<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bankbilanz-Bewertung</id>
	<title>Bankbilanz-Bewertung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bankbilanz-Bewertung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bankbilanz-Bewertung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T23:11:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bankbilanz-Bewertung&amp;diff=668368&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falsches Minuszeichen durch Halbgeviertstrich ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bankbilanz-Bewertung&amp;diff=668368&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-04T21:17:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsches &lt;a href=&quot;/index.php/Minuszeichen&quot; title=&quot;Minuszeichen&quot;&gt;Minuszeichen&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Halbgeviertstrich&quot; title=&quot;Halbgeviertstrich&quot;&gt;Halbgeviertstrich&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz-Bewertung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Bankwesen]] und [[Rechnungswesen]] die [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] einzelner [[Bilanzposition]]en der [[Bankbilanzierung|Bankbilanz]] bezeichnet, die Auswirkungen auf die [[Gewinn- und Verlustrechnung]] und damit auf die [[Ertragslage]] und die [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittel]] der [[Kreditinstitut]]e hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Sonderstellung des [[Kreditwesen]]s in einer [[Volkswirtschaft]] sowie der Eigenheiten der bankbetrieblichen [[Bankgeschäft|Geschäftstätigkeit]] gibt es bereits für die [[Bankbilanzierung]] [[Spezialgesetz]]e der in handelsrechtlichen [[Rechnungslegung]], die sich von denen der [[Nichtbank]]en teilweise erheblich unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbilanzierung_nach_HGB_und_IFRS/RaL0G3oLeCIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bankbilanzierung&amp;amp;printsec=frontcover Hartmut Bieg, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanzierung nach HGB und IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Bankbilanzierung kommt es insbesondere auf die Bildung und Gliederung der Bilanzpositionen im Rahmen der [[Bilanzierungsgrundsätze]] der [[Bilanzidentität]], [[Bilanzklarheit]], [[Bilanzkontinuität]] und [[Bilanzwahrheit]] an. Dabei verlangt die materielle Bilanzkontinuität, dass die angewandten Bewertungsmethoden beizubehalten sind ({{§|252|hgb|juris}} Abs. 1 Nr. 6 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kern der Bankbilanz-Bewertung ist die Bewertung einzelner Bilanzpositionen. Bereits 1961 erschien hierzu im Rahmen der [[Bankbetriebslehre]] ein Grundlagenwerk über die Bankbilanz und ihre Bewertung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Bankbilanz/5vzMBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bankbilanz-Bewertung&amp;amp;printsec=frontcover Heinrich Birk, &amp;#039;&amp;#039;Die Bankbilanz&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 37 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheidend ist dabei die Bewertung neuralgischer Bilanzpositionen, [[Finanzprodukt]]e oder [[Finanzinstrument]]e in der Bankbilanz wie insbesondere [[Derivat (Wirtschaft)|Derivate]], [[Finanzanlage]]n, [[Kapitalbeteiligung]]en, [[Kreditgeschäft]], [[Wertpapier]]e ([[Aktivseite]]) sowie Eigenmittel, [[Rücklage]]n, [[Rückstellung]]en und [[Verbindlichkeit]]en ([[Passivseite]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechnungslegungsstandards ==&lt;br /&gt;
Einschlägige deutsche [[Rechnungslegungsstandard]]s gibt es für Kreditinstitute im [[Handelsgesetzbuch]] (HGB), der [[Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung]] (RechKredV) und speziell für [[Aktienbank]]en das [[Aktiengesetz (Deutschland)|Aktiengesetz]] (AktG). International sind die [[IFRS]] nebst Auslegungen von Bedeutung, die über {{§|264d|hgb|juris}} HGB und {{§|315e|hgb|juris}} HGB auch in Deutschland für [[kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft]]en gelten (das sind neben [[Großbank]]en auch [[Großunternehmen]] des Nichtbankensektors).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Rechnungslegungsstandards enthalten auch dezidierte Bewertungsvorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zu beachtende Bewertungsvorschriften ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute und [[Finanzdienstleistungsinstitut]]e haben folgende bewertungsrelevante Rechnungslegungsvorschriften zu beachten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankbilanz_nach_HGB/VCHRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C2%A7340f+hgb&amp;amp;pg=PA270&amp;amp;printsec=frontcover Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Rechtsgebiet]]&lt;br /&gt;
