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	<title>Barbier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Beruf. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Barbier (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Barbier in Kaxgar.jpg|mini|Ein Barbier in [[Kaschgar (Regierungsbezirk)|Kaschgar]], [[China]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barbier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wie italienisch &amp;#039;&amp;#039;barbiere&amp;#039;&amp;#039; und französisch &amp;#039;&amp;#039;barbier&amp;#039;&amp;#039; von [[spätlatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;barbarius&amp;#039;&amp;#039; „Bartscherer“, von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;barba&amp;#039;&amp;#039; „Bart“),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage, hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin/New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; frühneuhochdeutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Barbierer&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Frühneuhochdeutsches Wörterbuch: [https://fwb-online.de/lemma/barbierer.s.0m Barbierer, Barbier]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Barbier behandelt männliche Kunden, er schneidet, frisiert oder rasiert das [[Barthaar]] der Männer und ist in Deutschland im Gegensatz zum [[Friseur]] kein [[Handwerk]]sberuf. Für Dienstleistungen am Haupthaar ist nach deutschem Recht eine [[Friseur#Deutschland|dreijährige Ausbildung]] mit Abschlussprüfung erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/friseur-meister-barbershop-handwerk-betriebsleiter-illegal-100.html|titel=Wie legal sind Barbershops ohne Friseurmeister? |werk=[[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]]|datum=2023-02-03|abruf=2024-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] und in der beginnenden [[Neuzeit]] arbeiteten Barbiere in Europa und in Ländern des [[Orient]]s in [[Badehaus|Badehäusern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Badestuben übernahmen sie verschiedene Aufgaben im Bereich der [[Körperpflege]]. Auch Badeknechte, [[Wundarzt|Wundärzte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot;&amp;gt;Vgl. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Barbier#rechtschreibung &amp;#039;&amp;#039;Barbier&amp;#039;&amp;#039;] bei Duden online, Bedeutungen: „Herrenfriseur“ und „Wundarzt“.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barbierchirurgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Krankenpfleger wurden als &amp;#039;&amp;#039;Barbiere&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Barbierer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]] &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 358 (&amp;#039;&amp;#039;Barbirer&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Balbierer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ihnen oblagen auch [[Zahnextraktion]]en, [[Aderlass|Aderlässe]] und [[Klistier]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuzeit wandelte sich das Berufsbild zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrenfriseur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot; /&amp;gt; der gleichermaßen Haarschnitte und [[Frisur]]en wie auch die Rasur beziehungsweise Pflege des Bartes anbot. Im 20. Jahrhundert starb das Berufsbild des Herrenfriseurs in Europa nahezu aus. Seit etwa 2010 erlebt diese Sparte des Friseurhandwerks jedoch eine Renaissance. In der Szene der modernen Barbiere werden auch im deutschen Sprachraum häufig englische Bezeichnungen verwendet: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für den Barbier und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barbershop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für dessen Salon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haircut practice - Tokyo area - 2013 1 30.webm|mini|Barbier praktiziert in [[Tokio]], [[Japan]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
In Europa kannte man bereits im 8. Jahrhundert den Barbier (als für die Rasur zuständigen &amp;#039;&amp;#039;rasator&amp;#039;&amp;#039; bzw. den Aderlass praktizierenden &amp;#039;&amp;#039;sanguinator&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Literatur des Deutschen Ordens im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1991, S. 217–231; hier: S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer 1284 oder 1285 verfassten Bestimmung, die das Handwerk der zunftmäßig organisierten Barbiere in Venedig regelte, wurde festgestellt, dass zum Aufgabengebiet auch Aderlass und die Zahnextraktion, aber auch die sonstige Zahnbehandlung gehörte. Ein Relief des 13. Jahrhunderts am Hauptportal von San Marco in Venedig zeigt die durch Barbiere ausgeführte Rasur und Zahnbehandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Spranger: &amp;#039;&amp;#039;Die Barbiere in der Mestieri-Archivolte von San Marco in Venedig. Überlegungen zum Berufsstand der Barbiere und zu den Zünften im mittelalterlichen Venedig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1991, S. 233–247.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Barbiere (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bartscherer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;bartscheraere&amp;#039;&amp;#039;) haben sich vermutlich aus den Baderknechten entwickelt und auf einige bestimmte Aufgaben der [[Bader]] spezialisiert. Eine frühe Erwähnung der Barbiere findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln. Barbierzünfte sind in den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter von Brunn]]: &amp;#039;&amp;#039;Von den Gilden der Barbiere und Chirurgen in den Hansestädten.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1921.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu finden: 1457 in Danzig, 1480 (&amp;#039;&amp;#039;Barbierrolle&amp;#039;&amp;#039;) in Lübeck, 1486 in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbiere wurden auch Trockenscherer genannt, da sie, anders als die Bader, kein Warmbad anboten.&lt;br /&gt;
