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	<title>Banyamulenge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:05:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Banyamulenge&amp;diff=283346&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-06-07T15:33:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Banyamulenge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Ethnie]] in Hauts-Plateaux, [[Sud-Kivu]], in der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] (DRK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Die Leute von Mulenge&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Judith Verweijen, Koen Vlassenroot |Titel=Armed mobilisation and the nexus of territory, identity and authority: the contested territorial aspirations of the Banyamulenge in eastern DR Congo. |Sammelwerk=Journal of Contemporary African Studies |Datum=2015 |Seiten=163}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf den Wohnort um Mulenge. Die Banyamulenge sprechen eine dem [[Kinyarwanda]] sehr ähnliche [[Sprache]] (Kinyamulenge). Lange nannten sie sich auf Kinyamulenge „Banyaruanda“, was so viel heißt wie „die Leute von [[Ruanda]]“, über das sie in ihre heutigen Wohngebiete kamen. Die Banyamulenge gehen auf vier, heute vermischte Stämme zurück: eine Gruppe aus dem [[Königreich Ruanda]], eine aus [[Königreich Burundi|Burundi]], eine dritte aus [[Tansania]] und eine vierte aus ehemaligen [[Sklaverei|Sklaven]], der lokalen Stämme der [[Bashi (Stamm)|Bashi]], [[Bafulero]] und [[Batetela]]. Auch wenn ein Großteil der Banyamulenge [[Tutsi]]-[[Hirte]]n als Vorfahren hat, bezeichnen sie sich selbst nicht als solche, sondern als Banyamulenge oder Kongolesen. Der aus Ruanda und [[Burundi]] bekannte Gegensatz zwischen [[Hutu]] und Tutsi besteht nicht. Die Banyamulenge fühlen sich jedoch den Tutsi eng verwandt, insbesondere, da sie von Hutu-Milzen wiederholt bedrängt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;L&amp;#039;Observatoire2&amp;quot;&amp;gt;http://www.obsac.com/OBSV3N10-BANYA.html L&amp;#039;Observatoire de l&amp;#039;Afrique Centrale, vol. 3, Nr. 10/2000&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kolonialmächte klassifizierten die Banyamulenge als Tutsi, da sie eine physische Ähnlichkeit zu anderen Menschen zu sehen glaubten, die sie ebenfalls für Tutsi hielten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Publikationen_Dokumente/2022/ReportBanyamulenge032022.pdf |titel=Die Banyamulenge - Eine Minderheit als geopolitischer Spielball? |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Tutsi“ entstammt nicht etwa einer von Tutsi gesprochenen gemeinsamen Sprache oder anderen gemeinsamen kulturellen Merkmalen, sondern dem mangelhaften Verständnis der Kolonialmächte. Als diese in Ostafrika ihre Gräueltaten begingen, legten sie vermeintliche äußerliche Unterschiede zwischen Hutu und Tutsi fest. Davor bezogen sich diese Zuschreibungen lediglich auf die Subsistenz-Aktivitäten der jeweiligen Personen. Die Hutu betrieben vorwiegend Land- und die Tutsi Viehwirtschaft. Auch die Banyamulenge leben vor allem von der Rinderzucht. Zumindest die im späteren Ruanda lebenden Hutu und Tutsi sprachen dieselbe Sprache und lebten in der präkolonialen Zeit friedlich zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im späten 19. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Judith Verweijen, Koen Vlassenroot |Titel=Armed mobilisation and the nexus of territory, identity and authority: the contested territorial aspirations of the Banyamulenge in eastern DR Congo. |Sammelwerk=Journal of Contemporary African Studies |Datum=2015 |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; soll eine Gruppe von Menschen das oben erwähnte Dorf Mulenge gegründet haben, das nach dem benachbarten Berg benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Koen Vlassenroot |Titel=Citizenship, Identity Formation &amp;amp; Conflict in South Kivu: The Case of the Banyamulenge. Review of African Political Economy. |Band=Vol. 29 |Nummer=93-94 |Auflage= |Datum=2002 |Seiten=502}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Angehörige der Banyamulenge selbst verweisen stets darauf, dass sie bereits vor der willkürlichen, auf der [[Kongokonferenz]] basierenden Aufteilung des afrikanischen Kontinents in Kolonien im Zuge des &amp;quot;[[Wettlauf um Afrika|Wettlaufs um Afrika]]&amp;quot; (&amp;quot;Scramble for Africa&amp;quot;) in jenem Teil der heutigen DRK lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Banyamulenge bereits vor 1885 im heutigen Kongo eingewandert sind, hatten sie den Status von Einheimischen. 1996 hingegen wurde ihnen von [[Mobutu Sese Seko]], Staatspräsident von Zaire (jetzt DRK) von 1965 bis 1997, die [[Staatsbürgerschaft]] aberkannt, und als Ausländer sollten sie nach Ruanda und Burundi vertrieben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;L&amp;#039;Observatoire2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Mulenge siedelnden Menschen unterwarfen sich den lokalen Königreichen und zahlten Tribute in Form von Tieren, um das Land zum Grasen ihrer Rinder nutzen zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Koen Vlassenroot |Titel=Citizenship, Identity Formation &amp;amp; Conflict in South Kivu: The Case of the Banyamulenge. |Sammelwerk=Review of African Political Economy |Band=Vol. 29 |Nummer=Nr. 93-94 |Seiten=499-515}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der sehr harten Vorgehensweise des Eintreibens der Tribute unter [[Mwami]] Mokogabwe, migrierten einige der