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	<title>Bankbilanzierung - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Scripturus: erheblich veraltete Literatur entfernt</title>
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		<updated>2025-06-30T22:29:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erheblich veraltete Literatur entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankbilanzierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Bankbetriebslehre]] und im [[Kreditwesen]] die [[Bilanzierung]] bei [[Kreditinstitut]]en bezeichnet, ihr Ergebnis ist die &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der volkswirtschaftlichen Sonderstellung des [[Bankwesen]]s sowie der Eigenheiten der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit gibt es [[Spezialgesetz]]e für die handelsrechtliche [[Rechnungslegung]], die sich von denen der [[Nichtbank]]en unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbilanzierung_nach_HGB_und_IFRS/RaL0G3oLeCIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bankbilanzierung&amp;amp;printsec=frontcover Hartmut Bieg, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanzierung nach HGB und IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bankbilanzierung unterscheidet sich bereits optisch erheblich von der Bilanzierung der Nichtbanken. Formal werden in der Bankbilanz auf der [[Aktivseite]] zuerst die [[Bilanzposition]]en mit [[Überschussreserve#Bankenliquidität|Primärliquidität]] ([[Kassenbestand]], [[Guthaben]] bei der [[Zentralbank]], [[Bankguthaben]] bei [[Geschäftsbank]]en) und dann die anderen Bilanzpositionen gezeigt ({{§|2|rechkredv|juris}} [[Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung|RechKredV]]). Bei Bilanzen von Nichtbanken dagegen steht das [[Anlagevermögen]] oben ({{§|266|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]]). Darin kommt zum Ausdruck, dass im Bankwesen die [[Liquidität]] von großer Bedeutung ist, während in der [[Produktionswirtschaft]] das Anlagevermögen eine wichtige Rolle beim [[Produktionsprozess]] spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankbilanzen und [[Geschäftsbericht]]e genießen ein besonderes Interesse in der [[Öffentlichkeit]], das einerseits am besonderen Einfluss des Bankwesens über das [[Geldwesen|Geld-]] und [[Kreditwesen]] auf den [[Gütermarkt]] liegt und andererseits auf die besonderen Risiken der [[Finanzwirtschaft]] zurückzuführen ist, die zu [[Finanzkrise]]n und [[Bankenpleite]]n führen können und damit die Gesamtwirtschaft beeinträchtigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Bankbilanz/5vzMBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bankbilanzierung&amp;amp;printsec=frontcover Heinrich Birck, &amp;#039;&amp;#039;Die Bankbilanz&amp;#039;&amp;#039;, 1961 S. 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankbilanzierung erfasst in der Bankbetriebslehre sämtliche Kreditinstitute, also insbesondere [[Bank]]en, [[Sparkasse]]n und [[Kreditgenossenschaft]]en und umfasst bei diesen [[Bilanz]], [[Gewinn- und Verlustrechnung]], [[Anhang (Jahresabschluss)|Anhang]], [[Lagebericht]] und [[Risikobericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlagen ==&lt;br /&gt;
Das [[Bilanzrecht]] des [[Handelsgesetzbuch]]es (HGB) enthält ab {{§|340|hgb|juris}} HGB Sondervorschriften für Kreditinstitute. Kreditinstitute aller [[Rechtsform]]en ([[Kapitalgesellschaft]]en und [[Personengesellschaft]]en) haben nach {{§|340a|hgb|juris}} HGB ihren [[Jahresabschluss]] und Lagebericht nach den für [[große Kapitalgesellschaft]]en geltenden Vorschriften aufzustellen. § 340a Abs. 2 HGB regelt, welche Vorschriften des HGB auch für die Kreditwirtschaft gelten und welche nicht. Das gilt auch entsprechend für den [[Konzernabschluss]] ({{§|340i|hgb|juris}} HGB). {{§|340b|hgb|juris}} HGB befasst sich mit [[Pensionsgeschäft]]en, wenn sie unter die hier kodifizierte [[Legaldefinition]] fallen. Kreditinstitute dürfen nach {{§|340f|hgb|juris}} Abs. 1 HGB [[Forderung]]en aus dem Kreditgeschäft, [[Schuldverschreibung]]en und [[Aktie]]n (die weder zum [[Finanzanlage]]vermögen noch zum [[Handelsbuch]] gehören, also nur das [[Anlagebuch]] betreffen) zu einem niedrigeren als dem sich aus dem strengen [[Niederstwertprinzip]] ergebenden [[Buchwert]] bewerten, soweit dies nach [[Vernünftige kaufmännische Beurteilung|vernünftiger kaufmännischer Beurteilung]] zulässig ist. Die