! [[Rechtsgrundlage]]&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorschriften für alle [[Kaufmann (HGB)|Kaufleute]]&lt;br /&gt;
| {{§|238|hgb|juris}} HGB bis {{§|263|hgb|juris}} HGB || Kreditinstitute sind [[Istkaufmann]] oder [[Formkaufmann]], so dass sie diese Vorschriften beachten müssen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorschriften für [[Kapitalgesellschaft]]en &lt;br /&gt;
| {{§|264|hgb|juris}} HGB bis {{§|289a|hgb|juris}} HGB || Nach {{§|340a|hgb|juris}} HGB haben alle Kreditinstitute unabhängig von ihrer [[Rechtsform]] die Vorschriften für &amp;lt;br /&amp;gt; [[große Kapitalgesellschaft]]en anzuwenden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[rechtsform]]spezifische Vorschriften&lt;br /&gt;
| {{§|340|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 3 HGB || unter anderem: {{§|58|aktg|juris}} AktG, {{§|150|hgb|juris}} AktG, {{§|152|hgb|juris}} AktG, {{§|42|gmbhg|juris}} [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbHG]], {{§|42a|gmbhg|juris}} GmbHG, {{§|19|geng|juris}} f. [[Genossenschaftsgesetz (Deutschland)|GenG]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[kreditinstitut]]spezifische Vorschriften&lt;br /&gt;
| {{§|340|hgb|juris}} HGB bis {{§|340o|hgb|juris}} HGB || Diese Vorschriften sind der Kern des bewertungsrelevanten materiellen Bilanzrechts für Kredit- und &amp;lt;br /&amp;gt; Finanzdienstleistungsinstitute &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere formelle Vorschriften enthält die RechKredV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertung nach dem HGB ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bewertung (Rechnungswesen)}}&lt;br /&gt;
Die wesentlichen Bewertungsvorschriften für alle [[Wirtschaftszweig]]e und [[Rechtsform]]en sind in den §{{§|252|hgb|juris}} HGB bis {{§|256a|hgb|juris}} HGB kodifiziert. Sie gelten branchenübergreifend auch für Kreditinstitute, sofern für letztere keine Ausnahmen vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb befasst sich dieser Artikel lediglich mit den spezifischen Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute, die sich aus den §{{§|340|hgb|juris}} HGB bis {{§|340i|hgb|juris}} HGB ergeben. Sie betreffen insbesondere die Bewertung von Vermögensgegenständen, Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken, eines Sonderpostens für diese in der Bankbilanz und Fremdwährungsumrechnung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Bank_Lexikon/rCUkBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bewertung+hgb+lexikon&amp;amp;pg=PA207&amp;amp;printsec=frontcover Thomas M. Dewner/Thomas A. Lange, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank - Börse – Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 206 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grundsatz&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Rechtsform und der [[Bankengröße]] müssen alle Kreditinstitute gemäß {{§|340a|hgb|juris}} HGB ihren [[Jahresabschluss]] nach den Regeln für [[große Kapitalgesellschaft]]en aufstellen. Das gilt nach {{§|340i|hgb|juris}} Abs. 1 HGB auch für den [[Konzernabschluss]] von Kreditinstituten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pensionsgeschäfte&lt;br /&gt;
Die [[Legaldefinition]] des {{§|340b|hgb|juris}} HGB definiert [[Pensionsgeschäft]]e als „[[Vertrag|Verträge]], durch die ein Kreditinstitut oder der [[Kunde]] eines Kreditinstituts (&amp;#039;&amp;#039;Pensionsgeber&amp;#039;&amp;#039;) ihm gehörende [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] einem anderen Kreditinstitut oder einem seiner Kunden (&amp;#039;&amp;#039;Pensionsnehmer&amp;#039;&amp;#039;) gegen [[Zahlung]] eines Betrags überträgt und in denen gleichzeitig vereinbart wird, dass die Vermögensgegenstände später gegen Entrichtung des empfangenen oder eines im Voraus vereinbarten anderen Betrags an den Pensionsgeber zurück übertragen werden müssen oder können“. Die übertragenen