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	<title>Baray - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:37:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-09-27T13:18:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Wasserreservoir. Zum Ward in Tansania siehe [[Baray (Arusha)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Carte Empire-Khmer.png|mini|Das Khmer-Reich zur Zeit seiner größten Ausdehnung (unter König [[Jayavarman VII.]]): etwa in Bildmitte der Tonlé-Sap-See, nördlich davon Angkor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor Ruins from Space.jpg|mini|Eine NASA-Aufnahme von Angkor: am unteren Bildrand der Tonle-Sap-See, etwa in Bildmitte der Wassergraben um [[Angkor Wat]], über Angkor Wat Angkor Thom, flankiert vom Westlichen und Östlichen Baray, über Angkor Thom Preah Khan mit seinem nach Osten orientierten Baray]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Khmer-Sprache]]) ist ein in der [[Angkor]]zeit angelegtes ausgedehntes, streng rechteckiges Wasserreservoir im heutigen [[Kambodscha]] und das Herzstück der so genannten [[Hydraulik|hydraulischen]] Stadt, zugleich ein Symbol [[Kosmologie|kosmologischer]] Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herzstück der hydraulischen Stadt ==&lt;br /&gt;
Das Reich der [[Khmer (Volk)|Khmer]] bestand vom 9. bis ins 16. Jahrhundert und erstreckte sich über Angkor nahe dem heutigen [[Siem Reap (Stadt)|Siem Reap]] und einige angrenzende Gebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine international zusammengesetzte Gruppe von Wissenschaftlern konnte 2007 die These bestätigen, dass Angkor eine riesige „hydraulische Stadt“ war, also eine Stadt, die auf der Grundlage eines komplexen Be- und Entwässerungssystems funktionierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und die folgenden Angaben entsprechen inhaltlich einem Spiegel-Online-Bericht vom 13. August 2007 (s. Weblinks).&amp;lt;/ref&amp;gt; Jenseits der Stadtmauern von [[Angkor Thom]] habe sich ein Konglomerat aus landwirtschaftlichen und besiedelten Flächen über mindestens 1000 km² ausgebreitet, ein urbaner Ballungsraum, der etwa zehnmal größer gewesen sei als die größten Zentren der antiken Welt; erst das Industriezeitalter kenne größere Ansiedlungen. Zum Vergleich: [[Berlin]] bedeckt heute knapp 900 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In landwirtschaftlicher Hinsicht widerlegte die Studie vorherrschende Meinungen: Sie zeigte, dass das Bewässerungssystem tatsächlich in der Lage war, den Reisanbau erheblich zu intensivieren. Jede Wasserquelle wurde rücksichtslos ausgebeutet; die &amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039; dienten als Reservoirs; zahlreiche von ihnen ausgehende Verteilerkanäle versorgten die Region. Über die Jahrhunderte seien vermehrt Probleme aufgetreten: [[Auslaugung]] des Bodens und [[Erosion (Geologie)|Erosion]], [[Überbevölkerung]], Anfälligkeit gegenüber [[Naturkatastrophe]]n und [[Krieg]]en. Der Niedergang des Angkorreichs könne mit diesen Problemen in Zusammenhang gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbol kosmologischer Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten &amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039; des zentralen Angkorgebiets sind, chronologisch geordnet, der Baray von [[Lolei]], der [[Östlicher Baray|Östliche]], [[Westlicher Baray|Westliche]] und der [[Nördlicher Baray|Nördliche Baray]], auch Baray von [[Preah Khan]] genannt. Der Westliche Baray (ursprünglich 8&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;2,2&amp;amp;nbsp;km groß und bis zu 5&amp;amp;nbsp;m tief) verfügt heute noch über eine nennenswerte Wasserfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Herausforderung war die geologische Situation: die lediglich schwach zum [[Tonle Sap (See)|Tonle-Sap-See]] hin geneigte Tiefebene. Ein &amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039; war ein mit massiven Erdwällen eingedämmtes, kein ausgegrabenes [[Stausee|Staubecken]] – im Unterschied etwa zum kleineren [[Srah Srang]]. Der Wasserspiegel befand sich also über dem natürlichen Niveau.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Reinhart Zieger, 2006&amp;lt;!--Seite?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der jeweilige Fluss wurde weiter oben angezapft, und der Zulaufkanal erhielt ein geringeres Gefälle als das umgebende Gelände; folglich wurden die Dämme des Zulaufkanals in Richtung &amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039; immer höher. Das Wasserreservoir selbst lag quer zum natürlichen Gefälle, damit die unteren Dämme nicht allzu hoch sein mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich das natürliche Gelände des zentralen Angkorgebiets nicht direkt in Richtung Süden abfällt, sondern etwa in Richtung SSW, blicken die Seiten der genannten Anlagen kompromisslos in die Haupthimmelsrichtungen. Das ist ein klarer Hinweis, dass ein &amp;#039;&amp;#039;Baray&amp;#039;&amp;#039; genau wie ein Khmer-Tempel kosmologische Vorstellungen repräsentiert. Die Wasserfläche symbolisiert den Ozean, eine Tempelinsel in der Mitte den Berg [[Meru (Mythologie)|Meru]], auf dem die Götter wohnen. Die Orientierung in die Haupthimmelsrichtungen beschwört [[Harmonie]] mit Erde und Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Freeman, Claude Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Angkor&amp;#039;&amp;#039;. River Books, Bangkok 1999, ISBN 974-8225-27-5.&lt;br /&gt;
* Johann Reinhart Zieger: &amp;#039;&amp;#039;Angkor und die Tempel der Khmer in Kambodscha&amp;#039;&amp;#039;. Silkworm Books, Chiang Mai 2006, ISBN 974-9575-60-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/angkor-forscher-entdecken-ruinen-riesiger-dschungel-metropole-a-499650.html |titel=Angkor: Forscher entdecken Ruinen riesiger Dschungel-Metropole |autor=Markus Becker |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2007-08-13 |zugriff=2017-01-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Kambodscha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stauanlagentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;/div&gt;</summary>
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