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	<title>Baltic Cable - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baltic_Cable&amp;diff=69083&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T13:00:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung]]sleitung zur Kopplung des deutschen mit dem [[Schweden|schwedischen]] [[Stromnetz]] durch die [[Ostsee]], die im Dezember 1994 in Betrieb genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039; verwendete mit 440 [[Volt (Einheit)|kV]] die höchste [[Elektrische Spannung|Betriebsspannung]] aller Anlagen zur Energieübertragung in Deutschland und war bis zur Inbetriebnahme des [[NorNed]] im Jahr 2008 mit einer Übertragungsstrecke von 250&amp;amp;nbsp;km das europaweit längste im Einsatz befindliche [[Hochspannung]]skabel. Die Übertragungsstrecke ist als Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 600&amp;amp;nbsp;MW realisiert. Baltic Cable verbindet die [[Gebotszone|Gebotszonen]] DE mit SE4. Die aktuell übertragene Leistung ist online verfügbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statnett.no/en/for-stakeholders-in-the-power-industry/data-from-the-power-system/#nordic-power-flow &amp;#039;&amp;#039;Data from the power system&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;statnett.no&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HVDCPylons.jpg|mini|Freileitung der HGÜ „Baltic Cable“ in Schweden. Beide Leiter sind permanent parallel geschaltet. Der zweite Pol ist als Erdkabel ausgeführt, das von der Stromrichterstation Kruseberg zu einer in der Ostsee versenkten Elektrode (Anode) führt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten ==&lt;br /&gt;
* Spannung: 440 kV&lt;br /&gt;
* Stromstärke: 1364 A&lt;br /&gt;
* Maximale Übertragungsleistung: 600 MW&lt;br /&gt;
* Minimale Übertragungsleistung: 50 MW&lt;br /&gt;
* Leistungs-Veränderung: 30 MW/Minute&lt;br /&gt;
* Übertragungsverlust: 2,4 % (~15 MW bei 615 MW)&lt;br /&gt;
* Seekabellänge: 250 km&lt;br /&gt;
* Freileitungslänge: 12,1 km in Schweden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://balticcable.com/our-asset/ |titel=Technical Information |abruf=2022-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Bei einem Seekabel besteht das Prinzip einer monopolaren Gleichstromübertragung darin, dass nur ein Pol als isoliertes Kabel im Erdreich bzw. am Meeresboden verlegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Pol wird als Elektroden im Wasser ausgeführt. Als Rückleitung dient bei der Seestrecke das Meerwasser bzw. obere Erdschichten. Um einen niedrigen [[Erdungswiderstand]] zu erreichen, werden die [[Erder (Elektroinstallation)|Erder]] als großflächige Strukturen, den so genannten &amp;#039;&amp;#039;Elektroden&amp;#039;&amp;#039; ausgeführt. Die [[elektrische Leitfähigkeit]] des Meerwassers spielt dabei wegen des großen Querschnittes für den Widerstand keine Rolle. Beim &amp;#039;&amp;#039;Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039; bestehen die Elektroden der Erder aus einem Ring aus blankem [[Kupfer]] mit einem Radius von 1000&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaspekte der im Wasser versenkten Elektroden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Balkab1.jpg|mini|Stromrichterstation Kruseberg auf schwedischer Seite des Baltic Cable]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Meerwasser erfolgt der Stromtransport durch die [[Ionenleitung]]. Die durch den maximalen elektrischen [[Gleichstrom]] von 1340&amp;amp;nbsp;A an den Elektroden ausgelöste [[Elektrolyse]] führt an den Elektroden zu einer chemischen Zersetzung des Meerwassers bzw. der darin gelösten Salze. An der [[Anode]] wird das im Wasser gelöste Chlorid zu [[Chlor]] oxidiert, an der [[Kathode]] wird der im Meerwasser gelöste [[Sauerstoff]] zu [[Hydroxidion]]en reduziert. Dabei werden täglich 41&amp;amp;nbsp;kg Chlor an der Anode und 47,8&amp;amp;nbsp;kg [[Natriumhydroxid]] an der Kathode in die Ostsee freigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/ostsee-baden-in-natronlauge_aid_142718.html Focus Nr. 43 (1993): &amp;#039;&amp;#039;Baden in Natronlauge&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Kathode wird dem Meerwasser zugleich 6,6&amp;amp;nbsp;g/min des gelösten Sauerstoffs entzogen. Im Fall des Baltic Cable ist die Elektrode in Schweden die Anode, und die deutsche Seite die Kathode. Die Richtung des Stroms ist also immer gleich, egal ob Leistung von Schweden nach Deutschland oder umgekehrt übertragen wird. Um die Richtung der übertragenen Leistung zu wechseln wird die Spannung des Hochspannungskabels umgekehrt, nicht die Stromrichtung. Daher ist es möglich, für die beiden Elektroden unterschiedliches Material zu wählen (Anode aus Titan, Kathode aus Kupfer), um [[Korrosion]] insbesondere der Anode zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine weitere Vergrößerung der Oberflächen der Elektroden kann die Freisetzung des Chlors und der Natronlauge auf eine größere Wassermenge verteilt und damit die Konzentration der Reaktionsprodukte durch Verdünnung gesenkt werden. Zwar vergrößert sich mit zunehmender Verteilung der Reaktionsprodukte auch der betroffene Bereich der Ostsee, jedoch nimmt innerhalb des betroffenen Bereichs die umwelttoxische Wirkung entsprechend der Verdünnung der Reaktionsprodukte ab. Da die Elektrolyse für die Aufrechterhaltung der elektrischen Leitung (Ionenleitung) durch das Meerwasser notwendig ist, kann die Elektrolyse nur durch eine metallische Verbindung beider Elektroden gänzlich vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ ist auch die Erweiterung zu einer bipolaren Anlage möglich. Nach Durchführung einer derartigen Erweiterung würde, wenn beide Pole mit gleich starker Stromstärke betrieben würden, kein Strom über die Erdungselektroden fließen und somit keine Elektrolyse des Meerwassers auftreten. In der Tat wurden schon einige monopolare HGÜ-Anlagen zu bipolaren Anlagen erweitert (Beispiel: [[Kontiskan]]).&lt;br /&gt;
Der Freileitungsabschnitt in Schweden ist durch die Installation von zwei Leiterseilen hierfür vorbereitet und zumindest auf dem Areal der Stromrichterstation Arrie in Schweden ist genügend Platz vorhanden für die Errichtung eines zweiten Stromrichters. Ob es in absehbarer Zeit zu diesem Ausbau kommen wird, ist wegen der suboptimalen Netzanbindung in Lübeck fraglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitungsverlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BalticCableHerrenwyk.jpg|mini|Auf deutscher Seite tritt das Baltic Cable in [[Lübeck-Herrenwyk]] aus der Erde (Pfeil)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltic Cable Thyristorturm.jpg|mini|[[Thyristorturm]] in einer Stromrichterstation des Baltic Cable]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039; beginnt in einer auf dem Areal eines ehemaligen Steinkohlekraftwerks in [[Lübeck]]-Herrenwyk errichteten Stromrichterstation ({{Coordinate|text=/|NS=53/53/49/N|EW=10/48/9/E|type=landmark|region=DE-SH|name=Stromrichterstation Lübeck-Herrenwyk}}). Unmittelbar neben dieser Station befindet sich noch ein 110-kV-/10-kV-Umspannwerk der &amp;#039;&amp;#039;TraveNetz GmbH&amp;#039;&amp;#039;, das über zwei auf den Masten der 380-kV-/110-kV-Freileitung [[Lübeck-Siems]]–[[Lübeck-Herrenwyk]] verlegten 110-kV-Drehstromkreise gespeist wird oder über einen 380-kV-/110-kV-Transformator auf dem Areal der Stromrichterstation in Lübeck-Herrenwyk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der Stromrichterstation ausgehende &amp;#039;&amp;#039;Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039;, das aus dem 450-kV-Hochspannungskabel und dem zur Elektrode in der Ostsee führenden Elektrodenkabel besteht, unterquert die unmittelbar neben diesem Areal gelegene [[Trave]] in einem Kanal 6&amp;amp;nbsp;Meter unter dem Boden der