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	<title>Bankgeschäft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:45:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bankgesch%C3%A4ft&amp;diff=216886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-03-27T14:59:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankgeschäfte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind im [[Bankwesen]] Deutschlands die in {{§|1|kredwg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Kreditwesengesetz]] (KWG) [[Enumerationsprinzip|abschließend]] aufgezählten [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäftsarten]], zu denen insbesondere [[Wertpapier]]geschäfte, [[Kreditgeschäft]]e und [[Einlagengeschäft]]e gehören. Alle Bankgeschäfte werden im Rahmen einer [[Legaldefinition]] inhaltlich und vom Umfang her im KWG vorgegeben. [[Unternehmen]], die Bankgeschäfte in [[Deutschland]] betreiben wollen, benötigen nach {{§|32|kredwg|juris}} KWG eine [[Banklizenz|Erlaubnis]] der [[Bankenaufsicht]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;behörde, der [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] (kurz: BaFin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankgeschäfte sind Teil der [[Finanzdienstleistung]]en nach §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;2 KWG, zu denen u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Anlageberatung]] und [[Anlagevermittlung]] gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Bank_Lexikon/yqoDBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bankgesch%C3%A4ft+lexikon&amp;amp;printsec=frontcover Jürgen Krumnow/Ludwig Gramlich/Thomas A. Lange/Thomas M. Dewner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank - Börse - Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 139]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Um den [[Betriebszweck|Geschäftszweck]] eines [[Kreditinstitut]]s oder eines [[Finanzdienstleistungsinstitut]]s zu definieren, hat sich das deutsche [[Bankenaufsicht]]s&amp;amp;shy;recht dazu entschieden, einzelne banktypische [[Produktgruppe]]n von [[Finanzprodukt]]en im Rahmen einer [[Enumerationsprinzip|abschließenden Aufzählung]] in {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 bzw. Abs. 1a [[Kreditwesengesetz|KWG]] aufzunehmen. Bankgeschäfte gelten damit juristisch als ein [[bestimmter Rechtsbegriff]]. Wegen der abschließenden Aufzählung gibt der Gesetzgeber durch eine enumerative Aufzählung deutlich zu erkennen, dass er eine Ausdehnung des Anwendungsbereichs auf ähnliche, nicht genannte Fälle nicht zulässt ({{laS|„enumeratio ergo limitatio“}}). Dadurch hat die Aufzählung Ausschlusswirkung für alle nicht von der Regelung erfassten Tatbestände und kann nicht durch [[Auslegung (Recht)|Auslegung]] erweitert werden. Dies bringt den beteiligten Kreisen [[Rechtssicherheit]], denn entweder gehört ein bestimmtes Geschäft zu den Bankgeschäften oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehört es dazu, dann entfaltet dies [[Rechtsfolge]]n. Einer behördlichen Erlaubnis durch die BaFin bedarf nach {{§|32|kredwg|juris}} Abs. 1 Satz 1 KWG, wer Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, im Inland betreiben will. Nach dem Wortlaut und der Systematik der Regelung genügt das Betreiben eines der Bankgeschäfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|3|1114}} vom 25. Mai 1959, &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbegründung zum Entwurf eines Gesetzes über das Kreditwesen&amp;#039;&amp;#039;, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das gewerbsmäßige Betreiben des Bankgeschäfts genügt, dass es auf [[Gewinnerzielungsabsicht|Gewinnerzielung]] ausgerichtet und auf gewisse Dauer angelegt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerwG, Urteil vom 22. September 2004, Az.: BVerwG 6 C 29.03 = {{Rspr|BVerwGE 122, 29}}, 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Betreiben eines Bankgeschäfts gehört nicht allein der Abschluss und die Abwicklung der in Satz 2 der KWG-Regelung aufgezählten Rechtsgeschäfte, sondern bereits die wesentlichen zum Vertragsschluss hinführenden Schritte.