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	<title>Ban - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hajo-Muc: /* Kroatien-Slawonien */ besser so</title>
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		<updated>2026-04-12T02:06:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kroatien-Slawonien: &lt;/span&gt; besser so&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ban&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|baːn}}] ([[Mittellateinisch|mlat.]] &amp;#039;&amp;#039;banus&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Titel=BANUS | Autor=[[Charles du Fresne, sieur du Cange|DuCange]] | Sammelwerk=[[Glossarium mediae et infimae latinitatis]] | Ort=Paris | Jahr=1883 | Online=http://ducange.enc.sorbonne.fr/BANUS}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Serbokroatisch|skr.]] bulg. ung. &amp;#039;&amp;#039;ban&amp;#039;&amp;#039;, später ung. &amp;#039;&amp;#039;ispán&amp;#039;&amp;#039;, skr. &amp;#039;&amp;#039;župan&amp;#039;&amp;#039;, dt. [[Gespan]]), der Verwalter oder [[Vizekönig]] einer [[Königreich Ungarn|mittelalterlichen ungarischen]] Provinz in [[Kroatien im Staatsverband mit Ungarn|Kroatien]], [[Königreich Bosnien|Bosnien]], der [[Mačva]], [[Fürstentum Walachei|Walachei]] und [[Fürstentum Moldau|Moldau]]; in [[Republik Ragusa|Ragusa]] und [[Montenegro]] ein Ehrentitel wie [[Herr (Titel)|Herr]]. Der Titel wurde vom 7.–20. Jahrhundert verwendet und ist vielleicht (wie [[De Administrando Imperio]] behauptet) awarisch, verkürzt von [[Baian]], oder (laut DuCange) von [[Banner (Fahne)|Banner]]. Der Ban entspricht einem [[Markgraf]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Herm: &amp;#039;&amp;#039;Der Balkan. Das Pulverfaß Europas&amp;#039;&amp;#039;. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf/Wien/New York/Moskau, 1993, S. 146, ISBN 978-3-430-14445-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Territorium war die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Banschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder der „[[Banat]]“ ({{huS|bánság}}, slav. &amp;#039;&amp;#039;banovina&amp;#039;&amp;#039;; ung. später &amp;#039;&amp;#039;ispánság&amp;#039;&amp;#039;, skr. &amp;#039;&amp;#039;županija&amp;#039;&amp;#039;, lat. &amp;#039;&amp;#039;comitatus&amp;#039;&amp;#039;, dt. [[Komitat]], [[Gespanschaft]]). Die größten Banschaften (Banate) waren jene von Kroatien, Dalmatien, Slawonien, Bosnien und [[Temescher Banat|Temeschwar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortursprung ==&lt;br /&gt;
Man vermutet, dass das Wort &amp;#039;&amp;#039;Ban&amp;#039;&amp;#039; vom [[Sarmaten|sarmatischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;bajan&amp;#039;&amp;#039; stammt, welches „Führer“ bedeutet. Das Wort besteht auch heute noch in zahlreichen Ortsbezeichnungen.&lt;br /&gt;
Nach dem jugoslawischen Romanisten Petar Skok leitet sich &amp;#039;&amp;#039;Banat&amp;#039;&amp;#039; vom [[Awaren|awarischen]] [[Fürst]]entitel &amp;#039;&amp;#039;ban&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petar Skok |Titel=Toponomastika Vojvodine |Sammelwerk=Vojvodina |Band=1 |Ort=Novi Sad |Datum=1939 |Seiten=108–127}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Theorien beziehen sich auf den illyrischen Ursprung und den illyrischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Banius&amp;#039;&amp;#039;, dessen Existenz anhand [[Bosnien|bosnischer]] Funde vermutet wird. Einer Theorie zufolge wurde der Titel &amp;#039;&amp;#039;ban&amp;#039;&amp;#039; vom Namen eines awarischen [[Großkhan|Chagan]] &amp;#039;&amp;#039;(Bajan)&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet. Auch das [[Slawen|slawische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;pan&amp;#039;&amp;#039; für „Herr“ wird oft damit assoziiert.&lt;br /&gt;