Vorsorgereserven dürfen 4 % dieser Bilanzpositionen nicht überschreiten. Nähere Angaben brauchen hierzu im Jahresabschluss nicht gemacht zu werden (§ 340f Abs. 4 HGB). Hieraus ergibt sich eine Verbesserung der anrechenbaren Eigenmittel, weil die Vorsorgereserve als Ergänzungskapital anerkannt ist (Art. 63 Abs. 1 [[Kapitaladäquanzverordnung|CRR]] gibt den [[EU-Mitgliedstaaten]] eine [[Öffnungsklausel]] für „other items“). In {{§|340l|hgb|juris}} HGB ist die [[Offenlegungspflicht]] geregelt; dadurch wird höchste Transparenz erreicht. Die allgemeinen Bewertungsvorschriften der §{{§|252|hgb|juris}} bis {{§|256|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] gelten auch für Kreditinstitute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Detailfragen der Bankbilanzierung sind in der [[RechKredV]] geregelt. Sie unterteilt systematisch nach Bankbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bankbilanz ===&lt;br /&gt;
Bankbilanzen erfassen nach den Formblattvorschriften der RechKredV auf der [[Aktivseite]] zuerst das [[Umlaufvermögen]], dann das [[Anlagevermögen]]. Auf der [[Passivseite]] erscheinen entsprechend zuerst die [[Verbindlichkeit]]en, danach das [[Eigenkapital]], das aufsichtsrechtlich [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittel]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Bilanzposition]]&lt;br /&gt;
! [[Aktivseite]] &lt;br /&gt;
! [[Passivseite]]&lt;br /&gt;
! [[Rechtsgrundlage]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Umlaufvermögen]]&lt;br /&gt;
| [[Kassenbestand]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Guthaben]] bei [[Zentralbank]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Forderung]]en an [[Kreditinstitut]]e &amp;lt;br /&amp;gt; [[Geldleihe|Kredite]] an [[Nichtbank]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Anleihe]]n im [[Handelsbuch]] || || {{§|12|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|12|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|14|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|15|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt;{{§|16|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Finanzanlage]]n&lt;br /&gt;
| [[Kapitalbeteiligung]]en in [[Aktie]]n &amp;lt;br /&amp;gt; [[Anleihe]]n im [[Anlagebuch]] || || {{§|18|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| sonstige [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]]&lt;br /&gt;
| [[Gedenkmünze]]n und [[Goldmünze]]n mit [[Agio]] || || {{§|20|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sachanlagevermögen]]&lt;br /&gt;
| [[Gebäude]], [[Grundstück]]e || || {{§|247|hgb|juris}} Abs. 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rechnungsabgrenzungsposten]]&lt;br /&gt;
| [[aktive Rechnungsabgrenzung]] || || {{§|250|hgb|juris}} Abs. 1 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bilanzsumme]] || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Verbindlichkeit]]en || || gegenüber [[Kreditinstitut]]en &amp;lt;br /&amp;gt; gegenüber [[Nichtbank]]en || {{§|21|rechkredv|juris}} Abs. 1 [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|21|rechkredv|juris}} Abs. 2 [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Verbriefung|verbriefte]] [[Verbindlichkeit]]en || || [[Sparbrief|Spar(kassen)briefe]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Pfandbrief]]e || {{§|22|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rechnungsabgrenzungsposten]]&lt;br /&gt;
| || [[passive Rechnungsabgrenzung]] || {{§|23|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rückstellung]]en&lt;br /&gt;
| || für hohes [[Kreditrisiko]] aus [[Eventualverbindlichkeit]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Länderrisiko]]rückstellungen ||  {{§|24|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eigenkapital]]&lt;br /&gt;
| || [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittel]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[gezeichnetes Kapital]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Gewinnrücklage]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalrücklage]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Einlage (Bilanzrecht)|Einlagen]] [[stiller Gesellschafter]] &amp;lt;br /&amp;gt;  [[Dotationskapital]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Geschäftsguthaben]].|| {{§|25|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || || [[Bilanzsumme]] || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| „unterm Strich“&lt;br /&gt;
