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	<title>Baltische Operation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltische_Operation&amp;diff=1160070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Ortsnamensschreibung berichtigt</title>
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		<updated>2024-08-21T20:41:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ortsnamensschreibung berichtigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|KONFLIKT=Baltische Operation&lt;br /&gt;
|TEILVON=[[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]], [[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
|BILD=&lt;br /&gt;
|BILDBREITE=&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=Sowjetische Karte der Operationen&lt;br /&gt;
|DATUM=14. September&lt;br /&gt;
|DATUMBIS=24. November 1944&lt;br /&gt;
|ORT=[[Estland]], [[Lettland]], [[Litauen]], [[Polen]]&lt;br /&gt;
|CASUS=&lt;br /&gt;
|GEBIETE=&lt;br /&gt;
|AUSGANG=Sowjetische Besetzung des Baltikums, Bildung des [[Kurland-Kessel]]s&lt;br /&gt;
|FOLGEN=&lt;br /&gt;
|FRIEDENSSCHLUSS=&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1={{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2={{SUN-1923}}&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1=[[Ferdinand Schörner]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2=[[Howhannes Baghramjan]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Andrei Iwanowitsch Jerjomenko|Andrei Jerjomenko]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Iwan Iwanowitsch Maslennikow|Iwan Maslennikow]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Leonid Alexandrowitsch Goworow|Leonid Goworow]]&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE1=730.000 Soldaten&amp;lt;br /&amp;gt;7000 Geschütze und Mörser&amp;lt;br /&amp;gt;1200 Panzer&amp;lt;br /&amp;gt;400 Flugzeuge&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE2=900.000 Soldaten&amp;lt;br /&amp;gt;17.500 Geschütze&amp;lt;br /&amp;gt;3000 Panzer&amp;lt;br /&amp;gt;2500 Flugzeuge&lt;br /&gt;
|VERLUSTE1=k.&amp;amp;nbsp;A.&lt;br /&gt;
|VERLUSTE2=etwa 280.000 Soldaten, davon etwa 61.000 Tote&amp;lt;br /&amp;gt;522 Panzer&amp;lt;br /&amp;gt;2593 Geschütze&amp;lt;br /&amp;gt;779 Flugzeuge&lt;br /&gt;
|NOTIZEN=&lt;br /&gt;
|ÜBERBLICK={{Linkbox Deutsch-Sowjetischer Krieg}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baltische Operation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Прибалтийская операция}}) war eine Schlacht zwischen Verbänden der [[Rote Armee|Roten Armee]] und Verbänden der deutschen [[Wehrmacht]] an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]], die vom 14.&amp;amp;nbsp;September bis zum 24.&amp;amp;nbsp;November 1944 andauerte und während der die [[Sowjetunion|sowjetischen]] Verbände fast das gesamte [[Baltikum]] besetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltic 13-31 July 1944.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Mitte Juli 1944 rückten Truppen der sowjetischen [[4. Stoßarmee]], nachdem sie die Bahnstrecke Daugavpils-[[Rēzekne]] unterbrochen hatten, von Nordwesten her gegen [[Daugavpils|Dünaburg]] vor. Auf der linken Flanke überquerte die [[43. Armee (Rote Armee)|43. Armee]] die Bahnstrecke [[Jelgava|Mitau]]-[[Kaunas]] und rückte mit der dahinter folgenden [[6. Gardearmee (Rote Armee)|6.&amp;amp;nbsp;Gardearmee]] auf [[Šiauliai|Schaulen]] vor. Truppen der 4.&amp;amp;nbsp;Stoßarmee, die in Zusammenarbeit mit den Formationen der 6. Gardearmee entlang der westlichen Düna vorrückten, erreichten am 27.&amp;amp;nbsp;Juli die Stadt Dünaburg. Ende Juli 1944 brach die [[51. Armee (Rote Armee)|51. Armee]] mit dem 3.&amp;amp;nbsp;mechanischen Korps unter General [[Wiktor Timofejewitsch Obuchow|Obuchow]] bei [[Tuckum]] zur [[Ostsee]] durch. Das [[Unternehmen Doppelkopf]], der deutsche Gegenangriff aus dem Raum Schaulen in Richtung auf Tuckum, konnte am 20.&amp;amp;nbsp;August 1944 die verlorene Landverbindung zwischen der [[3. Panzerarmee (Wehrmacht)|3. Panzerarmee]] und der [[Heeresgruppe Nord]] wiederherstellen. Die geplante Rückeroberung von Mitau misslang der [[Wehrmacht]]. Das sowjetische Oberkommando versuchte den nächsten Durchbruch zur Ostsee, wieder westlich der lettischen Hauptstadt [[Riga]], anzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Truppenstärke ==&lt;br /&gt;
