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	<title>Baralong-Zwischenfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T14:35:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baralong-Zwischenfall&amp;diff=1556432&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptschluss: Links</title>
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		<updated>2026-03-11T12:52:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baralong-Zwischenfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;Baralong Incident&amp;#039;&amp;#039;) wird die Versenkung des deutschen [[U-Boot]]s &amp;#039;&amp;#039;[[U 27 (U-Boot, 1914)|U 27]]&amp;#039;&amp;#039; durch die britische [[U-Boot-Falle]] &amp;#039;&amp;#039;[[Baralong]]&amp;#039;&amp;#039; am 19.&amp;amp;nbsp;August 1915 in den Gewässern südlich der irischen Stadt [[Cobh|Queenstown]] bezeichnet. Dabei wurden alle überlebenden Besatzungsmitglieder des deutschen U-Boots von der Mannschaft der britischen U-Boot-Falle getötet, was zu einem monatelangen [[Diplomatische Note|Notenwechsel]] zwischen der Reichsregierung und der Regierung des [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigten Königreiches]] führte. Unter den Bedingungen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] konnte der Tathergang allerdings nie zufriedenstellend geklärt werden, weshalb der &amp;#039;&amp;#039;Baralong-Zwischenfall&amp;#039;&amp;#039; auch nie offiziell als [[Kriegsverbrechen]] eingestuft worden ist, obwohl er dafür alle Merkmale erfüllt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangslage ==&lt;br /&gt;
Schon bald nach Kriegsbeginn im August 1914 wurde britischerseits eine [[Seeblockade]] über das Deutsche Reich verhängt, die wirtschaftlichen Druck ausüben sollte und deutscherseits als völkerrechtswidrig empfunden wurde. Die kaiserliche Marine sah zu diesem Zeitpunkt die Einsatzmöglichkeiten der wenigen [[Hohe See|hochseefähigen]] U-Boote vor allem im Kampf gegen alliierte Kriegsschiffe und Truppentransporter. Nach den ersten spektakulären Erfolgen [[Otto Weddigen|Weddigens]] und [[Otto Hersing|Hersings]] zog die britische [[Admiralität]] ihre Schiffe aus den gefährdeten Gebieten zurück und verlegte sich auf das Abriegeln der Nordseezugänge. Auf deutscher Seite fand aufgrund der ausbleibenden U-Boot-Erfolge gegen Kriegsschiffe ein Umdenken statt, so dass Handelsschiffe in den Fokus der Seekriegsführung gerieten. &amp;#039;&amp;#039;[[U 17 (U-Boot, 1912)|U 17]]&amp;#039;&amp;#039; versenkte am 20. Oktober 1914 das erste Handelsschiff, den englischen Dampfer &amp;#039;&amp;#039;[[Glitra]]&amp;#039;&amp;#039;, – mit [[Konterbande]] an Bord – nach der [[Prisenordnung]]. Bis Jahresende wurden nur zwei weitere Handelsschiffe (ebenfalls nach Prisenordnung) versenkt.&lt;br /&gt;
Am 22. Februar 1915 befahl die deutsche Reichsregierung den [[Uneingeschränkter U-Boot-Krieg|uneingeschränkten U-Boot-Krieg]] gegen Handelsschiffe Krieg führender und neutraler Staaten innerhalb eines definierten Sperrgebiets um die britischen Inseln. Nachdem &amp;#039;&amp;#039;[[U 20 (U-Boot, 1913)|U 20]]&amp;#039;&amp;#039; unter Kapitänleutnant [[Walther Schwieger]] am 7. Mai 1915 das britische Passagierschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Lusitania (Schiff, 1907)|Lusitania]]&amp;#039;&amp;#039; versenkt (1.198 Tote) und heftige diplomatische Verwicklungen ausgelöst hatte, wurde der U-Boot-Krieg schließlich am 18. September 1915 eingeschränkt und generell Passagierschiffe sowie alle neutralen Schiffe von Versenkungen ausgenommen. Der Schwerpunkt des U-Boot-Kriegs wurde vorerst ins Mittelmeer verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tathergang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HMS Baralong.