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	<title>Bannwart - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:36:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bannwart&amp;diff=392434&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Weinbau */</title>
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		<updated>2024-11-24T23:47:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weinbau&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tannenkirch - Bammerthüsli.jpg|miniatur|Bammerthäuschen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bannwart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die im [[Alemannische Dialekte|alemannischen]] Sprachraum verbreitete Bezeichnung für einen Flur-, Wald- oder Rebhüter, also eine offizielle Aufsichtsperson im ländlichen Bereich. Neben der hochdeutschen, in der  [[Schweizerhochdeutsch|schweizerischen Schriftsprache]] gebräuchlichen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bannwart&amp;#039;&amp;#039; stehen dialektale Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Bammert, Ba(a)wart, Baiwe(r)t, Bauert&amp;#039;&amp;#039; und Ähnliches.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/253433 Band&amp;amp;nbsp;XVI Sp.&amp;amp;nbsp;1578/9]. In der Ortenau wurde der Bannwart einst auch als &amp;#039;&amp;#039;Gänsteufel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. {{DtRechtswörterbuch|Gänsteufel|SpalteAb=1160}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bannwart entspricht sachlich in vielem einerseits dem norddeutschen [[Fronbote|Büttel]], anderseits bezüglich des Forstwesens einem heutigen dem Förster unterstellten Gruppenleiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben des Bannwarts in Gegenwart und jüngerer Vergangenheit ==&lt;br /&gt;
=== Weinbau ===&lt;br /&gt;
In Weinbaugebieten hatte der &amp;#039;&amp;#039;Bammert&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Räbbammert&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Trüübelbammert&amp;#039;&amp;#039; hauptsächlich die Aufgabe, die reifen [[Weintraube|Trauben]] in den [[Weinberg]]en vor der Vernichtung durch Vogelschwärme (insbesondere [[Stare]]) zu schützen. Dies geschah durch den Einsatz von lauten Rasseln oder durch das Fangen eines Vogels, dessen Geschrei die anderen vertrieb. Die Dienstzeit des Bammert war begrenzt von der Reife der ersten Trauben bis zum Ende der Weinlese, also von etwa Anfang September bis Mitte/Ende Oktober. Der Bammert wurde meist nicht von der Gemeinde, sondern von den öffentlich-rechtlichen Status genießenden Körperschaften der Landbesitzer (in der Schweiz z.&amp;amp;nbsp;B. [[Genossame]]n, [[Markgenossenschaft]]en, [[Korporation]]en) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren keine offiziellen Bammerte mehr. Die Aufgabe wird durch die örtlichen [[Winzer]] versehen. Sie handeln ehrenamtlich mit offizieller Genehmigung. Neben der Vertreibung von Vögeln hat sich das Aufgabengebiet erweitert. Vor allem an Wochenenden müssen Touristen und [[Wandern|Wanderer]] aus den ab Anfang September geschlossenen Weinbergen ferngehalten werden, da diese durch [[Mundraub]] ebenfalls erhebliche Schäden verursachen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schwäbisch-alemannische Fastnacht|alemannischen Fastnacht]] ist der Räbbammert ein [[Narrenhäs]] (Narrenkostüm). Er stellt bei der Offenburger Hexenzunft eine zentrale Figur der Fasnacht/Fasent dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Räbbammert gemünzt sind Bammertsprüche wie: &amp;#039;&amp;#039;Bammert, Bammert mit em Spiëß, d’ Trüübli di sin zuckersiës, d’ Öpfel die sin suur, der Bammert isch e Lumbebuur&amp;#039;&amp;#039; („Bammert, Bammert mit dem Spieß, die Trauben die sind zuckersüß, die Äpfel die sind sauer, der Bammert ist ein Lumpenbauer“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der Bannwart war bis in die jüngere Zeit hinein in der ganzen deutschen Schweiz ein Angestellter in der [[Forstwirtschaft]]; amtlich gibt es ihn heute nur noch im [[Kanton Appenzell Innerrhoden]]. Er war dem Förster untergeordnet, war dessen örtlicher Stellvertreter und damit für einen bestimmten Wald zuständig. Im Speziellen hatte er auch die Funktion eines Waldhüters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Im Berner [[Oberaargau]] hatte der &amp;#039;&amp;#039;Wässerbammert&amp;#039;&amp;#039; die Aufsicht über die [[Bewässerung]]sanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alpwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Im Kanton Nidwalden bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Baiwert&amp;#039;&amp;#039; den Vorsteher beziehungsweise die Aufsichtsperson einer [[Alm (Bergweide)|Gemeinalp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederer kommunaler Ordnungsdienst ===&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. und dem frühen 21. Jahrhundert werden in etlichen Gemeinden des unteren [[Kanton Basel-Landschaft|Baselbiets]] neue Bannwart-Stellen geschaffen. Ein solcher Bannwart kontrolliert die Einhaltung kommunaler und kantonaler Vorschriften im Bereich Abfallentsorgung, Hundehaltung und ähnlich und hat die Kompetenz, Verstöße beim Gemeinderat anzuzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches ==&lt;br /&gt;