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerwG, Urteil vom 22. April 2009, Az.: 8 C 2.09 = {{Rspr|BVerwGE 133, 358}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gericht stellte klar, dass das Betreiben eines Bankgeschäfts nicht nur rechtsgeschäftliches Handeln umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Betreibens ist dem allgemeinen [[Gewerberecht (Deutschland)|Gewerberecht]] entlehnt. Dort erstreckt er sich über das rechtsgeschäftliche Handeln hinaus auch auf sonstige unternehmerisch-werbende Tätigkeiten, um eine effiziente Gewerbeaufsicht zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerwG, Urteil vom 14. Juli 2003, Az.: BVerwG 6 C 10.03 = {{Rspr|NVwZ 2004, 103}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend fordert der Regelungszweck des § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG dem BVerwG zufolge eine Auslegung des Betreibensbegriffs, die alle für die Vorbereitung und das Zustandekommen des konkreten Bankgeschäfts wesentlichen Schritte erfasst. Dazu setzt der Erlaubnisvorbehalt nicht erst beim Abschluss einzelner [[Rechtsgeschäft]]e an, sondern erfasst die gesamte Geschäftstätigkeit einschließlich der Vorbereitung des konkreten Vertragsabschlusses. Damit beinhaltet die Vorschrift ein präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, das bereits bei Vorbereitungshandlungen zu Bankgeschäften ansetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strenge Regelung bezweckt die Erhaltung der Funktionsfähigkeit und der Integrität des deutschen Kredit- und Finanzmarkts, wodurch auch die Kunden geschützt werden ([[Gläubigerschutz]]). Dieser Gläubigerschutz erstreckt sich über die Liquiditätssicherung und den in {{§|6|kredwg|juris}} Abs. 2 KWG genannten Anlegerschutz hinaus auch auf die volkswirtschaftlich wichtige Funktion der Kreditgewährung. Das Betreiben von Bankgeschäften ist somit eng mit der Erteilung einer [[Banklizenz]] verknüpft, wodurch auch eine permanente Aufsicht über das Kreditwesen ermöglicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
=== Übersicht ===&lt;br /&gt;
Die in {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 KWG abschließend aufgeführten Bankgeschäfte lassen sich wie folgt systematisieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bankgeschäft&lt;br /&gt;
! [[Produktgruppe]]&lt;br /&gt;
! [[Rechtsgrundlage]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Einlagengeschäft]] || [[Sichteinlage]], [[befristete Einlagen]], [[Spareinlage]]n || § 1 Abs. 1 Nr. 1 KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pfandbrief]]geschäft || [[Emission (Wirtschaft)|Emission]] [[Deckung (Wirtschaft)|gedeckter]] [[Schuldverschreibung]]en || {{§|1|pfandbg|juris}} Abs. 1 [[Pfandbriefgesetz|PfandBG]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditgeschäft]] || Gewährung von [[Kredit]]en durch [[Geldleihe]] || § 1 Abs. 1 Nr. 2 KW&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]] || [[Anschaffung]] und [[Veräußerung]] von [[Finanzinstrument]]en im eigenen Namen für fremde Rechnung || § 1 Abs. 1 Nr. 4 KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Depotgeschäft]] || [[Verwahrung (Deutschland)|Verwahrung]] und [[Verwaltung]] von [[Wertpapier]]en für andere || § 1 Abs. 1 Nr. 5 KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zentralverwahrer]] || [[Tätigkeit]] als zentrale [[Verwahrstelle]] || § 1 Abs. 1 Nr. 6 KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Garantie]]geschäft || Übernahme von [[Bürgschaft]]en, [[Garantie]]n und sonstigen [[Gewährleistung]]en für andere ([[Kreditleihe]]) || § 1 Abs. 1 Nr. 8 KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Emission (Wirtschaft)|Emissionsgeschäft]] || Übernahme von [[Finanzinstrument]]en für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien || § 1 Abs. 1 Nr. 10  KWG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[zentrale Gegenpartei]] || [[Finanzintermediär]], der als [[Vertragspartner]] zwischen [[Verkäufer]] und [[Kaufvertrag|Käufer]] von [[Finanzinstrument]]en oder [[Finanzprodukt]]en &amp;lt;br /&amp;gt; tritt und als Vertragspartner für jeden der beiden dient || § 1 Abs. 1 Nr. 12  KWG&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Bankgeschäfte sind zwar im KWG noch erwähnt ([[Diskontgeschäft]] oder [[Inkasso]] von [[Wechsel (Wertpapier)|Wechseln]] und [[Scheck]]s und die Ausgabe von [[Reisescheck]]s), haben aber in der Praxis keine Bedeutung mehr (Schecks, Wechsel) oder sind abgeschafft (Reiseschecks). Der [[Zahlungsverkehr]] ist hierin seit 2009 nicht mehr als Bankgeschäft erwähnt (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 KWG a. F.), sondern wird seitdem im [[Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz]] (ZAG) gesondert geregelt. Hiernach dürfen Kreditinstitute [[Zahlungsdienste (Deutschland)|Zahlungsdienste]] – auch als [[E-Geld]] – übernehmen ({{§|1|zag_2018|juris}} ZAG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelheiten ===&lt;br /&gt;
