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	<title>Barform - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T15:42:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Barform&amp;diff=339424&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wruedt: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2020-06-12T07:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht seit dem 19. Jahrhundert für die Form der mittelalterlichen [[Kanzonenstrophe#Kanzonenstrophe im Mittelhochdeutschen|Kanzonenstrophe]]. Ursprünglich bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;[[Bar (Meistergesang)|Bar]]&amp;#039;&amp;#039; im Sprachgebrauch der [[Meistersinger]] ein mindestens dreistrophiges Meisterlied. Aufgrund einer missverständlichen Überlieferung durch [[Johann Christoph Wagenseil]] bezog [[Richard Wagner]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Meistersinger von Nürnberg|Meistersingern]]&amp;#039;&amp;#039; den Terminus &amp;#039;&amp;#039;Bar&amp;#039;&amp;#039; nicht auf das ganze Lied, sondern auf eine einzelne Strophe, was den Wandel von der historisch korrekten zu der heute üblichen Bedeutung als [[Strophenform]] auslöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiterer Verallgemeinerung bezeichnet der Begriff heute denjenigen Bau eines beliebigen musikalischen Zusammenhangs, der durch das Schema A–A–B beschrieben werden kann. In der deutschen [[Melodik]] spielt die so verstandene Barform eine herausragende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Form und ihre Varianten ==&lt;br /&gt;
Eine Barstrophe (Formschema A-A-B) setzt sich zusammen aus dem&lt;br /&gt;
*[[Aufgesang]], bestehend aus&lt;br /&gt;
** dem [[Stollen (Literatur)|&amp;#039;&amp;#039;Stollen&amp;#039;&amp;#039;]] (A) (auch &amp;#039;&amp;#039;Gesätz&amp;#039;&amp;#039; genannt)&lt;br /&gt;
** und dem metrisch und musikalisch gleichen &amp;#039;&amp;#039;Gegenstollen&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Gebäude&amp;#039;&amp;#039; genannt).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Abgesang]]&amp;#039;&amp;#039; (B), der eine Weiterentwicklung ohne zwangsläufige Bezugnahme auf das Vorausgegangene darstellt. Nicht selten wird am Ende des Abgesangs der Stollen ganz oder teilweise wiederholt (&amp;#039;&amp;#039;Reprisenbar&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele alte und moderne [[Choral|Choräle]] (im Sinne von [[Geistliches Lied|Kirchenlied]]) richten sich in der [[Melodie]] einer [[Strophe]] nach der Barform mit dem Schema&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Wachet auf, ruft uns die Stimme]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text ist in der Regel frei von Wiederholungen. Nahezu immer gilt für die Anzahl der Takte A&amp;amp;nbsp;≤&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;≤&amp;amp;nbsp;AA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus der [[Romantik (Musik)|Romantik]] ist &amp;#039;&amp;#039;Aufschwung&amp;#039;&amp;#039; aus den [[Fantasiestücke op. 12 (Schumann)|Fantasiestücken]] für Klavier von [[Robert Schumann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barform unterscheidet sich vom ähnlich gebauten [[Periode (Musik)|musikalischen Satz]] dadurch, dass Stollen und Gegenstollen nicht nur ähnlich, sondern gleich sind, und dass die letzte Phrase immer auf der Tonika endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenbarform ===&lt;br /&gt;
Die Gegenbarform trägt den wiederholten Teil zum Schluss:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reprisenbarform ===&lt;br /&gt;
Die Reprisenbarform wiederholt als Abschluss den Stollen ganz oder teilweise als [[Reprise (Musik)|Reprise]]:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Es ist ein Ros entsprungen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Herausgeber=[[Willibald Gurlitt]], [[Hans Heinrich Eggebrecht]] | Titel=Riemann Musik Lexikon (Sachteil)| Auflage=| Verlag=B.Schott’s Söhne| Ort=Mainz| Jahr=1967| ISBN=| Seiten=81 f}}&lt;br /&gt;
* [[Kurt Gudewill]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Barform und ihre Modifikation&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gesellschaft für Musikforschung]]: &amp;#039;&amp;#039;Kongress-Bericht: Lüneburg 1950&amp;#039;&amp;#039;. Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 1950, S. 65–68.&lt;br /&gt;
* Marc Honegger, [[Günther Massenkeil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A – Byzantinischer Gesang.&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte Sonderausgabe. Herder, Freiburg im Breisgau u.&amp;amp;nbsp;a. 1987, ISBN 3-451-20948-9, S. 187.&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). Kröner, Stuttgart 1992, ISBN 3-520-47901-X, S. 27f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meistersang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strophe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wruedt</name></author>
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