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	<title>Banco Medici - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Banco_Medici&amp;diff=878105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-06-22T16:32:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Medici coat of arms.svg|mini|hochkant|Wappen der [[Medici]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Banco Medici&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war das [[Private Bank|Bankhaus]] der Familie [[Medici]]. Es bildete die Basis für die Macht und den Einfluss der [[Republik Florenz|Florentiner]] Familie und galt um die Mitte des 15. Jahrhunderts als eine der größten [[Bank]]en Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Aktivitäten der Medici im Kreditgeschäft sind seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert. Ihr damaliges Geschäftsvolumen war im Vergleich zu denjenigen anderer wichtiger florentiner [[Privatbankier|Bankiersfamilien]], wie die [[Compagnia dei Bardi|Bardi]], die [[Peruzzi (Handelsgesellschaft)|Peruzzi]] und die [[Acciaiuoli]], allerdings sehr bescheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Berdrow, [https://books.google.de/books?id=lPGfBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;lpg=PA5&amp;amp;dq=bardi+bank+florenz&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=lGqv1r3Z_h&amp;amp;sig=g61lx1ifvMA5L6K2RHtXs5o3gdI&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=hlZIVf-wMISpsgGUrYDIAg&amp;amp;ved=0CEkQ6AEwCDgU#v=onepage&amp;amp;q=bardi%20bank%20florenz&amp;amp;f=false Buch Berühmter Kaufleute], Männer von Tatkraft und Unternehmungsgeist in ihrem Lebensgange geschildert, S. 5 ff., Springer-Verlag, 11. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die Medici nach 1330 vermutlich ganz aus dem Bankgeschäft zurückzogen und sich hauptsächlich auf die Bewirtschaftung ihrer Grundbesitze konzentrierten, unterhielten die drei wichtigsten Bankiersfamilien aus [[Florenz]] Anfang des 14. Jahrhunderts Filialen in praktisch sämtlichen wichtigen Städten Europas und hielten de facto das Monopol der päpstlichen Finanzen. Ihre Vorherrschaft nahm 1345 ein plötzliches Ende, als der englische König [[Eduard III. (England)|Eduard III.]] sich weigerte, seine durch den [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Krieg]] angehäuften Schulden zurückzuzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die bis zu diesem Zeitpunkt einflussreichsten Bankiersfamilien in den [[Bankrott]] getrieben wurden, stieg der in der Familie Medici als geschickter Kaufmann bekannte &amp;#039;&amp;#039;Vieri di Cambio de’ Medici&amp;#039;&amp;#039; (1323–1395) in das [[Aktivgeschäft|Kreditgeschäft]] ein. Dieser baute zwischen 1348 und 1392 ein weit verzweigtes Bankhaus mit mehreren Filialen in den wichtigsten europäischen Städten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinen Zöglingen und späteren Partnern befand sich auch sein Neffe, [[Giovanni di Bicci de’ Medici]] (1360–1429), der zuerst die Filiale in Rom führte und diese 1393, dank eines kleinen Vermögens von 1.500 [[Florentiner (Goldmünze)|Florin]] aus der Heirat mit Piccarda Bueri, übernahm. Während das einst sehr erfolgreiche Bankhaus von Vieri di Cambio de’ Medici, nach seinem altersbedingten Rückzug 1393, unter der Führung seiner beiden Söhne unterging, war das Bankhaus seines Neffen äußerst erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.palazzo-medici.it/mediateca/schede.php?id_scheda=62 | wayback=20080305015027|text=Mediateca Palazzo Medici Riccardi, Firenze – Vorgeschichte (ital.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung und der Aufstieg des Banco Medici ==&lt;br /&gt;
1397, zwei Jahre nach dem Tod seines Onkels, verlegte Giovanni di Bicci de’ Medici seine Aktivitäten nach Florenz und gründete den Banco Medici. Das Startkapital war 10.000 Florin, wovon über die Hälfte Giovanni di Bicci de’ Medici und der Rest mehreren Partnern gehörte. Wie andere damalige Bankhäuser übernahm der Banco Medici die Funktion einer [[Bankguthaben|Depositenbank]], war im [[Wechsel (Wertpapier)|Wechsel]]- und [[Kredit]]geschäft aktiv und tätigte [[Investition]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1408 verfügte die Bank zwei wichtige [[Filiale]]n in [[Venedig]] und in [[Rom]]. Von derjenigen in Rom wurde auch die Filiale in [[Neapel]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1413 gelang es Giovanni di Bicci de’ Medici, der wichtigste Bankier von [[Papst]] [[Johannes XXIII. (Gegenpapst)|Johannes XXIII.]], mit dem er eng befreundet war, zu werden und übernahm in der Folge das faktische Monopol der päpstlichen Finanzen. Dieses [[Monopol]] war allerdings von kurzer Dauer und endete 1415 mit der Absetzung von