#039;&amp;#039;, für [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg|deutsche Kriegsgefangene]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Maschke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital &amp;#039;&amp;#039;1673&amp;#039;&amp;#039; versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Square in Barysaŭ.jpg|mini|Der Zentralplatz in Baryssau]]&lt;br /&gt;
In der unmittelbaren Nachkriegszeit kam es zu explosionsartigen demographischen Schüben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1959 – {{0}}59.300 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1970 – {{0}}84.000 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1997 – 154.300 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklung der letzten Jahre:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005 – 150.000 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2006 – 149.900 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2007 – 149.700 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke und Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Фото путешествия по Беларуси 668.jpg|mini|Schuchowscher Wasserturm mit hyperbolischer Tragkonstruktion]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden die ersten Gebäude aus Stein in Baryssau errichtet. Mit der Fertigstellung des &amp;#039;&amp;#039;Baryssauer Wassersystems&amp;#039;&amp;#039; 1806, welches durch die Beresina den [[Dnepr]] mit der [[Westliche Dwina|Westlichen Dwina]] verband und somit für den einzigen Verkehrsweg sorgte, erhielt die Stadt einen Hafen und wurde zum Zentrum im Schiffbau an der Beresina. Somit spielte die Stadt eine Schlüsselrolle in den Handelsbeziehungen zwischen belarussischen Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823 wurde der Bau einer katholischen Kirche fertiggestellt, des ältesten erhaltenen religiösen Bauwerkes in der Stadt. Der alte Marktplatz hat die charakteristischen Züge von Bauten des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und stellt ein interessantes Beispiel provinzieller bürgerlicher Architektur dar. Zweimal jährlich findet hier ein Jahrmarkt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Baryssau befindet sich eines der ersten [[Hyperboloid|hyperbolischen]] Bauten der Welt, ein stählerner Wasserturm, der nach den Plänen des Ingenieurs [[Wladimir Grigorjewitsch Schuchow]] errichtet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heute nicht mehr existentes Bauwerk ist das [[Schloss Baryssau]], eine Befestigungsanlage die unweit der Siedlung Baryssau am linken Ufer der Beresina in der Nähe des Zusammenflusses mit der Prilja mutmaßlich Ende des 12., Anfang des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Große Synagoge (Baryssau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In der Stadt ist der [[BATE Baryssau|FK BATE Baryssau]] beheimatet, der 2018 zum dreizehnten Mal in Folge und zum fünfzehnten Mal insgesamt [[Wyschejschaja Liha|belarussischer Fußballmeister]] wurde und sich 2008 als erste belarussische Mannschaft der Geschichte für die Gruppenphase der [[UEFA Champions League]] qualifizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke [[Moskau]]-[[Brest (Belarus)|Brest]] 1871 erhielt Baryssau einen Bahnhof, was mit zu einem allgemeinen Aufschwung der Wirtschaft führte. So entstand immer mehr Industrie am rechten Ufer der Beresina. Heute befinden sich hier das Verwaltungs- und das Industriezentrum der Stadt sowie die wesentlichen Wohnviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Baryssau ist die zweitwichtigste Industriestadt im Minsker Gebiet. Hier sind 42 Fabriken und 613 Handelsunternehmen und Betriebe der Nahrungsmittelbranche ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Baryssau ist eine Zweigstelle des [[Institut für Verwaltung und Unternehmensführung|Institutes für Verwaltung und Unternehmensführung]], einer privaten Hochschule mit Sitz in Minsk, angesiedelt. Außerdem hat die Stadt 24 Mittelschulen, drei Gymnasien, ein polytechnisches Lyzeum, drei Fachschulen, drei Berufsschulen, eine Musik-, eine Kunst- und eine Choreographieschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Presse ===&lt;br /&gt;
Neben der staatlichen Zeitung „[[Adsintsva]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Einheit&amp;#039;&amp;#039;) gibt es in Baryssau die oppositionell ausgerichtete Zeitung „[[Borissowskie nowosti]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Borisower Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;), die offiziell nicht mehr verkauft wird und im Untergrund tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Chronologisch sortiert nach Geburtsjahr --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sam Baskini]] (1890–1980), Geiger, Kapellmeister&lt;br /&gt;
* [[Nikolai Efremowitsch Awchimowitsch]] (1907–1996), sowjetischer Funktionär und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Chaim Laskow]] (1919–1982), israelischer General und Generalstabschef der israelischen Streitkräfte&lt;br /&gt;
* [[Ljubow Kusminitschna Kotschetowa]] (1929–2010), Radrennfahrerin&lt;br /&gt;
* [[Anatoli Borissowitsch Tschubais|Anatoli Tschubais]] (* 1955), russischer Politiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Alena Brawa]] (* 1966), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Julija Nikolajewna Alipowa|Julija Alipowa]] (* 1977), belarussisch-russische Sportschützin&lt;br /&gt;
* [[Michail Audsejeu]] (* 1982), Gewichtheber&lt;br /&gt;
* [[Ljudmila Kalintschyk]] (* 1982), Biathletin&lt;br /&gt;
* [[Ihar Stassewitsch]] (* 1985), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Andrej Aramnau]] (* 1988), Gewichtheber&lt;br /&gt;
* [[Alexander Leonidowitsch Lessun|Alexander Lessun]] (* 1988), russisch-belarussischer Pentathlet und Olympiasieger&lt;br /&gt;
* [[Kazjaryna Perepetschajewa]] (* 1991), Billardspielerin und Weltmeisterin&lt;br /&gt;
* [[Iryna Waskouskaja]] (* 1991), Dreispringerin&lt;br /&gt;
* [[Aljaksandr Paulawez]] (* 1996), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Borisov.&amp;#039;&amp;#039; In: Guy Miron (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, S. 68.&lt;br /&gt;
* Luis Raffeiner: &amp;#039;&amp;#039;Wir waren keine Menschen mehr.&amp;#039;&amp;#039; Mit Nachwort von [[Hannes Heer]], EDITION RAETINA, Bozen, 2010, ISBN 978-88-7283-372-8, S. 91 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Barysaŭ|Baryssau}}&lt;br /&gt;
* [http://borisovcity.net/ Informationen aus der Stadt Baryssau (auf Russisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.borisov-e.info/ Nachrichtenportal aus Baryssau (russisch)]&lt;br /&gt;
* [http://radzima.org/pub/miesta.php?lang=ru&amp;amp;miesta_id1=mebabary&amp;amp;miesta=%C1%EE%F0%E8%F1%EE%E2 Fotos und Informationen aus Baryssau (Russ., belaruss., Englisch, Polnisch)]&lt;br /&gt;
* [http://borisovcity.net/forums Forum zu Baryssau]&lt;br /&gt;
* [http://www.borisov-e.info/forum/ Forum und Informationsportal zur Stadt (russisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.rpp.nm.ru/ private Webseite zu Baryssau, u. a. zum Leben in der Stadt (russisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte in der Minskaja Woblasz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4210977-2|VIAF=133777335}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Minskaja Woblasz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baryssau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1102]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Vaterländischen Krieges I. Klasse|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Sowjetischer Krieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Moritz 2011</name></author>
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