| || [[Eventualverbindlichkeit]]en aus &amp;lt;br /&amp;gt; [[Bankaval|Bürgschaften]], [[Gewährleistung]]sverträgen oder [[Bankgarantie]]n || {{§|26|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|12|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV ist als „Barreserve“ der [[Kassenbestand]] zu [[Aktivierung (Rechnungswesen)|aktivieren]], der sich aus [[gesetzliches Zahlungsmittel|gesetzlichen Zahlungsmitteln]] ([[Bargeld]]) einschließlich der [[Sorten]] sowie [[Postwertzeichen]] und [[Gerichtsgebühren]]marken zusammensetzt. Zu einem höheren Betrag als dem [[Nennwert]] ([[Agio]]) erworbene [[Gedenkmünze]]n sowie [[Goldmünze]]n, auch wenn es sich um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, und [[Goldbarren]] sind im Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“ zu erfassen. Zur Barreserve gehören nach § 12 Abs. 2 RechKredV zudem alle [[Sichteinlage]]n bei [[Zentralbank]]en (insbesondere das [[Mindestreserve]]guthaben), auch [[Fremdwährungskredit|Fremdwährungsguthaben]] von [[Niederlassung (Wirtschaft)|Niederlassungen]] des bilanzierenden Instituts bei der ausländischen Zentralbank. Sämtliche Bankguthaben bei Geschäftsbanken werden als „[[Forderung]]en an Kreditinstitute“ ausgewiesen ({{§|14|rechkredv|juris}} RechKredV). Zu den „Forderungen an [[Kunde]]n“ gehört das gesamte [[Kreditgeschäft]] mit Nichtbanken im Rahmen der [[Geldleihe]] ({{§|15|rechkredv|juris}} RechKredV). Während bei Nichtbanken {{§|285|hgb|juris}} Nr. 1a HGB nur kurz- und langfristige Laufzeiten bei Forderungen und [[Verbindlichkeit]]en unterscheidet, sind diese Bilanzpositionen nach {{§|9|rechkredv|juris}} Abs. 2 RechKredV genaueren Fristengliederungen unterworfen (&amp;amp;lt;&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;Monate, &amp;gt;&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;bis 1&amp;amp;nbsp;Jahr, &amp;gt;&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;bis 5&amp;amp;nbsp;Jahre und &amp;gt;&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Kreditgeschäfte der [[Kreditleihe]] werden als [[Eventualverbindlichkeit]]en „unter dem Strich“ – also unterhalb der [[Bilanzsumme]] – ({{§|26|rechkredv|juris}} RechKredV) bilanziert, insbesondere [[Verbindlichkeit]]en aus [[Bankaval]]en und [[Gewährleistung]]sverträgen sowie die Haftung aus der [[Bestellung]] von [[Kreditsicherheit]]en für fremde Verbindlichkeiten. Auch Verbindlichkeiten aus Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen aus [[Wertpapieremission]]en sowie Verbindlichkeiten aus unwiderruflichen [[Kreditzusage]]n sind hier zu vermerken ({{§|27|rechkredv|juris}} RechKredV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bankbetriebslehre werden die Eigenmittel der Kreditinstitute differenziert nach bilanziellem, [[ökonomisches Kapital#Bankwesen|ökonomischem]] und regulatorischem Kapital.&amp;lt;ref&amp;gt;Edgar Löw/Thomas A. Lange, &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung, Steuerung und Aufsicht von Banken&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 174 ff.; ISBN 978-3-409-12490-4&amp;lt;/ref&amp;gt; Bilanzielles Eigenkapital ist der [[Buchwert]] der [[Bilanzposition]] „Eigenkapital“ in der Bankbilanz, regulatorisches das nach {{§|10|kredwg|juris}} [[Kreditwesengesetz|KWG]] und {{§|10a|kredwg|juris}} KWG sowie [[Basel III]] zu ermittelnde Eigenkapital einschließlich [[Kapitalpuffer]] und ohne [[Geschäfts- oder Firmenwert]]. „Als ökonomisches Kapital bezeichnet man die Gesamtheit der Risikodeckungspotenziale, die mindestens vorgehalten werden muss, um selbst dann, wenn die vorab definierte [[Maximalbelastungstheorie|Maximalbelastungssituation]] eintreten sollte, [[Solvenz|solvent]] zu bleiben“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Kohlhaussen]], &amp;#039;&amp;#039;Eigenkapital der Kreditinstitute&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Wolfgang Gerke]]/Manfred Steiner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens&amp;#039;&amp;#039;, 2001, Sp. 588; ISBN 978-3-7910-8047-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Eigenkapital gehören nach {{§|25|rechkredv|juris}} RechKredV [[gezeichnetes Kapital]], [[Einlage (Bilanzrecht)|Einlagen]] [[stiller Gesellschafter]], [[Dotationskapital]] und [[Geschäftsguthaben]]. Die [[Sicherheitsrücklage]] (Sparkassen) sowie die [[Rücklage#Arten|Ergebnisrücklagen]] (Kreditgenossenschaften) gehören beim Eigenkapital zu den [[Gewinnrücklage]]n (§ 25 Abs. 2 RechKredV). Zu den Eigenmitteln gehören ferner [[Bilanzgewinn]] bzw. [[Bilanzverlust]]. Über dieses &amp;#039;&amp;#039;harte [[Kernkapital]]&amp;#039;&amp;#039; hinaus werden [[bankenaufsicht]]s&amp;amp;shy;rechtlich noch bestimmte Kapitalinstrumente nach Art. 51 [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] (englische Abkürzung CRR) und &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungskapital&amp;#039;&amp;#039; nach Art. 62 CRR als Eigenmittel anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen unter dem Bilanzstrich ===&lt;br /&gt;
Hierunter fallen nicht [[Bilanzierungsfähigkeit|bilanzierungsfähige]] [[Geschäftsvorfall|Geschäftsvorfälle]], die nach dem nächsten [[Bilanzstichtag]] aber für das bilanzierende Kreditinstitut eine [[Haftung (Recht)|Haftung]], eine mögliche [[Verpflichtung]] ([[Kreditrisiko]]), einen [[Jahresfehlbetrag|Verlust]] oder einen [[Ertrag]] auslösen können. Eine Inanspruchnahme ist wahrscheinlich; sobald sie konkret wird, muss eine &amp;#039;&amp;#039;Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften&amp;#039;&amp;#039; gebildet werden. Die Position steht auf der Passivseite der Bilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lassen sich weiter untergliedern in:&lt;br /&gt;
* [[Schwebendes Geschäft|Schwebende Geschäfte]]: Beispielsweise [[Derivat (Wirtschaft)|Derivate]] weisen am Tag ihres Geschäftsabschlusses keinen [[Marktwert]] auf, so dass auch eine Bilanzierung nicht möglich ist. Sobald sie nach dem Geschäftsabschluss einen negativen Marktwert entwickeln, sind für diese drohenden Verluste nach {{§|249|hgb|juris}} Abs. 1 HGB [[Rückstellung]]en ([[Drohverlustrückstellung]]en) zu bilden. Positive Marktwerte bleiben wegen des [[Realisationsprinzip]]s stets unberücksichtigt ({{§|252|hgb|juris}} Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=MttT3AuOiXMC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;dq=Positiver+Marktwert+imparit%C3%A4tsprinzip&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Positiver%20Marktwert%20imparit%C3%A4tsprinzip&amp;amp;f=false Martin Jonas, &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung von Bewertungseinheiten im handelsrechtlichen Jahresabschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 58]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Eventualverbindlichkeit]]en: Hier handelt es sich um Haftungsverpflichtungen, die auf das Kreditinstitut aus [[Avalkredit]]en (übernommene [[Bürgschaft]]en, [[Garantie]]n oder sonstigen [[Gewährleistung]]en) zukommen können.&lt;br /&gt;
* Andere Verpflichtungen: Hierunter fallen unwiderrufliche [[Kreditzusage]]n, [[Emittent (Finanzmarkt)|Platzierungs-]] und [[Unternehmensübernahme|Übernahmeverpflichtungen]].&lt;br /&gt;
Im [[Anhang (Jahresabschluss)|Anhang]] sind weitere Angaben zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abweichungen von den Bilanzen der Nichtbanken ===&lt;br /&gt;
Die Bankbilanzen weichen insbesondere bei folgenden Bilanzpositionen von dem branchenübergreifenden Gliederungsschema des § 266 HGB ab:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbilanz_nach_HGB/VCHRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C2%A7340f+hgb&amp;amp;pg=PA270&amp;amp;printsec=frontcover Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 40 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Nichtbank]]en&lt;br /&gt;
! [[Kreditinstitut]]e&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|247|hgb|juris}} Abs. 1 HGB&lt;br /&gt;
| {{§|2|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV || [[Umlaufvermögen|Umlauf-]] und [[Anlagevermögen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|251|hgb|juris}} HGB &lt;br /&gt;
| {{§|26|rechkredv|juris}} und {{§|35|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV || [[Eventualverbindlichkeit]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|266|hgb|juris}} HGB&lt;br /&gt;
| {{§|2|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV || [[Bilanz]]gliederung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|275|hgb|juris}} HGB&lt;br /&gt;
| {{§|2|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV || [[Gewinn- und Verlustrechnung]]sgliederung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|284|hgb|juris}} Abs. 3 HGB&lt;br /&gt;
