<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Band-e-Amir-Seen</id>
	<title>Band-e-Amir-Seen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Band-e-Amir-Seen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Band-e-Amir-Seen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T21:43:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Band-e-Amir-Seen&amp;diff=635163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 8. Dezember 2025 um 07:02 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Band-e-Amir-Seen&amp;diff=635163&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-08T07:02:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox See&lt;br /&gt;
|BILD = Band e Paneer.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Der See Band-e Panir – einer der sieben Seen&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 34/50/23/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 67/13/51/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = AF-BAM&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Bamiyan]] ([[Afghanistan]])&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = [[Rud-e Band-e Amir]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfghanOnline&amp;quot;&amp;gt;Afghan Online: [http://www.afghanonline.com/majorrivers/ Afghanistan Rivers and Lakes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = [[Balch (Fluss)|Balch]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfghanOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHERORT = &lt;br /&gt;
|HÖHE = 3000&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = &lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 5.985&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE = , davon 4,875&amp;amp;nbsp;km² der Band-e Haibat, See der Ehrfurcht oder großer See&amp;lt;ref name=&amp;quot;ei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = &lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = &lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Band-e-Amir-Seenkette&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{faS|بند امیر&amp;amp;lrm;|DMG=Band-e Amīr|de=Stausee des Befehlshabers}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emir]] ist die englische Variation des arabischen Wortes Amir. Amir bedeutet in iranischen Sprachen (wie [[Paschtu]], [[Persische Sprache|Persisch]] bzw. [[Dari-Persisch]], [[Belutschi]] und [[Kurdische Sprachen|Kurdisch]]) [[Mir (Titel)|Mir]] entsprechend [[Fürst]].&amp;lt;/ref&amp;gt;) liegt in der Provinz [[Bamiyan]] am [[Hindukusch]] in [[Afghanistan]] und besteht aus sechs Seen, die ähnlich den [[Nationalpark Plitvicer Seen|Plitvicer Seen]] durch natürlich entstandene [[Travertin]]dämme aufgestaut sind. Seit 2009 sind sie als erster [[Nationalpark]] Afghanistans ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertindämme entstanden dort, wo das Wasser in Schluchten über eine Geländestufe fiel oder anderweitig verwirbelt wurde und sich so die Druck- und Temperaturverhältnisse des Flusses änderten. Dies führte zur [[Ausfällung]] von im Wasser gelöstem [[Calciumcarbonat]]. Organismen wie Kolonien von [[Cyanobakterien]] und [[Chlorophyta]], [[Moose]] und [[Algen]] spielen eine Rolle, den Kalk festzuhalten, so dass er sich als Travertin ablagerte und die Dämme bildete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ei&amp;quot;&amp;gt;Encyclopædia Iranica&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täler waren im [[Quartär (Geologie)|Quartär]] mindestens zweimal vergletschert, die Dämme entstanden jeweils in den Warmzeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Seen ==&lt;br /&gt;
Die einzelnen Seen mit ihren dazugehörigen Travertindämmen haben folgende Namen:&lt;br /&gt;
* Band-e Haibat ({{faS|بند هیبت&amp;amp;lrm;}} &amp;quot;Bande Heibat&amp;quot; &amp;#039;&amp;#039;großer See&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;furchterregender Damm&amp;#039;&amp;#039;). Heibat ist Entlehnung aus dem arabischen Wort Haiba ({{ar|هيبة&amp;amp;lrm;}} &amp;#039;&amp;#039;haiba&amp;#039;&amp;#039;), und bedeutet in Zusammenhang mit Religionen insgesamt Liebe, Würde, Größe, [[Ehrfurcht]], [[Würde]], [[Respekt]], [[Achtung (Ethik)|Achtung]], [[Furcht]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.langenscheidt.com/arabisch-deutsch/%D9%87%D9%8A%D8%A8%D8%A9#sense-1.1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Band-e [[Dhu l-faqar|Zulficar]] (See/Damm des Schwertes nach Epitheton des doppelschneidigen Schwertes Alis)&lt;br /&gt;
* Band-e Qanbar (See/Damm des Qanbar&amp;lt;ref&amp;gt;genannt nach Qanber, der Diener von [[Imam]] bzw. [[Kalif]]en [[ʿAlī ibn Abī Tālib|Ali]], dem Vetter und Schwiegersohn des [[Prophet]]en [[Mohammed]] war&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Band-e Panir (See/Damm des Käses)&lt;br /&gt;
* Band-e Gholaman (See/Damm der Kinder bzw. Pflegekinder)&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.langenscheidt.com/arabisch-deutsch/%D8%BA%D9%84%D8%A7%D9%85 Gholam steht auf Arabisch  für Kind, Golaman Kinder&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Band-e Pudina (See/Damm der Minze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zur eigentlichen Seenkette gehört der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene&lt;br /&gt;
* Kassa Band (&amp;#039;&amp;#039;Schüsselsee&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Kesselsee&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ehemaliger achter See ist inzwischen ausgetrocknet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sage von der Entstehung ==&lt;br /&gt;