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Baralong&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HMS Baralong vs SM U-27.jpg|mini|Illustration des Geschehens laut Schilderung des Baralong-Kapitäns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. August 1915 patrouillierte das deutsche U-Boot &amp;#039;&amp;#039;U 27&amp;#039;&amp;#039; unter [[Kapitänleutnant]] [[Bernd Wegener (Marineoffizier)|Bernd Wegener]] ca. 70 [[Seemeile]]n südlich von Queenstown auf der Suche nach feindlichen Schiffen. Das U-Boot hatte den mit [[Maultier|Maultieren]] für die britische Armee beladenen Frachter &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; gestoppt und bereitete dessen Versenkung gemäß Prisenordnung vor. Die Besatzung der &amp;#039;&amp;#039;Nicosian &amp;#039;&amp;#039; hatte bereits ihr Schiff verlassen und befand sich in den Rettungsbooten, als ein weiteres kleines Handelsschiff unter US-amerikanischer Flagge näher kam und Anstalten machte, die Besatzung der &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; aufzunehmen. Da das zweite Schiff zunächst durch die &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; verdeckt wurde, konnte es von der deutschen U-Boot-Besatzung erst gesehen werden, als es nur noch 600&amp;amp;nbsp;Meter entfernt war. Derart nahe herangekommen, entpuppte sich das Schiff als die britische U-Boot-Falle &amp;#039;&amp;#039;Baralong&amp;#039;&amp;#039;, die mit ihren Bordgeschützen sofort das Feuer eröffnete und &amp;#039;&amp;#039;U 27&amp;#039;&amp;#039; auf kurze Entfernung mit 34 Schuss versenkte. Die zwölf überlebenden U-Boot-Fahrer wurden anschließend im Wasser schwimmend bzw. an Bord der &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; auf Befehl des Kommandanten der &amp;#039;&amp;#039;HMS Baralong&amp;#039;&amp;#039;, Lieutenant Commander [[Godfrey Herbert]] (1884–1961), erschossen. Dafür liegen mehrere [[Eidesstattliche Erklärung|eidesstattliche Erklärungen]] amerikanischer Besatzungsangehöriger vor. Unklar blieb jedoch vor allem das Geschehen im Maschinenraum der &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039;, in dem vier Deutsche starben. Einem möglichen Szenario zufolge, geschah dies bei dem Versuch der Deutschen, die &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; doch noch durch das Öffnen der Bodenventile zu versenken; ebenso wahrscheinlich ist aber auch, dass die vier Männer, die soeben Zeugen der Tötung ihrer Kameraden geworden waren, lediglich hofften, sich hier in Sicherheit bringen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
In Deutschland führte der Vorfall nach dem Bekanntwerden durch die US-amerikanische Presse zu einem Sturm der Entrüstung und der Forderung, Herbert wegen Mordes zu verurteilen, was Großbritannien ablehnte. Herbert erhielt sogar die übliche Versenkungsprämie für ein U-Boot von 1.000&amp;amp;nbsp;£ und soll zeitlebens eine Vergeltung der Deutschen gefürchtet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitens der deutschen Reichsregierung wurde Ende November 1915 eine [[Protestnote]] an die britische Regierung übermittelt, die auch eidesstattliche Aussagen von sechs Besatzungsmitgliedern der &amp;#039;&amp;#039;Nicosian&amp;#039;&amp;#039; enthielt. Der Notenwechsel zwischen den Regierungen der beiden Länder „führte aber zu keinem Ergebnis, da die britische Regierung alles abstritt und sich weigerte, den Fall aufzuklären.“&amp;lt;ref&amp;gt;Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Die U-Boote des Kaisers.&amp;#039;&amp;#039; S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Notenwechsel wurde von der deutschen Regierung auch eine eigene &amp;#039;&amp;#039;[[Denkschrift]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Baralong-Fall&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben. Aufgegriffen wurde der Fall auch von der deutschen [[Kriegspropaganda]]. Neben Publikationen, welche die Schuld Großbritanniens aufzeigen sollten, erschien eine Bildpostkarte mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;An England. In Erinnerung an die Mordtaten des ’Baralong‛.