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	<title>Bardowick - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bardowick&amp;diff=92551&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trustable: Kleinigkeiten verbessert</title>
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		<updated>2025-11-10T15:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinigkeiten verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Ort in Niedersachsen. Zur Wüstung in Mecklenburg siehe [[Bardowiek]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Flecken&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Bardowick COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 53/17/57/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/23/42/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Bardowick in LG.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Niedersachsen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Lüneburg&lt;br /&gt;
|Samtgemeinde      = Bardowick&lt;br /&gt;
|Höhe              = 8&lt;br /&gt;
|PLZ               = 21357&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 04131&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 03355004&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE BWC&lt;br /&gt;
|Straße            = Schulstraße 12&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.bardowick.de/ www.Bardowick.de.]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Lothar Meyer&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= I. Rathmann&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bardowick&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (plattdeutsch: &amp;#039;&amp;#039;Bewick&amp;#039;&amp;#039;) (gelegentliche Schreibweisen in alten Dokumenten: &amp;#039;&amp;#039;Bardowieck&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bardowiek&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bardewyk&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bardewyck&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Flecken (Ort)|Flecken]] im [[Landkreis Lüneburg]] in [[Niedersachsen]] und eine von sieben Mitgliedsgemeinden der [[Samtgemeinde Bardowick]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Der Flecken Bardowick liegt am linken Ufer der [[Ilmenau (Fluss)|Ilmenau]] zwischen [[Winsen (Luhe)]] und [[Lüneburg]]. Die zum Flecken gehörende [[Gutsanlage Vrestorf]] liegt vom Ortskern getrennt östlich der Ilmenau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/34325612/1/-/ |titel=Gut Vrestorf |abruf=2023-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bardowick hat, auf Lüneburg bezogen, in großen Teilen Vorortcharakter angenommen und wächst im Norden Lüneburgs mit der Stadt zusammen. Von Bardowick in das Stadtzentrum beträgt die Entfernung etwa fünf Kilometer. Bardowick bildet mit den Orten [[Reppenstedt]], [[Vögelsen]] und [[Adendorf]] sowie [[Deutsch Evern]] und [[Wendisch Evern]] einen dichter besiedelten Bereich um die Stadt Lüneburg mit zusammen ca. 30.000 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bardowick gehört zu den ältesten Orten in [[Niedersachsen]] und wird erstmals in den sogenannten [[Annales regni Francorum|Einhardsannalen]] urkundlich erwähnt. Es ist umstritten, aber wahrscheinlich, dass Bardowick seinen Namen nach dem hier ansässig gewesenen Volksstamm der [[Langobarden]] erhalten hat. Der Namenforscher [[Hans Bahlow]] führt den Ortsnamen auf ein germanisches Wort (bard/bart) zurück, welches „Sumpf, Morast“ bedeutete.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bahlow: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands geographische Namenwelt. Etymologisches Lexikon der Fluss- und Ortsnamen alteuropäischer Herkunft&amp;#039;&amp;#039;. Klostermann, Frankfurt am Main 1965, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Langobarden drangen zu Beginn der [[Markomannenkriege]] 166 n.&amp;amp;nbsp;Chr. ins [[Römisches Reich|Römische Reich]] ein. Später wanderte ein Teil nach Süden und gründete in Oberitalien ([[Lombardei]]) 568 n.