Trave, um dann anschließend als in der Trave verlegtes Seekabel geradlinig ungefähr dieser bis zu ihrer Mündung zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Durchquerung der Halbinsel [[Priwall]] folgt das Baltic Cable der Küste von [[Mecklenburg-Vorpommern]], um dann östlich von [[Rostock]] langsam nach Nordosten, Richtung Schweden zu laufen. Das zur Elektrode führende Elektrodenkabel verläuft bis etwa 5&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von [[Kalkhorst|Kalkhorst-Warnkenhagen]], Mecklenburg-Vorpommern {{Coordinate|text=/|NS=54/02/00.6/N|EW=11/03/11.5/E|type=landmark|region=DE-MV|name=Abzweig Elektrodenkabel, ca. 5&amp;amp;nbsp;km NW von Kalkhorst-Warnkenhagen, MV, DE}} parallel zum Hochspannungskabel (Abstand ca. 1&amp;amp;nbsp;Meter, im Kanal unter der Trave unmittelbar neben dem Hochspannungskabel) verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt zweigt es in östlicher Richtung von der Trasse ab, um zur Elektrode bei {{Coordinate|text=/|NS=54/01/42/N|EW=11/08/24/E|type=landmark|region=DE-MV|name=Elektrode}} zu führen. Diese ist als ein blanker Kupferring mit einem Radius von 1000&amp;amp;nbsp;Metern vor der deutschen Ostseeküste bei Kalkhorst-Warnkenhagen ausgeführt. Das 32&amp;amp;nbsp;Kilometer lange Elektrodenkabel ist ein XLPE-isoliertes Kupferkabel. Die ersten von der Stromrichterstation in Lübeck-Herrenwyk gerechneten zwanzig Kilometer dieses Kabels haben einen Querschnitt von 1400&amp;amp;nbsp;mm², die letzten zwölf Kilometer einen von 800&amp;amp;nbsp;mm².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Anlandungspunkt an der Südküste Schwedens führt das 450-kV-Kabel noch über eine Distanz von 5½&amp;amp;nbsp;Kilometern als Erdkabel bis zu einem Punkt östlich der E6 bei ({{Coordinate|text=/|NS=55/25/28/N|EW=13/3/39/E|type=landmark|region=SE|name=Baltic Cable Endpunkt Erdkabel}}) über Land. Von dort verläuft die Freileitung über zwei Tragmaste bis zum ersten Abspannmast bei ({{Coordinate|text=/|NS=55/25/50/N|EW=13/3/12/E|type=landmark|region=SE|name=Baltic Cable, 1. Abspannmast}}) in nordnordwestlicher Richtung. An diesem Mast ändert die Leitung ihre Richtung in nordnordöstliche Richtung und führt östlich an Södra Haslov vorbei über sieben Tragmasten zum nächsten Abspannmast bei ({{Coordinate|text=/|NS=55/27/8/N|EW=13/2/56/E|type=landmark|region=SE|name=Baltic Cable, 2.&amp;amp;nbsp;Abspannmast}}). Jetzt erfolgt eine Richtungsänderung nach Nordosten. Über acht Tragmasten geht sie zum dritten Abspannmast bei ({{Coordinate|text=/|NS=55/28/33/N|EW=13/4/2/E|type=landmark|region=SE|name=Baltic Cable, 3. Abspannmast}}).&lt;br /&gt;
Jetzt schwenkt die Leitung in westnordwestliche Richtung ein und führt über 15&amp;amp;nbsp;Tragmasten (davon drei Winkeltragmasten) südlich an Västra Ingelstad vorbei zum vorletzten Abspannmast bei ({{Coordinate|text=/|NS=55/29/29/N|EW=13/8/18/E|type=landmark|region=SE|name=Baltic Cable, 4.&amp;amp;nbsp;Abspannmast}}). Von diesem Mast aus läuft die Leitung über einen Tragmast, einen Winkeltragmast und dem Endmast zur Stromrichterstation in [[Kruseberg]] ({{Coordinate|text=/|NS=55/30/5/N|EW=13/8/44/E|type=landmark|region=SE|name=Stromrichterstation Arrie}}), die auch als &amp;#039;&amp;#039;Stromrichterstation Arrie&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird und an ein bestehendes Umspannwerk für 380&amp;amp;nbsp;kV/110&amp;amp;nbsp;kV angebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt besteht der zwölf Kilometer lange Freileitungsabschnitt aus 40 Masten mit je einer Traverse für zwei Leiterseile. Als Leiterseile werden auf dem Freileitungsabschnitt zwei Zweierbündelleiter verwendet, die an ihren Enden permanent miteinander verbunden sind und an 6&amp;amp;nbsp;Meter langen Isolatoren an den Masten befestigt sind. Somit ist die Freileitung des Baltic Cable, obwohl sie wie eine bipolare Leitung aussieht, eine monopolare Leitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdkabel ==&lt;br /&gt;
