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	<title>Bandscheibenvorfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T11:01:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bandscheibenvorfall&amp;diff=85039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trollflöjten: persönliche Einschätzung entfernt, unbelegt und zudem im Widerspruch zu &quot;eindeutige Indikationen&quot; – das hieße u.a. die Kasssen zahlten nicht, wenn nicht alles anerkannte vorher unternommen worden wäre und nachgewiesen der Schmerz lasse sich „trotzdem nicht aushalten“: was soll das heißen...</title>
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		<updated>2026-04-26T15:54:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;persönliche Einschätzung entfernt, unbelegt und zudem im Widerspruch zu &amp;quot;eindeutige Indikationen&amp;quot; – das hieße u.a. die Kasssen zahlten nicht, wenn nicht alles anerkannte vorher unternommen worden wäre und nachgewiesen der Schmerz lasse sich „trotzdem nicht aushalten“: was soll das heißen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = M50&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Zervikale Bandscheibenschäden&lt;br /&gt;
| 02-CODE = M51&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Sonstige Bandscheibenschäden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = FA80.1&lt;br /&gt;
| Data-01 = Bandscheibendegeneration der Halswirbelsäule mit Diskusprolaps&lt;br /&gt;
| Code-02 = FA80.5&lt;br /&gt;
| Data-02 = Bandscheibendegeneration der Brustwirbelsäule mit Diskusprolaps&lt;br /&gt;
| Code-03 = FA80.9&lt;br /&gt;
| Data-03 = Bandscheibendegeneration der Lendenwirbelsäule mit Diskusprolaps&lt;br /&gt;
| Code-04 = FB1Y&lt;br /&gt;
| Data-04 = Sonstige näher bezeichnete Zustände, die mit der Wirbelsäule assoziiert sind&lt;br /&gt;
| Code-05 = ND51.2&lt;br /&gt;
| Data-05 = Verletzung des Rückenmarks, Höhe nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bandscheibenvorfall LWS.jpg|mini|[[Magnetresonanztomographie|MRT-Aufnahme]] eines Bandscheibenvorfalls in der Lendenwirbelsäule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bandscheibenvorfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Prolapsus nuclei pulposi}}, ärztlich oft Nucleus-pulposus-Prolaps, kurz &amp;#039;&amp;#039;NPP&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bandscheibenprolaps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (BSP), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bandscheibenhernie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Discushernie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskushernie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Discusprolaps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Erkrankung der [[Wirbelsäule]], bei der Teile der [[Bandscheibe]] in den [[Wirbelkanal]] –&amp;amp;nbsp;den Raum, in dem das [[Rückenmark]] liegt&amp;amp;nbsp;– vortreten. Im Gegensatz zur [[Bandscheibenprotrusion]] (Vorwölbung) wird beim Prolaps der Faserknorpelring der Bandscheibe &amp;#039;&amp;#039;(Anulus fibrosus)&amp;#039;&amp;#039; ganz oder teilweise durchgerissen, während das hintere Längsband ([[Ligamentum longitudinale posterius]]) intakt bleiben kann (sogenannter subligamentärer Bandscheibenvorfall).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache ist oft eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben, ein Bandscheibenvorfall kann aber auch ohne äußeren Anlass auftreten. Symptome des Bandscheibenvorfalls sind starke, häufig in die Extremitäten ausstrahlende Schmerzen, oft mit einem [[Taubheitsgefühl]] im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nervenwurzel, gelegentlich auch Lähmungserscheinungen. Eine Behandlung ist meistens konservativ möglich, schwere Vorfälle müssen operativ behandelt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:SRF Wissen - Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?.webm|mini|Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall? Erklärvideo (52&amp;amp;nbsp;sec)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste [[Exstirpation]] eines Bandscheibenvorfalls führte [[Fedor Krause]] bei einem Patienten mit Verdacht auf ein extradurales Enchondrom 1908 aus. Dass ein Bandscheibenvorfall die Ursache für eine etwa [[Ischialgie]]n verursachende [[Wurzelkompressionssyndrom|Nervenwurzelkompression]] sein kann, wurde erstmals 1934 vom [[Neurochirurgie|Neurochirurgen]] [[William Jason Mixter]] (1880–1958) und vom Orthopäden [[Joseph Seaton Barr]] (1901–1963) beschrieben, die auch erstmals eine [[Laminektomie]] als erfolgreiche chirurgische Behandlung lumbaler Bandscheibenhernien durchführten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Gutzeit]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirbelsäule und innere Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 47–53, hier: S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;William Jason Mixter, Joseph Seaton Barr: &amp;#039;&amp;#039;Rupture of the intervertebral disc with involvement of the spinal canal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[New England Journal of Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; Band 211, 1934, S. 210–215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur radiologischen Darstellung der Bandscheiben&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch F. Knutsson: &amp;#039;&amp;#039;Experiences with epidural contrast investigation of the lumbosacral in disc-prolapse (perabrodil).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta radiologica.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 1941, S. 694.&amp;lt;/ref&amp;gt; entwickelte vor allem K. Lindblom 1948 die Diskographie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Seeger (Mediziner)|Wolfgang Seeger]], Carl Ludwig Geletneky: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 236 und 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortenau Klinikum Bandscheibenvorfall.jpg|mini|Modellhafte Darstellung eines Bandscheibenvorfalls im Längs- und Querschnitt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Discusprolaps.jpg|mini|Bandscheibenvorfall (Sicht von vorne links): Das vorgefallene Bandscheibengewebe, praktisch immer Anteile der Faserknorpelringe, die um den sogenannten Gallertkern herum konzentrisch angeordnet sind, drückt auf den Inhalt des Wirbelkanals und/oder die Nervenwurzel. 1&amp;amp;nbsp;[[Rückenmark]], 2&amp;amp;nbsp;Dorsalwurzel, 3&amp;amp;nbsp;[[Spinalganglion]], 4&amp;amp;nbsp;Ventralwurzel, 5&amp;amp;nbsp;[[Spinalnerv]], 6&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Bandscheibe: 6&amp;amp;nbsp;Faserring (blau), 7&amp;amp;nbsp;Degenerierter Gallertkern (rot), dazwischen die Knorpelringe, 8&amp;amp;nbsp;Wirbelkörper]]&lt;br /&gt;
Bandscheiben sind [[bradytroph]]e Gewebe, das heißt, sie werden nicht direkt aus dem Blutkreislauf heraus mit Nährstoffen versorgt, sondern durch [[Diffusion]]. Hierbei spielen [[semipermeable Membran]]en, welche die Knorpelringe voneinander trennen, die entscheidende Rolle. Durch [[Scherung (Mechanik)|Scherkräfte]] können diese Membranen einreißen, wodurch sie ihre Funktion verlieren und die Bandscheibe nebst Gallertkern der Bandscheibe &amp;#039;&amp;#039;(Nucleus pulposus)&amp;#039;&amp;#039; austrocknet &amp;#039;&amp;#039;(black disc lesion).&amp;#039;&amp;#039; Wenn es zu einem Bandscheibenvorfall kommt, ist der Gallertkern praktisch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form vorhanden. Der Bandscheibenvorfall entsteht also zumeist auf dem Boden einer langjährigen Vorschädigung der Bandscheibe. Der Gallertkern (ca. 80 % Wasser) besteht bei der gesunden Bandscheibe aus einem gallertigen, zellarmen Gewebe und übernimmt bei Belastung zusammen mit den Knorpelringen und den Membranen die Funktion einer hydraulischen Kugel („Wasserkissen“). Die Wirbelkörper und Bandscheiben vorne ermöglichen zusammen mit den kleinen Wirbelgelenken hinten („Facettengelenke“) die hohe Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule und ihre hohe Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Wirbelsäule hat 23 