&amp;amp;nbsp;Chr. das [[Langobardenreich]]. Etwa vom 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zum 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. waren die Langobarden an der Unterelbe sesshaft, wo sie im Norden von den [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] und im Osten von [[Slawen|slawischen Völkern]] bedrängt wurden. Ein Teil der langobardischen Bevölkerung blieb an der unteren [[Elbe]] zurück und ging im Stamm der Sachsen auf. Im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert tauchte in der sächsischen Literatur erstmals die Bezeichnung „[[Bardengau]]“ auf, die wie der Ortsname „Bardewic“ an die Epoche der Langobarden im norddeutschen Raum erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössischen Chroniken zufolge hat [[Karl der Große]] 795 in unmittelbarer Nähe von Bardowick sein Lager aufgeschlagen, um mit einem Heer die Sachsen zu bekämpfen. Bardowick wurde zum Sitz eines königlichen Gesandten, der über den Handel auf den Fernstraßen und Wasserwegen nach Osten wachte. Im [[Diedenhofener Kapitular]] wurde 805 bestimmt, dass fränkische Kaufleute auf dem Weg in die nördlich der Elbe gelegenen [[Slawen|slawischen]] Gebiete Bardowick passieren mussten. Da die Ausfuhr von Waffen und Kriegsmaterial verboten war, kontrollierte man sie hier. Durch die wirtschaftsgeographisch verkehrsgünstige Lage Bardowicks an der Slawengrenze stieg der Ort zum zentralen Umschlagplatz für den Ost-West- sowie den Nord-Süd-Handel auf. 805 bestätigt Karl der Große Bardowick als Ausgangspunkt für den Fernhandel mit den Slawen. Die durch Bardowick fließende und in die Elbe mündende [[Ilmenau (Fluss)|Ilmenau]] war zur damaligen Zeit erst ab Bardowick schiffbar. Dieser Wasserweg stellte eine Verbindung zum offenen [[Nordsee|Meer]] dar. Später, nach dem Aufstieg des flussaufwärts gelegenen [[Lüneburg]] zur [[Speisesalz|Salzstadt]], wurde das dort gewonnene wertvolle Salz von den Bardowicker Schiffern auf dieser Strecke transportiert. In zunehmendem Maße kamen Kaufleute nach Bardowick und siedelten sich dort an. Flächenmäßig wuchs die Stadt zu einem der größten Zentren [[Norddeutschland]]s und war erheblich größer als die historische Innenstadt Lüneburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Handel erlangte Bardowick auch in politischer und kirchlicher Hinsicht zunehmend Bedeutung. Nachdem Karl der Große (747–814) ganz Sachsen unterworfen hatte, wurde Bardowick Sitz eines geistlichen Stifts und als Grenzort gegen die „heidnischen“ Slawen ausgebaut. Es ist bis heute umstritten, ob der [[Dom zu Bardowick St. Peter und Paul|Bardowicker Dom]] jemals Bischofssitz war. Sicher ist, dass die älteste Bardowicker Kirche ein Kollegiatstift war, wo eine größere Anzahl von Klerikern wirkte. Zu ihren Missionsaufgaben kamen umfangreiche Verwaltungsaufgaben. So wurde Bardowick zum kirchlichen Zentrum des Bardengaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 919 wurde der sächsische Herrscher [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich&amp;amp;nbsp;I.]] König. Sein Sohn [[Otto I. (HRR)|Otto der Große]] ernannte [[Hermann Billung]] 951 zum Statthalter Bardowicks. Als Anerkennung seiner Verdienste wurde Billung 963 der Herzogstitel verliehen. In der Folge wuchs die wirtschaftliche Bedeutung Bardowicks weiter, 972 wurden von Kaiser Otto&amp;amp;nbsp;I. die Stadtrechte verliehen, Bardowick erlangte das [[Zoll (Abgabe)|Zoll]]- und (wahrscheinlich schon ab 965) [[Münzrecht]], das seit 1114 eindeutig nachgewiesen ist und bis 1182 ausgeübt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Meyer: &amp;#039;&amp;#039;zur Geschichte der Münzstätte Bardowick&amp;#039;&amp;#039; in: Hamburger Beiträge zur Numismatik, Heft 16 – 1962, herausgegeben von Walter Hävernick und Gert Hatz, Hamburg 1962, S. 237&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dank des in Lüneburg gewonnenen und in Bardowick umgeschlagenen und verzollten Salzes erfuhr der Ort eine enorme wirtschaftliche Blüte. Der umwallte Bereich von 1700 × 750 Meter entsprach in der damaligen Zeit einer sehr bedeutenden Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bardowick verlor seine Schlüsselrolle als Handelsplatz, als [[Heinrich der Löwe]] 1142 Herzog von Sachsen wurde. Zum einen rang dieser dem Grafen [[Adolf II. (Schauenburg und Holstein)|Adolf&amp;amp;nbsp;II. von Schauenburg]] die für die Beherrschung des [[Ostsee]]raumes wichtige Stadt [[Lübeck]] ab, die 1158 die Stadtrechte