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	<title>Bamun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gabbahead. am 25. Oktober 2024 um 19:27 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-25T19:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Mamoum|Zum kamerunischen Fußballspieler siehe [[Blaise Mamoum]].}}&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Foumban-Museum-Bamoum.jpg|miniatur|Schrifttafel im Museum von [[Foumban]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Afrikaabteilung in Ethnological Museum Berlin 23.JPG|miniatur|Die Königshaube, Berlin. Raphiagewebe, Glasperlen, Kaurischnecken. Geschenk von König [[Njoya]] 1908 an den Kolonialherren Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamoum Masque Facial MHNT ETH AC AF 114 Labouret.jpg|miniatur|Bronze-Maske, Sammlung Henri Labouret erworben 1935, [[Museum von Toulouse]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bamun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bamum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mamum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (frz. Schreibung &amp;#039;&amp;#039;Bamoun&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mamoun&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mamoum&amp;#039;&amp;#039;), sind eine westafrikanische [[Volksgruppe]] in [[Kamerun]] mit ca. 215.000 Angehörigen, welche überwiegend im [[Königreich Bamum]] leben. Sie machen damit weniger als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung Kameruns aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Die Bamun sind hauptsächlich im sogenannten [[Bamun-Plateau]] im Westen von [[Kamerun]] ansässig, einer auf durchschnittlich {{Höhe|1200}} hoch gelegenen fruchtbaren Grasebene [[vulkan]]ischen Ursprungs. Ihr kulturelles, politisches und religiöses Zentrum bildet die Hauptstadt ihres Königreichs [[Foumban]] (ca. 113.100 Einwohnern), welche den Palastbezirk des [[Sultan]]s und Königs der Bamun sowie die größte [[Moschee]] der Region beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Bamun ist über die Jahrhunderte mündlich weitergegeben und im frühen [[20. Jahrhundert]] aufgeschrieben worden. Sie schildert die Entwicklung bis hin zur Herrschaft des ersten Königs [[Nchare Yen]] (1394–1418), welcher als Anführer einer kleinen Gruppe von Menschen aus dem weiter nordöstlich gelegenen damaligen Land der [[Tikar]] kommend einige kleine [[Staat]]en jenseits des Flusses [[Mbam (Fluss)|Mbam]] unterwerfen konnte. Seine Nachfolger dehnten das beherrschte Gebiet weiter aus. In ihrem heutigen Siedlungsgebiet sind die Bamun erst seit dem [[18. Jahrhundert]] ansässig. Dabei verdrängten sie aus diesem Gebiet allmählich das Volk der [[Bamileke]], welches sich nach einer ähnlichen Wanderung zunächst im heutigen Bamun-Land angesiedelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Geschichte der Bamun schildert diesen Prozess folgendermaßen: Unter der Führung des Königs Nchare Yen überquerte eine Gruppe von 200 bis 300 Menschen den Fluss Mbam und unterwarf sieben kleinere [[Fürstentum|Fürstentümer]] um den Ort [[Djimom|Dschimom]]. Nchare Yen erklärte daraufhin die Gründung des Staats der Bamun und Djimom wurde seine erste [[Hauptstadt]]. Von dort aus eroberte Nchare Yen einige Dutzend weiterer kleiner Fürstentümer und die Stadt Foumban, welche er zu seiner neuen Hauptstadt erklärte. Er beherrschte bei seinem Tode ein Gebiet von einem Durchmesser von ca. 30 km, welches von etwa 25.000 Untertanen bevölkert war. Sein Königreich vererbte er an einen seiner Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Nachfolger konnten das Reich gegen die umgebenden Staaten behaupten. König [[Mboumbouo Mandù|Mbumbuo Mandu]], der als elfter Abkömmling der [[Dynastie]] zum Ende des [[18. Jahrhundert]]s herrschte, gelang es, das Bamun-Gebiet bis an die Flüsse Mbam und [[Noun (Fluss)|Nun]] auszuweiten. Seine Fläche wurde dabei fast vervierfacht auf ca. 7700 km² und erreichte ungefähr die heutige Ausdehnung. Die Bevölkerungszahl erreichte ca. 60.000.&lt;br /&gt;
[[Datei:Njoya receiving an oil painting.jpg|miniatur|König Njoya erhält ein Ölgemälde mit dem Porträt des Kaisers Wilhelm als Geschenk.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamun sultan palace.jpg|miniatur|Der heutige Sultanspalast in Foumban, der Hauptstadt der Bamun]]&lt;br /&gt;
Während der Regentschaft des Königs [[Njoya]] (1894–1924) kam es zum Kontakt mit Repräsentanten des [[Deutsches Reich|deutschen Kaiserreichs]]. Deutschland bemühte sich damals um die [[Kolonisation]] [[Kamerun]]s. Njoya hatte die Übermacht der Ankömmlinge erkannt und suchte den Ausgleich mit ihnen. Er war von der deutschen Kultur beeindruckt und sogar davon überzeugt, sie mit der Kultur der Bamun vereinen zu können. Dazu gründete er Schulen, entwickelte eine eigene Schrift ([[Bamun-Schrift]]) und führte politische Reformen durch, welche den wirtschaftlichen Wohlstand seines Reiches förderten. Beeindruckt von Bildern aus [[Deutschland]] ließ er den alten Holzpalast von Foumban abreißen und den an der norddeutschen Backstein-Bauweise orientierten heutigen Palast erbauen. Als Zeichen großen Respekts schenkte Njoya dem [[Deutscher Kaiser|deutschen Kaiser]] [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] im Jahre 1908 sogar das heiligste Symbol seiner königlichen Würde, einen wertvollen perlenbesetzten Thron, zum Geburtstag. Im Gegenzug erhielt er vom Kaiser eine deutsche [[Kürassiere|Kürassier]]-[[Uniform]] der [[Gardekorps|Kaiserlichen Garde]]. Der Thron befindet sich bis heute im [[Ethnologisches Museum (Berlin)|Ethnologischen Museum]] in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit jedoch verschlechterte sich die Lage im Bamun-Land auf Grund der Härten der [[Kolonisierung]] durch die Europäer. 