Bandscheiben. Zwischen dem ersten Wirbel (lat. &amp;#039;&amp;#039;[[Atlas (Halswirbel)|Atlas]]&amp;#039;&amp;#039;) –&amp;amp;nbsp;von oben gezählt&amp;amp;nbsp;– und dem zweiten Wirbel (&amp;#039;&amp;#039;[[Axis (Halswirbel)|Axis]]&amp;#039;&amp;#039;) ist keine Bandscheibe ausgebildet. Damit wird dem Kopf beim Nicken (Atlas) und Drehen (Axis) die erforderliche Bewegungsfreiheit gegeben. Außerdem konzentrieren sich dort wesentliche Nervenstränge und die Blutversorgung zum Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Ursachen für einen Bandscheibenvorfall, darunter genetische Dispositionen, einseitige Belastungen und eine Schwäche der paravertebralen Muskulatur, also der Muskulatur neben den Wirbeln. Eine ausschließlich unfall- oder verletzungsbedingte Schädigung der Bandscheibe ist bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Entsprechende Argumentationen werden von Berufsgenossenschaften und Sozialgerichten nur in Ausnahmefällen anerkannt. Nach gängiger Auffassung kann gesundes Bandscheibengewebe – wenn überhaupt – nur in Verbindung mit einem Knochenfragment aus dem Wirbelkörper herausgerissen werden. Häufig tritt ein Bandscheibenvorfall auch während einer [[Schwangerschaft]] auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Ursachen für den rasanten Anstieg von Bandscheibenvorfällen in der heutigen Zeit sind [[Bewegungsmangel]] und [[Körperhaltung|Fehlhaltungen]], vor allem bei Büroarbeiten. In einigen Studien konnte ein erhöhtes Risiko bei [[Übergewicht]] nach Body-Mass-Index gegenüber Bandscheibenveränderungen festgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;C.H. Flamme: &amp;#039;&amp;#039;Übergewicht und Bandscheibenschaden. Biologie, Biomechanik und Epidemiologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Orthopäde&amp;#039;&amp;#039;, 34, 7/2005, S.&amp;amp;nbsp;652–657, [[doi:10.1007/s00132-005-0817-6]].&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer finnischen Studie zeigte sich ein 2-fach erhöhtes Risiko einer stationären Behandlung von Bandscheibenerkrankungen bereits bei einem BMI &amp;gt; 27,5&amp;amp;nbsp;kg/m².&amp;lt;ref&amp;gt;L. Kaila-Kangas, P. Leino-Arja, H. Riihimäki, R. Luukonen, J. Kirjonen: &amp;#039;&amp;#039;Smoking and overweight as predictors of hospitalization for back disorders.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spine.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 2003, S.&amp;amp;nbsp;1860–1868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 40 Jahren, die am häufigsten betroffenen Wirbel liegen (als &amp;#039;&amp;#039;lumbale Diskushernie&amp;#039;&amp;#039;) im Lendenwirbelbereich (lumbal). Weniger häufig betroffen sind (bei &amp;#039;&amp;#039;cervikalen Diskushernien&amp;#039;&amp;#039;) Halswirbel (zervikal) und nur sehr selten die Brustwirbel (thorakal). Das Verhältnis ist etwa 100 zu 10 zu&amp;amp;nbsp;1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ACDF coronal deutsch.png|mini|hochkant=2.5|Links: Querschnitt durch die Strukturen der Halswirbelsäule. Rechts: Beim Bandscheibenvorfall tritt ein Teil des Gallertkerns (Nucleus pulposus) durch den Faserring (Anulus fibrosus) und verursacht durch Druck auf den Spinalnerv (Nervus spinalis) Beschwerden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dermatoms.svg|mini|Die Schmerzen strahlen typischerweise entlang der [[Dermatom (Anatomie)|Dermatome]] aus und deuten so auf die betroffenen Nervenwurzeln hin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Bandscheibenvorfälle sind symptomlos und bedürfen dann keiner Behandlung. Bei alten gesunden Patienten werden z.