;Einlagengeschäft&lt;br /&gt;
Das [[Einlagengeschäft]] ist die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in [[Inhaberschuldverschreibung|Inhaber-]] oder [[Orderschuldverschreibung]]en verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob [[Zins]]en vergütet werden (z. B. [[Sparguthaben]], [[Sichteinlage]]n, [[befristete Einlagen]] oder [[Sparbrief]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kreditgeschäft&lt;br /&gt;
[[Kreditgeschäft]]e sind sämtliche mit einem [[Kreditrisiko]] verbundenen Geschäfte.&lt;br /&gt;
* Gelddarlehen/Akzeptkredite:&lt;br /&gt;
:Hierunter fallen alle [[Kreditart]]en der Hauptgruppen [[Geldleihe]] und [[Kreditleihe]] (siehe auch [[Darlehen (Deutschland)|Darlehen]], [[Kreditvertrag]], [[Kreditgeber]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Garantiegeschäft&lt;br /&gt;
Garantiegeschäft ist die Übernahme von [[Bürgschaft]]en, [[Garantie]]n und sonstigen [[Gewährleistung]]en für andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Diskontgeschäft&lt;br /&gt;
Das [[Diskontgeschäft]] war der Ankauf von [[Wechsel (Urkunde)|Wechseln]] und [[Scheck]]s, seit Dezember 1998 wird es von Kreditinstituten nicht mehr betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wertpapiergeschäft&lt;br /&gt;
* Finanzkommissionsgeschäft&lt;br /&gt;
:[[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]] ist die [[Anschaffung]] und die [[Veräußerung]] von [[Finanzinstrument (Deutschland)|Finanzinstrumenten]] (z. B. [[Aktie]]n oder [[Anleihe]]n) im eigenen Namen für fremde Rechnung.&lt;br /&gt;
* Depotgeschäft&lt;br /&gt;
:Das [[Wertpapierdepotgeschäft]] ist die [[Verwahrung (Deutschland)|Verwahrung]] und die [[Verwaltung]] von [[Wertpapier]]en für andere.&lt;br /&gt;
* Investmentgeschäft&lt;br /&gt;
:Das Investmentgeschäft kann als &amp;#039;&amp;#039;Bankgeschäft&amp;#039;&amp;#039; auch durch [[Universalbank]]en betrieben werden ({{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1, 1a, 4 und 5 [[Kreditwesengesetz|KWG]]), aber auch als [[Investmentgeschäft]] von hierauf spezialisierten [[Kapitalverwaltungsgesellschaft]]en gemäß {{§|1|kagb|juris}} Abs. 19 Nr. 24 [[KAGB]]. Diese Kapitalverwaltungsgesellschaften und die das Investmentgeschäft betreibenden Kreditinstitute werden umgangssprachlich als [[Investmentbank]]en zusammengefasst. Die kollektive [[Vermögensverwaltung]] umfasst nach § 1 KAGB die [[Portfolio]]verwaltung, das [[Risikomanagement]], administrative Tätigkeiten, den [[Vertrieb]] von eigenen [[Investmentanteil]]en sowie bei AIF-Tätigkeiten (&amp;#039;&amp;#039;Alternative Investmentfonds&amp;#039;&amp;#039;; AIF) im Zusammenhang mit den [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenständen]] des AIF. Daneben dürfen sie insbesondere die [[Finanzportfolioverwaltung]] und die [[Anlageberatung]] bei [[Finanzinstrument]]en (§ 1 Abs. 11 KWG) erbringen sowie das [[Wertpapierdepotgeschäft]] betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{Hauptartikel|Investmentgeschäft}}&lt;br /&gt;
:Die durch Kapitalverwaltungsgesellschaften betriebenen Investmentgeschäfte sind die in {{§|20|KAGB|juris}} [[KAGB]] [[Enumerationsprinzip|abschließend]] aufgezählten Geschäfte. Die Hauptaufgaben im Investmentgeschäft bestehen aus der [[Anlageberatung]], der Annahme von [[Wertpapierorder]]s, deren Weitergabe an die [[Börse]] und dem Führen von [[Wertpapierdepot]]s. Kapitalverwaltungsgesellschaften gelten als [[Spezialbank]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Svc-CwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18&amp;amp;dq=Kapitalverwaltungsgesellschaften+Spezialbanken&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Kapitalverwaltungsgesellschaften%20Spezialbanken&amp;amp;f=false Claus-Wilhelm Canaris/Mathias Habersack/Carsten Schäfter, &amp;#039;&amp;#039;Bankvertragsrecht 1: Organisation des Kreditwesens und Bank-Kunden-Beziehung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 18]&amp;lt;/ref&amp;gt; weil sie wesentliche Bankgeschäfte nicht betreiben dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Emissionsgeschäft&lt;br /&gt;