Da in einem Warmbad männliche wie auch weibliche Menschen vollkommen ohne Kleidung waren, konnten Krankheiten somit sehr leicht übertragen werden. Bader waren in den Augen der Barbiere wenig angesehen.&lt;br /&gt;
Barbiere besorgten zunächst das Haareschneiden und „trockene“ Rasieren. Zudem behandelten die zum Teil mit Fachliteratur belesenen&amp;lt;ref&amp;gt;Stanislaw Sokól: &amp;#039;&amp;#039;Die Bibliothek eines Barbiers aus dem Jahre 1550.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Centaurus.&amp;#039;&amp;#039; 7, 1961, S. 197–206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Barbiere auch Wunden, Knochenbrüche, zogen Zähne, machten Aderlass oder stellten Salben her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] bis in die [[Frühe Neuzeit]] galt der Beruf des Barbiers als „[[Ehre|ehrlos]]“ und damit als [[unehrlicher Beruf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jost Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte des Lesens: zur historischen Entwicklung und sozialen Differenzierung der literarischen Kommunikation in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin 2004, S.&amp;amp;nbsp;154. ISBN 3-11-017816-8&amp;lt;/ref&amp;gt; In den städtischen [[Ständegesellschaft]]en des Mittelalters wurden Kinder aus Barbierfamilien daher meist von der Aufnahme in andere [[Zunft|Zünfte]] ausgeschlossen. Erst Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erhielten sie durch [[Reichsgesetz]]e der Jahre 1548 und 1577 die Möglichkeit, ein anderes Handwerk zu erlernen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Band 18, Varrentrapp und Wenner, Frankfurt am Main 1794, S.&amp;amp;nbsp;277&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Orient]] arbeiteten Barbiere (arabisch &amp;#039;&amp;#039;muzayyin&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;muzayyūn&amp;#039;&amp;#039;) im Mittelalter im öffentlichen Badehaus ([[Hamam]]). Männer konnten sich hier die Haare schneiden und den Bart rasieren lassen. In manchen Hamams, insbesondere in den größeren Bädern, waren dafür eigens Barbiere angestellt, andernfalls übernahm ein anderer Mitarbeiter diese Aufgabe, etwa ein Badeknecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grotzfeld&amp;quot; /&amp;gt; Häufig wurde dem Kunden nicht nur der Bart, sondern auch das gesamte [[Kopfhaar]] abrasiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grotzfeld&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;iranicaonline&amp;quot; /&amp;gt; Frauen gingen entweder in ein Badehaus für Frauen oder sie nutzten das Badehaus abwechselnd mit den Männern, aber ihnen wurden dort nicht die Haare geschnitten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iranicaonline&amp;quot;&amp;gt;[http://www.iranicaonline.org/articles/bathhouses &amp;#039;&amp;#039;Bathhouses&amp;#039;&amp;#039;] Artikel der [[Encyclopædia Iranica]] über iranische Badehäuser (englisch). Zitat im Kontext der Kopf- und Bartrasur bei Männern: &amp;#039;&amp;#039;Women keep their hair&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst in der Neuzeit wurden Barbiere selbständig. Sie arbeiten seitdem in eigenen Salons und sind nicht mehr in den Badehäusern anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grotzfeld&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grotzfeld: &amp;#039;&amp;#039;Das Bad im arabisch-islamischen Mittelalter. Eine kulturgeschichtliche Studie.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1970, S. 73 f. ({{Google Buch |BuchID=e_Pq7ZATIMsC |Seite=74 |Hervorhebung=muzayyin}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit Entwicklung und Professionalisierung der Ärzte im frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert suchten sich die Barbiere weiter zu spezialisieren. Mit den [[Perücke]]n entstand der Zweig der Perückenmacher, der mit Ludwig XIII. seine Hochsaison bekam, da dieser frühzeitig kahl wurde, aber auf eine volle Haarpracht nicht verzichten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 wurde der [[Arbeitnehmerverband des Friseur- und Haargewerbes|Verband der Barbier-, Friseur- und Perückenmachergehilfen Deutschlands]] gegründet. Auf seinem dritten Kongress in Köln (1892), der Verband hatte damals 19 Zweigvereine mit 636 Mitgliedern, benannte er sich um in &amp;#039;&amp;#039;Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacher&amp;#039;&amp;#039;. Auf dem vierten Kongress in Berlin (1894) wurde eine Kommission gewählt, die eine umfangreiche [[Memorandum|Denkschrift]] über die schlechten Arbeitsbedingungen für den Gesetzgeber erarbeitete. Darin wurde die Arbeitszeit in Norddeutschland mit „durchschnittlich 100 bis 105 Stunden wöchentlich“ angegeben. Die Denkschrift wurde am 5.