| {{§|34|rechkredv|juris}} Abs. 3 RechKredV || [[Anlagengitter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|285|hgb|juris}} Nr. 1a, Nr. 2 HGB&lt;br /&gt;
| {{§|340d|hgb|juris}} HGB &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|9|rechkredv|juris}} Abs. 1 RechKredV || Gliederung [[Laufzeit (Wirtschaft)|Restlaufzeiten]] &amp;lt;br /&amp;gt; Gliederung [[Verbindlichkeit]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|285|hgb|juris}} Nr. 1b, Nr. 2 HGB&lt;br /&gt;
| {{§|35|rechkredv|juris}} Abs. 5 RechKredV || [[Kreditsicherheit|Sicherheiten]] für [[Verbindlichkeit]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{§|285|hgb|juris}} Nr. 9c HGB&lt;br /&gt;
| {{§|34|rechkredv|juris}} Abs. 2 Nr. 2 RechKredV || [[Organ (Recht)|Organvergütungen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bilanzgliederung wird bei Kreditinstituten nicht zwischen [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]] unterschieden. Die Gliederung der [[Aktivseite]] erfolgt nach der [[Liquidität]], wobei liquidere [[Vermögenswert]]e vor weniger liquiden stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/N5BdDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bewertung+hgb+lexikon&amp;amp;pg=PA673&amp;amp;printsec=frontcover Gregor Krämer, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang Lück (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 55 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewinn- und Verlustrechnung ===&lt;br /&gt;
Die [[Gewinn- und Verlustrechnung]] darf von Kreditinstituten entweder in [[Konto]]form oder in Staffelform aufgestellt werden, bei Nichtbanken ist lediglich die Staffelform zulässig. Die Kontoform der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich aus {{§|340a|hgb|juris}} HGB und ersetzt die Vorschriften des – für Nichtbanken geltenden – {{§|275|hgb|juris}} HGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kategorie &lt;br /&gt;
! [[Produktgruppe]]&lt;br /&gt;
! [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]&lt;br /&gt;
! [[Ertrag]] / [[Aufwand]]&lt;br /&gt;
! [[Rechtsgrundlage]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zinsgeschäft]]&lt;br /&gt;
| [[Aktivgeschäft]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Passivgeschäft]] || [[Kreditzins]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Habenzins]] || [[Zinsertrag]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Zinsaufwand]] || {{§|28|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|29|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]   &lt;br /&gt;
|-   &lt;br /&gt;
| [[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]]&lt;br /&gt;
| [[Effekten]]geschäft &amp;lt;br /&amp;gt; [[Wertpapierdepotgeschäft]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Wertpapierhandel]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Wertpapierorder]]s || [[Provision]] ||  [[Provision]]sertrag || {{§|30|rechkredv|juris}} RechKredV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Indifferenzgeschäft]] &lt;br /&gt;
| [[Zahlungsverkehr]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Beratung]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Inkasso]]geschäft || [[Bankgebühr]]: [[Bearbeitungsgebühr]], [[Buchungsposten#Buchungspostengebühr|Buchungspostengebühr]],  [[Kontoführungsgebühr]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Beratungsgebühr]], [[Depotgebühr]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Inkassounternehmen (Deutschland)#Höhe der Inkassokosten|Inkassogebühr]] || [[Gebühr]]enertrag || {{§|30|rechkredv|juris}} RechKredV  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditgeschäft]], [[Finanzanlage]]n, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalbeteiligung]]en&lt;br /&gt;
| [[Abschreibung]]en &amp;lt;br /&amp;gt; [[Wertberichtigung]]en || || [[Zuführung (Rechnungswesen)|Zuführungen]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Zuschreibungen]] || {{§|32|rechkredv|juris}} RechKredV &amp;lt;br /&amp;gt; {{§|33|rechkredv|juris}} RechKredV  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In {{§|28|rechkredv|juris}} RechKredV sind die [[Zinsertrag|Zinserträge]], {{§|29|rechkredv|juris}} RechKredV der [[Zinsaufwand]], {{§|30|rechkredv|juris}} RechKredV der [[Provision]]sertrag, {{§|31|rechkredv|juris}} RechKredV die [[Verwaltungskosten]] ([[Materialkosten]], [[Personalkosten]], [[Raumkosten]], [[Versicherungsprämie]]n), {{§|32|rechkredv|juris}} RechKredV