Die 23 Kilometer lange Leitung von der Stromrichterstation Kruseberg zur Anode auf dem Grund der Ostsee vor der schwedischen Küste besteht aus zwei parallel geschalteten und im Erdreich verlegten Kupferkabeln mit je 630&amp;amp;nbsp;mm² Querschnitt, die mit [[XLPE#Vernetzung|XLPE]] isoliert sind. Als Anode dienen 40&amp;amp;nbsp;Titannetze, von denen jedes eine Fläche von 20&amp;amp;nbsp;m² hat und die zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen mit Plastikrohren und Steinen abgedeckt sind. Wegen der Bauweise als monopolare Leitung führt das Baltic Cable in seiner Umgebung zu wesentlich höheren Magnetfeldern als Gleichstromleitungen mit integrierten bzw. in geringem Abstand verlegten Rückleitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freileitung ==&lt;br /&gt;
Da von dieser [[Freileitung]] Funkstörungen ausgehen können, wurde in der Stromrichterstation in Kruseberg ein aktives [[Oberschwingungsfilter]] installiert. Weil es auf deutscher Seite keinen Freileitungsabschnitt des &amp;#039;&amp;#039;Baltic Cables&amp;#039;&amp;#039; gibt, ist keine derartige Einrichtung in Lübeck-Herrenwyk vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flaschenhals und Netzausbau ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;HGÜ Baltic Cable&amp;#039;&amp;#039; konnte ursprünglich nicht mit den maximal möglichen 600&amp;amp;nbsp;MW Übertragungsleistung betrieben werden, da die von Lübeck-Herrenwyk ausgehende 380-kV-Drehstromleitung im Umspannwerk Lübeck-Siems endet und die Anbindung an das deutsche 380-kV-Netz immer noch über Leitungen der 220-kV- und zum Teil sogar der 110-kV-Ebene erfolgt, was die maximal übertragbare Leistung stark reduziert und auch die Übertragungsverluste erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den ursprünglich zwei geplanten 380-kV-Leitungen nach Lübeck (vom [[Kernkraftwerk Krümmel]] nach Lübeck-Siems und von der Stromrichterstation Lübeck-Herrenwyk zum 380-kV-Umspannwerk [[Schwerin]]) wurde der Bau der 380-kV-Leitung zwischen dem Kernkraftwerk Krümmel und dem Umspannwerk Lübeck-Siems nach Angaben der [[E.ON]] gestrichen. Der Bau einer 380-kV-Verbindung von Lübeck-Herrenwyk nach Schwerin kommt ebenfalls aufgrund hoher [[Raumwiderstand|Raumwiderstände]] nicht voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein neues 220-kV-Kabel und einen statischen [[Blindleistungskompensator]] (SVC) in Lübeck-Siems ist seit Dezember 2004 eine Übertragungsleistung von 600&amp;amp;nbsp;Megawatt möglich, was allerdings die Mitnutzung von Netzelementen der 110-kV-Ebene des Verteilnetzbetreibers [[Schleswig-Holstein Netz]] erfordert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/HandelundVertrieb/Gasmarkt/ComplianceberichtDE2023.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2|seiten=40|titel=BERICHT DER DEUTSCHEN ÜBERTRAGUNGSNETZBETREIBER ZUR VERFÜGBAREN GEBOTSZONENÜBERSCHREITENDEN KAPAZITÄT FÜR DAS JAHR 2023 GEMÄß ARTIKEL 15 ABSATZ 4 ELEKTRIZITÄTSBINNENMARKT-VERORDNUNG (EU) 2019/943|abruf=2024-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Blindleistung]]s-Kompensationsanlage wurde von Siemens konzipiert und erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich der Ausbau von [[Windkraftanlage|Windkraftleistung]] im Netzbereich der [[Schleswig-Holstein Netz]] von fünf Megawatt im Jahr 1989 auf 6450&amp;amp;nbsp;MW im Jahr 2019 erhöht hat&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sh-netz.com/de/schleswig-holstein-netz/shnetz_aktuell/mitteilungen_alt/30-jahre-windkraft-in-schleswig-holstein---von-knapp-50-auf-mehr.html |titel=30 Jahre Windkraft in Schleswig-Holstein – von knapp 50 auf mehr als 3000 Anlagen |hrsg=[[Schleswig-Holstein Netz]] |datum=2020-04-24 |abruf=2024-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde der Bedarf an zusätzlicher Übertragungskapazität innerhalb Schleswig-Holsteins und in Richtung Süden noch