&amp;amp;nbsp;März 1895 beim [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]] und beim [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] eingereicht. Die Sonntagsruhe im Friseurgewerbe – eine Hauptforderung des Verbandes – wurde am 1.&amp;amp;nbsp;April 1895 gesetzlich geregelt. Der Verband brachte eine eigene Zeitschrift heraus, zunächst mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Kundschafter&amp;#039;&amp;#039;, ab 1895 mit dem neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;Barbier- und Friseur-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; (später &amp;#039;&amp;#039;Friseurgehilfen-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;). 1896 waren 500 Mitglieder in 24 Zweigvereinen organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/fulltext/bibliothek/tit00205/00205k03.htm &amp;#039;&amp;#039;Stark, Robert (1869–1929)&amp;#039;&amp;#039;] Biografie in der digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/fulltext/bibliothek/tit00205/00205c14.htm &amp;#039;&amp;#039;Etzkorn, Friedrich (1874–1946)&amp;#039;&amp;#039;] Biografie in der digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit der Erfindung des [[Rasierhobel]]s gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen viele Männer dazu über, sich selbst zu rasieren, wodurch die Rasur beim Barbier oder Herrenfriseur zur Ausnahme geworden ist. In den 1960er Jahren entstanden gemischte Friseursalons mit Damen und Herren als Kundschaft. Dieses Geschäftsmodell setzte sich schließlich durch. Bei der Friseurausbildung wurde keine spezialisierte Ausbildung für Barbiere mehr angeboten, obwohl diese anders arbeiten als Damenfriseure. Ein niederländischer Barbier erklärt dazu: „Ein Barbier arbeitet zum Beispiel viel mehr mit der [[Haarschneidemaschine]] und wäscht die Haare erst nach dem Schneiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://barbershopcoevorden.nl/de/unsere-geschichte/ &amp;#039;&amp;#039;Unsere Geschichte&amp;#039;&amp;#039;] barbershopcoevorden.nl, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Amputationen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbiere und Bader gab es in Deutschland bis etwa 1930 als staatlich geprüfter Bader.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In den 2010er Jahren wurde das Berufsbild des Barbiers in Deutschland wiederbelebt, als immer mehr sogenannte Barbershops gegründet wurden, die sich auf männliche Kundschaft fokussieren und anspruchsvolle Bartpflege anbieten. Zusätzlich wird als Dienstleistung oftmals auch [[Haarschnitt]] angeboten, für diesen ist nach deutschem Recht eine Handwerksausbildung erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/9910|titel=Ausbildungsberuf Friseur/in|werk=Bundesagentur für Arbeit (2024)|datum= |abruf=2024-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bietet ein Barbershop diese Friseurleistungen an, wird ein Meisterbrief verlangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tophair.de/business/business-detailseite/ein-urteil-unter-der-lupe-sinn-und-zweck-der-meisterpflicht/|titel=Barbershop-Urteil: Vom Sinn und Zweck der Meisterpflicht für Friseure |werk=Top Hair, Branchenzeitschrift|datum=2019-05-06|abruf=2024-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der Barbershops in Deutschland wuchs von rund 250 im Jahr 2015 binnen eines Jahres auf etwa 400 bis 500 an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de 17.10.2016&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 2019 berichtete ein Barbier: „Plötzlich eröffnet an jeder Ecke ein Barber-Shop. Das explodiert gerade.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt.de 11.04.2019&amp;quot;&amp;gt;[https://www.welt.de/wirtschaft/article191712301/Barbiere-Neue-Anlaufstation-fuer-den-Mann.html &amp;#039;&amp;#039;Männerkosmetik: Sehnsucht nach einer Zeit, „in der Männer noch Männer waren“&amp;#039;&amp;#039;] welt.de, 11. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im selben Zusammenhang erscheinen seitdem auch die sonst eher in den USA üblichen [[Barber-Pole]] als Kennzeichen ihrer Läden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2015 fand auf der Nürnberger Friseurfachmesse „Haare“ erstmals ein Barbier-Wettbewerb in Deutschland statt. Verliehen wurde der &amp;#039;&amp;#039;German Barber Award&amp;#039;&amp;#039; 2015 mit acht Teilnehmern im Finale.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.menschenimsalon.de/kollektionen/behind_the_scene/5712-german-barber-awards-2015 &amp;#039;&amp;#039;German Barber Awards 2015, Nachbericht&amp;#039;&amp;#039;] Menschenimsalon.de, abgerufen am 21. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://friseurebayern.com/2015/11/07/internationale-jury-beim-german-barber-award-2015/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Internationale Jury beim German Barber Award 2015&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20200102054844 |archiv-bot=2022-10-08 16:39:36 InternetArchiveBot}} friseurebayern.com, 7. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim &amp;#039;&amp;#039;German Barber Award&amp;#039;&amp;#039; 2016 war unter den 15 Konkurrenten im Finale auch eine Frau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de 17.10.2016&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spiegel.de/stil/barber-awards-2016-deutschlands-bester-barbier-kommt-aus-augsburg-a-1116918.html &amp;#039;&amp;#039;Barber Awards 2016: Waschen, Schneiden, Whisky trinken&amp;#039;&amp;#039;] spiegel.de 17. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2017 wurde der Wettbewerb international: Im Rahmen der Friseur-Fachmesse &amp;#039;&amp;#039;Haare&amp;#039;&amp;#039; konnten sich Barbiere aus ganz Europa für den &amp;#039;&amp;#039;International Barber Award&amp;#039;&amp;#039; sowie die Auszeichnung als &amp;#039;&amp;#039;Best Senior Barber&amp;#039;&amp;#039; bewerben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://friseurebayern.com/2017/10/04/haare-2017-die-meisterschaften/ |text=&amp;#039;&amp;#039;HAARE 2017: Die Meisterschaften&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20200102054840 |archiv-bot=2022-10-08 16:39:36 InternetArchiveBot}} friseurebayern.com, 4. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den &amp;#039;&amp;#039;International Barber Awards&amp;#039;&amp;#039; 2018&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-10 |url=https://friseurebayern.com/2018/09/06/haare-2018-international-barber-awards-kueren-die-besten-barbiere/ |text=&amp;#039;&amp;#039;HAARE 2018: International Barber Awards küren die besten Barbiere&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2022-10-08 16:39:36 InternetArchiveBot}} friseurebayern.com, 6. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; kamen von hunderten Bewerbern 60 in die Vorrunden-Wettbewerbe, die in verschiedenen europäischen Städten ausgetragen wurden. Im Finale in Nürnberg mit 19 Teilnehmern errangen zwei Barbierinnen aus [[Sofia]] (Bulgarien) und [[Oslo]] (Norwegen) den Sieg und Platz zwei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-10 |url=http://www.esteticamagazine.de/newseventsde/item/23283-die-bulgarin-tsvetelina-gergova-sichert-sich-den-titel-der-international-barber-awards-2018 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Bulgarin Tsvetelina Gergova sichert sich den Titel – International Barber Awards 2018&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2022-10-08 16:39:36 InternetArchiveBot}} esteticamagazine.de, 22. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeugnisse ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Babiere.jpg|Zunftwappen der Barbiere&lt;br /&gt;
 Barbier-1568.png|Barbier (1568)&lt;br /&gt;
 Beim Barbier Felice A Beato 1850.jpg|Barbiere in Japan (1850)&lt;br /&gt;
 Danziger Barbierersiegel.jpg|Danziger Barbierersiegel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur==&lt;br /&gt;
* [[Il barbiere di Siviglia|Der Barbier von Sevilla]] (Opera buffa)&lt;br /&gt;
* [[Sweeney Todd (Musical)]]&lt;br /&gt;
* [[Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Barbier-Paradoxon]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Dietz (Feldscher)]]&lt;br /&gt;
* [[Wundarzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gundolf Keil]], [[Hans-Peter Baum]]: &amp;#039;&amp;#039;Barbier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039;  Band 1 (1980), Sp. 1444 f.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Reith]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des alten Handwerks: Bader und Barbiere. Vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert,&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Beck, München 1991, ISBN 3-406-34470-4.&lt;br /&gt;
* Gertrud Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Das Gewerbe der Bader und Barbiere im deutschen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; (Phil. Dissertation Freiburg im Breisgau 1918) Zell i. W. (Buchdruckerei F. Bauer) 1917.&lt;br /&gt;
* Gustav Adolf Wehrli: &amp;#039;&amp;#039;Die Bader, Barbiere und Wundärzte im alten Zürich.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1927 (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich&amp;#039;&amp;#039;, XXX, 3).&lt;br /&gt;
* Gerhard Wulz, Thomas Ahnert [Red.], Peter Weidisch [Red.]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schönheit verbunden: Geschichte und Geschichten rund um das Haar, rund um die Schönheits- und Körperpflege, rund um die Bader, Barbiere und Friseure&amp;#039;&amp;#039;. Imhof, Petersberg 2003. ISBN 3-935590-88-1 (&amp;#039;&amp;#039;Sonderpublikationen des Stadtarchivs Bad Kissingen&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4: Ausstellung der Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen, Altes Rathaus, 11. April bis 20. Juli 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Barbers|Barbiere}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Eygentliche Beschreibung Aller Stände auff Erden:Der Balbierer|Der Balbierer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4290923-5|LCCN=sh85011797|NDL=00569456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bartpflege]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf im Gesundheitswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kosmetikberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
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