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	<title>Banause - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T17:06:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Banause&amp;diff=1131478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Bibliographische Kosmetik.</title>
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		<updated>2025-05-26T14:03:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bibliographische Kosmetik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Banause&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird als [[Pejorativum|abwertende Bezeichnung]] gebraucht, mit der den Betroffenen ein Mangel an [[Intellekt]], Feingefühl oder [[Bildung]] unterstellt wird; im Besonderen wird „Kunst“- oder „Kulturbanause“ als Vorwurf gegen ein fehlendes [[Rezeption (Kunst)|Kunstverständnis]] gebraucht. Als „Banausie“ wird das rein handwerksmäßige Betreiben einer Kunst oder Wissenschaft bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Banause wurde von der im [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] üblichen Bezeichnung {{lang|grc|βάναυσος|bánausos}} abgeleitet, was ursprünglich „der am Ofen Arbeitende“ bedeutete (von {{grcS|βαῦνος|baúnos}} „Ofen“), später im weiteren Sinne „(Kunst-)Handwerker“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Antike&amp;#039;&amp;#039;. S. 81.&amp;lt;br /&amp;gt; {{Pierer-1857 |Lemma=Banausie |Band=2 |Seite=264 |zenoID=20009463992}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schließlich „gewöhnlich, gemein, vulgär“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0057%3Aalphabetic+letter%3D*b%3Aentry+group%3D8%3Aentry%3Dba%2Fnausos {{lang|grc|βάναυσος}}.] In: Henry George Liddell, Robert Scott: &amp;#039;&amp;#039;A Greek-English Lexicon, revised and augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with the assistance of Roderick McKenzie&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1940, ISBN 0-19-864226-1 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurden von Teilen der aristokratischen Oberschicht alle diejenigen abwertend benannt, die nicht „frei geboren“ waren und ihren [[Lebensunterhalt]] durch körperliche Arbeit verdienen mussten. Dazu gehörten neben den [[Handwerk]]ern auch jene [[Künstler]], welche die „praktischen Künste“ ({{laS|[[artes mechanicae]]}}) ausübten. Der Zugang zu den „freien Künsten“ &amp;#039;&amp;#039;({{lang|la|[[artes liberales]]}}&amp;#039;&amp;#039;) blieb diesen [[Schichtengesellschaft|Schichten]] verwehrt. In der aristokratischen Oberschicht der antiken Gesellschaft waren nur jene Tätigkeiten gesellschaftlich akzeptiert, die nicht von Erwerbsabsichten geprägt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Handwerk und praktischen Künsten wurden auch [[Handel]] und [[Landarbeiter|Landarbeit]] als banausisch angesehen. Die geringschätzende Einstellung zur [[Lohnarbeit]] fand Einzug in die [[griechische Philosophie]] und [[Griechische Literatur|Literatur]]. Für [[Aristoteles]] waren solche Tätigkeiten das Gegenteil von [[Bildung]]. Daher verbot er schwere körperliche Arbeit als Teil der Erziehung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jacob Burckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1957, S. 119 (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;, Band 8); {{DNB|450706478}}. {{zeno.org|20002734354}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unwürdigkeit der Lohnarbeit wurde auch als Grundlage dafür angesehen, der nicht-[[Aristokratie|aristokratischen]] Bevölkerung den Zugang zu politischen Tätigkeiten zu verwehren. So heißt es bei [[Euripides]]: „Ein armer landbebauender Mann, auch wenn er nicht unterrichtet ist, kann doch wegen seiner Arbeit den Blick nicht auf das [[Gemeinwesen]] richten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Euripides: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schutzflehenden (Euripides)|Hiketides]]&amp;#039;&amp;#039;. Zitiert nach: Jacob Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1957, {{DNB|450706478}}, S. 123, Anm. 241; {{DNB|450706478}}. (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;, Band 8). {{zeno.org|20002734354}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am weitesten fortgeschritten war der Gegensatz zwischen der arbeitenden Bevölkerung und der herrschenden [[Krieg]]er-[[Soziale Klasse|Klasse]] in [[Sparta]], den [[Spartiaten]] war jegliche „banausische“ [[Erwerbstätigkeit]] verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1957, S. 118, Anm. 222, {{DNB|450706478}} (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;, Band 8); {{zeno.org|20002734354}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Egon Friedell]] schrieb dazu in den 1930er Jahren in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturgeschichte des Altertums|Kulturgeschichte Griechenlands]]&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Friedell: &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte Griechenlands&amp;#039;&amp;#039;. C.H.Beck, München, S. 125 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der griechische Begriff des Banausen ist nicht ganz leicht zu umschreiben. Sein Gegensatz ist weder der Kopfarbeiter (denn unsere Gelehrten mit ihren Laboratorien und Archiven hätten für Banausen gegolten) noch der sogenannte «freie Beruf» (denn auch die meisten Künstler galten dafür), sondern als banausisch ist alles verrufen, was Zweck hat, was für Geld geschieht, was man machen muss, was deformiert, was übermäßig anstrengt.&amp;amp;nbsp;[…] Die Lyriker waren vom Stigma der Banausie nicht betroffen, obgleich sie ihre Siegeslieder für Geld machten, und zwar auf Bestellung irgend eines reichen Rennstallbesitzers, den sie dann mit Begeisterung andichteten (was wieder wir höchst banausisch finden würden).}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedmar Kühnert]]: &amp;#039;&amp;#039;Banause&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Johannes Irmscher]], [[Renate Johne]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Antike]]&amp;#039;&amp;#039;. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1979, S. 81.&lt;br /&gt;
* Thomas Morawetz: &amp;#039;&amp;#039;Der Demos als Tyrann und Banause&amp;#039;&amp;#039; (= Europäische Hochschulschriften / Reihe 3 / Geschichte und ihre Hilfswissenschaften, Band 860). Lang, Frankfurt a. M. u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-631-35591-2, S. 12–47.&lt;br /&gt;
* [[Christian Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Arbeitsauffassungen in archaischer und klassischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Manfred Bierwisch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle der Arbeit in verschiedenen Epochen und Kulturen&amp;#039;&amp;#039; (= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Berichte und Abhandlungen, Sonderband 9). Akademie-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-05-003473-4, S. 19–76, bes. S. 48–67, 73 f.&lt;br /&gt;
* [[Helga Scholten]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bewertung körperlicher Arbeit in der Antike&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Society&amp;#039;&amp;#039;, 2003, 33, S. 1–22.&lt;br /&gt;
* Artikel &amp;#039;&amp;#039;Banause.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Otto Ladendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Schlagwörterbuch. Ein Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Trübner, Straßburg 1906, S.&amp;amp;nbsp;20–22; {{archive.org |historischessch00ladegoog |Blatt=n53}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Banause}}&lt;br /&gt;
* P. W. Hartmann: [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_895.html &amp;#039;&amp;#039;Banause, griech., „Ofenheizer“ (niedriger Handwerker)&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Das grosse Kunstlexikon&amp;#039;&amp;#039;. beyars.com &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Kultur (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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