die [[Abschreibung]]en und [[Wertberichtigung]]en auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere als Aufwand und Ertrag gemäß {{§|340f|hgb|juris}} Abs. 3 HGB und Versicherungsprämien für [[Kreditversicherung]]en nach dem Bruttoprinzip, in {{§|33|rechkredv|juris}} RechKredV Abschreibungen und Wertberichtigungen auf [[Kapitalbeteiligung]]en erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei bei Kreditinstituten vorkommenden [[Produktgruppe]]n [[Zinsgeschäft]], [[Indifferenzgeschäft]] und [[Kommissionsgeschäft|Finanzkommissionsgeschäft]] generieren drei Arten von [[Werterlöse]]n und [[Wertkosten]]:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbetriebslehre/InTsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Indifferenzgesch%C3%A4ft&amp;amp;pg=PA352&amp;amp;printsec=frontcover Erich Priewasser, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 399]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zinsgeschäft setzt sich aus dem [[Passivgeschäft]] ([[Bankguthaben]] jeder Art) und dem [[Aktivgeschäft]] ([[Kreditgeschäft]]) zusammen. Im Passivgeschäft entstehen Wertkosten durch  [[Habenzins]]en auf Geldanlagen. Im Aktivgeschäft zahlt der [[Kreditnehmer]] einen [[Kreditzins]] auf seine Kreditschuld, der als Werterlöse vereinnahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zahlungsverkehr]] kann zwar durch das Zinsgeschäft oder das Finanzkommissionsgeschäft ausgelöst werden, doch hauptsächlich dient er der [[Zahlung]] zwischen [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtigem]] und [[Zahlungsempfänger]]. Jede Art der [[Beratung|Bankberatung]] ([[Anlageberatung]], [[Financial advisory]], [[Financial Engineering]]) gehört zu den Indifferenzgeschäften und erbringt [[Bankgebühr]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankbilanzen folgen dem nach {{§|2|rechkredv|juris}} RechKredV vorgeschriebenen Gliederungsschema und orientieren sich auf der [[Aktivseite]] am Ordnungsprinzip der [[Liquidierbarkeit]], so dass die Aktiva mit den liquidesten [[Bilanzposition]]en wie Barreserve und Kassenbestand beginnen. Nach § 2 RechKredV müssen Kreditinstitute abweichend von {{§|275|hgb|juris}} HGB die Gewinn- und Verlustrechnung nach besonderen Formblättern erstellen, wobei die Konto- oder Staffelform zulässig ist. Grund hierfür ist die banktypische Eigenheit, dass Kreditinstitute keine [[Umsatzerlös]]e wie Nichtbanken erwirtschaften, sondern überwiegend [[Zinsertrag|Zinserträge]] ({{§|28|rechkredv|juris}} RechKredV) vereinnahmen, denen die [[Zinsaufwand|Zinsaufwendungen]] ({{§|29|rechkredv|juris}} RechKredV) gegenüberzustellen sind. Nach {{§|34|rechkredv|juris}} RechKredV sind zusätzliche Erläuterungen im Anhang zu machen, {{§|35|rechkredv|juris}} RechKredV verlangt zusätzliche Pflichtangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinn- und Verlustrechnung lässt sich anhand wichtiger Posten weiter analysieren. Es wird unterschieden zwischen &amp;#039;&amp;#039;Zinsergebnis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Handelsergebnis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Finanzanlageergebnis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zinsergebnis{{Anker|Zinsergebnis}}&lt;br /&gt;
Das Zinsergebnis umfasst mit den [[Zinsaufwand|Zinsaufwendungen]] und [[Zinsertrag|Zinserträgen]] alle laufenden Aufwendungen und Erträge, die mit Aktiv- und Passivgeschäften verbunden sind. Hierin erscheint der Zinsaufwand für Habenzinsen aus dem Passivgeschäft und der Zinsertrag aus Kreditzinsen des Aktivgeschäfts. Dieser Brutto-Ausweis wird um die [[Risikovorsorge]] ([[Zuführung (Rechnungswesen)|Zuführungen]] zu [[Wertberichtigung]]en und [[Rückstellung]]en, [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Zuschreibungen]] und Auflösungen von Wertberichtigungen und [[Abschreibungen]] und [[Einzelwertberichtigung]]en) ergänzt, woraus sich das „Zinsergebnis nach Risikovorsorge“ ergibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Abbildung_des_Kreditrisikos_im_Jahre/7aS5DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=kreditinstitute+zinsergebnis&amp;amp;pg=PA320&amp;amp;printsec=frontcover Christian Kakuk, &amp;#039;&amp;#039;Die Abbildung des Kreditrisikos im Jahresabschluss der Kreditinstitute nach HGB und IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 304]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Handelsergebnis&lt;br /&gt;