&amp;#039;&amp;#039; Auf der Rückseite dieser Karte befindet sich ein Gedicht, in dem Großbritannien Lüge und Völkerrechtsbruch vorgeworfen und ihm Rache angedroht wurde. Ferner wurde von dem Münchner [[Medailleur]] [[Karl Goetz (Medailleur)|Karl Goetz]] eine [[Medaille]] herausgegeben, deren [[Avers (Numismatik)|Avers]] die Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;HEIMKEHR DES SIEGERS&amp;#039;&amp;#039; und deren [[Revers (Numismatik)|Revers]] eine einen Dolch führende Hand mit dem Datum des Vorfalls und der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;BARALONG MOERDER&amp;#039;&amp;#039; trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: {{Internetquelle |url=https://collections.rmg.co.uk/collections/objects/39815.html |titel=Medal commemorating the sinking of &amp;#039;U.27&amp;#039; by Q-ship &amp;#039;Baralong&amp;#039;, 1915 - National Maritime Museum |zugriff=2019-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigten Staaten versuchten indes zu klären, ob die &amp;#039;&amp;#039;Baralong&amp;#039;&amp;#039; zum Zeitpunkt des Angriffs noch die US-amerikanische Flagge führte. Nach manchen Aussagen wurde sie erst eingeholt, nachdem die &amp;#039;&amp;#039;Baralong&amp;#039;&amp;#039; bereits das Feuer auf das U-Boot eröffnet hatte. Die USA bekräftigten, dass ihre Flagge auch im Falle einer Kriegslist nur gemäß dem Kriegsrecht geführt werden dürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sollte der Regisseur [[Helmut Käutner]] einen [[Propagandafilm]] über den Baralong-Fall drehen. Das deutsche [[Oberkommando der Marine]] erreichte aber schließlich den Stopp des Vorhabens, da es die Einschätzung Käutners und der Filmgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Terra Film|Terra]]&amp;#039;&amp;#039; teilte, auch die deutsche Seite könne dadurch diskreditiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleichbare Zwischenfälle ==&lt;br /&gt;
* Versenkung des U-Boots &amp;#039;&amp;#039;[[U 41 (U-Boot, 1915)|U 41]]&amp;#039;&amp;#039; (ebenfalls durch die &amp;#039;&amp;#039;Baralong&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Kemp: &amp;#039;&amp;#039;U-Boot-Verluste.&amp;#039;&amp;#039; S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Versenkung der &amp;#039;&amp;#039;[[Llandovery Castle (Schiff, 1914)|Llandovery Castle]]&amp;#039;&amp;#039; durch [[Helmut Brümmer-Patzig|Helmut Patzig]]&lt;br /&gt;
* Versenkung der &amp;#039;&amp;#039;[[Belgian Prince]]&amp;#039;&amp;#039; durch [[Wilhelm Werner (SS-Mitglied)|Wilhelm Werner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Douglas Botting: &amp;#039;&amp;#039;Die Unterseeboote.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, Eltville 1992, ISBN 3-86047-032-9.&lt;br /&gt;
* Bodo Herzog: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche U-Boote 1906–1966.&amp;#039;&amp;#039; Karl Müller Verlag, Erlangen 1993, ISBN 3-86070-036-7, S. 127.&lt;br /&gt;
* Joachim Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Die U-Boote des Kaisers. Die Geschichte des deutschen U-Boot-Krieges gegen Großbritannien im Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6235-3.&lt;br /&gt;
* Paul Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; Urbes, Gräfelfing vor München 1998, ISBN  3-924896-43-7, S. 14f.&lt;br /&gt;
* Gerry O’Neill: &amp;#039;&amp;#039;Scandal Of The Baralong Incident Was Hidden In Veil Of Secretary.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Iris Na Mara.&amp;#039;&amp;#039; Volume 1, No. 4 (Spring 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boot-Krieg im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverbrechen im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1915]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptschluss</name></author>
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