<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Baltischer_Schachbund</id>
	<title>Baltischer Schachbund - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Baltischer_Schachbund"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltischer_Schachbund&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T02:00:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltischer_Schachbund&amp;diff=1413366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polarlys: /* Literatur */ +1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltischer_Schachbund&amp;diff=1413366&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-05T21:14:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baltische Schachbund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Schachverband der [[Baltikum|baltischen]] [[Schach]]spieler. Er bestand von 1898 bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die Idee eines Schachverbandes in den russischen [[Ostseegouvernements|Ostseeprovinzen]] bildete sich in den 1890er Jahren heraus. Die 1877 erfolgte Gründung des [[Deutscher Schachbund|Deutschen Schachbundes]] (DSB) und die sich anschließende Serie der [[Liste der Meisterschaften des Deutschen Schachbundes|DSB-Kongresse]] wirkte nicht nur auf die [[Deutsch-Balten|deutschbaltischen]] Schachspieler anregend. Es bestanden außerdem zu der Zeit bereits eine Anzahl aktiver [[Schachverein|Schachklubs]], darunter die Vereine in [[Riga]] und [[Tartu|Dorpat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Rolle bei der praktischen Umsetzung spielte 1897 eine Rundreise [[Michail Iwanowitsch Tschigorin|Michail Tschigorins]] durch das [[Baltikum]]. Der stärkste russische Meister besuchte nacheinander Riga, Jurjew (Dorpat), [[Tallinn|Reval]] und [[Liepāja|Libau]] und unterstützte die Idee der geplanten Vereinigung. Auch die Nähe zur Hauptstadt [[Sankt Petersburg]] begünstigte den Zusammenschluss, der dem 1914 gegründeten [[Russischer Schachverband|Allrussischen Schachverband]] schließlich um anderthalb Jahrzehnte vorausging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Schachbundes ==&lt;br /&gt;
Auf Initiative des örtlichen Schachklubs wurde am 2. April 1898 in Riga eine Versammlung der Schachvereine [[Gouvernement Livland|Livlands]] und [[Gouvernement Estland|Estlands]] einberufen. Das Ergebnis war der Beschluss, den „Baltischen Schachbund“ zu gründen. Zu dessen Hauptaufgaben zählten die Popularisierung des Schachspiels im Baltikum und, angelehnt an das deutsche Vorbild, die regelmäßige Organisierung von Schachkongressen mit Haupt- und Nebenturnier. Zum Ersten Sekretär wurde von 1898 bis 1901 [[Friedrich Amelung]] bestimmt, ihm folgten zwischen 1901 und 1913 E.&amp;amp;nbsp;Henne und von 1913 bis 1914 August Lüth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Verlauf und Ende des Ersten Weltkrieges zerfiel der Baltische Schachbund. Er kann als Vorläufer der Schachorganisationen in den nach 1918 unabhängigen Staaten [[Estland]] und [[Lettland]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kongresse ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Die Kongresse des Baltischen Schachbundes&lt;br /&gt;
! Nr. !! Zeitpunkt !! Ort !! Ergebnisse im Hauptturnier&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.periodika.lv/periodika2-viewer/view/index-dev.html#panel:pp{{!}}issue:/p_003_duze1899s01n097{{!}}article:DIVL216{{!}}query:D%C3%BCna{{!}}issueType:P |wayback=20160406095631 |text=Artikel |archiv-bot=2022-10-08 09:27:37 InternetArchiveBot }} in der &amp;#039;&amp;#039;[[Düna-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Mai 1899, S.&amp;amp;nbsp;141.&amp;lt;/ref&amp;gt; || April 1899 || Riga || Sieger: Robert Behting (Riga) 7½ aus 11, nach Stichkampf gegen [[Carl Wilhelm Rosenkrantz]] vor [[Kārlis Bētiņš|Carl Behting]] und [[Hans Seyboth]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || April 1901 || [[Tartu|Jurjew]] || 1.–4. Carl Behting, Wilhelm von Stamm (beide Riga), W. Sohn ([[Pärnu|Pernau]]), Rosenkrantz (Libau) 5 aus 7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || April 1904 || Reval || 1.