Vermögensgegenstände sind nach § 340b Abs. 4 HGB weiterhin in der Bilanz des Pensionsgebers auszuweisen. Hier wird beim &amp;#039;&amp;#039;echten Pensionsgeschäft&amp;#039;&amp;#039; das Prinzip der [[wirtschaftliche Betrachtungsweise|wirtschaftlichen Betrachtungsweise]] aus {{§|246|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 2 HGB sinngemäß angewandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bewertung von Vermögensgegenständen&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gelten gemäß {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 1 HGB für [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]] dieselben Bewertungsvorschriften wie für Nichtbanken. {{§|253|hgb|juris}} Abs. 3 Satz 6 HGB ist dagegen für Kreditinstitute nur auf Kapitalbeteiligungen und Anteile an [[verbundenes Unternehmen|verbundenen Unternehmen]] sowie Wertpapiere und Forderungen anzuwenden, die &amp;#039;&amp;#039;dauernd&amp;#039;&amp;#039; dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind. Abweichend von § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB dürfen [[Hypothekendarlehen]] und andere [[Forderung]]en mit ihrem [[Nennbetrag]] angesetzt werden, soweit das [[Disagio]] [[Zins]]charakter hat. Ist der Nennbetrag höher als der Auszahlungsbetrag oder die [[Anschaffungskosten]], so ist der Unterschiedsbetrag in den [[Rechnungsabgrenzungsposten]] auf der Passivseite aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzinstrumente des [[Handelsbuch]]s sind zum [[beizulegender Zeitwert|beizulegenden Zeitwert]] abzüglich eines Risikoabschlags zu bewerten. Eine Umgliederung aus dem [[Anlagebuch]] in das Handelsbuch ist nach § 340e Abs. 3 HGB (&amp;#039;&amp;#039;handelsrechtlich&amp;#039;&amp;#039;) ausgeschlossen (siehe aber [[#Umwidmung|Umwidmung]]). Das gilt auch für eine Umgliederung aus dem Handelsbuch in das Anlagebuch, es sei denn, außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, führen zu einer Aufgabe der Handelsabsicht durch das Kreditinstitut. Finanzinstrumente des Handelsbuchs können nachträglich in eine &amp;#039;&amp;#039;Bewertungseinheit&amp;#039;&amp;#039; einbezogen werden; sie sind bei Beendigung der Bewertungseinheit wieder in das Handelsbuch umzugliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertpapiere sind bei der [[Anschaffung]] einer der drei Bewertungskategorien Handelsbuch, [[Liquiditätsreserve]] oder Anlagevermögen zuzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 244&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Zuordnung zum Handelsbuch und zum Anlagevermögen bilanz- und aufsichtsrechtlich kodifiziert sind, stellt die Zuordnung zur Liquiditätsreserve einen Auffangtatbestand dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorsorge für allgemeine Bankrisiken&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|340f|hgb|juris}} Abs. 1 HGB dürfen Kreditinstitute die Forderungen an andere Kreditinstitute ([[Interbankenhandel]]) und Kunden ([[Bankkredit]]e), [[Anleihe]]n sowie [[Aktie]]n und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die weder wie Anlagevermögen behandelt werden noch Teil des Handelsbuchs sind, mit einem niedrigeren als dem nach § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 HGB vorgeschriebenen oder zugelassenen Wert ansetzen (Wahlrecht), soweit dies nach [[vernünftige kaufmännische Beurteilung|vernünftiger kaufmännischer Beurteilung]] zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute notwendig ist. Höchstgrenze sind 4 % der betroffenen [[Vermögenswert]]e des Anlagebuchs. Der Gesetzgeber eröffnet hierbei den Banken die bewusste Unterbewertung unterhalb der Anschaffungskosten oder des beizulegenden Zeitwerts. Für die Vorsorgereserve nach § 340f HGB kommen nur Vermögenswerte in Betracht, die nach dem [[Niederstwertprinzip#Arten|strengen Niederstwertprinzip]] bewertet werden und die dem Handelsbuch zugeordnet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 269&amp;lt;/ref&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 340f Abs. 3 HGB können [[Aufwand|Aufwendungen]] und [[Ertrag|Erträge]] aus unterschiedlichen [[Geschäftssparte]]n miteinander [[Saldierung|saldiert]] werden, daher wird der Vorgang als [[Überkreuzkompensation]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung und Auflösung von stillen Vorsorgereserven nach § 340f HGB ist für den externen Jahresabschlussadressaten nicht nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bezug zu Einzelwertberichtigung und Pauschalwertberichtigung&lt;br /&gt;