Banyamulenge sogar bis in die [[Itombwe-Region]]. Dort gab es Ressentiments gegen die Banyamulenge – unter anderem, weil sie wegen ihres Rinderbesitzes als reich galten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Koen Vlassenroot |Titel=Citizenship, Identity Formation &amp;amp; Conflict in South Kivu: The Case of the Banyamulenge |Sammelwerk=Review of African Political Economy |Band=Vol. 29 |Nummer=93-94 |Datum=2002 |Seiten=502}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Forderung nach eigenem Land blieb jedoch unerfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Simba-Rebellion]] in den 1960er-Jahren standen die Banyamulenge auf der Gegenseite. Die Simba-Rebellen in Süd-Kivu waren Bewaffnete, die größtenteils den [[Babembe]], [[Bafuliru]] und den [[Bavira]] angehörten. Die Simba zogen sich 1966 auf das Haut-Plateau zurück, verlangten Steuern von den dort ansässigen Banyamulenge und plünderten ihre Rinder. Daraufhin traten einige Banyamulenge der kongolesischen Armee (damals [[Armée Nationale Congolaise]], ANC) bei. Bis 1980 sollen die Banyamulenge Alliierte Mobutus gewesen sein, was wiederum zu weiteren Ressentiments führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Sheen |Titel=Der Kongo und Ruanda. Konflikte in der Region der Großen Seen. |Datum=2004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990ern kommt es vor, dass die Minderheit &amp;quot;Opfer von strategischen Angriffen&amp;quot; werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ohchr.org/sites/default/files/Documents/Countries/CD/DRC_MAPPING_REPORT_FINAL_EN.pdf |titel=DRC Mapping Report |datum=2010 |sprache=en |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Publikationen_Dokumente/2022/ReportBanyamulenge032022.pdf |titel=Die Banyamulenge - Eine Minderheit als geopolitischer Spielball? |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nach dem [[Völkermord in Ruanda]] in die DRK geflohenen Hutu-Extremisten begannen 1996 in Zusammenarbeit mit der kongolesischen Regierung mit der systematischen Ermordung der Banyamulenge in Süd-Kivu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Sheen |Titel=Der Kongo und Ruanda. Konflikte in der Region der Großen Seen. |Datum=2004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Erster Kongokrieg|ersten Kongokrieges]] (1997/98) stellten sich die Banyamulenge auf die Seite von [[Laurent-Désiré Kabila|Kabilas]] AFDL &amp;#039;&amp;#039;([[Alliance des Forces Démocratiques pour la Libération du Congo]])&amp;#039;&amp;#039;, um eine Ablösung des Regime Mobutus zu erreichen. Die Ankündigung verschiedener offizieller zairischer Stellen, das Volk aus dem Land zu vertreiben, bot schließlich den Anlass für den Einmarsch [[Ruanda|ruandischer]] und [[Uganda|ugandischer]] Truppen in Zaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausbruch des zweiten Kongokrieges 1998 wurde Tutsis offenbar kollektiv unterstellt, mit den APR-Rebellen zu kollaborieren. APR steht hierbei für die Nationalarmee Ruandas, ausgeschrieben Armée patriotique rwandaise, die es zwischen 1994 und 2002 gab. Jene, die der Rebellion kritisch gegenüberstanden – auch Kabilas Streitkräfte – machten daraufhin regelrecht Jagd auf Tutsis, Banyamulenge und Ruandesen. Dies führte, den Vereinten Nationen zufolge, zu Massenhinrichtungen, tausenden Inhaftierten und Hunderten Verschwundenen. Bewaffnete Banyamulenge und Elemente der APR töteten am 3. August 1998 wiederum 138 Soldaten und Offiziere der Nationalarmee der DRK (damals [[Forces Armées de la République Démocratique du Congo|FAC]]) – die Exekutionen führten [[Kindersoldaten in der Demokratischen Republik Kongo|Kadongo]], also Kindersoldaten, aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ohchr.org/sites/default/files/Documents/Countries/CD/DRC_MAPPING_REPORT_FINAL_EN.pdf |titel=DRC Mapping Report |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Auch heute noch werden die Banyamulenge Opfer von Angriffen, die sich in Form von außergerichtlichen Tötungen, dem Niederbrennen von Dörfern, sexualisierter Gewalt und Diskriminierung im Alltag äußern. Es wird von hunderten niedergebrannten Dörfern seit 2017 berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Publikationen_Dokumente/2022/ReportBanyamulenge032022.pdf |titel=Die Banyamulenge - Eine minderheit als geopolitischer Spielball? |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Milizen, die sich gegen die Banyamulenge stellen, stehlen immer wieder ihre Lebensgrundlage – Rinder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Publikationen_Dokumente/2022/ReportBanyamulenge032022.pdf |titel=Die Banyamulenge - Eine Minderheit als geopolitischer Spielball? |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das führt zu einer Nahrungsmittelknappheit für die betroffene Minderheit. Die Diskriminierung im Alltag zeigt sich beispielsweise bei Schwierigkeiten, offizielle Dokumente zu erhalten oder die Staatsgrenze zur DRK zu überqueren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Publikationen_Dokumente/2022/ReportBanyamulenge032022.pdf |titel=Die Banyamulenge - Eine Minderheit als geopolitischer Spielball? |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der heutigen kongolesischen Armee FARDC als auch der UN-Mission [[Mission de l’Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo|MONUSCO]] wird vorgeworfen, bei den Angriffen der Banyamulenge nicht einzugreifen, obwohl sie darüber in Kenntnis gesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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