:Emissionsgeschäft ist die Übernahme von [[Finanzinstrument]]en auf eigenes Risiko zur Platzierung ([[Underwriter (Kreditwesen)|Underwriting]]) von [[Emission (Wirtschaft)|Emissionen]] der [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] oder die Übernahme gleichwertiger [[Garantie]]n (siehe [[Konsortialgeschäft]]) oder als [[Kommissionär]]. Der Emittent zahlt an die vermittelnden Institute eine [[Bonifikation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zahlungsverkehrsgeschäft (bis 2009)&lt;br /&gt;
:Bis 2009 waren auch Zahlungsverkehrsgeschäfte Bankgeschäfte im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 KWG. Mit Inkrafttreten des [[Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz]]es (ZAG) wurden Zahlungsverkehrsgeschäfte (oft auch &amp;#039;&amp;#039;Girogeschäfte&amp;#039;&amp;#039; genannt) jedoch aus dem Katalog der erlaubnispflichtigen Bankgeschäfte des KWG herausgenommen und unterliegen nun als sogenannte Zahlungsdienste dem ZAG. Das Zahlungsverkehrsgeschäft besteht aus:&lt;br /&gt;
:* Girogeschäft&lt;br /&gt;
::Girogeschäft ist die Durchführung des [[Bargeldloser Zahlungsverkehr|bargeldlosen Zahlungsverkehrs]].&lt;br /&gt;
::{{Siehe auch|Girokonto|Bankkonto}}&lt;br /&gt;
:* E-Geld-Geschäft&lt;br /&gt;
::E-Geld-Geschäft ist die Ausgabe und die Verwaltung von [[Elektronisches Geld|elektronischem Geld]] (z. B. [[Geldkarte]]n, [[Kreditkarte]]n) nach {{§|1|zag_2018|juris}} Abs. 2 Satz 2 [[Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz|ZAG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bankgeschäfte unter Zeitaspekten ===&lt;br /&gt;
Betrachtet man Bankgeschäfte unter Zeitaspekten, so lassen sich vier Arten unterscheiden. Das [[Verpflichtungsgeschäft]] wird jeweils heute geschlossen.&lt;br /&gt;
; [[Kassageschäft]]:&lt;br /&gt;
: Beide [[Settlement (Finanzwesen)|Erfüllungsgeschäfte]] sind spätestens zwei [[Bankarbeitstag]]e nach Geschäftsabschluss vorzunehmen.&lt;br /&gt;
; einfaches [[Kreditgeschäft]]:&lt;br /&gt;
: Der [[Kreditgeber]] erfüllt durch [[Auszahlung]] sofort, der [[Kreditnehmer]] zu einem zukünftigen Zeitpunkt (bei [[Fälligkeit]]) durch [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgung]].&lt;br /&gt;
; [[Termingeschäft]]:&lt;br /&gt;
: Beide [[Erfüllungsgeschäft]]e geschehen am selben Tag – dem Fälligkeitstag – in der Zukunft.&lt;br /&gt;
; Terminkreditgeschäft oder [[Kreditanlagegeschäft]]:&lt;br /&gt;
: Die Erfüllungsgeschäfte erfolgen an unterschiedlichen [[Bankarbeitstag]]en in der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankbetriebslehre ==&lt;br /&gt;
In der [[Bankbetriebslehre]] werden die Bankgeschäfte noch [[Produktgruppe]]n eingeteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbetriebslehre/InTsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Indifferenzgesch%C3%A4ft&amp;amp;pg=PA352&amp;amp;printsec=frontcover Erich Priewasser, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 399]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kategorie &lt;br /&gt;
! [[Produktgruppe]]&lt;br /&gt;
! Bankgeschäfte&lt;br /&gt;
! [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zinsgeschäft]]&lt;br /&gt;
| [[Aktivgeschäft]] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; [[Passivgeschäft]] || [[Kreditgeschäft]]e:&amp;lt;br /&amp;gt; [[Geldleihe]]: [[Anschaffungskredit]], [[Baufinanzierung|Bau-]] und [[Immobilienfinanzierung]], [[Dispositionskredit]], [[Konsumkredit]], [[Lombardkredit]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Unternehmensfinanzierung]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Investitionskredit]], [[Kontokorrentkredit]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Corporate Finance]]: [[Emission (Wirtschaft)|Emissionsgeschäft]], [[Konsortialkredit]]e &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kommunalkredit]]e &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kreditleihe]]: [[Avalkredit]]e, [[Akkreditiv]]e &amp;lt;br /&amp;gt; [[Einlagengeschäft]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Sichteinlage]]n, [[befristete Einlagen]], [[Spareinlage]]n, [[Sparbrief|Spar(kassen)briefe]] || [[Kreditzins]]en, [[Sollzins]]en, [[Überziehungszins]]en &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; [[Habenzins]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]]&lt;br /&gt;