Die Vorsorgereserve kann zusätzlich zu einer [[Einzelwertberichtigung]] (EWB) oder [[Pauschalwertberichtigung]] (PWB) angesetzt werden, denn die Vorsorgereserve wird lediglich zur Sicherung gegen die &amp;#039;&amp;#039;besonderen&amp;#039;&amp;#039; Risiken des Kreditgewerbes gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| EWB &lt;br /&gt;
| PWB&lt;br /&gt;
| Vorsorgereserven&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;erkennbare&amp;#039;&amp;#039; [[Ausfallrisiko|Ausfallrisiken]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;latente&amp;#039;&amp;#039; Ausfallrisiken&lt;br /&gt;
| [[Risikovorsorge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Länderrisiko|Länderrisiken]] (pauschale EWB) &amp;lt;br /&amp;gt; ([[politisches Risiko|politische]] und [[Transferstopprisiko|Transferstopprisiken]])&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sonderposten für allgemeine Bankrisiken&lt;br /&gt;
Kreditinstitute dürfen nach {{§|340g|hgb|juris}} HGB auf der Passivseite ihrer Bilanz zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken einen Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ als Bilanzposition bilden (auch „Sonderfonds“), soweit dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wegen der besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute notwendig ist. In [[Geschäftsjahr]]en mit positivem Nettoertrag aus dem Handelsbuch ist er in Höhe von mindestens 10 % der Nettoerträge des Handelsbuchs in den Sonderposten nach § 340g HGB einzustellen, bis mindestens 50 % der durchschnittlichen Höhe des Postens „Nettoerträge des Handelsbuchs“ der letzten fünf Jahre vor dem jeweiligen Bilanzstichtag erreicht sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Rechnungslegung_nach_BilMoG/u-Ai8WmSnBcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C2%A7340g+hgb&amp;amp;pg=PA337&amp;amp;printsec=frontcover Holger Philipps, &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung nach BilMoG&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 337]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sonderposten ist zweckbestimmt für den Ausgleich eines Verlustes aus dem Handelsbuch; er gehört gemäß {{§|10|kredwg|juris}} Abs. 2a Nr. 7 [[Kreditwesengesetz|KWG]] zum [[Kernkapital]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Währungsumrechnung&lt;br /&gt;
Die für Nichtbanken vorgeschriebene Umrechnung von [[Fremdwährung]]en des {{§|256a|hgb|juris}} HGB wird für Kreditinstitute dahingehend modifiziert, dass nach {{§|340h|hgb|juris}} HGB in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] vereinnahmte [[Ertrag|Erträge]] nur dann berücksichtigt werden müssen, wenn sie nicht durch korrespondierende Vermögensgegenstände, [[Schulden]] oder [[Termingeschäft]]e gedeckt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/238_342e/_DrEDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C2%A7340h+hgb&amp;amp;pg=PA877&amp;amp;printsec=frontcover Norbert Horn/Peter Balzer/Georg Borges/Harald Herrmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Heymann Großkommentar Handelsgesetzbuch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band 3: §§ 238-342e&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 877 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Besonders gedeckt“ bedeutet, dass ein vergleichbarer Posten mit einem gegenläufigen Wertrisiko vorhanden ist. § 340h HGB gilt nicht für die Zugangsbewertung, wenn mithin Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten während des laufenden Geschäftsjahrs angeschafft oder eingegangen wurden. Hierfür gilt § 256a HGB, wonach die Anschaffungskosten in Fremdwährung angesetzt werden. Bei der in § 340h HGB geregelten Folgebewertung ist zunächst wegen § 340e HGB zwischen Anlage- und Handelsbuch zu trennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Horn/Peter Balzer/Georg Borges/Harald Herrmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Heymann Großkommentar Handelsgesetzbuch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band 3: §§ 238-342e&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Handelsbestand in Fremdwährung ist der beizulegende Zeitwert maßgebend, Anlagebuch und Liquiditätsreserve sind nach den §§ 340e Abs. 1 und 2 HGB, § 340f HGB und 340g HGB zu bewerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hege Accounting&lt;br /&gt;
