<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bannerherr</id>
	<title>Bannerherr - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bannerherr"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bannerherr&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T19:51:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bannerherr&amp;diff=245050&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Venner (Schweiz) */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bannerherr&amp;diff=245050&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-08-27T18:04:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Venner (Schweiz)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:VennerBrunnen02.jpg|mini|Vennerbrunnen am Rathausplatz in Bern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rangkronen-Fig. 39.svg|mini|Bannerherrenkrone]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bannerherr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Banier-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Panierherr&amp;#039;&amp;#039; oder schweizerisch [[#Venner (Schweiz)|Venner]], bezeichnet einen [[Fähnrich]], also das Amt des die [[Fahne]] Tragenden eines [[Fähnlein|Fähnleins]] bzw. eines die [[Lanze]] führenden militärischen Aufgebots.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bannerherr oder Pannerherr, vom [[Feldzeichen]], dem [[Banner (Fahne)|Banner]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Panier&amp;#039;&amp;#039; hergeleitet, daher auch Banier- oder Panierherr (von &amp;#039;&amp;#039;baniere&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;banier&amp;#039;&amp;#039; = Panier), in Italien &amp;#039;&amp;#039;alfiere&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;banderale&amp;#039;&amp;#039;, in Frankreich &amp;#039;&amp;#039;banneret&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;bandelier&amp;#039;&amp;#039;, in Spanien &amp;#039;&amp;#039;alférez&amp;#039;&amp;#039;, lat. &amp;#039;&amp;#039; [[Vexillum|Vexillarius]]&amp;#039;&amp;#039;, daher in der Schweiz [[#Venner (Schweiz)|Venner]] (vereinzelt noch zu finden in Pfadfinderfähnlein, offiziell aber aufgegebene Funktion), bezeichneten das Amt des die [[Fahne]] tragenden [[Fähnrich]]s eines [[Fähnlein]]s sowie eines die [[Lanze]] führenden Aufgebots z.&amp;amp;nbsp;B. einer von Bürger- oder Stadtsoldaten gebildeten [[Stadtwehr]] mit einer bestimmten Anzahl Bewaffneter. Der ein solches Fähnlein führende Bannerherr von Gebietskörperschaften war als Kriegsherr oft auch [[Lehnsherr]]. Daher leitet sich auch der [[Freiherr]] vom Bannerherrn her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Georg Krünitz]] erklärt den Panierherrn folgendermaßen: {{Zitat|Dieses Lanzen-Fähnlein, Fr. Pennon, Lat. Pendo, führten die Ritter so lange, als sie noch keine gewisse Anzahl Lehnleute unter sich hatten, oder andere Ritter besolden konnten. An der Seite des Ritters und unter seinem Fähnlein fochten seine Knechte, Knapen, Wapenen etc. wenn er dergleichen unterhalten konnte. Konnte er dieses nicht, so war es seiner Würde nicht nachtheilig, der Lehn-Mann eines Reichern oder mächtigern zu werden, Sold von demselben anzunehmen, und unter dessen Panier Kriegs-Dienste zu thun. Verstatteten aber seine Umstände, für sich selbst ein ansehnliches Gefolge von Rittern, Lehnlenten und Knechten zu unterhalten, so bat er den Kriegs-Herrn, oder dessen Feld-Hauptmann, sein Fähnlein in ein Panier zu verwandeln. Man trennte die Spitze von dem Fähnlein, und dieser geringe Schnitt schuf aus dem Ritter einen Panier- oder Panner-Herrn, Bannerius, Vexillarius, Vexillifer. Dieser Vorzug war ehedem so lange erblich bey der Familie des Panner-Herrn, als ihre Glücks-Umstände unverändert blieben, d. h. so lange sie die erforderliche Anzahl Ritter und Knechte, in Frankreich wenigstens 25, in Deutschland aber gemeiniglich zehen Helme oder Spieße wohlerzeugter Leute, gegen den Feind stellen und unterhalten konnte. Daher das französische Sprichwort; cent ans bannière, cent ans civière. Doch gab es auch Panner-Herrschaften oder Länder, welche das Recht oder die Pflicht das Panier zu führen, beständig hatten, und wo also dasselbe jedem Inhaber derselben zukam.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oeconomische Encyclopädie]], Bd. 64, 1794, 2. Auflage 1803, S. 703.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Venner (Schweiz) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen: Das bedeutet, dass hier kein ß verwendet wird.