Das Handelsergebnis umfasst Ertrags- und Aufwandskomponenten unter anderem bei „sonstigen Wertpapieren“ des [[Wertpapierhandel]]s im Rahmen des [[Interbankenhandel]]s:&lt;br /&gt;
* Bewertungsergebnis Kreditgeschäft,&lt;br /&gt;
* [[Gewinn]]/[[Jahresfehlbetrag|Verlust]] aus dem [[Handelsbuch]],&lt;br /&gt;
* Ergebnis aus Wertpapieren der Liquiditätsreserve,&lt;br /&gt;
Es ist ein [[Saldierung]]swahlrecht vorgesehen.&lt;br /&gt;
[[IFRS 7]] (früher: [[IAS 30]]) gestattet den Kreditinstituten, das Handelsergebnis um [[Refinanzierungskosten]] und laufende [[Ertrag|Erträge]] der aus dem Wertpapierhandel erworbenen [[Finanzinstrument]]e (wie [[Kapitalertrag]] aus [[Zinse]]n und [[Dividende]]n) zu erweitern, die nach deutschem Handelsrecht zwingend im Zinsergebnis auszuweisen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Rechnungslegung_f%C3%BCr_Banken_nach_IFRS/LT-QBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=kreditinstitute+handelsergebnis&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;printsec=frontcover Edgar Löw, &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung für Banken nach IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Finanzanlageergebnis&lt;br /&gt;
Das Finanzanlageergebnis umfasst Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse, die im Zusammenhang mit Finanzanlagen, d.&amp;amp;nbsp;h. Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankbilanzierung nach HGB und IFRS ==&lt;br /&gt;
Nichtbanken und Kreditinstitute unterliegen allgemein in Deutschland und den [[EU-Mitgliedstaaten]] den [[Rechnungslegungsstandard]]s des HGB und – bei der [[Rechtsform]] der [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]] oder [[Kommanditgesellschaft auf Aktien]] – auch dem [[Aktiengesetz (Deutschland)|Aktiengesetz]] (AktG). International gelten für alle Institute die Rechnungslegungsstandards des [[International Accounting Standards Board]] (IASB), sofern die bilanzierenden Unternehmen als [[Emittent (Finanzmarkt)|Wertpapieremittenten]] an einem organisierten [[Kapitalmarkt]] auftreten. Diese sind nach der IAS-Verordnung der EU vom Juli 2002&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2002|1606|titel=vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und {{§|264d|hgb|juris}} HGB verpflichtet, seit 2005 in ihren [[Konzernabschluss|Konzernabschlüssen]] zwingend die [[International Financial Reporting Standards]] (IFRS) anzuwenden. Hier gilt für Kreditinstitute insbesondere der [[International Financial Reporting Standard 7]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erträge und Aufwendungen aus sonstigen Wertpapieren und Forderungen sind alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Wertpapierbestand der [[Liquiditätsreserve]] und dem Kreditgeschäft auftreten und keinen Zinsertrag bzw. laufenden Ertrag darstellen. Hier findet eine [[Überkreuzkompensation]] statt. Wird die Überkreuzkompensation genutzt, so ist im Jahresabschluss nicht erkennbar, ob und in welcher Höhe Vorsorgereserven gebildet oder aufgelöst wurden. Dies stellt einen Unterschied zum [[International Accounting Standards|IAS]] dar. Hier bezieht sich [[Risikovorsorge]] ausschließlich auf das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft. Als Nettogröße enthält sie den Saldo aus [[Abschreibung]]en, [[Wertberichtigung]]en und [[Rückstellung]]en für latente und erkennbar gewordene Risiken und den Erträgen aus der Auflösung dieser Posten. Die Möglichkeit der Bildung von [[Stille Reserve|Vorsorgereserven]] besteht nicht, weder für Kredite noch für Wertpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Bewertungsvorschriften ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bankbilanz-Bewertung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Kreditinstitute gelten die besonderen [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertungsvorschriften]] aus {{§|340e|hgb|juris}} HGB (Bewertung von [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenständen]]), {{§|340f|hgb|juris}} HGB ([[Risikovorsorge]] für allgemeine Bankrisiken), {{§|340g|hgb|juris}} HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und {{§|340h|hgb|juris}} HGB ([[Exposure (Finanzwirtschaft)#Arten|Währungsumrechnung]]). Der [[Unternehmenswert]] eines Kreditinstituts lässt sich aus dem Zukunftserfolg und dem [[Kapitalisierungszins]] ableiten, wobei letzterer durch die [[Eigenkapitalkosten]] und – je nach Bewertungsverfahren – durch die [[Fremdkapitalkosten]] bestimmt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Bewertung_von_Kreditinstituten/MgAS6kB28ogC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bewertungsvorschriften+kreditinstitute&amp;amp;printsec=frontcover Christian Schäfer, &amp;#039;&amp;#039;Die Bewertung von Kreditinstituten: Erfassung und Bewertung bankspezifischer Risiken&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 25 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zukunftserfolg wird an die [[Gesellschafter]] (beispielsweise [[Aktionär]]e) in Form von [[Dividende]]n ausgeschüttet. 