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	<title>Bannerod - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Birkho: Commonscat eingefügt + Bild in Infobox</title>
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		<updated>2025-11-14T19:36:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat eingefügt + Bild in Infobox&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Grebenhain&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/30/06/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9/23/19/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Hessen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 415&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 3.51&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 114&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.grebenhain.de/buergerservice-rathaus/gremien-und-institutionen/ortsvorsteher.html| titel=Einwohner HWS |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Grebenhain |abruf=2022-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1971-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 36355&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06644&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Grebenhain Bannerod Pano Heuweg Gipfeltour E.png&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung    = Ansicht von Bannerod&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bannerod&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Grebenhain]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Vogelsbergkreis]]. Das Dorf liegt auf dem Ostplateau des [[Hoher Vogelsberg|Hohen Vogelsberges]] in einer Höhe von {{Höhe|415|DE-NN}}. Durch das Dorf fließt die [[Lüder (Fluss)|Lüder]], in deren Tal es sich befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Bannerod entstand vermutlich zwischen 1000 und 1200 im Zusammenhang mit der zunehmenden [[Rodung]] und dem [[Landesausbau]] im Vogelsberggebiet während des [[Hochmittelalter|hohen Mittelalters]]. Die älteste bekannte Erwähnung erfolgte im Jahr 1418 in der mhd. Form „Benrode“ in einem [[Kopiar]] [[Hochstift Fulda|fuldischer]] Ämter.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Michael Denner: Urkunden der ehemaligen Fuldischen Ämter. Fulda 1820. Band 1. S. 67. &amp;lt;/ref&amp;gt; Dort findet sich ein [[Weistum]] des Gerichts [[Schlechtenwegen]] von 1418 über Fischereirechte in der [[Lüder (Fluss)|Lüder]].&lt;br /&gt;
1526 wird der Ort als „Banrodt“ erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Knodt: Beiträge zur Ortgeschichte des Kreises Lauterbach. in: Geschichtsblätter für den Kreis Lauterbach. 1916. S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sehr spät beginnende Überlieferung für Bannerod macht eine Deutung des Ortsnamens unmöglich. Als Ursprung kann vielleicht der Rufname Benno angenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Reichardt]]: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte zum Besitz des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]] und gelangte als [[Lehnswesen|Lehen]] im Spätmittelalter in den Besitz benachbarter [[Ritter]]geschlechter wie der [[Schlitz (Adelsgeschlecht)|Grafen von Schlitz]] und ab 1428 der [[Riedesel]]. Bis zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation]] und der [[Mediatisierung]] im Jahr 1806 war Bannerod Teil der [[Reichsunmittelbarkeit|reichsfreien]] Ritterschaftsherrschaft der Riedesel und gehörte zum Gericht [[Schlechtenwegen]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Schule Bannerod1.JPG|mini|Altes Schulhaus in Bannerod, 2013]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Die Banneröder Kinder besuchten zunächst die 1540 entstandene Pfarrschule in [[Nieder-Moos]], bis dann zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine eigene Schule eingerichtet wurde. Das noch heute erhaltene alte Schulhaus in [[Fachwerkhaus|Fachwerkbauweise]] wurde 1808 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert besaß das [[Kloster Neuenberg]] [[Zins]]einkünfte in den Dörfern [[Steinfurt (Herbstein)|Steinfurt]], [[Heisters|Heistorff]], [[Wünschen-Moos|Windischmess]], Benrod (Bannerod), [[Weidenau (Freiensteinau)|Weidenau]] und [[Bad Salzschlirf|Schlirf]], welche der Fuldaer Fürstabt [[Johann III. von Henneberg-Schleusingen]] in mehreren Briefen an alle Riedesel zu Eisenbach anforderte.