1924 wurde König [[Njoya]] von den [[Frankreich|Franzosen]], die die [[Kolonie]] mittlerweile als Völkerbundsmandat von den Deutschen übernommen hatten, abgesetzt. Erst nach seinem Tode wurde am 25. Juni 1933 sein Sohn wieder inthronisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dessen Tod 1992 bekleidet das Amt des Königs und [[Sultan]]s der ehemalige [[Minister]] [[Ibrahim Mbombo Njoya]] als 18. Herrscher der von Nchare Yen begründeten [[Dynastie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geograf Franz Thorbecke am Hof von König Njoya, König der Bamum ===&lt;br /&gt;
Der Geograf Franz Thorbecke bereiste in den Jahren 1907/08 sowie 1911 bis 1913 Kamerun. Er gelangte bis an den Hof von König Njoya, König der Bamum. Dessen Herrschaftsgebiet lag im Westen von Kamerun. Auf der zweiten Reise wurde Thorbecke von seiner Ehefrau [[Marie Pauline Thorbecke]] begleitet, einer Fotografin und Malerin. Zu den Glanzpunkten der Sammlung Thorbecke zählt die Aufsatzmaske des Herrschers Njoya. Ein aufwändig gearbeiteter Leopardenthron ebenfalls aus Bamum wurde von [[Theodor Seitz]], Gouverneur von Kamerun (1907–1910) erworben. Die Sammlung Thorbecke ist Bestand der völkerkundlichen Sammlung der [[Reiss-Engelhorn-Museen]] in Mannheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamun artisan.jpg|miniatur|Ein Bamun-Kunsthandwerker bei seiner Arbeit in der Stadt Foumban]]&lt;br /&gt;
Bis heute leben die Bamun wie die meisten Völker [[Westafrika]]s in [[Hierarchie|hierarchisierten]] Strukturen, in denen die Sippe bzw. Familie eine übergeordnete Rolle spielt und zumeist eine größere Bedeutung für die gesellschaftlichen Verhältnisse hat als z. B. der Staat. An der Spitze eines Dorfes, Bezirks oder bestimmten Gebiets steht ein [[Fon (Titel)|Fon]] („Chef“), welcher traditionell nur noch vom König als Oberhaupt der ganzen Volksgruppe überragt wird. Da der kamerunische Staat heute weitgehend [[Zentralismus|zentralistisch]] organisiert ist, haben die traditionellen Oberhäupter heute allerdings überwiegend repräsentativen und beratenden Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bamun sind überwiegend [[islam]]ischen Glaubens und ihr König trägt zusätzlich den Titel eines [[Sultan]]s. Es gibt allerdings auch Christen und Anhänger [[Traditionelle afrikanische Religionen|anderer Religionen]] unter den Bamun, welche respektiert werden, solange sie die weltliche Hoheit des Königs anerkennen. Das Sultanat Foumban ist das südlichste Sultanat in [[Kamerun]]. Der Sultan von Foumban ist eine in Kamerun über das Bamun-Volk hinaus sehr hoch angesehene Persönlichkeit, dessen Rat heute immer noch von weitgehendem öffentlichem Interesse ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflege der kulturellen Tradition und Geschichte hat bei den Bamun eine große Bedeutung. Unter der Herrschaft des Königs [[Njoya|Ndschoja]] ([[1894]] bis [[1924]]), dem der Bamun-Staat auf Grund umfassender [[Reform]]en einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung verdankt, wurde eine eigene [[Bamun-Schrift]] entwickelt, in der Njoya die [[Geschichte]] seines Volkes aufschreiben ließ, und ein Nationalmuseum gegründet, welches sich im Sultanspalast von Foumban befindet und heute zu den wichtigsten Museen [[Kamerun]]s zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bamun gelten in ganz [[Kamerun]] als hervorragende [[Handwerk]]er und sind vor allem für ihre Bronze- und Holzschnitzkunst bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bamun (Sprache)}}&lt;br /&gt;
Die Sprache der Bamun zählt zum [[Tikaroide Sprachen|tikaroiden]] Zweig der [[Mbam-Nkam-Sprachen]] der [[Semibantu]]-Sprachen. Einige Sprecher dieser Sprache bezeichnen sie auch als &amp;#039;&amp;#039;Schupamem&amp;#039;&amp;#039;. Der offizielle [[ISO]]-[[Sprachcode]] ist [bax]. Es existieren einige Dialekte, welche mit den Sprachen [[Bafanji]], [[Bamali]], [[Bambalang]] und [[Bangolan]] verwandt sind. Um 1895 entwickelte Sultan [[Njoya]] eine eigene Schrift, oder genauer: mehrere Schriften, von derer letzte auch „A-ka-u-ku“ genannt wird und einigen Erfolg hatte, bis die französische Kolonialverwaltung ihren Gebrauch unter Strafe stellte und alle Schulen schloss, die sie unterrichtet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste afrikanischer Sprachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.royaumebamoun.com Offizielle Website des Königreichs Bamum]&lt;br /&gt;
* [http://www.ethnologue.org/show_language.asp?code=bax Informationen über die Sprache der Bamun bei www.ethnologue.com (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.rem-mannheim.de/index.php?id=84 Sammlung Thorbecke in den Reiss-Engelhorn-Museen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Kamerun]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gabbahead.</name></author>
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