Die deutsche [[Heeresgruppe Nord]] unter [[Ferdinand Schörner]] und die deutsche [[3. Panzerarmee (Wehrmacht)|3. Panzerarmee]] unter [[Erhard Raus]] hatten eine Stärke von zusammen etwa 730.000 Soldaten, 7.000 Geschützen und Mörsern, 1.200 Panzern und 400 Flugzeugen. Ihr gegenüber standen vier sowjetische Fronten ([[1. Baltische Front]] unter [[Howhannes Baghramjan]], [[2. Baltische Front]] unter [[Andrei Iwanowitsch Jerjomenko|Andrei Jerjomenko]], [[3. Baltische Front]] unter [[Iwan Iwanowitsch Maslennikow|Iwan Maslennikow]] und die [[Leningrader Front]] unter [[Leonid Alexandrowitsch Goworow|Leonid Goworow]]) mit einer Gesamtstärke von ungefähr 900.000 Soldaten, 17.500 Geschützen, 3.000 Panzern und 2.500 Flugzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
=== Rigaer Offensive 14. September bis 22. Oktober ===&lt;br /&gt;
Am 14. September 1944 eröffneten die 2. und die 3.&amp;amp;nbsp;Baltische Front die erste Phase der &amp;#039;&amp;#039;Rigaer Operation&amp;#039;&amp;#039;. Die Truppen der [[2. Baltische Front|2. Baltischen Front]] unter Armeegeneral [[Andrei Jerjomenko|Jerjomenko]] konnten in den ersten drei Tagen die deutsche Verteidigung zwischen [[Doblen]] und [[Jelgava|Mitau]] nicht durchbrechen. Nur am westlichen Abschnitt gelang es der [[43. Armee (Rote Armee)|43.&amp;amp;nbsp;Armee]] (Generalleutnant [[Afanassi Pawlantjewitsch Beloborodow|A. P. Beloborodow]]) und der [[4. Stoßarmee]] ([[Generalleutnant]] [[Pjotr Fjodorowitsch Malyschew|P. F. Malyschew]]), mit der 166.&amp;amp;nbsp;Schützendivision des 22.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps unter Generalmajor Sergej Tschernikow in [[Bauske]] einzudringen. Die [[1. Stoßarmee]] (General [[Nikanor Dmitrijewitsch Sachwatajew|Sachwatajew]]) der [[3. Baltische Front|3. Baltischen Front]] durchbrach hingegen die Verteidigung des deutschen [[XXXVIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXVIII. Armeekorps]] (General der Artillerie [[Kurt Herzog (General)|Kurt Herzog]]) und stieß bis zum Abend des 17.&amp;amp;nbsp;September fast 50 Kilometer tief vor. Dem 12.&amp;amp;nbsp;Garde-Schützenkorps unter Generalmajor [[Stepan Michailowitsch Bunkow|Bunkow]] gelang am 19.&amp;amp;nbsp;September die Eroberung von [[Valka]] (Walk). Die [[Stawka]] schob nach diesem Erfolg die [[61. Armee (Rote Armee)|61. Armee]] (Generalleutnant [[Pawel Alexejewitsch Below|P. A. Below]]) aus der Reserve in den Durchbruchsabschnitt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[OKW|Oberkommando der deutschen Wehrmacht]] befahl im [[Unternehmen Aster]] der [[Armeeabteilung Grasser]] den Rückzug aus [[Estland]] und der linken Flanke der 18.&amp;amp;nbsp;Armee den Rückzug vom [[Wirzsee]]. Am 16. und 22.&amp;amp;nbsp;September erfolgten im Westen aus den Raum [[Saldus]] (Frauenburg) zwei erfolglose deutsche Gegenschläge, um die Lage des schwer bedrängten [[XXXXIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXIII. Armeekorps]] (General der Gebirgstruppen [[Kurt Versock]]) südlich von Riga zu erleichtern. Das sowjetische 10.&amp;amp;nbsp;Panzerkorps (Generalmajor [[Madwej Kusmitsch Schaposchnikow|Schaposchnikow]]) brach an der Front zwischen der [[21. Infanterie-Division (Wehrmacht)|21.]] und [[31. Infanterie-Division (Wehrmacht)|31. Infanterie-Division]] durch und nahm am 24.