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	<title>Bankensystem - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Ten CatCars: Die letzte Textänderung von ~2025-34654-90 wurde verworfen und die Version 261665117 von ~2025-34654-90 wiederhergestellt. Keine Verbesserung.</title>
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		<updated>2025-11-27T17:29:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-34654-90&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-34654-90&quot;&gt;~2025-34654-90&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/261665117&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/261665117&quot;&gt;261665117&lt;/a&gt; von ~2025-34654-90 wiederhergestellt. Keine Verbesserung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankwesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist die Gesamtheit der in einem [[Staat]] für die Versorgung der [[Volkswirtschaft]] mit [[Geld]] oder [[Kapital]] und für den [[Zahlungsverkehr]] zuständigen [[privatrecht]]lich oder [[öffentliches Recht|öffentlich-rechtlich]] organisierten [[Unternehmen]] einschließlich ihrer organisatorischen Verflechtungen und der für diesen [[Wirtschaftssektor]] erlassenen [[gesetz]]lichen Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Dieser sektorale Begriff umfasst die [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregation]] von Unternehmen des [[Tertiärsektor]]s wie [[Kreditinstitut]]en, [[Wertpapierdienstleistungsunternehmen]], [[Finanzdienstleistungsinstitut]]en und allen übrigen privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich organisierten Unternehmensarten, für die der [[Betriebszweck]] ganz oder überwiegend Finanzaufgaben beinhaltet. Dieser monetäre Sektor stellt die Geldversorgung einer nationalen Volkswirtschaft sicher. Dabei wird deutlich, dass das Bankwesen in jedem Staat eine zentrale Rolle in der Volkswirtschaft einnimmt und deshalb durch eine effektive [[Bankenaufsicht]] funktionsfähig gehalten werden muss. Der funktionale Begriff sieht das Bankwesen als [[Finanzintermediär]], der Geld oder Kapital zwischen [[Gläubiger]]n und [[Schuldner]]n vermittelt und im Rahmen von [[Fristentransformation|Fristen-]], [[Losgrößentransformation|Losgrößen-]] und [[Risikotransformation]] deren unterschiedliche monetäre Laufzeit-, Betrags- und Risikovorstellungen in Einklang bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Bankensystem&amp;#039;&amp;#039; wird eher organisatorisch-institutionell verstanden. Es stellt die Ordnung der Banken eines Landes untereinander und die Beziehung zu ihrer Umwelt dar. Ein Bankensystem ist ein dynamisches Gebilde, das Veränderungen im Zeitablauf unterliegt. Wesentliche, sich im Zeitablauf wandelnde Einflussfaktoren auf das Bankensystem eines Landes sind die herrschende [[Gesellschaftsordnung|Gesellschafts-]] und [[Wirtschaftsordnung]] und das sich verändernde [[Zahlungsverhalten]] ([[Business-to-Business]], [[Business-to-Consumer]], [[öffentliche Hand]]). In einem Staat umfasst es die Gliederung in [[Zentralbank]]en, [[Geschäftsbank]]en und deren [[Kunde]]n, die [[Nichtbank]]en. Dabei unterscheidet man zwischen drei Systemen:&lt;br /&gt;
* [[Trennbankensystem]]: „Commercial banks“ betreiben das Einlagen- und Kreditgeschäft, „Investment banks“ das Wertpapiergeschäft. Beide Teilsysteme konkurrieren nicht miteinander, sondern ergänzen sich komplementär.&lt;br /&gt;