&amp;lt;ref&amp;gt;StAD F 27 A, 33/148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kloster war während der [[Bauernkrieg]]e 1525 geplündert und zerstört worden, sodass man wohl glaubte, dass die Zinszahlungen nun nicht mehr erforderlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680 wurde der Sitz des für Bannerod zuständigen riedeselischen Gerichts Schlechtenwegen nach [[Altenschlirf]] verlegt. Aber bereits am 15. Januar 1532 wurde Heinz Rinzel als Zeuge in einem [[Weistum]] des Gerichts Altenschlirf genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;StAD B 13, 1252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten riedeselischer Herrschaft kam Bannerod 1806 zum [[Großherzogtum Hessen]]. Bis zur [[Deutsche Revolution 1848/49|Revolution von 1848]] verblieben den Riedesel jedoch als [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] die Gerichts- und Polizeihoheit sowie die Aufsicht über Kirche und Schule. 1817 wurde das Banneröder Flurbuch aufgestellt. Nach dem Inkrafttreten der neuen hessischen Gemeindeordnung 1821 wurde die überkommene riedeselische Gerichtsorganisation abgeschafft und das Gericht Altenschlirf aufgelöst. An die Stelle des bisherigen Schultheißen trat ein gewählter Bürgermeister. Die Gemeinde Bannerod bildete mit der Nachbargemeinde [[Vaitshain]] sowie ab 1887 außerdem noch mit [[Nösberts]] und [[Weidmoos (Grebenhain)|Weidmoos]] einen Bürgermeistereiverband mit einem gemeinsamen Bürgermeister. Dieser Verband bestand bis 1908, als alle genannten Gemeinden einen eigenen Bürgermeister erhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war das Leben in Bannerod zeitweise von großer Armut geprägt, da die häusliche [[Leineweber|Leinweberei]] aufgrund der industriellen Konkurrenz zusammengebrochen und die Landwirtschaft vom Kleinbauerntum geprägt war. Vor allem aufgrund der Auswanderung nach Nordamerika ging die Bevölkerung nach 1850 von 195 auf 152 und damit um mehr als ein Fünftel zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 erfolgte der Bau der Wasserleitung, 1923 der Anschluss an das Stromnetz des [[Oberhessische Versorgungsbetriebe|Überlandwerks Oberhessen]]. 1967 wurde ein neuer Trinkwasser-Hochbehälter erbaut und 1969 in der Gemarkung Bannerod eine [[Flurbereinigung]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] hatte Bannerod 11 Gefallene und 3 Vermisste zu beklagen. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fielen 8 gebürtige Banneröder als Soldaten. Die nach dem Krieg nach Bannerod gekommenen Evakuierten und Heimatvertriebenen verloren zwei Angehörige als Gefallene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einklassige [[Volksschule]] im Ort wurde im Jahr 1966 infolge der [[Schulreform]] in Hessen zugunsten der neuen [[Mittelpunktschule]] (&amp;#039;&amp;#039;Oberwaldschule&amp;#039;&amp;#039;) in [[Grebenhain (Ortsteil)|Grebenhain]] geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Inkrafttreten der Gebietsreform erfolgten 1976 der Bau des [[Feuerwehrhaus]]es und 1986 der Bau einer [[Kläranlage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] [[Gemeindefusion|fusionierte]] die Gemeinde Bannerod mit zehn benachbarten Gemeinden zum 31. Dezember 1971 freiwillig  zur neuen [[Großgemeinde]] Grebenhain&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform Hessen; Zusammenschlüsse und Eingliederung von Gemeinden |nr=3 |jahr=1972 |datum=1971-12-29 |seite=9 |seiten=89 |fundstelle=Punkt 94, Abs. 30 |kbytes=5980}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=368}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 1. August 1972 gehört der Ort außerdem zum damals neugebildeten [[Vogelsbergkreis]]. Für die eingegliederten Gemeinden von Grebenhain wurden je ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.grebenhain.de/fileadmin/pdf/satzungen/Hauptsatzung.pdf#page=3 |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Grebenhain |format=PDF;&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2020-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Bannerod angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vor 1803: [[Heiliges Römisches Reich]], Gericht Altenschlirf der [[Riedesel|Freiherren von Riedesel zu Eisenbach]] (Mannlehen des [[Hochstift Fulda|Fürstbistum Fulda]])&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]] ([[Dominiallande|Souveränitätslande]]),&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Fürstentum Oberhessen]], Gericht Altenschlirf&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande), [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]], Amt Altenschlirf&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landratsbezirk