&amp;amp;nbsp;September zusammen mit dem 12.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps die Stadt [[Valmiera]] (Wolmar) ein. Vom 18. bis zum 23.&amp;amp;nbsp;September hatte sich die 18.&amp;amp;nbsp;Armee aus der Linie Pernau-Valka–Schwanenburg auf die [[Sigulda]]-Verteidigungslinie (Segewold-Stellung) zurückgezogen, die sich im Abstand von etwa 60&amp;amp;nbsp;bis 80&amp;amp;nbsp;Kilometern halbkreisförmig rund um Riga erstreckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3.&amp;amp;nbsp;Baltische Front ging derweil im Osten zur Verfolgung über. Am 19.&amp;amp;nbsp;September gelang es der 1.&amp;amp;nbsp;Stoßarmee im Raum [[Baldone]], die [[205. Infanterie-Division (Wehrmacht)|205. Infanterie-Division]] des [[I. Armeekorps (Wehrmacht)|I. Armeekorps]] (General der Infanterie [[Theodor Busse]]) im östlichen [[Düna]]-Brückenkopf bei [[Ķekava]] zu überflügeln; nur durch seinen Rückzug auf [[Vecmuiža]] konnte General [[Horst von Mellenthin|von Mellenthin]] den Anschluss an die [[215. Infanterie-Division (Wehrmacht)|215. Infanterie-Division]] wiederherstellen.&lt;br /&gt;
Am 22.&amp;amp;nbsp;September erzielten auch die Truppen der 2.&amp;amp;nbsp;Baltischen Front einen Einbruch; sie und die 3.&amp;amp;nbsp;Baltischen Front wurden an der südlichen Sigulda-Stellung gestoppt. Die Armeeabteilung Grasser unter [[General der Infanterie]] [[Anton Grasser|Grasser]] übernahm am 25.&amp;amp;nbsp;September rechts von der westlich Riga eingesetzten [[Generalkommando]] z. b. V. [[Philipp Kleffel|Kleffel]] die Sicherung des Landkorridors nach [[Tuckum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund um Riga verteidigten etwa 25 Divisionen der Wehrmacht; der Frontabschnitt von [[Auce]] bis zur [[Memel]] wurde aber nur durch acht Divisionen der deutschen [[3. Panzerarmee (Wehrmacht)|3.&amp;amp;nbsp;Panzerarmee]] unter [[Generaloberst]] [[Erhard Raus|Raus]] gehalten. Die [[Stawka]] bereitete deshalb den nächsten Angriff südlicher vor, wo die [[1. Baltische Front]] stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tallinner Operation 17. bis 26. September ===&lt;br /&gt;
Am 17. September 1944 startete die Armeen der [[Leningrader Front]] unter Marschall [[Leonid Goworow|Goworow]], unterstützt von der [[Baltische Flotte|Baltischen Flotte]], die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Tallinner Operation&amp;#039;&amp;#039;. Die [[8. Armee (Rote Armee)|8. Armee]] unter Generalleutnant [[Filipp Nikanorowitsch Starikow|Starikow]] nahm am 20.&amp;amp;nbsp;September [[Rakvere]] ein. Das estnische 8.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps unter Generalleutnant [[Lembit Abramowitsch Pern|Lembit Pern]] konnte am 22.&amp;amp;nbsp;September im Zusammenwirken mit der 72.&amp;amp;nbsp;Schützendivision des 117.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps (Generalmajor Wassili A. Trubatschew) die estnische Hauptstadt [[Tallinn]] (Reval) einnehmen. Am 23.&amp;amp;nbsp;September wurde [[Pärnu|Pernau]] vom 108.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps (Generalleutnant [[Witali Sergejewitsch Polenow|Witali Polenow]]) besetzt; damit hatte die übergeordnete [[2. Stoßarmee]] unter Generalleutnant [[Iwan Iwanowitsch Fedjuninski|Fedjuninski]] den [[Rigaer Meerbusen]] erreicht. Die deutsche [[Kriegsmarine]] schiffte ab dem 17.&amp;amp;nbsp;September in [[Reval (Stadt)|Reval]] und Pernau die Reste des zurückgehenden [[II. Armeekorps (Wehrmacht)|II. Armee]]- und [[III. SS-Panzerkorps]] ein, dessen Truppen nach [[Kurland]] verbracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Memeler Offensive 5. bis 22. Oktober ===&lt;br /&gt;