Johannes XXIII. Der Banco Medici stand danach mit den Bankhäusern der Albertini und der Spini in Konkurrenz, erlangte allerdings dank einer Krise der letzteren wieder großen Einfluss in der [[Römische Kurie|Römischen Kurie]]. So stammte der größte Teil des Gewinns aus Rom. Von 1397 bis 1420 erwirtschaftete der Banco Medici einen Gewinn von 151.820 Florin, wovon 113.865 auf Giovanni di Bicci de’ Medici entfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung von [[Cosimo de’ Medici]] (1389–1464), auch &amp;#039;&amp;#039;Cosimo il Vecchio&amp;#039;&amp;#039; genannt, baute die Bank und damit auch die Familie ihre finanzielle Machtposition weiter aus. Die Gewinne stiegen zwischen 1420 und 1435 auf 186.382 Florin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.palazzo-medici.it/mediateca/schede.php?id_scheda=63| wayback=20080305015027|text=1397-1429 - Giovanni di Bicci founds the Medici bank  (engl.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Exil von Cosimo de’ Medici ==&lt;br /&gt;
Einen ersten Rückschlag erlitten die Medici 1433, als zwischen ihnen und den [[Albizzi]] ein Machtkampf um die Vorherrschaft in Florenz ausbrach und Cosimo de’ Medici dabei zuerst inhaftiert und dann für zehn Jahre ins [[Exil]] verbannt wurde. Cosimo ließ sich danach in Venedig nieder und verlegte auch den Sitz des Banco Medici dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wegzug der Bank stürzte Florenz in eine wirtschaftliche und politische Krise, die 1434 zum Sturz der Albizzi und zur Aufhebung des Exils und somit zur Rückkehr von Cosimo de’ Medici und seines Bankhauses nach Florenz führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.palazzo-medici.it/mediateca/schede.php?id_scheda=63| wayback=20080305015027|text=Das Exil von Cosimo de’ Medici (engl.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod von Cosimo de’ Medici und Niedergang der Bank ==&lt;br /&gt;
Nach Cosimos Tod machte die Medici-Bank große Verluste. Das politische Umfeld war ungünstig. Erste Schwierigkeiten zeigten sich bei der Filiale in [[Lyon]], die aber durch [[Francesco Sassetti]] gerettet werden konnte. Angelo Tani versuchte bis 1469 zumindest zeitweise erfolgreich, die Filiale in London zu stabilisieren. Die Auflösung des bei den Medici hoch verschuldeten [[Herzogtum Burgund|Herzogtums Burgund]] führte dazu, dass die von [[Tommaso Portinari]] geführte Bank in [[Brügge]] 1478 unter Verlust von mindestens 70.000 [[Florin (Goldmünze)|Florin]] liquidiert werden musste. Letztlich führten die [[Rosenkriege]] in [[Königreich England|England]], die [[Osmanisches Reich|osmanische]] Expansion und damit zusammenhängend der [[Osmanisch-Venezianische Kriege|Osmanisch-Venezianische Krieg]] dazu, dass die Bank Anfang der 1490er Jahre vor dem Ruin stand. 1494 hörte auch die [[Mailand|Mailänder]] Filiale auf zu existieren. Im selben Jahr wurden die Medici aus Florenz vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
In den 1950ern wurden wichtige Quellen im Florentiner Archiv entdeckt. Insbesondere die geheimen Geschäftsbücher (&amp;#039;&amp;#039;libri segreti&amp;#039;&amp;#039;) sind eine wichtige Quelle für die Geschichte der Florentiner Medici-Bank in der Zeit zwischen 1397 und 1450. Geheime [[Handlungsbuch|Geschäftsbücher]] für die Zeit nach 1450 konnten bislang nicht gefunden werden, allerdings existieren für diese Zeit viele Geschäftsbriefe. Überliefert sind zudem Partnerschaftsabkommen, Wechsel, [[Geldmarktpapier|Einlagezertifikate]], vertrauliche Berichte und auch ein nicht ausgeführter Restrukturierungsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Unternehmenszusammenbrüchen und -skandalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* James Cleugh: &amp;#039;&amp;#039;Die Medici. Macht und Glanz einer europäischen Familie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Piper, München 2002, ISBN 3-492-23667-7.&lt;br /&gt;
* Raymond de Roover: &amp;#039;&amp;#039;The Rise and Decline of the Medici Bank 1397–1494.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1963.&lt;br /&gt;
* Volker Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; München 1998.&lt;br /&gt;
* Tim Parks: &amp;#039;&amp;#039;Das Geld der Medici.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Goldmann Verlag München, 1. Auflage, Taschenbuchausgabe April 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kreditinstitut (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medici]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Florenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1397]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1490er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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