Herbstein]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Altenschlirf]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1825: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landratsbezirk Herbstein|Landratsbezirk Lauterbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Alsfeld]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Kreis Lauterbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Norddeutscher Bund]], Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]], Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]], [[Landkreis Lauterbach]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: Deutsches Reich, [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Vogelsbergkreis]], Gemeinde Grebenhain&lt;br /&gt;
* ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Gießen]], Vogelsbergkreis, Gemeinde Grebenhain&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recht ===&lt;br /&gt;
==== Materielles Recht ====&lt;br /&gt;
In Bannerod galten die [[Riedesel’sche Verordnungen|Riedesel’schen Verordnungen]] als [[Partikularrecht]]. Das [[Gemeines Recht|Gemeine Recht]] galt nur, soweit diese Verordnungen keine Bestimmungen enthielten. Dieses Sonderrecht behielt theoretisch seine Geltung auch während der Zugehörigkeit zum [[Großherzogtum Hessen]] im 19. Jahrhundert, in der gerichtlichen Praxis wurden aber nur noch einzelne Bestimmungen angewandt. Das Partikularrecht wurde zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] geltenden [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]] abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Arthur Benno Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 29, Anm. 92 und S. 103, Anm. 14. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gerichtsverfassung seit 1803 ====&lt;br /&gt;
In der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]] wurde das [[Hofgericht Gießen]] als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] bzw. [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] vorgenommen und somit war für Bannerod ab 1806 das „[[Riedesel]]sche [[Patrimonialgericht]] Altenschlirf“ zuständig. Die Aufgaben der ersten Instanz wurden 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte übertragen. „Landgericht Altenschlirf“ war daher von 1821 bis 1853 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht in Altenschlierf, das für Bannerod zuständig war. Im Jahr 1853 erfolgte die Verlegung des Landgerichts nach Herbstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Herbstein und Zuteilung zum Bezirk des [[Landgericht Gießen|Landgerichts Gießen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein  |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1943 wurde das Amtsgericht Herbstein nur noch als Zweigstelle des [[Amtsgericht Lauterbach|Amtsgerichts Lauterbach]] betrieben, bevor es 1968 endgültig aufgelöst und dem Amtsgerichtsbereich Lauterbach zugewiesen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bannerod 120 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 48 zwischen 18 und 49, 30 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 45 Haushalten. Davon waren 6 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 21 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 15 Paare mit Kindern, sowie 3 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und keine [[Wohngemeinschaft]]en. In 9 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 27 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Bannerod|width=450|float=none|maxEinwohner=230&lt;br /&gt;
|190|180|169|152|186|204|172|171|165|195|199|178|176|174|236|211|164|156|161&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,166)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,120)(2015,119)(2020,117)&lt;br /&gt;
|quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Grebenhain: [https://web.archive.org/web/20161224031241/http://www.grebenhain.de/buergerservice-rathaus/gremien-und-institutionen/ortsvorsteher.html webarchiv]; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich gehörte Bannerod zu dem 1011 gegründeten Kirchspiel [[Crainfeld]]. 1524 wurden die im Gebiet der Riedesel zu Eisenbach gelegenen Dörfer im &amp;#039;&amp;#039;Mooser Grund&amp;#039;&amp;#039; von der auf hessischem Gebiet stehenden Mutterkirche in Crainfeld abgetrennt und ein eigenständiges Kirchspiel Nieder-Moos wurde gebildet. Zu ihm gehört Bannerod bis heute. 1528 führten die Riedesel im Kirchspiel Nieder-Moos die [[Reformation]] ein. Bis 1945 war Bannerod daher rein evangelisch. Noch im Jahre 1961 waren alle 156 Einwohner evangelisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Eine eigene Kirche besaß das Dorf nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Ortsvorsteher]]in von Bannerod ist Anja Gärtner &amp;lt;small&amp;gt;(Stand 2021)&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