erhielt, und zunehmend Bardowicks politische und wirtschaftliche Rolle übernahm. Zum anderen wurde die Ilmenau bis Lüneburg schiffbar, so dass die Lüneburger [[Saline]] fortan auf den Salzumschlag in Bardowick verzichten konnte. Viele der dort niedergelassenen Kaufleute zogen zum Unmut der Bardowicker nach Lübeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1176 zog Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] in Italien gegen die Lombardei. Nachdem Heinrich der Löwe dem Kaiser die Unterstützung versagte, wurde der Herzog von diesem 1180 geächtet und 1182 für drei Jahre zu seinem Schwager [[Richard Löwenherz]] nach England verbannt. Mit Ausnahme seiner Güter um Lüneburg und [[Braunschweig]] verlor Heinrich der Löwe all seine Besitztümer. Unterwegs ins Exil wurde ihm von den Bardowickern, die sich von ihrem Herrn vernachlässigt fühlten, die Aufnahme verweigert (siehe [[Bardowicker Gesäßhuldigung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bardowick.dom.Vestigium leonis.wmt.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Vestigia Leonis (Sage)|Vestigia Leonis]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Podest eines Löwen am [[Dom zu Bardowick St. Peter und Paul|Dom St. Peter und Paul]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in Sachsen –&amp;amp;nbsp;der Kaiser war unterdessen zu seinem [[Dritter Kreuzzug|dritten Kreuzzug]] aufgebrochen&amp;amp;nbsp;– begann er am 26. Oktober 1189 mit der zunächst erfolglosen Belagerung Bardowicks. Erst am 28. Oktober (andere Quellen sprechen vom 29. Oktober) gelang Heinrich der Sturm auf die Stadt. Der Legende zufolge soll ein Ochse vor den Augen der Soldaten durch die Ilmenau gewatet sein und den Belagerern somit eine seichte Stelle im Fluss aufgezeigt haben. Bis auf die Kirchen und die Kapellen wurde Bardowick vollständig zerstört. Auf den Dom setzte Heinrich die Inschrift: „Vestigia leonis“ („Spur des Löwen“), die bei einer Restaurierung in den 1960er Jahren unrichtig zu „Leonis Vestigum“ („Des Löwen Spur“) geändert wurde. Bei einer Ausgrabung Ende 2016 im Ortszentrum von Bardowick wurden im Boden dunkle Verfärbungen festgestellt, die auf Brände hinweisen. Archäologen halten es vorbehaltlich weiterer Funduntersuchungen für möglich, dass es sich um Belege für die Zerstörung von 1189 handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/392304-archaeologen-auf-spuren-heinrichs-des-loewen | archive-is=20170105084557 | text=Archäologen auf Spuren Heinrichs des Löwen}} in: &amp;#039;&amp;#039;[[Landeszeitung für die Lüneburger Heide]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bardwowick von Braun und Hogenberg 1599.jpg|mini|Bardowick auf einem Stich von [[Frans Hogenberg]], 1599.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich die Zerstörung Bardowicks wie eine Revanche für die Verweigerung der Aufnahme Heinrichs im Jahre 1182 aussieht, hält diese Sicht der seriösen Geschichtsschreibung nicht stand. Bardowick war nunmehr eine Bastion des rechtmäßigen Nachfolgers und Rivalen des entmachteten Heinrichs, Herzog [[Bernhard III. (Sachsen)|Bernhard]], dessen Sturz vielmehr im Vordergrund gestanden haben dürfte. Nichtsdestoweniger ist der Niedergang der Stadt weniger auf die Zerstörung 1189 zurückzuführen als auf die Abnahme der Bedeutung als Wirtschaftsmetropole. Bardowick fand nie zu alter Größe zurück. Zwar wurde der Ort in den folgenden 50 Jahren wieder aufgebaut, es entstand aber kein geschlossenes Stadtbild mehr. An Stelle des Handels gewann die Landwirtschaft, insbesondere der Gemüsebau, zunehmend an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1371 gab es in Bardowick einen großen Stadtbrand. Dabei wurde der alte Dom nahezu vollständig zerstört. Die Kirche wurde später in der für Lüneburg typischen dreischiffigen [[Backsteingotik]] wieder aufgebaut. Bis Ende des 14. Jahrhunderts hatte Bardowick die Rechtsstellung eines [[Dorf]]es, seit dem 15. Jahrhundert wird der Ort als [[Flecken (Ort)|Flecken]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lueneburg-1654-Merian-Bardowick.jpg|mini|hochkant=1.5|Darstellung von Bardowick durch [[Matthäus Merian]], 1654.]