–2. [[Bernhard Gregory]] (Reval), W. Ostrogski (Moskau) 6½ aus 9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || September – Oktober 1907 || Riga || Zwei Vorgruppen mit 16 Teilnehmern, die ersten Drei gelangten ins Finale: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Rosenkrantz ([[Sankt Petersburg]]) nach 1:0 im Stichkampf 2. S. Lurie (Jurjew) je 4 aus 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || April 1911 || Libau || Sieger: [[Leonid Iwanowitsch Kubbel|Arwid Kubbel]] (Riga) 12 aus 15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || April 1913 || [[Jelgava|Mitau]] || Sieger: A. Hartmanis (Riga) 11½ aus 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || 1916 || Jurjew || nicht stattgefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schachpublizistik im Baltikum ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Baltischen Schachblätter&amp;#039;&amp;#039; sind eine zentrale Quelle für die Geschichte des Schachbundes. 1888 bis 1908 wurden acht Ausgaben, die etwa alle zwei bis drei Jahre erschienen, von Amelung herausgegeben. Neben dem historischen Teil enthielten sie gesammelte Partien aus dem Baltikum sowie Nachdrucke von [[Schachkomposition]]en vorwiegend aus der lokalen Presse. Ab Heft 9 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Baltischen Schachblätter&amp;#039;&amp;#039; von Carl Behting und Paul Kerkovius herausgegeben. Letzterer besaß in Riga, Domplatz 5, die Buchdruckerei des &amp;#039;&amp;#039;Rigaer Tageblatts&amp;#039;&amp;#039;, in dem der Rigaer Schachklub eine Schachrubrik redigierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdruck des intensiven Schachlebens der Region waren zahlreiche Schachspalten in baltischen Zeitungen, darunter neben dem &amp;#039;&amp;#039;Rigaer Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Baltische Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, ab November 1895 14-täglich die [[Feuilleton]]-Beilage „Für Haus und Familie“ der &amp;#039;&amp;#039;Düna-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; (zunächst mit [[Andreas Ascharin]], später mit Carl Behting als Redakteur) und ab 1890 die &amp;#039;&amp;#039;Revalsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Bereits 1881 hatte Friedrich Amelung im &amp;#039;&amp;#039;Revaler Beobachter&amp;#039;&amp;#039; eine wöchentliche Schachecke eingerichtet, die nach einiger Zeit von anderen weitergeführt wurde. Im Dezember 1896 wurde in der &amp;#039;&amp;#039;[[Rigasche Rundschau|Rigaschen Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von Paul Kerkovius eine Schachspalte eröffnet, der &amp;#039;&amp;#039;[[Sankt Petersburger Herold|Sankt-Petersburger Herold]]&amp;#039;&amp;#039; führte ab Ende 1892 unter der Redaktion von [[Hermann Clemenz]] und die &amp;#039;&amp;#039;[[St. Petersburgische Zeitung|St. Petersburger Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; ab Oktober 1895 unter [[Hans Seyboth]] ihre wöchentlich erscheinende Schachkolumne und schließlich seit Januar 1893 das &amp;#039;&amp;#039;Libauer Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; unter der Redaktion von Carl Kupffer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Januar 1896, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich brachten die &amp;#039;&amp;#039;Neue Dorpater Zeitung&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Libausche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; Schachpartien. Hinzu kam noch die in lettischer Sprache erscheinende Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Austrums&amp;#039;&amp;#039; mit einer Schachrubrik von [[Heinrich Leonhard Adolphi|Heinrich Adolphi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anatoli Jewgenjewitsch Karpow]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Schach – enzyklopädisches Wörterbuch. Sowjetskaja enzyklopedija&amp;#039;&amp;#039;. Moskau 1990, S. 319 (russisch). ISBN 5-85270-005-3.&lt;br /&gt;
* Bodo von Dehn: &amp;#039;&amp;#039;Bekannte baltische Schachmeister&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Hefte&amp;#039;&amp;#039;, Hannover-Döhren, 9.&amp;amp;nbsp;Jg. (1962/63), Heft 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.digitale-sammlungen.de/de/search?filter=volumes:bsb11611984%2FBV013307948 Digitalisierte Jahrgänge der Baltischen Schachblätter] beim [[Münchener Digitalisierungszentrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Baltikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Baltikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport (Baltikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1918]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
	</entry>
</feed>