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im deutschschweizerischen Raum wurde der Bannerträger Venner genannt. In den Städten hatte der Venner die Aufgabe des [[Viertelsmeister]]s oder Vierers einer Stadt, der für die [[Harnisch]]schau, [[Steuer]]erhebung, [[Markt]]aufsicht und [[Feuerwehr]] zuständig war. In Bern stellten die Handwerke der [[Pfister]] (Bäcker), [[Schmied]]e, [[Fleischer|Metzger]] und [[Gerben|Gerber]] die vier [[Venner (Bern)|Stadtvenner]]. Die Vennerhandwerke teilten sich im Mittelalter in mehrere [[Zunft|Stuben oder Gesellschaften]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Oberpfistern und Niederpfistern). In der frühen Neuzeit (bis 1798) stellten folgende Gesellschaften die Venner: Pfistern, Schmieden, Metzgern, Ober-Gerwern und [[Gesellschaft zu Mittellöwen|Mittellöwen]] (letztere beide gemeinsam). Im 14. und 15. Jahrhundert hatten einige wenige Geschlechter das Venneramt inne: die Muleren, die Wattenwyl (Pfistern), die [[Hetzel von Lindach (Notabelngeschlecht)|Hetzel]], [[Spilmann]], Schopfer, [[Dittlinger (Patrizierfamilie)|Dittlinger]] und Achshalm (Schmieden), Kuttler, Simon und [[Tschachtlan (Notabelnfamilie)|Tschachtlan]] (Metzgern) und die [[Brüggler (Notabelngeschlecht)|Brüggler]] (Gerwern).  Unter dem Vorsitz des Seckelmeisters bildeten die vier Venner die [[Vennerkammer]]. Das Standbild eines Venners ziert den [[Vennerbrunnen (Bern)|Vennerbrunnen]] auf dem Rathausplatz in [[Bern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Venner fand bis vor Kurzem in der [[Pfadibewegung Schweiz]] Verwendung, wo der Patrouillenführer (Fähnliführer) Venner, resp. sein Stellvertreter Jungvenner oder Hilfsvenner genannt wurde. Heutzutage wird der Begriff durch Leitpfadi ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kwartier-zutphen-1757.jpg|mini|350px|Karte der Grafschaft Zutphen aus dem Jahr 1757]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bannerheer (Niederlande) ==&lt;br /&gt;
Die adeligen Geschlechter, die dort den Titel &amp;#039;&amp;#039;Bannerheer&amp;#039;&amp;#039; trugen, standen aufgrund ihrer älteren Herkunft an der Spitze der [[Ritterschaft]]en. Da sich die Ritterschaften sowohl aus [[Edelfreie]]n als auch aus [[Ministerialen]] zusammensetzten, begannen die alten und mit großem freiem [[Allod]]ialbesitz ausgestatteten Familien, sich seit dem 14./15. Jahrhundert als Bannerherren (&amp;#039;&amp;#039;baenrots&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;bannerets&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Ritterschaft herauszuheben, um sich von den „Aufsteigern“ abzugrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Herzogtum Geldern]], einem ursprünglich durch feudale Herrschaften und Territorien zergliederten Gebiet, wurden durch Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] vier Quartiere (&amp;#039;&amp;#039;Ridderschap van Veluwe, Ridderschap van Nijmegen, Ridderschap van Roermond&amp;#039;&amp;#039; sowie die &amp;#039;&amp;#039;Ridderschap van Zutphen&amp;#039;&amp;#039;) angelegt. Die Geldrischen Bannerherren, die eine eigene Körperschaft darstellten, formten ein selbständiges Collegium. In Gelderland sandte die Ritterschaft nach 1584 ein Mitglied der Bannerherren zur Generalversammlung der Staaten. Innerhalb der [[Grafschaft Zutphen]] bestanden vier „Bannereien“: &amp;#039;&amp;#039;Bannerij van &amp;#039;s-[[Bergh (Adelsgeschlecht)|Heerenberg]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bannerij van [[Bronkhorst (Adelsgeschlecht)|Bronckhorst]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bannerij van [[Wisch (Oude IJsselstreek)|Wisch]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bannerij van Baer&amp;#039;&amp;#039; (Kasteel Baer in Bahr bei [[Zevenaar]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Holland]] führten die [[Van Wassenaer]] den Titel eines &amp;#039;&amp;#039;Bannerheeren&amp;#039;&amp;#039; von [[Wassenaar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* François de Capitani: &amp;#039;&amp;#039;Adel, Bürger und Zünfte im Bern des 15. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Stämpfli, Bern 1982, ISBN 3-7272-0491-5, S. 46–49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Venner (Bern)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|8612|Bannerherr &amp;amp;#x5B;Venner&amp;amp;#x5D;|Autor=François de Capitani, [[Hervé de Weck]]}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.ch/books?id=kDcUAAAAQAAJ&amp;amp;lr=&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA43#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Liste der Berner Venner von 1290 bis 1731] in: Johann Rudolf Gruner, &amp;#039;&amp;#039;Deliciae urbis Bernae : Merckwürdigkeiten der hochlöbl. Stadt Bern. Aus mehrenteils ungedruckten authentischen Schrifften zusammen getragen&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1732, S. 44–56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>