* [[Universalbank]]ensystem: alle [[Bankgeschäft]]e werden allen Kundengruppen angeboten. Hier ist die [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]] sehr groß, so dass ein erheblicher [[Preiswettbewerb|Preis-]] und [[Qualitätswettbewerb]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Allfinanz]]gruppen: durch [[vertikale Integration|vertikale]] und [[laterale Integration]] übernahmen Universalbanken auch [[Bausparkasse]]n, [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]], [[Vermögensverwaltung]] und das [[Kreditkarte]]ngeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Allfinanzgruppen haben das Bankensystem zu einem offenen System gemacht, das Beziehungen auch zu anderen Systemen zulässt. Zwischen den einzelnen Systemelementen können hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Bankensystems mehr oder weniger intensive Beziehungen ([[Interbankenhandel]]) bis hin zu Abhängigkeiten ([[Konzern|internationale Bankkonzerne]]) bestehen. Diese Interdependenzen sind geeignet, meist in Krisenzeiten einen [[Contagion-Effekt]] auszulösen, der ein gesamtes nationales und/oder internationales Bankensystem in Mitleidenschaft ziehen kann. „Contagion ist die länderübergreifende Übertragung exogener [[Schock (Volkswirtschaftslehre)|Schocks]], vergleichbar mit einem [[Spillover]]-Effekt. Contagion entsteht sowohl in Krisen als auch in Nicht-Krisenzeiten, wobei Contagion nicht zwingend mit einer Krise verbunden sein muss“.&amp;lt;ref&amp;gt;Weltbank/Rudiger Dornbusch/Yung Chul Park/Stijn Claessens, &amp;#039;&amp;#039;Contagion: Understanding How It Spreads&amp;#039;&amp;#039;, in: World Bank Research Observer 15 (2), 2000, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Ansteckungseffekt spielt im Rahmen der [[Systemrelevanz]] eine Rolle, wenn die [[Insolvenz]] von Banken, Versicherungen oder sonstigen Finanzinstituten die Stabilität des gesamten Finanz- und Bankensystems bedrohen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Universal- und Trennbankensystem ==&lt;br /&gt;
[[Bank]]en können nach Tätigkeit in [[Geschäftsbank]]en (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Commercial Banks&amp;#039;&amp;#039;) und [[Investmentbank]]en unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universalbankensystem ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Universalbank}}&lt;br /&gt;
In einem Universalbankensystem existieren Universalbanken und [[Spezialbank]]en nebeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Universalbanksystem ist strukturell gekennzeichnet vom [[Deutsches Bankwesen#Struktur|Drei-Säulen-Modell]], der strikten Trennung in [[Genossenschaftsbank]]en, [[Private Bank|Privatbanken]] und [[Sparkasse]]n. Dieses System ist nicht durchlässig. So verhinderte der [[Deutscher Sparkassen- und Giroverband|Deutsche Sparkassen- und Giroverband]] 2007 den Verkauf der [[Berliner Sparkasse]] an die [[Commerzbank]]. Die [[Einlagensicherungsfonds]] sind nur für eine bestimmte Institutsgruppe zuständig, auch auf Verbandsebene ist das Drei-Säulen-Modell verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universalbankensystem europäischer Prägung kann durch Spezialisierung teilweise aufgelöst werden. Dienstleister, die nur zum Teil noch formal Kreditinstitute sind, dringen über Kostendegressionseffekte in Teile des Bankbetriebs (Zahlungsverkehr, Wertpapierverwahrung, [[Inkasso]] für fällige Bankforderungen) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trennbankensystem ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Hauptartikel|Trennbankensystem}} verweist auf diesen Artikel--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Bereiche der [[Geschäftsbank]]en und der [[Investmentbank]]en organisatorisch getrennt, so spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Trennbankensystem&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen spezialisieren sich im Trennbankensystem [[Spezialbank]]en auf bestimmte Finanzprodukte und Fachbereiche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Hartmann-Wendels]]/Andreas Pfingsten/Martin Weber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 1998, S. 61–66&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA galt von 1933 bis November 1999 das Trennbankensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;auch der [[Conseil national de la Résistance]] hatte in Frankreich 1944 diese Maßnahme eingeführt, hier wurde