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1529 wurde mit der [[Reformation]] in Bardowick der protestantische Gottesdienst eingeführt, doch nahm das Stift erst 1543 die evangelische Lehre an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Kriegsphase des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurden in Bardowick wegen seiner Lage nahe der Heerstraßen immer wieder durchziehende Truppen einquartiert, die von den Einwohnern versorgt werden mussten. Mehrfach wurde der Ort von Soldaten geplündert, 1626 und 1627 legten die [[Dänen|dänischen Truppen]] zwei Großfeuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] blieb Bardowick von Kampfhandlungen verschont. Am 19. Mai 1945 wurde vom Ausrufer Martin Menke das sogenannte „Polnische Pfingsten“ eingeläutet. Bis Pfingstsonntag, den 20. Mai, 16 Uhr, hatten alle Bewohner den Flecken zu verlassen. Der Ort wurde von 5000 Polen, bei denen es sich um frühere Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter handelte, bezogen. Dieses sogenannte Polenjahr endete am 29.&amp;amp;nbsp;März 1946 mit der Wiedereinführung von Bürgermeister Kuchel in seine Amtsgeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bardowick.dom.gesamt.wmt.jpg|mini|Dom zu Bardowick St. Peter und Paul.]]&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul gehören der [[Dom zu Bardowick St. Peter und Paul|Dom St. Peter und Paul]] und die [[St. Nikolai (Bardowick)|Kirche im St. Nikolaihof]]. Die 1971 erbaute katholische [[St. Marianus (Bardowick)|St.-Marianus-Kirche]] wurde abgerissen; an ihrer Stelle wurde 1997/98 ein gleichnamiges Palliativzentrum ([[Hospiz]]) errichtet, zu dem auch eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] gehört. In Bardowick befindet sich auch eine Versammlung von Jehovas Zeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher gab es in Bardowick weitere Kirchen. Von der St. Wilhadi- sowie der St. Johanniskirche zeugen nur noch Grünflächen und Infotafeln. Von der St. Viti-Kirche steht noch der Glockenturm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/bardowick-peter-und-paul-dom |titel=Bardowick, Peter und Paul (Dom) |hrsg=kirchengemeindelexikon.de |abruf=2021-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Rat und Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl am 12. September 2021]] führte im Flecken Bardowick zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bardowick.de/Portaldata/15/Resources/kommunal_dateien/kommunal_dokumente/wahlen_2021/Bardowick.pdf Öffentliche Bekanntmachung der Kommunalwahl im Flecken Bardowick am 12. September 2021 – Endgültiges Ergebnis] (PDF; 700&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 31. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|class=wikitable style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=#cec&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Partei / Liste || Stimmenanteil || Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] (SPD) || 25,19 % || 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands]] (CDU) || 30,30 % || 7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen]] || 19,69 % || 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Wählergruppe|Freie Wählergemeinschaft]] Wir für Bardowick (WfB) || 24,82 % || 5&lt;br /&gt;
|- bgcolor=#fff&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung: 55,95 %&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;1. Rathmann&amp;#039;&amp;#039;, wie der Bürgermeister hier offiziell heißt, ist Lothar Meyer (WfB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkreise ===&lt;br /&gt;
Der Flecken Bardowick gehört zum [[Landtagswahlkreis Lüneburg|Landtagswahlkreis 49 Lüneburg]] und zum [[Bundestagswahlkreis Lüchow-Dannenberg – Lüneburg|Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landtagswahlkreiseinteilung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag.&amp;#039;&amp;#039; Anlage zu §&amp;amp;nbsp;10 Abs.&amp;amp;nbsp;1 NLWG, S.&amp;amp;nbsp;4. ( {{Webarchiv | url=http://www.nls.niedersachsen.de/file/LWWahlkreis2005.pdf | wayback=20110725194345 | text=PDF}}; 87&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundestagswahlkreiseinteilung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Wahlkreise.&amp;#039;&amp;#039; Anlage zu §&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Bundeswahlgesetz. In: &amp;#039;&amp;#039;Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes.&amp;#039;&amp;#039; Anlage zu Artikel&amp;amp;nbsp;1. Bonn 18.&amp;amp;nbsp;März 2008, S.&amp;amp;nbsp;325. ( {{Webarchiv | url=http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/wahlkreiseinteilung/wahlkreisbeschreibung.pdf | wayback=20110725042228 | text=PDF}}; 200&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