Laut [[Anton Scherer]] sollten die [[Protobulgaren|Bulgaren]] ihre [[Statthalter]] „Bane“ genannt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Anton Scherer]] |Titel=Bane und Banate – Etymologie des Namens vom 10. Jahrhundert bis 1941 |Verlag=Danubio-Suevia |Ort=Graz |Datum=1989 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sicher ist, dass die bulgarische Aristokratie &amp;#039;&amp;#039;boil&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde (woraus sich später der Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Bojaren|Boljar]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelte) und es einen Herrscher namens [[Batbajan|Bat-bajan]] gab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= [[Lexikon des Mittelalters]], Band 2 |Verlag=LexMA-Verlag |Ort=München |Datum=1980 |ISBN=3-423-59057-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ungarn ==&lt;br /&gt;
Im Königreich Ungarn gab es mehrere Bane. Neben der Bezeichnung der [[Slawen|slawischen]] Fürsten in [[Kroatien]], [[Slawonien]], [[Dalmatien]] und [[Bosnien]] galt der Titel zunächst auch als Name für die obersten Würdenträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später in der [[Ungarn|ungarischen]] Reichsgeschichte wurde dieser Titel zu einem [[Erzamt]]. Der Titel Ban bezeichnete die Provinzverwalter Kroatiens, Slawoniens und mehrerer östlicher Grenzmarken Ungarns in der [[Walachei (Region)|Walachei]] (heute [[Rumänien]]). Diese Provinzen bezeichnete man als „Banate“, die kroatischen Gebiete auch als „Banschaften“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heute unter dem Namen ([[Temescher Banat|Temescher]]) [[Banat]] verstanden wird, ist niemals ein Banat im eigentlichen Sinne des Wortes gewesen und wurde erst nach dem Frieden von Passarowitz (1718) als „Banatus Temesvariensis“ kurzweg als Banat bezeichnet, während der Friede von Karlovitz (1699) dieses Gebiet noch als „Provincia Temesvariensis“ umschreibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scherer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anton Scherer |Titel=Suevia-Pannonica |Ort=Graz |Datum=2009 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kroatien-Slawonien ==&lt;br /&gt;
Seit der [[Personalunion]] Kroatiens mit Ungarn 1102 wurde der Ban vom ungarischen König ernannt und auf dem [[Reichstag (Ungarn)|Reichstag]] beeidet, jedoch nicht auf Lebenszeit. Er übte in den politischen, juridischen und militärischen Angelegenheiten die oberste Gewalt fast unumschränkt aus und galt in seinem Bezirk als der nächste nach dem König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ban war seit dem 14. Jahrhundert der höchste Repräsentant des Staates in [[Kroatien]] als Stellvertreter des außerhalb des Landes (in [[Ungarn]] bzw. [[Wien]]) residierenden Monarchen. Der Titel des Bans gilt als Bestätigung der Eigenständigkeit Kroatiens bzw. der traditionellen [[Autonomie]] des kroatischen Staates über die Jahrhunderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ban von Kroatien war unter den Erz-, Kron- und Reichsbeamten des [[Königreich Ungarn|Königreichs Ungarn]] der Dritte. Bei der Krönungsfeier trug er den [[Reichsapfel]]. Ehemals hatte er die Pflicht, die Grenzen von Ungarn zu beschützen und in Friedenszeiten dem Volke Recht zu sprechen. In der Folge geriet dieses wichtige Amt in Verfall. Obschon es im 17. und 18. Jahrhundert mit bedeutenden Rechten wiederhergestellt wurde, wurde sein Wirkungskreis teils durch die eingeführte [[Militärgrenze|Grenzverfassung]], teils durch andere Veränderungen weit beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit der [[Schlacht bei Mohács (1526)|Schlacht bei Mohács]] weiter vordringende [[Türken|türkische]] Macht verschlang allmählich alle Banschaften bis auf das vereinigte Dalmatien und Kroatien-Slawonien, das einen Ban behielt. Auch dessen Macht war sehr beschränkt, da einen Teil die Türken, den andern die kaiserlichen Militärkommandanten innehatten. Die 1746 bei Errichtung der [[Militärgrenze]] vorgenommene Trennung der Zivil- und Militärangelegenheiten, wobei letztere dem Wiener [[Hofkriegsrat]] zugewiesen wurden, beschränkte den Ban