Am 5. Oktober begann die 1.&amp;amp;nbsp;Baltische Front unter Armeegeneral [[Howhannes Baghramjan|Baghramjan]] mit Unterstützung der [[39. Armee (Rote Armee)|39.&amp;amp;nbsp;Armee]] der [[3. Weißrussische Front|3.&amp;amp;nbsp;Weißrussischen Front]] auf 90 Kilometern Breite die &amp;#039;&amp;#039;[[Schlacht von Memel|Memeler-Operation]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Stellungen des [[XXXX. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXX. Panzerkorps]] zwischen [[Schaulen]] und [[Kursenai]] (Kurschenen) wurden durch den Ansturm der sowjetischen [[6. Gardearmee (Rote Armee)|6. Gardearmee]] (Generaloberst [[Iwan Tschistjakow|Tschistjakow]]) überrannt. Die in der Mitte direkt auf [[Klaipėda]] angesetzte sowjetische [[43. Armee (Rote Armee)|43. Armee]] unter General [[Afanassi Beloborodow|Beloborodow]] erreichte nach einem 17&amp;amp;nbsp;km tiefen Einbruch den [[Venta]]-Abschnitt. Südlich von [[Kelmė|Kelma]] drangen die Truppen die [[2. Gardearmee (Rote Armee)|2. Gardearmee]] über die [[Dubysa]] 7&amp;amp;nbsp;km tief in die deutsche Front ein. Am Südabschnitt wurde die [[39. Armee (Rote Armee)|39. Armee]] unter General [[Iwan Iljitsch Ljudnikow|Ljudnikow]] gegen die Front des [[IX. Armeekorps (Wehrmacht)|IX. Armeekorps]] auf [[Tauroggen]] angesetzt. Am 6.&amp;amp;nbsp;Oktober war die Front der 3.&amp;amp;nbsp;Panzerarmee auf 90 Kilometern Breite aufgerissen. General [[Porphyri Georgjewitsch Tschantschibadze|Tschantschibadze]] überschritt bereits den [[Jūra]]-Abschnitt. Das Vordringen der [[5. Garde-Panzerarmee]] unter Generalleutnant [[Wassili Timofejewitsch Wolski|Wolski]] erreichte am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober zusammen mit der [[51. Armee (Rote Armee)|51. Armee]] (General [[Jakow Kreiser|Kreiser]]) die Küste der [[Ostsee]] bei [[Polangen]], so dass die [[Heeresgruppe Nord]] endgültig abgeschnitten worden war. Am gleichen Tag erreichten Truppen der 2.&amp;amp;nbsp;Gardearmee (Generalmajor Tschantschibadze) die Küste zum Kurischen Haff bei [[Heydekrug]]; der am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober über die [[Minija]] (Minge) nach Memel angesetzte Vorstoß brachte die Einnahme von [[Priekulė|Prökuls]] und die vollständigen Einschließung der Stadt. Der erste sowjetische Versuch, Memel bis zum 12.&amp;amp;nbsp;Oktober im Handstreich zu nehmen, scheiterte am Unterstützungsfeuer der schweren Kreuzer &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland (Schiff, 1933)|Lützow]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Prinz Eugen (Schiff, 1940)|Prinz Eugen]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Truppen des abgeschnittenen XXVIII.&amp;amp;nbsp;Armeekorps (General Gollnick) hielten mit drei Divisionen, ([[Panzergrenadierdivision Großdeutschland|Pz.-Gren.Div. Großdeutschland]], [[7. Panzer-Division (Wehrmacht)|7. Panzer]]- und der [[58. Infanterie-Division (Wehrmacht)|58. Infanterie-Division]]) bis zum Januar 1945 im Brückenkopf Memel stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlacht um Riga 6. bis 15. Oktober ===&lt;br /&gt;
Nach der neuerlichen Umgruppierung der sowjetischen Verbände wurde unter dem allgemeinen Oberbefehl von Marschall [[Leonid Goworow]] die zweite Angriffsphase gegen die deutschen Stellungen um Riga eingeleitet. In der Nacht zum 6.&amp;amp;nbsp;Oktober begannen die 2. und 3.&amp;amp;nbsp;Baltische Front ihren neuerlichen Angriff. Auf Befehl Schörners wurde schon zum Beginn der Kämpfe mit dem &amp;#039;&amp;#039;Unternehmen Donner&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– der Evakuierung Rigas&amp;amp;nbsp;– begonnen. Die Lage wurde noch kritischer, als die 2.&amp;amp;nbsp;Baltische Front am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober einen neuen Generalangriff ansetzte. Bis zum 16.