&amp;amp;nbsp;B. in über 60 % der Fälle Bandscheibenvorfälle als Zufallsbefund festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-058l_S2k_Lumbale_Radikulopathie_2018-04.pdf |titel=Lumbale Radikulopathie |werk=AWMF Online |datum=2018-04-03 |format=PDF |abruf=2021-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist daher wichtig, vor einer Therapie festzustellen, ob sich die Beschwerden des Patienten durch die betroffene Bandscheibe erklären lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise verursachen Bandscheibenvorfälle Rückenschmerzen ([[Lumbalgie]]) mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine ([[Ischialgie]]) oder in die Arme ([[Brachialgie]]). Bei der mediolateralen Diskushernie werden tiefliegende Nerven komprimiert. Je nach Schwere der Symptomatik kann es dann auch zu einem Taubheitsgefühl oder zu einem Muskelausfall im Versorgungsgebiet der eingeklemmten [[Nervenwurzel]] kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url=https://www.ruecken.net/bandscheibenvorfall/ |titel=Bandscheibenvorfall: Symptome, Übungen, Dauer, Behandlung, OP |werk=Rücken.net: &amp;#039;&amp;#039;Dein Ratgeber- und Serviceportal bei Rückenschmerzen&amp;#039;&amp;#039; |datum=2021-03-07 |sprache=de |abruf=2021-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bandscheibenvorfall kann zu einem positiven [[Lasègue-Zeichen]] und [[Kernig-Zeichen]] führen.&lt;br /&gt;
In Extremfällen kann es zu einem [[Querschnittsyndrom]] kommen, dadurch können z.&amp;amp;nbsp;B. eine [[Stuhlinkontinenz|Stuhl-]] und/oder eine [[Harninkontinenz]] sowie eine [[Reithosenanästhesie]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Red Flags ===&lt;br /&gt;
Red Flags sind anamnestische und klinische Hinweise auf einen dringenden Bedarf weiterführender Untersuchungen, um andere Ursachen auszuschließen bzw. diese dann adäquat behandeln zu können. Nach der deutschen AWMF-Leitlinie&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF&amp;quot; /&amp;gt; sind dies:&lt;br /&gt;
* Unfall&lt;br /&gt;
* Osteoporose und Bagatelltrauma&lt;br /&gt;
* Tumoranamnese&lt;br /&gt;
* Infektion&lt;br /&gt;
* Gewichtsverlust&lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schmerzverstärkung in der Nacht&lt;br /&gt;
* Progrediente Nervenausfälle&lt;br /&gt;
* Nachlassende Schmerzen und [[Parese]]&lt;br /&gt;
* [[Konus-Kauda-Syndrom|Kauda-Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Miktion]]sstörung (typischerweise Harnverhalt, Überlaufblase, ggf. Inkontinenz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nucleus-pulposus-prolaps.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Magnetresonanztomografie|MRT]]-Darstellung eines Bandscheibenvorfalles&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Spinalkanal erscheint in dieser Auswertungstechnik hell, die von links kommende, dunkle Vorwölbung ist der Vorfall, der den Spinalkanal abklemmt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bandscheibenvorfall kann mittels [[Magnetresonanztomografie|MRT]] diagnostiziert werden. Als alternatives Verfahren kann ein Bandscheibenvorfall auch mittels [[Computertomografie|CT]] festgestellt werden, die jedoch aufgrund der Strahlenbelastung und des schlechteren Weichteilkontrastes Nachteile gegenüber einem MRT hat. Ein älteres Verfahren, das besonders vor der Einführung von MRT- und CT-Geräten verwendet wurde, aber auch heute noch Einsatz bei besonderen neurologischen Fragestellungen oder [[Kontraindikation]]en zu einer MRT-Untersuchung findet, ist die [[Myelografie|Myelographie]]. Hierbei wird ein Kontrastmittel in den Liquorraum gespritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Untersuchung sollte ein neurologisch erfahrener Arzt feststellen, ob festgestellte Veränderungen die Beschwerden des Patienten erklären können oder ob es sich nur um einen Zufallsbefund handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
* [[Bandscheibenvorwölbung]] (Bandscheibengewebe ist lediglich nach außen vorgewölbt, der &amp;#039;&amp;#039;Anulus fibrosus&amp;#039;&amp;#039; (Faserring) ist intakt)&lt;br /&gt;
* [[Periphere arterielle Verschlusskrankheit]] (typischerweise Raucher. Beschwerdezunahme beim Gehen)&lt;br /&gt;
* [[Spinalkanalstenose]] (typischerweise zunehmende Beschwerden beim Gehen)&lt;br /&gt;
* [[Koxarthrose|Hüftverschleiß]] (typischerweise Schmerzverstärkung bei Rotation in der Hüfte)&lt;br /&gt;
* Iliosakralgelenksarthrose (typischerweise druckempfindlich)&lt;br /&gt;