noch mehr; dagegen erhielt er die Verwaltung des von [[Maria Theresia]] aus den ungarischen Komitaten Pozsega (kroatisch &amp;#039;&amp;#039;[[Požega (Kroatien)|Požega]])&amp;#039;&amp;#039;, Verőce (kroatisch &amp;#039;&amp;#039;[[Virovitica]])&amp;#039;&amp;#039; und [[Syrmien]] (kroatisch/serbisch &amp;#039;&amp;#039;Srijem)&amp;#039;&amp;#039; gebildeten Slawonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Oktroy|oktroyierte]] österreichische Reichsverfassung vom 4. März 1849, welche Kroatien, Slawonien und Dalmatien zu einem eigenen [[Kronland (Österreich)|Kronland]] umdefinierte, wurde der Banus unabhängig von Ungarn und selbständiger [[Statthalter]] in seinem Bezirk mit derselben Machtbefugnis wie die Statthalter der übrigen Kronländer. Ban [[Josip Jelačić]] wurde direkt vom [[Kaiser von Österreich|österreichischen Kaiser]] ernannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ivan Zasche, Portret bana Josipa Jelacica.jpg|150px|mini|Ban [[Josip Jelačić]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Ungarisch-Kroatischer Ausgleich|Ungarisch-Kroatischen Ausgleich]] 1868 wurde der Ban von Kroatien und Slawonien wieder ein der ungarischen Regierung untergeordneter und von dieser ernannter Statthalter. Dem Ban mit Sitz in Agram (heute: [[Zagreb]]) unterstanden u.&amp;amp;nbsp;a. die kroatisch-slawonischen [[k.u. Landwehr (Österreich-Ungarn)|Honvéd-Einheiten]]. Die Umsetzung weiterer Bestimmungen des Ungarisch-Kroatischen Ausgleichs erfolgte jedoch zögerlich, so dass die folgenden Jahrzehnte durch Auseinandersetzungen zwischen Agram und der ungarischen Zentralregierung in [[Budapest]] geprägt waren. Letzter Ban innerhalb des ungarischen Königreichs war [[Antun Mihalović]] (29. Juni 1917 bis 20. Januar 1919). Nach einer kurzen Periode der Selbstherrschaft wurde Kroatien Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugoslawien ==&lt;br /&gt;
Mit der Abschaffung der historischen Provinzen im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (später [[Königreich Jugoslawien]]) im Jahre 1921 wurde das Amt des Banus abgeschafft. Letzter Ban war Tomislav Tomljenović (2. März 1921 bis 3. Juli 1921). Im Zuge der Errichtung einer [[Königsdiktatur]] unter [[Alexander I. (Jugoslawien)|Alexander Karađorđević]] und der darauf folgenden Verwaltungsreform wurden 1929 neun Banschaften oder Banate&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Große Brockhaus, Handbuch in zwanzig Bänden&amp;#039;&amp;#039; (Brockhaus Konversations-Lexikon, 15. Aufl.), Bd. 9, Leipzig 1931, S. 497.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegründet, deren ernannte Statthalter den Titel &amp;#039;&amp;#039;Ban&amp;#039;&amp;#039; führten. Eine geplante Reform, die neun Banate in drei ethnische Banate – je ein kroatisches, serbisches, slowenisches Banat – umzugestalten, fand vor dem [[Balkanfeldzug|Einmarsch deutscher Truppen]] 1941 nur mehr zum Teil ([[Banschaft Kroatien]]) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bane von Kroatien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.matica.hr/Vijenac/vij232.nsf/AllWebDocs/opacic Mrvice s banskoga stola (ein Exposé zu den Bezeichnungen, welche sich vom Wort Ban ableiten lassen)] (kroatisch)&lt;br /&gt;
* {{Google Buch |BuchID=b1PJZuYoQucC |Linktext=Der Ban als höchste Instanz der Banschaft war eine Art Vizekönig in Kroatien (Klaus Peter Zeitler: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Rolle bei der völkerrechtlichen Anerkennung der Republik Kroatien&amp;#039;&amp;#039;, Tectum Verlag, Marburg 2000, Seite 33)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4320292-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschertitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kroatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serbische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumänische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajo-Muc</name></author>
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