Nach {{§|254|hgb|juris}} HGB ist die Zusammenfassung von Grund- und [[Sicherungsgeschäft]] zu einer Bewertungseinheit und somit die erfolgsneutrale Bilanzierung von gegenläufigen Risiken aus diesen Geschäften im Rahmen des [[Hedge Accounting]] erlaubt. Dadurch wird auf den Ausweis nicht realisierter Verluste verzichtet, wenn diesen in gleicher Höhe nicht realisierte Gewinne gegenüberstehen, soweit der Eintritt der abgesicherten Risiken ausgeschlossen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|16|10067}} vom 30. Juli 2008, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG)&amp;#039;&amp;#039;, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertung nach IFRS ===&lt;br /&gt;
==== Grundsatz ====&lt;br /&gt;
Die [[Risikovorsorge]] gemäß [[International Financial Reporting Standards|IFRS]] bezieht sich ausschließlich auf das Bewertungsergebnis im [[Kreditgeschäft]]. Als Nettogröße enthält sie den [[Saldo]] aus [[Abschreibung]]en, [[Wertberichtigung]]en und [[Rückstellung]]en für latente und erkennbar gewordene Risiken und den Erträgen aus der Auflösung dieser Posten. Die Bewertung nach IFRS erfolgt zum [[Zeitwert]] ({{enS|[[Fair Value]]}}) oder zu fortgeführten Anschaffungskosten ({{enS|amortized cost}}). Letzteres gilt stets für finanzielle Verpflichtungen, eine Wertänderung kann nur bei Veräußerung und bei einem erhöhten Bonitätsrisiko erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bewertung von Forderungen ====&lt;br /&gt;
Hier besteht ein umfangreicher Bewertungsspielraum. Bei Forderungen spielt die [[Einzelwertberichtigung]], [[Pauschalwertberichtigung]] (abgeleitet aus durchschnittlichen Kreditausfällen) und die Bildung von Vorsorgereserven eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einzelwertberichtigung&lt;br /&gt;
Eine Einzelwertberichtigung (EWB) ist eine [[Wertminderung]], die vorgenommen wird, wenn ein Kredit mit [[Ausfallrisiko|Ausfallrisiken]] behaftet ist, dies aber noch nicht durch Korrektur des Wertansatzes berücksichtigt ist. Es findet eine Minderung des bilanziellen Wertansatzes statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    [[Nominalwert|nomineller]] Forderungsbetrag ([[Buchwert]])&lt;br /&gt;
    - erwartete [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgungen]] des [[Kreditnehmer]]s&lt;br /&gt;
    - erwartete [[Einzahlung]]en aus der [[Verwertung]] von [[Kreditsicherheit]]en&lt;br /&gt;
    = Betrag der Einzelwertberichtigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pauschalwertberichtigung&lt;br /&gt;
Mit einer Pauschalwertberichtigung werden Forderungen bewertet, die zur Zeit als ungefährdet erscheinen, aber latente Risiken beinhalten.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Pauschalwertberichtigung = Ausfallverlustquote \cdot risikobehaftetes Kreditvolumen&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das risikobehaftete – und noch nicht mit einer Einzelwertberichtigung bedachte – Kreditvolumen wird mit der [[Ausfallverlustquote]] multipliziert. [[Forderung]]en (insbesondere aus dem [[Kreditgeschäft]]) werden netto ausgewiesen (nach Abzug von sämtlichen [[Wertberichtigung]]en) oder optional auch brutto. Dann erfolgt der Ausweis der Wertberichtigungen und Rückstellungen für Bonitäts- und Länderrisiken sowie Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiken unter der Risikovorsorge (als Negativposten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen&amp;#039;&amp;#039; ([[Anhang (Jahresabschluss)|Anhang]]) wird die Risikovorsorge weiter aufgeschlüsselt nach Bonitäts-, Länder- und latenten Risiken. Vorsorgereserven dürfen nicht mehr still gebildet werden. Stattdessen fungiert der Sonderfonds für allgemeine Bankrisiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedge Accounting wird bei allen [[Bankgeschäft]]en erforderlich, die durch Sicherungsgeschäfte ganz oder teilweise abgesichert sind. Dies betrifft beispielsweise Kredite oder Anleihen, die durch [[Credit Default Swap]]s oder [[Total Return Swap]]s als [[Sicherungsnehmer]] besichert sind. Diese Geschäfte werden nicht jedes für sich einer [[Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung#Grundsatz der