Der Bannwart hat historisch gesehen die Funktion, im Auftrag einer [[Grundherrschaft]] die Einhaltung der obrigkeitlichen Vorschriften zu überwachen, und nahm hierzu auch untergeordnete Amtsfunktionen wahr. &amp;#039;&amp;#039;Bann&amp;#039;&amp;#039; bedeutet ursprünglich obrigkeitliches Gebot oder Verbot unter Strafandrohung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039;  [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/161087 Band&amp;amp;nbsp;IV Sp.&amp;amp;nbsp;1270.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die modernen Aufgaben als Aufsichtsperson in Rebberg, Wald und Flur machen dies noch deutlich. Schon vor 1800 verloren gegangen ist die spätmittelalterliche Funktion des Bannwarts als Bote beziehungsweise als Gerichtsdiener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiennamen ==&lt;br /&gt;
Die Funktion des Bannwarts hat sich im Gebiet der heutigen Schweiz und Südwestdeutschlands zuerst als Beiname und schließlich als [[Familienname]] verfestigt; die [[Namenkunde]] spricht von einem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Berufs-&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Amtsnamen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz herrscht die Form &amp;#039;&amp;#039;Bannwart&amp;#039;&amp;#039; (schon vor 1800 eingesessen in den Kantonen Bern, Luzern, Obwalden, St.&amp;amp;nbsp;Gallen, Solothurn, Thurgau), in Baden &amp;#039;&amp;#039;Bannwarth&amp;#039;&amp;#039; (stark vertreten in den Landkreisen Emmendingen, Lörrach und Waldshut) vor. Dialektale Formen, die als Familiennamen auftreten, sind etwa &amp;#039;&amp;#039;Bammert&amp;#039;&amp;#039; (in der Schweiz schon vor 1800 im Kanton Luzern; in Baden-Württemberg stark vertreten in den badischen Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Schwarzwald-Baar-Kreis sowie in der Stadt Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. beziehungsweise in den württembergischen Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach und Ravensburg), &amp;#039;&amp;#039;Bamert&amp;#039;&amp;#039; (schon vor 1800: Kanton Schwyz) und &amp;#039;&amp;#039;Bauert&amp;#039;&amp;#039; (schon vor 1800: Kanton Zürich; aus dialektgeographischen Gründen allerdings unsicher, ob zu Bannwart gehörig).&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben gemäß [https://hls-dhs-dss.ch/famn/ Familiennamenbuch der Schweiz], [https://www.myheritage.de verwandt.de] und [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id16.htm#!page/161581 Schweizerischem Idiotikon]; siehe auch [[Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz]], Band&amp;amp;nbsp;I, S.&amp;amp;nbsp;562&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bannmeile]]&lt;br /&gt;
* [[Bannwald]], [[Wildbannforst]]&lt;br /&gt;
* [[Feldschütze]]&lt;br /&gt;
* [[Weibel (Amtsdiener)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/253433 &amp;#039;&amp;#039;Bann-wart.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;XVI, Sp.&amp;amp;nbsp;1578&amp;amp;nbsp;ff., mit zahlreichen Zusammensetzungen und Ableitungen. Die obigen Angaben stützen sich, soweit sie die Schweiz betreffen, im Wesentlichen auf die Angaben im &amp;#039;&amp;#039;Idiotikon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bann-wart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, Sp.&amp;amp;nbsp;115.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ba&amp;lt;sup&amp;gt;nn&amp;lt;/sup&amp;gt;-wart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, Sp.&amp;amp;nbsp;620&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* {{DtRechtswörterbuch|Bannwart|SpalteAb=1226|SpalteBis=}}&lt;br /&gt;
* Alfred Blöchlinger: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte des Kantons Solothurn.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1995.&lt;br /&gt;
* Andreas Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Büttel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]],&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I. 2. Auflage. Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4, Sp.&amp;amp;nbsp;798–799.&lt;br /&gt;
* Heinrich Gerholz: &amp;#039;&amp;#039;Gerholz-Kartei. Eine Sammlung alter Berufsbezeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; Verein für Familienforschung e.&amp;amp;nbsp;V. Lübeck, Lübeck 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Weinbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alemannisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
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