* Facettengelenksarthrose (typischerweise nur lokaler Rückenschmerz ohne Ausstrahlung in die Arme oder Beine)&lt;br /&gt;
* [[Foramen intervertebrale|neuroforaminale Stenose]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Facettengelenksarthrose)&lt;br /&gt;
* postoperatives Narbengewebe&lt;br /&gt;
* [[Bannwarth-Syndrom]] (Krankheitsfälle mit schmerzhafter Entzündung von peripheren Nerven)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
=== Konservative Therapie ===&lt;br /&gt;
Bei erhaltener Beweglichkeit wird empfohlen, so schnell wie möglich zu normalen Aktivitäten zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Indahl, E.H. Haldorsen, S. Holm et al.: &amp;#039;&amp;#039;Five-year follow-up study of a controlled clinical trial using light mobilization and an informative approach to low back pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spine.&amp;#039;&amp;#039; (Phila Pa 1976) 23, 1998, S. 2625–2630.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Bettruhe ist nicht empfehlenswert, da hierfür kein Therapieeffekt nachgewiesen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fehlender Beweglichkeit sollte frühzeitig eine effektive medikamentöse Schmerztherapie durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Einweisung ins Krankenhaus sollte bei Red Flags (siehe unter Symptome), ambulant nicht beherrschbaren Schmerzen und zunehmenden neurologischen Ausfällen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärmetherapie, Massagen mit Bewegungstherapie, Elektrotherapie, Bindegewebsmassagen können im Einzelfall die Beschwerden lindern. Der Nutzen lässt sich aber z.&amp;amp;nbsp;T. nicht wissenschaftlich belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Manuelle Medizin]] ([[Chiropraktik]], spinale Manipulationen) ist bei ausstrahlenden Schmerzen kontraindiziert. Bei akuten nicht ausstrahlenden Schmerzen ist eine manuelle Therapie innerhalb der ersten 4–6 Wochen nicht wirksamer als Standardbehandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willem J. J. Assendelft, Sally C. Morton, Emily I. Yu, Marika J. Suttorp, Paul G. Shekelle |Titel=Spinal manipulative therapy for low back pain. A meta-analysis of effectiveness relative to other therapies |Sammelwerk=Annals of Internal Medicine |Band=138 |Nummer=11 |Datum=2003-06-03 |ISSN=1539-3704 |Seiten=871–881 |DOI=10.7326/0003-4819-138-11-200306030-00008 |PMID=12779297}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankengymnastik ([[Physiotherapie]]) ist bei chronischen&amp;lt;ref&amp;gt;O. Airaksinen, J. I. Brox, C. Cedraschi et al.: &amp;#039;&amp;#039;European guidelines for the management of chronic nonspecific low back pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur Spine J.&amp;#039;&amp;#039;, 2006, 15, Supplement 2, S.&amp;amp;nbsp;S192–S300.&amp;lt;/ref&amp;gt; und subakuten&amp;lt;ref&amp;gt;J. A. Hayden, M. W. van Tulder, A. Malmivaara et al.: &amp;#039;&amp;#039;Exercise therapy for treatment of non-specific low back pain.&amp;#039;&amp;#039; Cochrane Database Syst Rev 2005a; 3: CD000335&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J.A. Hayden, M.W. van Tulder, G. Tomlinson: &amp;#039;&amp;#039;Systematic review: strategies for using exercise therapy to improve outcomes in chronic low back pain&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ann Intern Med&amp;#039;&amp;#039;, 2005, 142, S.&amp;amp;nbsp;776–785&amp;lt;/ref&amp;gt; Schmerzen hilfreich. Im akuten Stadium konnte bisher kein Nutzen nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Patienten, die an Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein leiden, kann bei chronischen Beschwerden die sogenannte [[Rückenschule]] hilfreich sein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. C. Peul, H. C. van Houwelingen, W. B. van den Hout [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;Surgery versus prolonged conservative treatment for sciatica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New England Journal of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 356, 2007, S.