&amp;amp;nbsp;Oktober wurden durch einen 45&amp;amp;nbsp;km langen und 6&amp;amp;nbsp;km breiten Korridor etwa 20 Divisionen samt Kriegsmaterial über die die Tuckum-Stellung nach Kurland zurückgezogen. Die Batterien der [[6. Flak-Division]] übernahmen die Sicherung der Absatzbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Armeeoberkommando]]&amp;amp;nbsp;18 (General der Infanterie [[Ehrenfried Oskar Boege]]) wurde mit den Generalkommandos [[I. Armeekorps (Wehrmacht)|I.]] und [[X. Armeekorps (Wehrmacht)|X. A.K.]] nach Kurland abgezogen und übergab die Befehlsführung am östlichen Düna-Ufer an die 16.&amp;amp;nbsp;Armee. General der Infanterie [[Carl Hilpert|Hilpert]] verteidigte sich am 13.&amp;amp;nbsp;Oktober in Riga noch mit etwa 15 Divisionen ([[II. Armeekorps (Wehrmacht)|II.]], [[XXXXIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXIII.]] und [[L. Armeekorps]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Oktober begann die eigentliche Schlacht um die lettische Hauptstadt; am nächsten Tag konnten die [[1. Stoßarmee]] (Generalleutnant Sachwatajew) und die [[67. Armee (Rote Armee)|67. Armee]] (General [[Wladimir Sacharowitsch Romanowski|Romanowski]]) in den östlichen Teil der Stadt eindringen. Am Nachmittag des 13.&amp;amp;nbsp;Oktober gelang es der Vorhut der 374.&amp;amp;nbsp;Schützendivision unter Oberst Gorodetski, auf das linke Ufer der Düna überzusetzen und die Rückzugslinien der [[16. Armee (Wehrmacht)|16. Armee]] abzuschneiden. Am 14.&amp;amp;nbsp;Oktober brach das lettische 130.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps (Generalleutnant [[Detlav Brantkaln|Brantkaln]]) der [[10. Gardearmee (Rote Armee)|10. Gardearmee]] (Generalleutnant [[Michail Iljitsch Kasakow|Kasakow]]) am südlichen Stadtrand in das Stadtzentrum ein. Die 245.&amp;amp;nbsp;Schützendivision drang von Norden her, die 212.&amp;amp;nbsp;Schützendivision vom Osten vor. Am 15.&amp;amp;nbsp;Oktober war die Einnahme von Riga nach heftigen Kämpfen abgeschlossen. Als letzte deutsche Verbände standen die [[87. Infanterie-Division (Wehrmacht)|87.]] und [[227. Infanterie-Division (Wehrmacht)|227. Infanterie-Division]] am östlichen Ufer der Düna und deckten den Rückzug nach Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober wurde die 3.&amp;amp;nbsp;Baltische Front aufgelöst und die Truppen der 1. und 2.&amp;amp;nbsp;Baltischen Front setzten in der [[Kurlandschlacht|1. Kurlandschlacht]] die Offensive in Richtung auf [[Ventspils|Windau]] und [[Saldus]] fort. Zwischen [[Džūkste]] und dem Meer übernahm die Korpsgruppe Kleffel mit der 205. und 227.&amp;amp;nbsp;Infanterie- sowie der [[281. Sicherungs-Division (Wehrmacht)|281. Sicherungs-Division]] die Deckung der rechten Flanke der eingekesselten Heeresgruppe Nord. Bis zum 22.&amp;amp;nbsp;Oktober schlossen die Sowjets auf die Tukum-Verteidigungslinie auf, als Sicherung verblieb die sowjetische 67. Armee im Raum Riga zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moonsund Operation 27. September bis 24. November ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltic-islands-2.jpg|mini|Sowjetische Eroberung der Inseln [[Muhu|Moon]] und [[Saaremaa|Ösel]] 1944]]&lt;br /&gt;
Die Leningrader Front hatte bis zum 26. September ganz [[Estland]] mit Ausnahme der Inseln [[Hiiumaa|Dagö]], [[Saaremaa|Ösel]] und [[Muhu|Moon]] besetzt.&lt;br /&gt;