sie 1984 beendet. Siehe Dominique Plihon, [[Le Monde diplomatique]], deutsch, März 2013, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Das US-amerikanische Bankensystem näherte sich dem deutschen Bankensystem durch eine weitestgehende Aufhebung der Trennbankenvorschrift durch den [[Gramm-Leach-Bliley Act]] (1999) sowie durch die Tatsache, dass alle großen Investmentbanken im Rahmen der [[Finanzkrise ab 2007|Finanzkrise von 2007]] entweder von [[Universalbank]]en übernommen wurden oder aber ihren Status zu einer Universalbank änderten, an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Trennbankengesetz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Argumente pro Trennbankensystem ====&lt;br /&gt;
* Sicherheit der Depositen: Beim [[Investmentbank]]ing werden größere Risiken eingegangen. In einem Trennbankensystem kann die [[Refinanzierung]] nicht über Einlagen erfolgen, so dass die Depositen der Einleger im Trennbankensystem besser geschützt sind.&lt;br /&gt;
* Der Vorteil der Commercial Banks beim Zugang zu billigen [[Kredit]]en ist ein Nachteil für konkurrierende Investmentbanken.&lt;br /&gt;
* Interessenkonflikte zwischen Kreditvergabe und Emissionsunterstützung&lt;br /&gt;
* Insiderinformationen&lt;br /&gt;
* Verhinderung, dass schlechte Kredite durch schlechte [[Anleihen]] ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Argumente contra Trennbankensystem ====&lt;br /&gt;
* mehr Wettbewerb im [[Emission (Wirtschaft)|Emissionsgeschäft]]&lt;br /&gt;
* Risikoausgleich&lt;br /&gt;
* [[Subvention]]smöglichkeit&lt;br /&gt;
* doppelte [[Kreditwürdigkeitsprüfung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amerikanisches Bankensystem ==&lt;br /&gt;
=== Regulatorische Vorschriften ===&lt;br /&gt;
* Trennbankensystem: [[Glass-Steagall Act]] (1933), Aufhebung durch Gramm-Leach-Bliley Act (1999)&lt;br /&gt;
* Begrenzungen bei Filialnetz: McFadden Act (1927): Verbot des Interstate Branching, gelockert durch den Riegle-Neal Act (1994)&lt;br /&gt;
* Begrenzung von Aktivitäten: Bank Holding Company Act (1956, heute gültig 1999): Begriff der Financial Holding Company (FHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bankentypen ===&lt;br /&gt;
* Commercial Banks&lt;br /&gt;
* Investment Banks, Security Brokers, Dealers&lt;br /&gt;
* Sonstige Non-Banks oder Near-Banks wie Pensionsfonds oder Mutual Funds ([[Offener Investmentfonds|Investmentfonds]])&lt;br /&gt;
* Thrift Institutions: Mutual Savings Bank, Credit Unions, Savings &amp;amp; Loan Associations&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Institutionen ===&lt;br /&gt;
* [[Federal Reserve System]] (amerikanische Notenbank) mit zwölf Filialen. Das &amp;#039;&amp;#039;Federal Reserve Board&amp;#039;&amp;#039; ist zuständig für die Aufsicht von Financial Holding Companies. Man bezeichnet die Aufsicht auch als &amp;#039;&amp;#039;Umbrella Supervision&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Fachaufsicht: Commercial Banks werden vom [[Federal Deposit Insurance Corporation|FDIC]] und vom [[Office of the Comptroller of the Currency|OCC]] überwacht, Investment Banks unterliegen der Aufsicht durch die SEC und CFTC, bundesstaatliche Behörden überwachen die Versicherungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Einigermaßen sichere Belege eines beginnenden Bankwesens gibt es aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. über das babylonische Bankwesen, wo um 575 v. Chr. in [[Babylon]] das Bankhaus der &amp;#039;&amp;#039;Igibi&amp;#039;&amp;#039; Zahlungsaufträge ausgeführt hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buchwald&amp;quot;&amp;gt;Bruno Buchwald, [https://books.google.de/books?id=zWOCBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA587&amp;amp;dq=bankwesen+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=l442Vau2IYbwaKnMgJAD&amp;amp;ved=0CFQQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=bankwesen%20begriff&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Technik des Bankbetriebs&amp;#039;&amp;#039;], 1924, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Die griechischen &amp;#039;&amp;#039;Trapeziten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;von {{grcS|τραπεζα|trapeza}}, nach [[Trapeza (Tisch)|Trapeza]], „Tisch“. Heute heißen in Griechenland die [[Bank]]en immer noch „Trapeza“ wie die [[Piräus Bank]] (Τράπεζα Πειραιώς, Trapeza Pireos).