→ [[Liste der Baudenkmale in Bardowick]]&lt;br /&gt;
→ [[Liste der Bodendenkmale in Bardowick]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bardowick steht die gotische Hallenkirche [[Dom zu Bardowick St. Peter und Paul]], erbaut im 14. Jahrhundert. Die mittelalterliche Wohnanlage [[St. Nikolaihof]] war zunächst die [[Leprakolonie|Leprosenkolonie]] [[Lüneburg]]s. Mit dem Rückgang der [[Lepra]] wurde der St. Nikolaihof zum Wohnheim für Alte und Arme. Am Ortsrand steht in Richtung der B4 die [[Windmühle Bardowick]]. Die Mühle ist voll funktionsfähig und kann besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Örtlich überliefert ist die Sage von der [[Bardowicker Gesäßhuldigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1951 findet jährlich das Bardowicker Erntedankfest im September statt, das mehrere tausend Besucher hat. Es besteht aus einem Gottesdienst im Dom, einem Sternmarsch der Musikzüge und einem Festumzug durch den Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erntedankfest-bardowick.de/ |titel=Webseite Erntedankfest Bardowick |abruf=07.09.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Heute konzentriert sich Bardowick auf die [[Landwirtschaft]], insbesondere [[Gemüsespargel|Spargel]], und ist dafür regional bekannt. Bardowick ist außerdem das Zentrum des größten [[Karotte|Möhrenanbaugebietes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich küren die Bardowicker eine junge Bürgerin zur Wurzelkönigin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bardowick gibt es eine Oberschule, die Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule, eine Grundschule und zwei Kindergärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schleuse Bardowick.jpg|mini|Schleuse der Ilmenau.]]&lt;br /&gt;
Über die [[Bundesautobahn 39]] besteht eine Autobahnverbindung nach [[Hamburg]]. Bardowick liegt außerdem an der [[Bahnstrecke Hannover–Hamburg]] und verfügt über einen kleinen Bahnhof, der im Stundentakt von den Metronom-Zügen (RB 31) der [[Metronom Eisenbahngesellschaft]] in der Relation [[Lüneburg]]–[[Hamburg-Harburg]] bedient wird. Der öffentliche Nahverkehr mit Bussen wird vom HVV betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bardowick fließt die Ilmenau als [[Bundeswasserstraße]], auf der aber keine Güterschifffahrt mehr stattfindet. Seit 1934 gibt es ein [[Nadelwehr]] mit Schleusenkammer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wsa-elbe.wsv.de/Webs/WSA/Elbe/DE/Wasserstrassen/08_Ilmenau/Ilmenau_node.html Ilmenau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:USB-Solarbank Bardowick.jpg|mini|USB-Solarbank.]]&lt;br /&gt;
Zwischen Rathaus und Dom gibt es eine Solarbank mit USB-Ausgang, eine E-Ladesäule für Autos und Lademöglichkeiten für Pedelecs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Bardowick/E-Bike-Ladestation-Rathaus-Schulstrasse-10/71514/ E-Bike Ladestation Rathaus Bardowick]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* Hl. [[Marian von Bardowick]] († 782), Diakon und Glaubensbote an der unteren Elbe&lt;br /&gt;
* [[Albert Juncker]] (1565–1647), Jurist und Autor&lt;br /&gt;
* [[David Heinrich Köpken]] (1677–1731), lutherischer Theologe, Bibliothekar und Rektor der Universität Rostock&lt;br /&gt;
* [[Jauch (Hanseatengeschlecht)#Eleonora Maria Jauch, verheiratete Overbeck|Eleonora Maria Jauch]] (1732–1797), Tochter des Ersten Domherren zu Bardowick Johann Christian Jauch (1702–1788), ist die [[Stammmutter]] einer bekannten Nachkommenschaft. Ihr Sohn war der Lübecker Bürgermeister und Dichter [[Christian Adolph Overbeck]] (1755–1821). Ihr Enkel war der Maler [[Friedrich Overbeck]] (1789–1869).&lt;br /&gt;
* [[Karl Schneider-Carius]], früher Karl Schneider (1896–1959) war ein [[Meteorologe]], [[Klimatologie|Klimatologe]] und [[Professor]]. Er wirkte als Direktor des Geophysikalischen Instituts der [[Universität Leipzig]].&lt;br /&gt;