&amp;amp;nbsp;2245–2256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[periradikuläre Therapie]] (PRT) ist ein Verfahren, bei der unter CT- oder Röntgen-Kontrolle Kortison an die betroffene Nervenwurzel gespritzt wird, die mindestens 2× durchgeführt werden sollte. In 67 % der Fälle kann damit bei einem Bandscheibenvorfall Schmerzfreiheit erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. S. Kang, B. M. Hwang, H. J. Son et al.: &amp;#039;&amp;#039;The dosages of corticosteroid in transforaminal epidural steroid injections for lumbar radicular pain due to a herniated disc.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pain Physician.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 2011, S.&amp;amp;nbsp;361–370.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wird die Untersuchung bei Kassenpatienten in der Regel nicht von der [[Gesetzliche Krankenversicherung#Krankenkassen|Krankenkasse]] bezahlt. Gegebenenfalls werden die Kosten übernommen, wenn ein Schmerztherapeut den Patienten zum Radiologen überweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren besteht die Möglichkeit der enzymatischen Behandlung des (lumbalen) Bandscheibenvorfalls durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chemonukleolyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mittels röntgengesteuerter Injektion des Enzyms [[Papaya|Chymopapain]] (oder einer [[Kollagenase|mikrobiellen Kollagenase]]) in den Nucleus pulposus, wodurch es zur Auflösung bzw. Volumenverminderung von vorgefallenem Bandscheibengewebe kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Miehle: &amp;#039;&amp;#039;Gelenk- und Wirbelsäulenrheuma.&amp;#039;&amp;#039; Eular Verlag, Basel 1987, ISBN 3-7177-0133-9, S. 81 und 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals durchgeführt wurde die Chemonukleolyse um 1960 und war zunächst in Kanada&amp;lt;ref&amp;gt;J. A. McCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Chemonucleolysis: Experience with 2000 Cases.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Clin. Orthopaed.&amp;#039;&amp;#039; Band 146, 1980, S. 128–135.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den USA verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. Goerge, G. Curio, [[Mario Brock]]: &amp;#039;&amp;#039;Chemonukleolyse als Alternative zur offenen chirurgischen Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 109, 1984, S. 68–72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Schäffer, H.-M. Mayer, [[Mario Brock]]: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologische Aspekte bei der Chemonukleolyse in Lokalanästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesie Intensivtherapie Notfallmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, Heft 2, 1985, S. 62–64, hier: S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Operative Therapie ===&lt;br /&gt;
Wegen der hohen Komplikationsrate gilt eine strenge Indikationsstellung zur Operation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindeutige Indikationen zur Operation laut AWMF-Leitlinie sind:&lt;br /&gt;
* [[Cauda-equina-Syndrom]] mit akuter [[Paraparese]] bei ausgedehntem Bandscheibenvorfall oder bei einem Wirbelkörperbruch.&lt;br /&gt;
* Blasen- und Mastdarmlähmung&lt;br /&gt;
* Zunehmende oder akut aufgetretene schwere Muskelausfälle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplikationen der Operation können u.&amp;amp;nbsp;a. sein:&lt;br /&gt;
* häufig postoperative Narbenbildung, die z.&amp;amp;nbsp;B. die Nervenwurzel oder den [[Duralsack]] einklemmen kann&lt;br /&gt;
* häufig Reprolaps/[[Rezidiv]]&lt;br /&gt;
* z.&amp;amp;nbsp;T. schwere Infektion ggf. mit [[Abszess|Abszedierung]]&lt;br /&gt;