&amp;lt;/ref&amp;gt; waren zur gleichen Zeit im [[Attische Demokratie|alten Athen]] die [[Geldwechsler]] und [[Bankier]]s, in [[Altes Ägypten|Ägypten]] auch die Direktoren der Regierungskassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum griechischen Bankwesen siehe {{RE|VI A,2|2194|2207|Trapeza 2|[[Erich Ziebarth]]||[https://elexikon.ch/RE/VIA,2_2193.png Digitalisat]}} Zu den Trapeziten im Alten Ägypten {{RE|VI A,2|2208|2209| Trapezites 2|[[Emil Kießling]]||[https://elexikon.ch/RE/VIA,2_2209 Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie führten über ihre [[Finanztransaktion]]en genaue Bücher, in denen die Zahlung eines [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtigen]] von dessen [[Guthaben]] abgeschrieben und dem Guthaben des [[Zahlungsempfänger]]s gutgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bilder_aus_dem_altgriechischen_Leben/MrS0gl56syMC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Trapeziten&amp;amp;pg=PA422&amp;amp;printsec=frontcover Heinrich W. Stoll, &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus dem altgriechischen Leben&amp;#039;&amp;#039;, 1870, S. 422]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Vorgang kann als Vorläufer des heutigen [[Buchgeld]]es eingestuft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das römische Pendant der Trapeziten waren die &amp;#039;&amp;#039;[[Argentarius (Bankier)|Argentarii]]&amp;#039;&amp;#039;, denen auch Darlehensgeschäfte erlaubt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter begann die [[Geschichte des Bankwesens in China]]. Die „Bancherii“ betrieben im 12. Jahrhundert in Genua auch den Überseehandel ({{itS|cambia maritima}}) und das [[Wechsel (Urkunde)|Wechselgeschäft]]. Die um 1250 gegründete Florentiner [[Compagnia dei Bardi]] entwickelte sich im [[Spätmittelalter]] zu einem multinationalen Unternehmen mit europäischem [[Filialnetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste hierarchische Gliederungen bildeten sich heraus, als 1656 in Schweden die [[Palmstruch-Bank]] gegründet wurde, die als erste Notenbank der Welt gilt. Notenbanken privilegierten sich zunehmend von den übrigen Geschäftsbanken, weil sie das [[Notenprivileg]] für den Staat wahrnahmen. Unter Bankwesen verstand Johan Adam G. H. Voellinger 1738 eine „Einrichtung, wodurch das Mangelhafte und Unzulängliche des Metallgeldes ersetzt und aller Art des daraus entstehenden Missbrauchs oder Schadens gesteuert werden soll“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan Adam G. H. Voellinger, [https://books.google.de/books?id=zblRAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PT180&amp;amp;dq=bankwesen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=hHg2VZzzIJKtaYLBgZgH&amp;amp;ved=0CFoQ6AEwCTgy#v=onepage&amp;amp;q=bankwesen&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Lehrgebäude über Geld-, Bank- und Wechselwesen&amp;#039;&amp;#039;], 1738, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste deutsche Notenbank entstand 1785 mit der Königlichen Bank in Berlin, die als Girobank begonnen hatte und 1846 in [[Preußische Bank]] umfirmierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England und Wales ermöglichte 1826 die Aufhebung eines Verbotsgesetzes die Gründung von Banken in der [[Rechtsform]] der [[Kapitalgesellschaft]]en, so dass bereits 1850 insgesamt 99 Bankgesellschaften 576 Niederlassungen betrieben und 327 Privatbanken es auf 518 Filialen brachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael North, [https://books.google.de/books?id=n_3UcGo621EC&amp;amp;pg=PA165&amp;amp;dq=bankwesen+geschichte&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=in82VYq-D4PuaJmzgPAC&amp;amp;ved=0CEMQ6AEwAzgK#v=onepage&amp;amp;q=bankwesen%20geschichte&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte des Geldes&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge eines Konzentrationsprozesses schrumpfte dort die Zahl der Privatbanken im Jahre 1913 auf 29 mit lediglich 147 Filialen. Die Möglichkeit der Mobilisierung von Kapital und der langfristigen Kreditierung war die wichtigste Voraussetzung für die zunehmende [[Industrialisierung]].&lt;br /&gt;
Nach der vorletzten Weltwirtschaftskrise wurde in den USA ab Februar 1932 (bis 1999) gesetzlich durch den [[Glass-Steagall Act]] das Trennbankensystem ([[Spezialbank]]ensystem) vorgeschrieben, das eine Segmentierung des Bankenmarktes in „[[Geschäftsbank|Commercial Banking]]“, „[[Investment Banking]]“ und den Sektor der Einlageninstitute erzwang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krisen im Bankensystem ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bankenkrise}}&lt;br /&gt;
[[Datei:1857 panic.jpeg|mini|[[Bank Run]] auf die Seamen’s Savings’ Bank am 31. Oktober 1857]]&lt;br /&gt;
Bankenkrisen waren stets Teil einer nationalen oder internationalen [[Wirtschaftskrise]]; sie haben sie ausgelöst oder waren eine Folge anderer Krisenursachen. Eine der ersten Bankenkrisen war ersichtlich die – durch [[Spekulationsblase]]n in London und Paris ausgelöste – [[Berner Bankenkrise von 1720]]. Es folgten ausschließlich Bankenkrisen, die Teil einer nationalen oder gar internationalen Wirtschaftskrise waren wie die [[Wirtschaftskrise von 1837|Wirtschaftskrise vom Mai 1837]], [[Wirtschaftskrise von 1857|Wirtschaftskrise vom August 1857]], die [[Weltwirtschaftskrise]] vom Oktober 1929, die [[Deutsche Bankenkrise]] vom Juni 1931, die [[Savings-and-Loan-Krise]] in den USA ab März 1985, die [[Schwedische Bankenkrise von 1990 bis 1992|Schwedische Bankenkrise]] von 1990 oder die weltweite [[Finanzkrise ab 2007|Finanzkrise]] ab August 2007. Auch neuere Staatskrisen waren von Bankenkrisen begleitet wie die [[Asienkrise]] ab März 1997. In der Folge kam es ab Mai 1998 zur [[Russlandkrise]], die [[Argentinien-Krise]] begann ab Januar 1999. In der [[Eurozone]] verursachten nicht nur sehr hohe Staatsschulden ab April 2010 die [[PIIGS]]-Krise, in der sich die [[Griechenlandkrise]] als die bisher desaströseste entpuppte. Der PIIGS-Krise folgte die [[Eurokrise]], die zahlreiche Bankenrettungen erforderlich machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankwesen in der Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Das Bankwesen und Bankensystem ist [[Erkenntnisobjekt]] der [[Bankbetriebslehre]] und des [[Bankrecht (Deutschland)|Bankrechts]]. Diese beiden wissenschaftlichen Disziplinen verfolgen drei wissenschaftliche Ziele:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deskriptionsziel&amp;#039;&amp;#039;: Dieses verfolgt eine systematische Erfassung und Darstellung des als Erkenntnisobjekt wesentlichen Ausschnitts der bankwirtschaftlichen/bankrechtlichen Realität des Bankwesens mit Hilfe der empirisch-deduktiven Forschungsmethode. Besondere Bedeutung erhält die Beschreibung in der Bankenstrukturlehre und der Bankgeschäftslehre.