* [[Jerry Zeniuk]] (* 1945), Maler&lt;br /&gt;
* [[Renate Menk]] (* 1948), deutsche Juristin, ehemalige Richterin und Gerichtspräsidentin&lt;br /&gt;
* [[Hans Paul (Paparazzo)|Hans Paul]] (* 1954), deutscher Paparazzo&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jörn Brandenburg]] (* 1957), deutscher Musiker und Komponist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[August von Werlhof]] (1809–1895), Jurist, [[Kapitular]] des Domstifts Bardowick St. Peter und Paul&lt;br /&gt;
* [[Hugo Friedrich Hartmann]] (1870–1960), Kunstmaler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Bardewik |Band=15 |Seite=45–47}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;BARDOWICK.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Georg Dehio]]-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]]. Bremen Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 184–187.&lt;br /&gt;
* Urs Boeck: &amp;#039;&amp;#039;Der Dom zu Bardowick&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;DKV-Kunstführer&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 280. (Reihe der Klosterkammer Hannover, Heft 4), 11. überarb. Auflage, Deutscher Kunstverlag, Berlin / München (Februar) 2010, ISBN 978-3-422-02256-0.&lt;br /&gt;
* Almut Bouchon: &amp;#039;&amp;#039;Polenherrschaft in Bardowick oder Unterkunft für DP’s? Geschichte eines niedersächsischen Ortes 1945–1946&amp;#039;&amp;#039;. Lüneburg 1984.&lt;br /&gt;
* Marianne Pagel, Christa Wilkens Wilkens: &amp;#039;&amp;#039;Die neuzeitliche Entwicklung einer norddeutschen Fleckensgemeinde – Bardowick vom 16. bis 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände, P. Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien 2005, ISBN 978-3-631-30573-7.&lt;br /&gt;
* Sabine Peters: &amp;#039;&amp;#039;Bardowick – ein kurzer historischer Abriss.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flecken Bardowick – Festschrift zum 1200-jährigen Jubiläum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Peter Ravens]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bardengau zum Landkreis Lüneburg.&amp;#039;&amp;#039; Lüneburg 1985.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Cord Sarnighausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Lüneburger Stadtwappen in Bardowick&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender Jahrbuch für die Lüneburger Heide&amp;#039;&amp;#039;. 2014, S. 46–48.&lt;br /&gt;
* Hans-Cord Sarnighausen: &amp;#039;&amp;#039;Ein Lüneburger Wappenschild im Nikolaihof Bardowick&amp;#039;&amp;#039; (Laffert, Tzerstede, Stöterogge), In: &amp;#039;&amp;#039;Der Heidewanderer Uelzen&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 10/2014 vom 8. März 2014, S. 39–40; Bürgerverein Lüneburg: &amp;#039;&amp;#039;Rot-Weiß-Blaue Mappe 2014&amp;#039;&amp;#039;, S. 48–55.&lt;br /&gt;
* Christian Schlöpken, &amp;#039;&amp;#039;Chronicon oder Beschreibung der Stadt und des Stiftes Bardewick, vor und nach der Zerstörung&amp;#039;&amp;#039;. Lübeck 1704. ([http://books.google.de/books?id=oPY-AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP21 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|„Des Löwen Spur“}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bardowick.de/ Gemeinde Bardowick.]&lt;br /&gt;
* [[Mario Pahlow]]: [https://www.youtube.com/watch?v=xxddw4deUM8 &amp;#039;&amp;#039;Bardowick – Aufstieg, Blütezeit und Fall eines Handelszentrums des frühen Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]], [[YouTube]]-Video (48:51 Minuten)&lt;br /&gt;
* Britta Probol: [https://www.ndr.de/ratgeber/reise/lueneburger_heide/Bardowick-Auf-Spuren-des-Mittelalters,bardowick101.html &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren des Mittelalters in Bardowick&amp;#039;&amp;#039;] bei ndr.de vom 13. Oktober 2015&lt;br /&gt;
* [http://www.molina-bardowick.de/ Windmühle Bardowick.]&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=6494 |Name=Bardowick |Autor=Stefan Eismann |Abruf=2021-06-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Lüneburg}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ort im Landkreis Lüneburg]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 972]]&lt;/div&gt;</summary>
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