| [[Effekten]]geschäft || [[Wertpapierdepotgeschäft]], [[Wertpapierhandel]], [[Wertpapierorder]]s || [[Provision]]en &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Indifferenzgeschäft]]&lt;br /&gt;
| [[Zahlungsverkehr]] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; [[Beratung]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Inkasso]]geschäft || [[bargeldloser Zahlungsverkehr]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Inlandszahlungsverkehr]], [[Auslandszahlungsverkehr]] &amp;lt;br /&amp;gt;[[Barauszahlung]]en, [[Bareinzahlung]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Verwahrung (Deutschland)|Verwahrungsgeschäft]]: [[Bankschließfach]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Anlageberatung]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Dokumenteninkasso]] || [[Bankgebühr]]en: [[Bearbeitungsgebühr]]en, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Buchungsposten#Buchungspostengebühr|Buchungspostengebühren]], [[Depotgebühr]]en, [[Kontoführungsgebühr]]en &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; [[Beratungsgebühr]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Inkassounternehmen (Deutschland)#Höhe der Inkassokosten|Inkassogebühren]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Zinsgeschäft]] setzt sich aus dem [[Passivgeschäft]] ([[Bankguthaben]] jeder Art) und dem [[Aktivgeschäft]] ([[Kreditgeschäft]]) zusammen. Im Passivgeschäft erhält der Kunde einen [[Habenzins]] auf seine Geldanlagen, der niedriger ist als der [[Kreditzins]], den Kreditinstituten bei [[Kapitalnachfrage]] auf dem [[Kapitalmarkt]] bezahlen müssten. Im Hinblick darauf wird der [[Bankenmarkt]] mit Bankkunden als [[Primärmarkt]], der Kapitalmarkt als [[Sekundärmarkt]] bezeichnet. Im Aktivgeschäft zahlt der [[Kreditnehmer]] einen Kreditzins auf seine Kreditschuld, der höher ist als der Zins, den die Bank bei Kreditvergabe am Kapitalmarkt erhalten würde. Die Banken erhalten am Kapitalmarkt im Regelfall günstigere Zinskonditionen, weil sie die betragsmäßig höheren Geschäfte abschließen und weil sie eine gute bis sehr gute [[Bonität]] nachweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]] umfasst den gesamten [[Wertpapierhandel]] und wird zuweilen auch zum [[Indifferenzgeschäft]] gerechnet. Zu Letzterem gehört der [[Zahlungsverkehr]]; er kann zwar durch das Zinsgeschäft oder das Finanzkommissionsgeschäft ausgelöst werden, doch hauptsächlich dient er der [[Zahlung]] zwischen [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtigem]] und [[Zahlungsempfänger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Das [[österreich]]ische [[Bankwesengesetz]] (BWG) vom Jänner 1994 bestimmt wie das deutsche KWG zum Kreditinstitut, wer berechtigt ist, Bankgeschäfte zu betreiben (§ 1 BWG). Es zählt nachfolgend 20 Bankgeschäfte auf, deren gewerbliches Betreiben automatisch einer Konzession der [[Finanzmarktaufsichtsbehörde]] FMA gemäß § 4 Abs. 1 BWG bedarf. Das [[Schweiz]]er Bankengesetz (BankG) vom November 1934 kennt die [[Vermutung (Recht)|unwiderlegbare Vermutung]], wonach jemand, der Bankgeschäfte betreibt, automatisch ein Kreditinstitut ist, nicht. Es zählt vielmehr in Art. 1 BankG die dem Gesetz unterstehenden Banken, Privatbankiers (Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften) und Sparkassen auf, die gemäß Art. 3 BankG einer Bewilligung der Aufsichtsbehörde [[FINMA]] bedürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Abicht, &amp;#039;&amp;#039;Bank und Bankgeschäfte, in: Studienwerk der Bankakademie&amp;#039;&amp;#039;, Bankbetriebslehre Teil 4 Kapitel 3.1, November 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/index.html Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4112667-1}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bankgeschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankinfrastruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezielle Betriebswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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