Vom 27.&amp;amp;nbsp;September bis zum 24.&amp;amp;nbsp;November führte die [[8. Armee (Rote Armee)|8. Armee]] dieser Front zusammen mit der Baltischen Flotte die &amp;#039;&amp;#039;Moonsund-Operation&amp;#039;&amp;#039; durch, in deren Folge auch die noch von der Wehrmacht besetzten Inseln erobert wurden. Das estnische 8.&amp;amp;nbsp;Schützenkorps unter Generalleutnant [[Lembit Pärn|Pern]], welches aus Zwangsverpflichteten und Freiwilligen bestand, wurde während dieser Kampagne neuerlich im Rahmen der sowjetischen Streitkräfte eingesetzt. An der Verteidigung der Baltischen Inseln waren die [[23. Infanterie-Division (Wehrmacht)|23.]] und [[218. Infanterie-Division (Wehrmacht)|218. Infanterie-Division]] sowie diverse estnische Einheiten beteiligt. Am 24.&amp;amp;nbsp;November hatten sich die letzten Truppen unter deutschem Kommando an der Südspitze der Halbinsel [[Sworbe]] eingeschifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verluste und Folgen ==&lt;br /&gt;
Die [[Rote Armee]] stieß auf einer 1000 Kilometer breiten Front bis zu 300 Kilometer nach Westen vor, besetzte [[Estland]], [[Lettland]] und [[Litauen]], zerschlug 26 deutsche Divisionen (drei davon komplett)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/030-pribaltnast.htm Прибалтийская наступательная операция (14.09—22.10.1944)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und blockierte 27 weitere Divisionen im [[Kurland-Kessel]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://bse.chemport.ru/pribaltijskaya_operatsiya_1944.shtml | wayback=20070923035711 | text=Archivlink}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo diese sich am 8.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 schließlich ergaben. Die Rote Armee verlor nach eigenen Angaben 218.622 Soldaten (darunter 61.468 Tote und Vermisste), 522 Panzer und Sturmgeschütze, 2.593 Geschütze und 779 Kampfflugzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;G.F. Krivosheev: &amp;#039;&amp;#039;Soviet Casualties in the Twentieth Century.&amp;#039;&amp;#039; London 1997, S. 149, 263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung sowjetischer Quellen mit Ausnahme von [[Samisdat]]- und [[Tamisdat]]-Literatur, die bis zum Jahr 1987 veröffentlicht wurden, muss die Tätigkeit der sowjetischen Zensurbehörden ([[Glawlit]], Militärzensur) bei der Revision diverser Inhalte im Sinne der sowjetischen Ideologie berücksichtigt werden. (→[[Zensur in der Sowjetunion]])&lt;br /&gt;
* [[Howhannes Bagramian|Iwan Ch. Bagramjan]]: &amp;#039;&amp;#039;So schritten wir zum Sieg.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der DDR, Berlin 1984.&lt;br /&gt;
* Duncan Anderson, Stephen Walsh, Lloyd Clark: &amp;#039;&amp;#039;The Eastern Front&amp;#039;&amp;#039;, Zenith Imprint (2001), ISBN 0-7603-0923-X.&lt;br /&gt;
* D. Murijew: &amp;#039;&amp;#039;Preparations, Conduct of 1944 Baltic Operation Described.&amp;#039;&amp;#039; Military History Journal (USSR Report, Military affairs), 1984-9.&lt;br /&gt;
* Alexander Stilwell, Max Hastings: &amp;#039;&amp;#039;The Second World War: A World in Flames.&amp;#039;&amp;#039; Osprey, 2004, ISBN 1-84176-830-8.&lt;br /&gt;
* W. Melzer: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die baltischen Inseln.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* G. Niepold: &amp;#039;&amp;#039;Panzeroperationen Doppelkopf und Cäsar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* E. F. Ziemke: &amp;#039;&amp;#039;Stalingrad to Berlin.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Baltic Offensive|Baltische Operation}}&lt;br /&gt;
* [http://bse.chemport.ru/pribaltijskaya_operatsiya_1944.shtml Baltische Operation in der &amp;#039;&amp;#039;Grossen Sowjetenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/030-pribaltnast.htm Прибалтийская наступательная операция] auf &amp;#039;&amp;#039;wwii-soldat.narod.ru&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Operation des Deutsch-Sowjetischen Krieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Estlands 1941–1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Litauens 1941–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1944]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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