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	<title>Bankaval - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T23:15:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bankaval&amp;diff=84458&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften und Absätze</title>
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		<updated>2026-02-02T16:46:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften und Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Aval|Zum preußischen Beamten siehe [[Pierre d’Aval]].}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bankaval&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;das Bankaval&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Avalkredit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{itS|&amp;#039;&amp;#039;avallo&amp;#039;&amp;#039;}}, „Wechsel“, dieses von {{arS|حوالة|d=Ḥawāla}} = [[Hawala]], „Mandat“, „Wechsel“) ist im [[Bankwesen]] die Übernahme von [[Bürgschaft]]en, [[Garantie]]n oder ähnlichen [[Eventualverbindlichkeit]]en durch [[Kreditinstitut]]e im [[Auftrag]] von Bankkunden im Rahmen des [[Kreditgeschäft]]s. Der Begriff Aval steht auch für die Unterzeichnung eines [[Wechsel (Urkunde)|Wechsels]] durch eine zusätzliche Person, die damit als [[Wechselbürgschaft|Wechselbürge]] ebenso haftet wie der [[Bezogener|Bezogene]] und der [[Aussteller (Urkunde)|Aussteller]] des Wechsels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreditgeschäft der Kreditinstitute besteht einerseits aus der Kreditgewährung durch Herausgabe von [[Darlehen (Deutschland)|Darlehen]] und [[Kredit]]en jeder Art, zu denen rechtlich auch [[Kontokorrentkredit|Kontokorrent-]] oder [[Dispositionskredit]]e gehören. Andererseits [[Haftung (Recht)|haften]] Kreditinstitute auch als Bürge oder Garant im Rahmen von [[Eventualverbindlichkeit|Eventualverpflichtungen]], übernehmen also das Haftungsrisiko für Verpflichtungen, die ihr Bankkunde gegenüber [[Dritter|Dritten]] eingegangen ist. Hier stellen sie kein [[Geld]] zur Verfügung (so genannte „[[Geldleihe]]“), sondern haften als Bürge mit ihrer [[Kreditwürdigkeit]] (so genannte „[[Kreditleihe]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DUYiBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=avalkredit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwio7Yfi29bgAhUO3qQKHXQBALsQ6AEIRTAF#v=onepage&amp;amp;q=avalkredit&amp;amp;f=false Andreas Wien, &amp;#039;&amp;#039;Handels- und Gesellschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 111]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlagen ==&lt;br /&gt;
Der Avalkredit ist in Deutschland ein [[Bankgeschäft]] nach {{§|1|kredwg|juris}} Nr.&amp;amp;nbsp;8 [[Kreditwesengesetz|KWG]]. Danach ist es lediglich Kreditinstituten, ausnahmsweise auch [[Versicherer|Versicherungen]] gestattet, für ihre Kunden Avalkredite zu übernehmen. Nicht anders als bei Geldkrediten fungiert die Bank im Avalkreditgeschäft als [[Kreditgeber]], der Bankkunde ist [[Kreditnehmer]]. Grundlage des Avalkredits ist ein [[Kreditvertrag]] mit dem Kreditnehmer, der die Übernahme einer Eventualhaftung durch die Bank zum Gegenstand hat (Avalkreditvertrag). Der Avalkreditvertrag wird schriftlich im Rahmen der gewillkürten [[Schriftform]] abgeschlossen ({{§|127|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]). Im Rechtsverhältnis zwischen Bank und Bürgschaftsgläubiger gilt Bürgschaftsrecht; das Rechtsverhältnis zwischen Bank und Bankkunde ist durch einen entgeltlichen [[Geschäftsbesorgungsvertrag]] gekennzeichnet, durch den es die Bank gegen Zahlung einer Avalprovision übernimmt, sich zu Gunsten ihres Kunden gegenüber dessen Gläubiger zu verbürgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.jurion.de/de/document/show/0:357800,0/ |wayback=20140303170019 |text=BGH, Urteil vom 3. Mai 1984 |archiv-bot=2023-03-16 10:30:32 InternetArchiveBot }}, Az.&amp;amp;nbsp;IX&amp;amp;nbsp;ZR&amp;amp;nbsp;37/83, Volltext = [[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]]&amp;amp;nbsp;1984,&amp;amp;nbsp;2088.