* Liquorleckage ([[Liquor cerebrospinalis]]) bei Verletzung der Dura, z.&amp;amp;nbsp;B. mit schweren Kopfschmerzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rezidiv]]rate bei der [[Mikrochirurgie|mikrochirurgischen OP]] liegt bei &amp;gt; 10 %. Man spricht von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Postlaminektomiesyndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wenn nach der Operation weiterhin Beschwerden bestehen; die Klassifikation nach [[ICD-10]] lautet M96.1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Implantation künstlicher Bandscheiben zur Schmerztherapie wird (Stand 2005) kritisch bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Kramer, H. Kleinert, A. Senge et al.: &amp;#039;&amp;#039;Bandscheibenprothesen: Rückblick, Augenblick, Ausblick.&amp;#039;&amp;#039; Z Orthopädie und Grenzgebiete 2005; 143, S.&amp;amp;nbsp;281–286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 hat der [[Allgemeine Ortskrankenkasse|AOK]]-Krankenhausreport belegt, dass sich die Zahl der Bandscheibenoperationen zwischen 2005 und 2010 verdoppelt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.medipresse.de/fragen-an-den-facharzt/wie-erkenne-ich-ob-eine-ruecken-op-unnoetig-ist-herr-dr-marianowicz-256.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Ist eine Rücken-Op wirklich nötig?&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131014025747 |archiv-bot=2023-03-16 08:32:46 InternetArchiveBot}} Medipresse; abgerufen am 19. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SPORT-Studie (SPORT = Spine Patient Outcomes Research Trial) kam zu dem Schluss, dass bei persistierender [[Ischialgie]] aufgrund eines Bandscheibenvorfalls die [[Operation (Medizin)|Operation]] auch noch nach 8 Jahren einen Vorteil gegenüber der konservativen Behandlung bringt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1097/BRS.0000000000000088&amp;quot;&amp;gt;Jon D. Lurie, Tor D. Tosteson, Anna N. A. Tosteson, Wenyan Zhao, Tamara S. Morgan, William A. Abdu, Harry Herkowitz, James N. Weinstein: &amp;#039;&amp;#039;Surgical Versus Nonoperative Treatment for Lumbar Disc Herniation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spine.&amp;#039;&amp;#039; 39, 2014, S.&amp;amp;nbsp;3–16, [[doi:10.1097/BRS.0000000000000088]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57074/Ischialgie-SPORT-Studie-sieht-Bandscheibenoperation-langfristig-im-Vorteil &amp;#039;&amp;#039;Ischialgie: SPORT-Studie sieht Bandscheibenoperation langfristig im Vorteil&amp;#039;&amp;#039;.] aerzteblatt.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wegen der schwierigen Zuteilung zu den verschiedenen Behandlungsgruppen und der Zusammenfassung einer Reihe von verschiedenen Studien zu einer großen Studie&amp;lt;!--- 2500 Menschen---&amp;gt; gibt es einigen Interpretationsspielraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am häufigsten durchgeführte Operationsmethode ist die Mikrodiskektomie, bei der das verrutschte Bandscheibengewebe durch einen 3–5&amp;amp;nbsp;cm langen Schnitt über der Wirbelsäule entfernt wird. Sogenannte minimal-invasive Eingriffe und mikrochirurgische Verfahren, wie die [[Perkutane Laser-Diskus-Dekompression]] (PLDD), finden immer häufiger Anwendung, auch wenn die Resultate in [[Klinische Studie|klinischen Studien]] nicht besser sind.&amp;lt;ref&amp;gt;J. N. Alastair Gibson, Gordon Waddell, &amp;#039;&amp;#039;Surgical interventions for lumbar disc prolapse&amp;#039;&amp;#039;. Cochrane Database of Systematic Reviews 2007, Issue 2, Art. No.: CD001350. [[doi:10.1002/14651858.CD001350.pub4]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Argumentiert wird hingegen, dass der Zugang, d.&amp;amp;nbsp;h. die Narbe, kleiner ist und somit weniger traumatisierend sei.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Lagarrigue, P. Chaynes: &amp;#039;&amp;#039;Comparative study of disk surgery with or without microscopy. A prospective study of 80 cases&amp;#039;&amp;#039;. Neurochirurgie Volume 40, Issue 2, S. 116–120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunehmend an Verbreitung gewinnt auch die endoskopische transforaminale Bandscheibenoperation.&amp;lt;ref&amp;gt;J. N. Alastair Gibson et al.: &amp;#039;&amp;#039;Transforaminal endoscopic spinal surgery: The future ‘gold standard’ for discectomy? – A review.&amp;#039;&amp;#039; [[The Surgeon (Zeitschrift)|The Surgeon]], Volume 10, Issue 5, Seiten 290–296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ergonomic Workstation.svg|mini|Ergonomisch gestalteter [[Bildschirmarbeitsplatz]]]]{{Überarbeiten||Grund=Undifferenzierter Fokus auf Bindegewebsschwäche. Zudem mangelhaft Belegt.}}&lt;br /&gt;