Als [[Mohammed]], der Stifter des [[Islam]], 632 n. Chr. starb, riss sein Schwiegervater in [[Arabische Halbinsel|Arabien]] die religiöse Macht an sich. Ali, der Vetter und Schwiegersohn des [[Prophet]]en, den viele als einen wesentlich würdigeren Nachfolger ansahen, musste dagegen ins [[Exil]]. Die Spekulationen über Alis Verbleib führten zu folgender Legende: Mit seinem getreuen Diener Kambar erreichte Ali Afghanistan, bevor der Islam hier Fuß gefasst hatte. Im Tal von &amp;#039;&amp;#039;Band-e Amir&amp;#039;&amp;#039; wurden die beiden von einem bösen Fürsten überrascht, der sie gefangen nehmen wollte. Fluchend entkam Ali über einen Berg, von wo er einen Stein auf seine Verfolger hinabstieß. Der Fall dieses Steins löste einen [[Erdrutsch]] aus, der seinerseits den durchfließenden Fluss aufstaute und auf diese Weise zur Bildung eines Sees führte. Dieser See und der dazugehörige natürliche Damm erhielten den Namen Band-e Haibat. Mit seinem Schwert schlug Ali einen weiteren Felsbrocken los und schuf so den Band-e Zulficar. Auf einen Wink seines Herrn hin schuf Kambar den dritten See, indem er den Band-e Kambar aufschüttete. Sodann warf Ali mehrere Käselaibe, die ihm die Frauen der Gegend bereitet hatten, in den Fluss und schuf so den Band-e Panir. Sklaven, die Ali von der drückenden Herrschaft des Tyrannen erlöste, schufen den Band-e Gholaman. Die sechste und letzte Talsperre Band-e Pudina bildete sich, als Ali frisches Pfefferminzkraut in den Fluss warf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalpark ==&lt;br /&gt;
Die Region ist eine wellige Hochebene auf etwa 3000&amp;amp;nbsp;m, die vom [[Canyon]] der Seen eingeschnitten wird. Einige umgebende Berge reichen bis {{Höhe|3700}}. Im Gebiet um die Seen herrscht ein durch die Höhe besonders extremes [[Kontinentalklima]].&amp;lt;ref&amp;gt;Soweit nicht anders angegeben, beruht die Beschreibung des Gebiets und seiner Vegetation auf: Alfred Dieterle: &amp;#039;&amp;#039;Vegetationskundliche Untersuchungen im Gebiete von Band-I-Amir (Zentralafghanistan)&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, München 1973&amp;lt;/ref&amp;gt; Von November bis März ist durchgehend Frost zu beobachten, die Vegetationsperiode von vier bis fünf Monaten beginnt mit dem Ende der Regenzeit im Mai. Die Niederschläge sind mit rund 300 mm/a gering und bestimmen die Steppenvegetation.&lt;br /&gt;
Die Ebene ist durch Steppenpflanzen geprägt, vor allem &amp;#039;&amp;#039;[[Artemisia (Pflanze)|Artemisia]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Acantholimon|Dornpolster]] bestimmen das Bild. Sie sind durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein der Region ist durch [[Kalksandstein (Geologie)|Kalksandsteine]] geprägt, deren Charakter von sandig-mergelig bis tonig reicht. Die Hochflächen der umliegenden Tafelberge sind [[Schichtkalkstein|Schichtkalke]] oder Kalk-[[Konglomerat (Gestein)|Konglomerate]]. Die Böden stammen aus Verwitterung und weisen keine ausgeprägten Horizonte auf. An feuchten Stellen bildet sich [[Vernässung|Staunässe]], hier können Wiesen mit entsprechenden humösen Böden entstehen. Wo die [[Feuchtwiese]]n austrocknen, sind [[Versalzung|Salzausblühungen]] sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umfeld der Seen leben [[Schraubenziege]] und [[Urial]], die Fischfauna wird durch die Praxis des [[Dynamitfischen]]s mit [[Handgranate]]n schwer belastet. Die Regierung erhofft sich von der im April 2009 erfolgten Ausweisung des Gebietes als Nationalpark einen Aufschwung des Tourismus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[BBC]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/8013017.stm Afghans get first national park]&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 2009 (abgerufen am 19. August 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit August 2023 ist der Besuch des Nationalparks für Frauen untersagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/ausland/asien/taliban-nationalpark-frauen-100.html |titel=Afghanistan: Taliban schließen Nationalpark für Frauen |sprache=de |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Jux, Eugen Karl Kempf: &amp;#039;&amp;#039;Stauseen durch Travertinabsatz im zentralafghanischen Hochgebirge.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geomorphologie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Supplementband, 12, Berlin/Stuttgart 1971, {{ISSN|0044-2798}}, S. 107–137.&lt;br /&gt;
* Alfred Dieterle: &amp;#039;&amp;#039;Vegetationskundliche Untersuchungen im Gebiete von Band-i-Amir (Zentralafghanistan)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dissertationes Botanicae.&amp;#039;&amp;#039; Band 24). Lehre 1973, ISBN 3-7682-0923-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Band-e Amir National Park|Band-e-Amir-Seen}}&lt;br /&gt;
* protected planet: [https://www.protectedplanet.net/1122 Band-e-Amir] ([[IUCN]], englisch)&lt;br /&gt;
* [http://english.aljazeera.net/programmes/general/2007/07/2008525183852302498.html &amp;#039;&amp;#039;Rebuilding Bamiyan&amp;#039;&amp;#039;], 25-minütiger Videobeitrag über Bamiyan, die Seen in Teil 2, auf [[Al Jazeera English]]&lt;br /&gt;
* [http://www.gimizu.de/orient/1978/band-e_amir.html Bilder aus dem Jahr 1978]&lt;br /&gt;
* Encyclopædia Iranica: [http://www.iranicaonline.org/articles/band-e-amir-the-chain-of-natural-lakes-90-km-west-of-bamian-in-afghanistan-30-12-north-latitude-and-66-30-east-longit BAND-E AMĪR], englischer Lexikon-Artikel mit Literaturangaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Video&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[http://media.tagesschau.de/video/2016/1111/TV-20161111-0909-4301.webm.h264.mp4 Die Videoblogs der ARD-Korrespondenten] Dilli, Dilli – Geschichten aus Delhi von Markus Spieker, 11. November 2016, 9:13 Uhr, 8 min., abgerufen am 14. November 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bamiyan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 2009]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>