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Avalkrediten besteht eine Beziehung zwischen drei Parteien. Die Bank ist Bürge nach {{§|765|bgb|juris}} BGB, der Bankkunde ist [[Schuldner]] der verbürgten Verbindlichkeit oder zu erbringenden Leistung, der [[Gläubiger]] des Bankkunden ist zugleich begünstigter Gläubiger aus der Bankbürgschaft. Aus Sicht der Bank handelt es sich bei ihrer Funktion als Bürge um eine Eventualhaftung, weil sie zunächst davon ausgehen darf, dass der Bankkunde seine verbürgte Verbindlichkeit erfüllt oder seine versprochene Leistung erbringt und dadurch die Bankbürgschaft erlischt. Geschieht das nicht, verwandelt sich die Eventualhaftung der Bank in eine echte [[Verbindlichkeit]] gegenüber dem Gläubiger des Bankkunden. Die Bank zahlt als Bürge für ihren nicht zahlungsfähigen oder -willigen Kunden, wodurch nach {{§|774|bgb|juris}} BGB und den entsprechenden Bedingungen des Kreditvertrags die Forderung des Bürgschaftsgläubigers im Wege der [[Legalzession (Deutschland)|Legalzession]] automatisch auf die Bank übergeht. Das [[Kreditrisiko]] der Bank besteht darin, dass die Bank die Wahrscheinlichkeit ihrer Inanspruchnahme aus ihrer Eventualhaftung einschätzen und bei Inanspruchnahme ihren Anspruch auf Rückzahlung gegen ihren Bankkunden durchzusetzen versuchen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Rahmen des Avalkredits von der Bank ausgestellte Bürgschaft ist in den {{§|765|bgb|juris|text = §§ 765}} bis {{§|778|bgb|juris|text = 778}} BGB und {{§|349|hgb|juris|text = §§ 349}} und {{§|350|hgb|juris|text = 350}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] geregelt. Die [[Garantie]] ist gesetzlich hingegen nicht geregelt. Es handelt sich um einen schuldrechtlichen [[Vertrag]] im Sinne von {{§|311|bgb|juris}} BGB, dessen Inhalt die [[Vertragspartei|Vertragspartner]] im Rahmen der [[Vertragsfreiheit]] weitgehend selbst bestimmen können. Im Auslandsgeschäft bedienen sich die Banken in der Regel der international gebräuchlichen Garantie, die auf erste Anforderung und gegen eine Erklärung des Begünstigten (beispielsweise, dass der Kunde seinen Vertragsverpflichtungen nicht nachgekommen ist) zahlbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Garantie hat der Garant (= die avalerstellende Bank)&lt;br /&gt;
*für einen künftigen Erfolg einzustehen oder&lt;br /&gt;
*die Gewähr für einen künftigen, noch nicht entstandenen Schaden zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
International ist unter anderem 1991 der Versuch unternommen worden, einheitliche Garantiebedingungen zu schaffen, die in [[Einheitliche Richtlinien für Vertragsgarantien]] der Internationalen Handelskammer mündeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanzrechtlich werden Avalkredite nach {{§|251|hgb|juris}} HGB als Haftungsverhältnisse „unter der Bilanz“ ausgewiesen. Auch nach {{§|19|kredwg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 KWG gehört der Avalkredit zu den „anderen außerbilanziellen Geschäften“ und wird wie [[Geldleihe]] auf das [[Kreditvolumen]] angerechnet. Anders als Geldkredite werden Avalkredite nicht in der Bilanz selbst, sondern als [[Eventualverbindlichkeit|Eventualverpflichtungen]] unterhalb der Bilanz als „außerbilanzielles Geschäft“ erfasst und sind deshalb nicht Bestandteil der [[Bilanzsumme]]. Die Eventualverpflichtungen aus dem Avalkreditgeschäft und die [[Indossament]]sverbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln werden mit der Bilanzsumme addiert, um die für Kreditinstitute wichtige Maßgröße des [[Geschäftsvolumen]]s zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Avalarten ==&lt;br /&gt;
* [[Anzahlungsgarantie|Anzahlungsaval]]: Sichert den [[Anzahlung]]s- oder [[Vorauszahlung]]sbetrag für eine [[Lieferung]] oder [[Investition]] ab.&lt;br /&gt;
* Bei einem [[Ausbietungsgarantie|Ausbietungsaval]] übernimmt der ausstellende [[Garantie|Garant]] oder [[Bürge]] die [[Haftung (Recht)|Haftung]] gegenüber einem [[Gläubiger]] aus einem [[Grundpfandrecht]], damit dieser bei der [[Zwangsversteigerung (Deutschland)|Zwangsversteigerung]] keinen [[Forderungsausfall]] erleidet.&lt;br /&gt;