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erklärungsziel&amp;#039;&amp;#039;: Es verfolgt die wissenschaftliche Erklärung und Begründung erfahr- und erfassbarer bankwirtschaftlicher/bankrechtlicher Phänomene in intersubjektiv nachvollziehbarer Weise. Erklärungsmodelle sollen Systeme empirisch basierter Hypothesen bilden, die der Aufdeckung funktionaler und kausaler Beziehungen im Bankensystem dienen sollen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gestaltungsziel&amp;#039;&amp;#039;: Das bei der Verfolgung der vorher genannten Ziele gewonnene Wissen wird hier zum Instrument bei der Gestaltung der bankbetrieblichen/bankrechtlichen Realität gemacht. Dadurch sollen wissenschaftliche Erkenntnisse in praktisch anwendbare Handlungs- und Verhaltensmaximen für die Bankpraxis, [[Bankenregulierung]] und [[Gesetzgebung]] transformiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäftsbanken und Zentralbank bilden zusammen das Bankensystem, über das auf der [[Makroebene]] eine [[Konsolidierung (Finanzwesen)|konsolidierte]] [[Bilanz]] aufgestellt werden kann. Diese beinhaltet die [[Bankbilanzierung|Bilanzen]] aller Geschäftsbanken und der Zentralbank, die durch [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregation]] zusammengefasst werden. In dieser konsolidierten Bilanz sind nicht nur die [[Passivgeschäft|Einlagen]] gleich den [[Kredit]]en, sondern auch die Einlagen von [[Nichtbank]]en und Kredite an Nichtbanken sind identisch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Geldwirtschaft_Geldversorgung_und_Kredit/1ijSsSU4-akC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bilanz+nichtbanken&amp;amp;pg=PA82&amp;amp;printsec=frontcover Alfred Katz/Claus Köhler, &amp;#039;&amp;#039;Geldwirtschaft: Geldversorgung und Kreditpolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 82]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das liegt daran, dass die Bank-zu-Bank-Kredite und Bank-zu-Bank-Einlagen ([[Interbankenhandel]]) sich im gesamten Bankensystem entsprechen. Aus der konsolidierten Bilanz wurde dieser Interbankenhandel eliminiert. Wird diese konsolidierte Bilanz aufgeteilt in [[Bilanzposition]]en der Zentralbank und der Geschäftsbanken, sind im Regelfall die Einlagen von Nichtbanken bei Geschäftsbanken größer als die Kredite der Banken an Nichtbanken. Grund ist, dass Kreditinstitute [[liquide Mittel]] zwecks Aufrechterhaltung der [[Zahlungsfähigkeit]] und weiterer Kreditgewährung als [[Kreditangebot]] bereithalten. Die Einlagen von Nichtbanken &amp;lt;math&amp;gt;E_N&amp;lt;/math&amp;gt; sind größer als die Kredite an Nichtbanken &amp;lt;math&amp;gt;K_N&amp;lt;/math&amp;gt;, die Differenz hieraus ist die [[Überschussreserve]] &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt;:&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Katz/Claus Köhler, &amp;#039;&amp;#039;Geldwirtschaft: Geldversorgung und Kreditpolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 84; ISBN 3-428-03901-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E_N &amp;gt; K_N = R&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;E_N - K_N = R&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Diese Überschussreserve ist die Hauptquelle für die [[Geldschöpfung]] und den [[Geldschöpfungsmultiplikator]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Bank_Lexikon/yqoDBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C3%9Cberschussreserve+quelle+Geldsch%C3%B6pfung&amp;amp;pg=PA577&amp;amp;printsec=frontcover Jürgen Krumnow/Ludwig Gramlich/Thomas A. Lange/Thomas M. Dewner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank – Börse – Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 577]&amp;lt;/ref&amp;gt; der im gesamten Bankensystem gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bankenpleite]]&lt;br /&gt;
* Nationale Bankensysteme:&lt;br /&gt;
** [[Deutsches Bankwesen]]&lt;br /&gt;
** [[Österreichisches Bankwesen]]&lt;br /&gt;
** [[Schweizer Bankwesen]]&lt;br /&gt;
** [[Islamisches Bankwesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Bankensystem|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bankwesen (1914)|&amp;#039;&amp;#039;Bankwesen&amp;#039;&amp;#039; (Beitrag zum Stand 1914 in Deutschland)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezielle Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ten CatCars</name></author>
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