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsertragsbilanz ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Zinsertragsbilanz&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Bankkalkulation]] eine nicht kompensierte Bankbilanz, in der den einzelnen Aktiva und Passiva die zugehörigen Jahresdurchschnitts-[[Zinssatz|Zinssätze]] hinzugefügt werden, woraus sich ein durchschnittlicher [[Zinsaufwand]] und [[Zinsertrag]] ergibt, dessen Differenz die Brutto-[[Zinsspanne]] darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bank_Lexikon/X3mfBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Zinsertragsbilanz+lexikon&amp;amp;pg=PA1750&amp;amp;printsec=frontcover Verlag Th. Gabler GmbH (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1978, Sp. 1735]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zinsertragsbilanz hatte seit 1949 die [[Deutsche Bundesbank]] genutzt, um einen [[Betriebsvergleich]] der Kreditinstitute im Hinblick auf ihre Zinsspanne durchzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Der_Bankbetrieb/nqd9BwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Zinsertragsbilanz&amp;amp;pg=PA675&amp;amp;printsec=frontcover Gerhard Diepen/Karl Friedrich Hagenmüller, &amp;#039;&amp;#039;Der Bankbetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1982, S. 675 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zinsertragsbilanz ergibt eine durchschnittliche Zinsspanne, während sich die tatsächliche aus der Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln lässt. Hieraus werden die in der [[Wertsphäre]] anfallenden [[Wertkosten]] und [[Werterlöse]] gegenübergestellt, während die [[Stückkalkulation]] die in der [[Betriebssphäre]] anfallenden [[Betriebskosten (Bankwesen)|Betriebskosten]] und [[Betriebserlöse (Bankwesen)|Betriebserlöse]] miteinander in Beziehung setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Th. Gabler GmbH (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1978, Sp. 1749&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zinsspanne betrifft ausschließlich das Zinsgeschäft, während Finanzkommissions- und Indifferenzgeschäft in der Zinsertragsbilanz unberücksichtigt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Informationsfunktion ==&lt;br /&gt;
Die Bankbilanz oder der Jahresabschluss von Kreditinstituten dienen der [[Publizität]] der [[Unternehmensdaten]] gegenüber der interessierten [[Öffentlichkeit]], insbesondere [[Anleger (Finanzmarkt)|Anlegern]], [[Bankenaufsicht]], [[Gesellschafter]]n ([[Aktionär]]en, [[Mitglied]]ern), [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]] oder den [[Massenmedien]]. Sie analysieren bestimmte Daten im Hinblick auf ihre Interessen. Außerdem dient die Bankbilanz als Größenmaßstab beim Betriebsvergleich oder bei der Ermittlung der [[Betriebsgröße]], wobei als [[Messgröße]]n die [[Bilanzsumme]] &amp;lt;math&amp;gt;BS&amp;lt;/math&amp;gt; oder das [[Geschäftsvolumen]] &amp;lt;math&amp;gt;GV&amp;lt;/math&amp;gt; (einschließlich der Eventualverbindlichkeiten &amp;lt;math&amp;gt;EV&amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;GV = BS + EV&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
herangezogen wird. Die bedeutendste Betriebsgröße erreichen [[Großbank]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Bankbilanzierung|TYP=Literatur über}}.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Handbuch Bankbilanz. Bilanzierung, Bewertung und Prüfung |Autor=Paul Scharpf/Mathias Schaber |Auflage=9., vollständig aktualisierte und erweiterte |Verlag=IDW |Ort=Düsseldorf |Jahr=2022 |ISBN=978-3-8021-2712-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4069130-5}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scripturus</name></author>
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