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	<title>Barchent - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Barchent&amp;diff=122829&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-33113-20: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-11-12T20:24:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gewebe&lt;br /&gt;
|name= Barchent&lt;br /&gt;
|andere_namen= Parchend&lt;br /&gt;
|bild= Barchent.jpg&lt;br /&gt;
|bindung= [[Köperbindung|Köper]] oder [[Bindungslehre#Atlasbindung|Atlas]]&lt;br /&gt;
|material_traditionell= [[Halbleinen]]&lt;br /&gt;
|material_modern= &lt;br /&gt;
|veredelung= [[Aufrauen (Textil)|Aufrauen]]&lt;br /&gt;
|herkunft= [[Naher Osten]]&lt;br /&gt;
|eigenschaften= haltbar, warm&lt;br /&gt;
|verwendung= Futterstoff, [[Bettwäsche]], [[Fußlappen]]&lt;br /&gt;
|gewicht= &lt;br /&gt;
|einlaufwert= &lt;br /&gt;
|markenzeichen= &lt;br /&gt;
|aehnliche_gewebe= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barchent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Arabische Sprache|arabisch]] &amp;#039;&amp;#039;barrakan&amp;#039;&amp;#039; „Stoff aus Kamelhaar“ bzw. [[Persische Sprache|persisch]] &amp;#039;&amp;#039;baranka&amp;#039;&amp;#039; „Schafwolle“; lateinisch &amp;#039;&amp;#039;barracanus&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;barracano&amp;#039;&amp;#039;, spanisch &amp;#039;&amp;#039;barragán&amp;#039;&amp;#039;), veraltend auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parchend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Textilgewebe|Mischgewebe]] aus [[Baumwollfaser|Baumwoll]]-[[Schussfaden|Schuss]] auf [[Flachsfaser|Leinen]]-[[Kettfaden|Kette]]. Oft wird die Stoffbahn auf einer oder auf beiden Seiten aufgeraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Der glatte Barchent hat entweder einen vierschäftigen [[Köperbindung|Köper]] wie der &amp;#039;&amp;#039;Croisé&amp;#039;&amp;#039;, und daher zwei rechte Seiten (beidrechter Barchent), ist aber gröber und von dichterem Gewebe als der Croisé, oder er hat einen vierschäftigen einseitigen Köper (Futterbarchent, Bettbarchent, Inlett, Bettdrell).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atlasbarchent ist fünfbindig und [[Bindungslehre#Atlasbindung|atlasartig]] geköpert. Der raue Barchent ist drei- bis vier- oder fünfbindig, und zwar so geköpert, dass auf einer Seite 2/3, 3/4 oder 4/5 des groben und weichen Eintrags flott liegen. Dieser wird entweder schon auf dem Stuhl oder nach der Bleiche durch Aufkratzen mit [[Weber-Karde|Kardendisteln]] oder feinen [[Kratzen (Werkzeug)|Eisendrahtkratzen]] in Handarbeit oder mittels einer [[Kratzenrauhmaschine]] aufgeraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barchent erhält dadurch eine mehr oder weniger langfaserige, flaum- oder wollartige Oberfläche, die bei den starken, zu Winterkleidern dienenden Stoffen auch noch tuchartig geschoren wird (Baumwollmolton, englisches Moos); dieser raue Barchent dient auch zu [[Wachstuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schnürbarchent&amp;#039;&amp;#039; zeigt auf der rechten Seite nur Eintrag, auf der linken ein leinwandartiges Gewebe mit schmalen, flachen Längsrippen; &amp;#039;&amp;#039;Piquébarchent&amp;#039;&amp;#039; erscheint wie mit würfeligen oder anderen geradlinigen Figuren gesteppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Barchent verdrängte seit dem 14. Jahrhundert mehr und mehr das Leinen. Zu den führenden Zentren der Barchentherstellung auf dem europäischen Markt gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Ravensburg]], [[Biberach an der Riß|Biberach]], [[Regensburg]], [[Ulm#Ulm in der frühen Neuzeit (1500 bis 1802)|Ulm]] („Ulmer Geld“) und [[Augsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine [[Barchentweber]]ei kam ab dem Ende des 19. Jahrhunderts allmählich zum Erliegen, da für [[Unterkleid]]er, Futter und Überzüge mehr gewirkte und leicht gewebte baumwollene und halbwollene [[Gewebe (Textil)|Zeuge]] in Gebrauch kamen. Jedoch kam der Stoff noch im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Fußlappen]] anstelle von Socken beim deutschen Heer und bei der deutschen Marine zum Einsatz, da er die Schaftstiefel gut polsterte, gut waschbar war und als Baumwollstoff schnell trocknete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Gesundheitspflege an Bord von Kriegsschiffen&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Jena 1914, S.&amp;amp;nbsp;827–828.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird Barchent nur noch selten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dörte Eriskat: &amp;#039;&amp;#039;Baumwollhandel und Barchentproduktion im Westen des Reiches (14. bis 16. Jahrhundert)&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2021. &lt;br /&gt;
* Alois Kießling, Max Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Textil-Fachwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Schiele &amp;amp; Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6.&lt;br /&gt;
* Michael North (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wirtschaftsgeschichte: Ein Jahrtausend im Überblick&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage. C. H. Beck, München 2005, ISBN 978-3-406-50266-8, S. 57–59 ([https://books.google.de/books?id=Q16QBFFpXY0C&amp;amp;pg=PA59&amp;amp;dq=Barchent&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=S7fJT96WFYTdsgaXsvWHBw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google]).&lt;br /&gt;
* Gerhard Strauß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-015741-1, S. 154 f. ([https://books.google.de/books?id=i9QbKi5xiNcC&amp;amp;pg=PA154&amp;amp;dq=Barchent&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=S7fJT96WFYTdsgaXsvWHBw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4485569-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-33113-20</name></author>
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