Da die sogenannte „[[Bindegewebsschwäche]]“ als primäre Ursache erblich ist, lässt sich einem Bandscheibenvorfall nur bedingt durch Muskelaufbau vorbeugen. Auch die Vermeidung von Unfällen wird sich nicht immer erreichen lassen. So bleibt für jeden Einzelnen jedenfalls die Möglichkeit eines konsequenten Muskelaufbaus im Rückenbereich durch gymnastische Übungen oder Sport sowie die Vermeidung des Hebens schwerer Lasten. Es gibt erlernbare Techniken, schwere Lasten „rückengerecht“ zu bewältigen, aber das Vermeiden solcher Aktionen ist nicht in jedem Beruf (z.&amp;amp;nbsp;B. Krankenpflege) möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodybuilding]] und [[Fitnesstraining]] können in Studios mit weniger qualifiziertem Personal problematisch sein, da Fehlstellungen dort nicht immer erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind auch die „orthopädischen Sportarten“, [[Schwimmsport|Schwimmen]], [[Tanzen]], [[Laufsport|Laufen]] (bzw. Joggen, Nordic Walking), [[Reiten]] und [[Fahrradfahren]], welche neben dem Muskelaufbau die für Bandscheiben wichtige wechselnde Druckbelastung ermöglichen. Ob nach einem Bandscheibenvorfall Sportarten wie etwa Reiten oder Laufen (auf asphaltiertem/zementiertem Untergrund) ebenso wie Fahrradfahren in stark gebeugter Haltung unbedingt zu vermeiden sind, ist nach Erkenntnissen der modernen Sportmedizin stets vom individuellen Schadensbild abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung gegen einen Bandscheibenvorfall ist die richtige [[Ergonomie]] am Arbeitsplatz. Das gilt neben den körperlichen Arbeiten auch für Tätigkeiten, die im Sitzen verrichtet werden. Heutzutage gibt es viele ergonomische Lösungen für die [[Bildschirmarbeitsplatz|Arbeit am Bildschirm]], am Schreibtisch und Arbeiten, welche lange statische Sitzpositionen erfordern. Da die Bandscheibe nicht von Blutgefäßen versorgt wird, ist sie auf wechselnde Druckbelastung zum Austausch der Nährflüssigkeit angewiesen, womit statische Sitzpositionen möglichst zu vermeiden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Hildebrandt (Hrsg.), M. Pfingsten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rückenschmerz und Lendenwirbelsäule: Interdisziplinäres Praxisbuch – entsprechend den Nationalen Versorgungsleitlinien.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-057|Leitlinie Konservative, operative und rehabilitative Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit radikulärer Symptomatik|S2k|Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.&amp;amp;nbsp;V. (DGOU)|2020}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=North American Spine Society&lt;br /&gt;
   |Titel=Evidence-based Clinical Guidelines for Multidisciplinary Spine Care – Diagnosis and Treatment of Lumbar Disc Herniation with Radiculopathy&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-1-929988-32-7&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.spine.org/Portals/0/Assets/Downloads/ResearchClinicalCare/Guidelines/LumbarDiscHerniation.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=1693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hugo Krayenbühl]], E. Zander: &amp;#039;&amp;#039;Über lumbale und cervikale Diskushernien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Acta rheumatologica.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1). J. R. Geigy, Basel (Januar) 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bandscheibenvorfall}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4143993-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurochirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirbelsäule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rückenmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Trollflöjten</name></author>
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