* [[Bietungsgarantie|Bietungsaval]]: Die haftende Bank stellt sicher, dass durch den Bieter bei einer [[Ausschreibung]] eine Vertrags- oder [[Konventionalstrafe]] gezahlt werden kann, wenn er seine bei Angebotsabgabe übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllt oder den Vertrag nach Zuschlagserteilung nicht unterzeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Erfüllungsbürgschaft|Erfüllungsaval]]: Sichert die ordnungsgemäße [[Erfüllung (Recht)|Erfüllung]] vertraglicher Ansprüche ab.&lt;br /&gt;
* [[Gewährleistungsbürgschaft|Gewährleistungsaval]]: Sichert den [[Gewährleistung]]sanspruch eines Bauherrn oder Investors ab.&lt;br /&gt;
* [[Mietaval]]: Dient zur Absicherung eines [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietvertrag]]es, wodurch die [[Kaution]]sstellung durch den Mieter ersetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Prozessbürgschaft]]: Im Zusammenhang mit einer [[Zwangsvollstreckung]] können Gerichte im Urteil die Stellung selbstschuldnerischer Bürgschaften verlangen. Das Prozessaval dient entweder der Durchführung oder der Abwendung einer Zwangsvollstreckung.&lt;br /&gt;
* [[Reisesicherungsschein|Reisesicherungsaval]]: [[Vorauszahlung]]en auf den [[Reisepreis]] müssen bei [[Pauschalreise]]n gemäß {{§|651r|bgb|juris}} Abs. 3 BGB durch Bankaval oder [[Kautionsversicherung]] abgesichert werden.&lt;br /&gt;
* [[Steuerbürgschaft]]: Der ausstellende Bürge haftet für die ordnungsgemäße Zahlung [[Stundung|gestundeter]] [[Steuer]]n durch den [[Steuerpflicht]]igen.&lt;br /&gt;
* [[Wechselbürgschaft|Wechselaval]]: Sichert die Wechselgläubiger ab, dient wirtschaftlich zur [[Bonität]]sverbesserung eines Wechsels und ermöglicht damit eine günstigere [[Refinanzierung]]. Das Wechselaval ist in {{Art.|31|wg|juris}} [[Wechselgesetz]] geregelt.&lt;br /&gt;
* [[Zahlungsbürgschaft|Zahlungsaval]]: Sichert Zahlungen bis zum Eintreffen der Ware oder Erbringen der Leistung ab.&lt;br /&gt;
* [[Zollbürgschaft]]: Die [[Bundeszollverwaltung]] kann nach den Vorschriften des [[Zollkodex]] (ZKo) und der [[Abgabenordnung]] (AO) Ansprüche aus Steuerschuldverhältnissen, Zöllen und Verbrauchsteuern gegen Sicherheitsleistung stunden ({{§|221|ao_1977|juris|text = §§ 221}} bis {{§|223|ao_1977|juris|text = 223}} AO). Als Sicherheitsleistung ({{§|241|ao_1977|juris}} AO) kann auch eine Bürgschaft eines tauglichen Steuerbürgen ({{§|244|ao_1977|juris}} AO) zugelassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Avalprovision ==&lt;br /&gt;
Für ihr Kreditrisiko und die dem Geschäftsbesorgungsvertrag zugrunde liegende [[Dienstleistung]] erhält die Bank gemäß Kreditvertrag eine nach der Höhe und Risiko des Avalkredits berechnete Avalprovision. Da es sich nicht um einen Geldkredit handelt, orientiert sich die Avalprovision nicht an den aktuellen [[Kreditzins]]en, sondern am individuellen Haftungsrisiko der Bank. Das ist der Grund, warum von Aval&amp;#039;&amp;#039;provision&amp;#039;&amp;#039; die Rede ist, weil [[Provision]]en in Zusammenhang mit Dienstleistungen berechnet werden. Zudem spielt bei der Höhe der Avalprovision die aufsichtsrechtliche Einordnung des Avalkredits eine Rolle. Bis auf die Anzahlungsavale sind wegen des vergleichsweise geringen Kreditrisikos Avalkredite lediglich mit 50 % [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmitteln]] zu unterlegen (Art. 166 [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kautionsversicherung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Versicherung für fremde Rechnung ({{§|43|vvg_2008|juris|text= §§ 43 ff.