Einzelbewertung|Einzelbewertung]] unterzogen, sondern beim Hedge Accounting als &amp;#039;&amp;#039;Bewertungseinheit&amp;#039;&amp;#039; betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Hedge_Accounting_nach_IAS_IFRS/CXwkBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Risk+Accounting%22&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;printsec=frontcover Dana Doege, &amp;#039;&amp;#039;Hedge Accounting nach IAS/IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 36]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hedge Accounting  erlaubt die Zusammenfassung von Grund- und Sicherungsgeschäft zu einer Bewertungseinheit und somit die erfolgsneutrale Bilanzierung von gegenläufigen Risiken aus diesen Geschäften ([[IFRS 9]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit zur Bildung von Vorsorgereserven besteht nach IFRS nicht, ebenso wenig ist eine Überkreuzkompensation zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwidmung ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute müssen ihre Vermögenswerte entweder einem Anlagebuch (Art. 106 Abs. 3 {{EU-Verordnung|2013|575|titel=Kapitaladäquanzverordnung (CRR)}}) oder einem Handelsbuch (Art. 4 Abs. 1 Nr. 86 CRR) zuordnen. Eine nachträgliche Übertragung zwischen diesen Büchern wird &amp;#039;&amp;#039;Umwidmung&amp;#039;&amp;#039; genannt und ist [[bankenaufsicht]]srechtlich als „Umbuchungen“ zwischen Anlage- und Handelsbuch gemäß Art. 104 Abs. 2g CRR unter sehr strengen Voraussetzungen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bankwesen]] können verlustbringende, nicht nur temporäre [[Wertminderung]]en aus Kursrückgängen bei [[Anleihe]]n als [[Aktiva]] (wie bei der [[Silicon Valley Bank]] im März 2023) in den [[EU-Mitgliedstaaten]] dadurch verhindert werden, dass nach {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 1 HGB (oder gleichlautenden Vorschriften in anderen EU-Mitgliedstaaten) eine Umwidmung dieser [[Finanzinstrument]]e vom [[Held for Trading]] ([[Umlaufvermögen]]) in [[Held to Maturity]] ([[Finanzvermögen]]) vorgenommen wird. Die Voraussetzung für eine Umwidmung aus dem [[Handelsbuch]] in das [[Anlagebuch]] ist ausnahmsweise gegeben, wenn außergewöhnliche Umstände zu einer Aufgabe der Handelsabsicht durch das Kreditinstitut führen (§ 340e Abs. 3 HGB) und die Anleihen eine [[Laufzeit (Wirtschaft)|Restlaufzeit]] von mindestens einem Jahr aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Institut der Wirtschaftsprüfer]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;RH HFA 1.014 Umwidmung&amp;#039;&amp;#039;, 2022, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein „außergewöhnlicher Umstand“ kann eine [[Marktstörung]] in Form einer [[Finanzkrise]] sein wie beispielsweise die [[Subprime-Krise]] ab 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|16|12407}} vom 24. März 2009, &amp;#039;&amp;#039;Beschlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses (6. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung&amp;#039;&amp;#039;, S. 80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 193 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachträgliche – handelsrechtliche – Umgliederung aus der Liquiditätsreserve oder dem Anlagevermögen in den Handelsbestand ist nach {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 3 Satz 2 HGB allgemein unzulässig (&amp;#039;&amp;#039;Umwidmungsverbot&amp;#039;&amp;#039;). Umwidmungen zur Gestaltung oder Glättung des Jahresergebnisses sind deshalb nicht statthaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut der Wirtschaftsprüfer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;RS BFA 2&amp;#039;&amp;#039;, März 2010, Tz. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur bei außergewöhnlichen Umständen ({{enS|rare circumstances}}) kann auch nach [[IAS 39]].50B eine Umwidmung vorgenommen werden. Sie ist dann mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Umwidmung vorzunehmen, so dass der beizulegenden Zeitwert als Anschaffungskosten nach {{§|255|hgb|juris}} Abs. 4 Satz 4 HGB gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut der Wirtschaftsprüfer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;RS BFA 2&amp;#039;&amp;#039;, März 2020, Tz. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bankbilanzbewertung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
	</entry>
</feed>