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	<title>Baltischer Ring - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T22:56:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltischer_Ring&amp;diff=1194670&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: +Kategorie:Aufgelöst in den 1940er Jahren; +Kategorie:Organisation (Ostseeraum)</title>
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		<updated>2023-12-08T10:44:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: +&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Aufgel%C3%B6st_in_den_1940er_Jahren&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Aufgelöst in den 1940er Jahren (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Aufgelöst in den 1940er Jahren&lt;/a&gt;; +&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Organisation_(Ostseeraum)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Organisation (Ostseeraum) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Organisation (Ostseeraum)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baltische Ring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Baltic Ring&amp;#039;&amp;#039;, dt. auch &amp;#039;&amp;#039;Ostseering&amp;#039;&amp;#039;) war ein länderübergreifendes [[Vermessungsnetz]], das alle Küstengebiete und [[Anrainerstaat]]en der [[Ostsee]] verband und die Form einer ringförmigen, 2500 Kilometer langen, meist doppelten [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulationskette]] besaß.&lt;br /&gt;
Dieses für die [[Geodäsie]] der [[Zwischenkriegszeit]] beispielgebende Großprojekt –&amp;amp;nbsp;es stellte das erste wirklich &amp;#039;&amp;#039;internationale&amp;#039;&amp;#039; Triangulationsnetz dar und entstand noch vor den ähnlich konzipierten Projekten des [[Sowjetisches Netz|Sowjetischen Netzes]] und des [[Europanetz]]es, deren erstes Teilstück es bildete&amp;amp;nbsp;– wurde als erstes Großnetz einer mathematisch strengen [[astrogeodätisch]]en [[Netzausgleichung]] mit Einbeziehung zahlreicher [[Laplacepunkt]]e unterzogen, was seine Genauigkeit auf damals unerreichbar erscheinende 0,3&amp;quot; (1,5&amp;amp;nbsp;[[Parts per million|ppm]] oder 15&amp;amp;nbsp;cm auf 100&amp;amp;nbsp;km) steigerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ringnetz umfasst etwa 150 Punkte [[Netz erster Ordnung|erster Ordnung]], deren Distanzen im Mittel etwa 40&amp;amp;nbsp;km betragen (je nach [[Topografie (Kartografie)|Topografie]] 25 bis 60&amp;amp;nbsp;km) und erstreckte sich von [[Norddeutschland]] und [[Westpreußen]] als Doppelkette über kleine Teile [[Polen]]s nach [[Ostpreußen]] und über das restliche [[Baltikum]] ([[Litauen]], [[Lettland]] und [[Estland]]) nach [[Finnland|Südfinnland]], folgte dem finnischen Meerbusen nach Mittel- und [[Schweden|Südschweden]] und über den [[Belte und Sunde|Sund]] [[Dänemark]]s zurück aufs Festland zum [[Knoten Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ausgleichsrechnung|Ausgleichung]] (Minimierung der Restfehler) erfolgte aufgrund der [[Friedrich Robert Helmert|Helmert]]’schen Punktprojektion nach der [[Korrelatenmethode]] (eine Art bedingter Netzausgleichung). Zunächst wog die Kommission diese Methode gegen einen Ausgleich nach Koordinaten ([[vermittelnde Ausgleichung]]) ab und entschied sich dann für sie, nachdem Ölander für den südfinnischen Dreieckskranz die besten Ergebnisse erzielt hatte. Der Ring rund um die Ostsee wurde in neun Triangulationsketten zerlegt, die einem großen [[Neuneck]] folgten und jede für sich unter Einbeziehung der [[Basislinie (Geodäsie)|Basislinien-]] und der [[Laplacegleichung|laplaceschen Bedingungsgleichungen]] ausgeglichen wurden (heute folgt man bei internationalen Netzen in militärisch kritischen Gebieten demselben Gedanken, weil er den [[Datenaustausch]] der Punktkoordinaten nur an den Knotenpunkten ermöglicht, während die Koordinaten der restlichen [[Vermessungspunkt]]e dem alleinigen Verfügungsrecht der einzelnen Staaten vorbehalten bleiben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Detail unterscheidet sich die Netzgeometrie zwischen den einzelnen Staaten erheblich, sodass einige „Schwachpunkte“ die Genauigkeit des Gesamtnetzes beeinträchtigen konnten. Obwohl die Geometrie von Einzelketten (Aneinanderreihung von einzelnen [[Dreieck]]en; vor allem im Baltikum und südwestlichen Finnland), Doppelketten (zwei direkt verbundene Einzelketten; vor allem in Deutschland, Dänemark und Finnland) und Vierfachketten (in Ostpreußen) bis zu hochpräzisen [[Traverse (Vermessungstechnik)|Traversen]] und drei [[Rahmennetz]]en (in Schweden) wechselt, ist die Netzgüte relativ einheitlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neuneckige [[Polygon]] gruppierte sich um neun regionale [[Knotenpunkt (Geodäsie)|Knotenpunkte]] (Deutschland&amp;amp;nbsp;2, Baltikum&amp;amp;nbsp;2½, Finnland&amp;amp;nbsp;1½, Schweden&amp;amp;nbsp;2, Dänemark&amp;amp;nbsp;1). Seitens der [[Landesvermessung]] waren die drei Überquerungen von [[Meeresenge]]n besonders kritisch und erforderten messtechnisch große Sorgfalt und einen theoretisch fundierten Ausgleich der [[Richtungsmessung]]en. Ebenso gründlich erfolgte die astronomisch-[[geografische Länge]]ndifferenz-Messungen zwischen den Netzknoten beziehungsweise den Landeszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgleichung selbst erfolgte nach einer [[Korrelaten]]-Methode und die Lösung des für damalige Rechenhilfsmittel riesigen [[Normalengleichungen|Normalgleichungs-Systems]] nach den Eliminationsverfahren von [[Carl Friedrich Gauß|Gauß]] beziehungsweise von [[Choleski]]-Rubin. Für die Bedingungsgleichungen der Laplacepunkte erwies sich Ölanders Methode (direkt in der Ausgleichung der Dreiecksketten) jener von [[Feodossi Krassowski|Krassowski]] überlegen (iterativ, strenge Bedingungen erst im Hauptausgleich). Andere Varianten wurden vom deutschen Geodäten [[Otto Eggert|Eggert]] (Mitautor des &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Vermessungskunde]]&amp;#039;&amp;#039;) und dem Schweden [[Lars Asplund|Asplund]] entwickelt, aber erst im späteren [[Europanetz]] in größerem Stil angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein vorläufiger Abschluss der Berechnungen erfolgte nach der 9.&amp;amp;nbsp;Tagung der [[Baltische Geodätische Kommission|Baltischen Geodätischen Kommission]] (Helsinki, 1937) und danach seitens der [[Heeresvermessung]] des „[[Drittes Reich|Dritten Reichs]]“, der endgültige unter der Ägide der [[Vereinigte Staaten|USA]] zwischen 1946 und 1950 im Rahmen des deutschen [[Zentraleuropäisches Netz|zentraleuropäischen Netzes]] (ZEN, Leitung: [[Helmut Wolf (Geodät)|Helmut Wolf]]) und des [[Europanetz]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kooperation der Vermessungsbehörden erlitt jedoch nach 1945 durch den [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] einen schweren Rückschlag, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte. Wichtiger wurde bald eine breite nord- und westeuropäische Kooperation zur Etablierung des [[ReTrig]] und des ED50, sowie später zur Erweiterung des [[WEST]] (westeuropäisches Satellitennetz) auf Mittel- und [[Osteuropa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und Physikalische Geodäsie.&amp;#039;&amp;#039; In: Jordan, Eggert, Kneissl: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Vermessungskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Band V (871 p.), Kapitel IV (§ 27 und 25), J. B. Metzler, Stuttgart 1969&lt;br /&gt;
* Th. N. Krassowskij: &amp;#039;&amp;#039;Berechnungsmethode der Triangulationen 1. Ordnung in der [[UdSSR]].&amp;#039;&amp;#039; 5. Tagung der Baltischen Geodätischen Kommission, Kopenhagen/Helsinki 1930/31 (Übersetzung Max Kneissl in Kartographie und Vermessungswesen, Berlin 1942)&lt;br /&gt;
* B. Jeschke, B. Kodatis: &amp;#039;&amp;#039;Bestimmung des Längenunterschiedes Potsdam–Danzig. Die Längenbestimmung der Landeszentralen Kaunas (Litauen)–Potsdam.&amp;#039;&amp;#039; Sonderveröffentlichung Nr. 5 der Baltischen Geodätischen Kommission, Helsinki 1936, 72 p.&lt;br /&gt;
* V. R. Ölander: &amp;#039;&amp;#039;Gewichte der Azimute und Koordinaten in einer schematischen Dreieckskette mit Laplacegleichungen.&amp;#039;&amp;#039; Verhandlung der 9. Tagung der Baltischen Geodätischen Kommission (Juli 1936), Finnisches Geodätisches Institut, Helsinki 1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Ostsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgleichsrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäischer Interessenverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Ostseeraum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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