}} [[Versicherungsvertragsgesetz (Deutschland)|VVG]]) betreiben Versicherungen die so genannte [[Kautionsversicherung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rocco Jula: [http://books.google.de/books?id=N6PtRKlk1-8C&amp;amp;pg=PA4&amp;amp;lpg=PA4&amp;amp;dq=schadenversicherung+kautionsversicherung&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=t-xptNDb_D&amp;amp;sig=mbhJN35e7EDYLxZCYmj7q08XAso&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=8nahTtf4BIzEsgbCranaAg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=8&amp;amp;ved=0CGcQ6AEwBzgK#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Sachversicherungsrecht&amp;#039;&amp;#039;], 2005, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie übernehmen dabei dieselben Avalarten wie Kreditinstitute und treten diesen deshalb als Konkurrenten gegenüber. Die Bestimmungen der {{§|43|vvg_2008|juris|text= §§ 43 ff.}} VVG sind auf das Kautionsversicherungsgeschäft jedoch nur eingeschränkt anwendbar, weil durch das Bürgschaftsverhältnis zwischen dem Bürgschaftsgläubiger und der Versicherung eine eigenständige Rechtsbeziehung besteht.&amp;lt;ref name=wick&amp;gt;Hansjoachim von Wick/Dieter Feldmann: [http://books.google.de/books?id=jrtB5dij1WYC&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;lpg=PA17&amp;amp;dq=zulassung+kautionsversicherung&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=99mWbNPQ0a&amp;amp;sig=sXBofWvS5FIuq0yZnpuAyEJvSWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=SkmlTu-VM8b5sgaSzoy8BA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=kautionsversicherung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Neue Rahmenbedingungen für die Kredit- und Kautionsversicherung&amp;#039;&amp;#039;], 1998, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Versichertes Risiko jedenfalls ist das schlechte Wirtschaften des Versicherten.&amp;lt;ref name=wick /&amp;gt; Nach {{§|2|kredwg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 KWG gilt für Versicherungsunternehmen die Bestimmung des {{§|14|kredwg|juris}} KWG für [[Millionenkredit]]e, sodass auch Kautionsversicherungen der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]] vierteljährlich zu melden sind. In einem Rundschreiben vom 22. Mai 1996 weist die [[BAFin]] alle deutschen zum Kredit- und Kautionsversicherungsgeschäft zugelassenen Versicherungsunternehmen auf die besonderen Risiken der Kautionsversicherung hin und stellt hierzu organisatorische Anforderungen auf.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=BAFin Rundschreiben vom 22. Mai 1996 zur Kredit- und Kautionsversicherung |url=http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Rundschreiben/BAV/rs__9601__va,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/rs_9601_va.pdf |wayback=20120130175551 }}, S. 135 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach {{§|210|vvg_2008|juris}} VVG gehören die Risiken aus Kautionsversicherungen zu den Großrisiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Kreditnehmer vermeiden den Einsatz von [[Liquidität]] etwa durch [[Stundung]] oder durch Verzicht auf [[Hinterlegung (Recht)|Hinterlegung]]. Es fällt lediglich eine Avalprovision an, die meist deutlich unter dem [[Marktzins]]niveau liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Kreditinstitute gelten Avale als Eventualverbindlichkeiten, so dass liquide Mittel nur dann zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn es zu einer Inanspruchnahme aus der Eventualverbindlichkeit kommt. Deshalb ist das [[Adressenausfallrisiko]] des Avalkreditnehmers niedriger gewichtet und erlaubt daher ein höheres [[Kreditvolumen]] als echte Geldkredite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beendigung ==&lt;br /&gt;
Avalkredite werden als Eventualverpflichtung nicht [[Tilgung (Geldverkehr)|getilgt]], sondern nach Erledigung des [[Verwendungszweck|Avalzwecks]] durch Rückgabe der Originalurkunde an die haftende Bank von dieser ausgebucht. In der bedingungslosen Rückgabe der Originalurkunde liegt nach dem Kreditvertrag eine [[Schweigen (Recht)|konkludente Handlung]] des Bürgschaftsgläubigers oder eines Dritten, dass er die Rechte aus dem Bankaval nicht mehr geltend machen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Avalgarantie ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Avalgarantie&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sicherheit (Garantieversprechen) zu Gunsten des Garantiestellers und gehört zu den Produkten der [[Exportkredit]]garantien des Bundes ([[Hermes-Bürgschaft]]). Mit ihr nimmt der Bund dem Garantiesteller im wesentlichen Umfang dessen Regressrisiko auf den [[Exporteur]] ab. Denn die Avalgarantie führt dazu, dass der Bund dem Garantiesteller den gezogenen Garantiebetrag bis in Höhe der garantierten Quote (max. 80 %) erstattet. Die Erstattung erfolgt auf erstes Anfordern und insbesondere unabhängig vom Ziehungsgrund. Die Avalgarantie ist also keine bloße Ausfallbürgschaft, und die Erstattungszahlung erfolgt auch im Falle der berechtigten Inanspruchnahme ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;fair calling&amp;#039;&amp;#039;}}). Sie führt zu einer direkten Entlastung der [[Kreditlinie]] des Exporteurs. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können dadurch ihre Liquidität verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Die Art. 4 Nr. 93 und Art. 5 [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] (CRR) beziehen die [[Risikoposition]] der [[Eventualverbindlichkeit]]en in das Kreditgeschäft der [[CRR-Kreditinstitut]]e ein, wodurch den Kreditinstituten in den [[EU-Mitgliedstaaten]] der Avalkredit ermöglicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] stimmen die Grundlagen mit Deutschland weitgehend überein. In der [[Schweiz]] heißt der Avalkredit auch [[Kautionskredit]], der für alle wie in Deutschland möglichen Haftungsarten gilt. In [[Frankreich]] ist die Bürgschaft ({{frS|cautionnement}}) in Art. 2288 ff. [[Code civil]] (CC) vorgesehen, die Garantie ({{frS|garantie}}) in Art. 2321 CC. Die Bürgschaft kommt als [[Ausfallbürgschaft]] ({{frS|cautionnement simple}}) oder als gesamtschuldnerische Bürgschaft ({{frS|cautionnement solidaire}}) vor. Ihre [[Akzessorietät]] ist in Art. 2289 CC, der Einwand der Vorausklage ({{frS|bénéfice de discussion}}) in Art. 2298 CC geregelt. Als Bürge dürfen auch Banken auftreten ({{frS|garantie bancaire}}), wobei es [[Zahlungsgarantie]]n ({{frS|garanties de paiement}}), Bietungsgarantien ({{frS|garanties de soumission}}), Anzahlungsgarantien ({{frS|garanties de restitution d&amp;#039;acompte}}) oder Vertragserfüllungsgarantien ({{frS|garanties de bonne exécution, garanties de bonne fin}}) gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angelsächsischen Bereich ist das Bankaval ({{enS|contingency}}) weitverbreitet. In den [[USA]] dürfen dagegen Banken gemäß Titel 12 [[United States Code|USC]] Sec. 24 (1988) keine Bürgschaften/Garantien übernehmen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cJuQuyxiamAC&amp;amp;pg=PA268&amp;amp;lpg=PA268&amp;amp;dq=bankb%C3%BCrgschaft+contingency&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=l9IpBdPNuO&amp;amp;sig=OUBxhRx3vVbIyJJ1vD73ZS-Ou90&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiRu82d2e7bAhXIaFAKHX-uDPoQ6AEINTAC#v=onepage&amp;amp;q=bankb%C3%BCrgschaft%20contingency&amp;amp;f=false Stefan Arnold, &amp;#039;&amp;#039;Die Bürgschaft auf erstes Anfordern im deutschen und englischen Recht&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 46]&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb der Standby-[[Letter of Credit]] die einzige Möglichkeit der Haftungsübernahme darstellt. Der &amp;#039;&amp;#039;Standby Letter of Credit&amp;#039;&amp;#039; taucht formal zwar als Teil eines [[Akkreditiv]]s auf, er ist materiell jedoch ein garantieähnliches Instrument, wenn der wirtschaftliche Zweck der Verpflichtung die finanziellen Nachteile beim Ausbleiben eines bestimmten Erfolges (etwa [[Nichterfüllung]] einer Lieferpflicht) ausgleichen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Grill/Hannelore Grill/Hans Perczynski: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftslehre des Kreditwesens.&amp;#039;&amp;#039; 42. Auflage, Bildungsverlag EINS, Bad Homburg 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189325-6}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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