In Bannerod existieren folgende Vereine (Gründungsjahre in Klammern):&lt;br /&gt;
* [[Obst- und Gartenbauverein]] Bannerod (1897)&lt;br /&gt;
* [[Freiwillige Feuerwehr]] Bannerod (1934)&lt;br /&gt;
* Club&amp;amp;nbsp;13 Bannerod (1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baudenkmäler ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Butterdommese1.jpg|mini|Fachwerkhaus &amp;#039;&amp;#039;Lüdertalstraße 1&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Bannerod}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie nahezu alle Vogelsbergdörfer bis in die Zeit des [[Wirtschaftswunder]]s war Bannerod ausschließlich durch Fachwerk-Bauernhäuser in der Form des regionaltypischen &amp;#039;&amp;#039;[[Ernhaus|Vogelsberger Einhauses]]&amp;#039;&amp;#039; geprägt. Diese wurden jedoch seither größtenteils modern überformt oder durch Neubauten ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hervorzuheben ist das wahrscheinlich um 1700 erbaute Fachwerkhaus &amp;#039;&amp;#039;Lüdertalstraße 1&amp;#039;&amp;#039;. Ebenfalls ein Fachwerkbau ist die 1808 erbaute ehemalige Dorfschule, deren Glockenturm jedoch nach Ende des Schulbetriebs entfernt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsstruktur ===&lt;br /&gt;
Noch bis zum Zweiten Weltkrieg war Bannerod, wie die meisten anderen Vogelsbergdörfer, ein vorwiegend von der Landwirtschaft und vom Handwerk geprägtes Dorf. Noch im Jahr 1959 gliederte sich die wirtschaftliche Struktur der Ortsbevölkerung zu 85 % in den Bereich Land- und Forstwirtschaft, zu 10,8 % in den Bereich Industrie und Handwerk und zu 4,2 % in den Bereich Handel und Verkehr.&lt;br /&gt;
Bis 1849 hatte Bannerod eine &amp;#039;&amp;#039;Gemeindewirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Erst danach war der Betrieb privater Gastwirtschaften gestattet. Noch in den 1970er Jahren hatte Bannerod zwei Gasthäuser.&lt;br /&gt;
Seit den 1950er-Jahren wandelte sich Bannerod zunehmend zu einem fast reinen [[Pendlergemeinde|Arbeitspendler-Wohnort]]. Im Zuge eines extremen [[Regionaler Strukturwandel|Strukturwandels]] in der Landwirtschaft gaben nach und nach fast alle landwirtschaftlichen Betriebe auf. Die Ortseinwohner pendeln heute zu Arbeitsplätzen in Grebenhain oder benachbarten Gemeinden, zum Teil bis ins [[Rhein-Main-Gebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Bannerod besaß niemals einen Bahnanschluss und liegt auch an keiner überregionalen Fernstraße. Über die [[Liste der Kreisstraßen im Vogelsbergkreis#K 90|Kreisstraßen&amp;amp;nbsp;90]] und [[Liste der Kreisstraßen im Vogelsbergkreis#K 91|91]] besteht Verbindung zur [[Bundesstraße 275]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Winter: &amp;#039;&amp;#039;Dorfchronik von Bannerod&amp;#039;&amp;#039;, Bannerod 1990&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116326891 |GNDfehlt=2022-04-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.grebenhain.de/tourismus-freizeit-leben/unsere-doerfer/bannerod.html |titel=Ortsteil Bannerod |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Grebenhain |abruf-verborgen=1 |zugriff=2018-09}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|titel=Bannerod, Vogelsbergkreis |DB=OL |ID=535007010 |ref=nein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel    = Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände.&lt;br /&gt;
| TitelErg = Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. &lt;br /&gt;
| Band     = 22&lt;br /&gt;
| Online   = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=Z7PdlcTHFukC|Seite=411}}&lt;br /&gt;
| Seiten   = 411&lt;br /&gt;
| Ort      = Weimar&lt;br /&gt;
| Jahr     = 1821&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=40 |seiten=36 und 76 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-03 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=40 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Grebenhain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Vogelsbergkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogelsbergkreis)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ersterwähnung 1418]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Birkho</name></author>
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