größer. Mit dem Vorhaben Nummer 42 wurde eine Höchstspannungsleitung zwischen [[Kreis Segeberg]], Lübeck-Siems und [[Göhl (Holstein)|Göhl]] im [[Bundesbedarfsplangesetz]] festgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.netzausbau.de/Vorhaben/ansicht/de.html?cms_nummer=42 |titel=Kreis Segeberg – Lübeck – Siems mit Abzweig Ratekau – Göhl (Ostküstenleitung) |hrsg=[[Bundesnetzagentur]] |sprache=de |abruf=2024-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund ihres Verlaufs entlang der schleswig-holsteinischen [[Ostseeküste]] wird die Leitung daher vom [[Übertragungsnetzbetreiber]] [[Tennet TSO]] auch als Ostküstenleitung bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/ostkuestenleitung/ |titel=Ostküstenleitung |hrsg=[[Tennet TSO]] |abruf=2020-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat eine Länge von 132&amp;amp;nbsp;km, besteht aus drei Abschnitten und soll streckenweise als [[Erdkabel]]-[[Pilotprojekt]] ausgeführt werden. Die Gesamtinbetriebnahme ist geplant für 2027{{Zukunft|2027}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommnisse ==&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 16. April 2016 zum 17. April 2016 trat am Elektrodenkabel auf der Halbinsel Priwall ein Defekt auf. Dieser führte zur Wasserstoffentwicklung an der Schadensstelle, weil das defekte Elektrodenkabel an dieser Stelle wie eine Kathode wirkte, an der dieses Gas entstand. Durch die beim Defekt auftretende Hitze entzündete sich dieser, als seine Konzentration in der Luft ausreichend war, explosionsartig und erzeugte eine drei Meter hohe Stichflamme. Weil keine Vorrichtung zur Überwachung des Elektrodenkabels existierte, wurde bei den Betreibern kein Alarm ausgelöst. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte diese zuerst nicht löschen, doch erlosch die Flamme als das Kabel abgeschaltet wurde, weil kein Wasserstoff mehr nachgeliefert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Stichflamme-aus-der-Tiefe-Baltic-Cable-explodiert-auf-dem-Priwall2 |author=Katrin Diederichs |title=Stichflamme aus der Tiefe: Baltic Cable explodiert auf dem Priwall |accessdate=2019-01-16 |date=2016-04-18 |publisher=LN-Online.de (Portal der Lübecker Nachrichten)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.statkraft.de/presse/News/news-archiv/2016/reparaturarbeiten-am-baltic-cable-abgeschlossen/ |title=Reparaturarbeiten am Baltic Cable abgeschlossen |accessdate=2019-01-16 |date=2016-04-26 |publisher=Statkraft Markets GmbH}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende April 2020 beschädigte ein Anker 20 km vor der Küste Schwedens das in 30 m Wassertiefe im Seeboden eingegrabene Kabel, welches bis Ende Mai 2020 repariert werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.nkt.de/presse-events/nkt-schliesst-reparatur-der-hgue-verbindungsleitung-baltic-cable-in-nur-29-tagen-ab | date=2020-06 | accessdate=2022-12-04 | publisher=NKT | title=Reparatur des Baltic Cable nach 29 Tagen abgeschlossen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[NordLink]]&lt;br /&gt;
* [[NorGer]]&lt;br /&gt;
* [[NorNed]]&lt;br /&gt;
* [[A-Nord]]&lt;br /&gt;
* [[BorWin1]]&lt;br /&gt;
* [[NeuConnect]]&lt;br /&gt;
* [[Kontek]]&lt;br /&gt;
* [[North Sea Link]]&lt;br /&gt;
* [[BritNed]]&lt;br /&gt;
* [[Nemo Link]]&lt;br /&gt;
* [[Kontiskan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.balticcable.com Baltic Cable AB]&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |datum=2024-11-01 |url=http://www.focus.de/politik/deutschland/ostsee-baden-in-natronlauge_aid_142718.html |text=Aus Focus Nr. 43 (1993): Baden in Natronlauge}}&lt;br /&gt;
* [https://www.greenpeace-magazin.de/rostfrass-giftgasmunition aus Greenpeace Magazin 1.98: „Rostfraß an Giftgasmunition: Unterwasser-Stromkabel in der Ostsee hat ungeahnte Nebenwirkungen“]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.abb.com/industries/ap/db0003db004333/cb2faa9b0c1ce6c5c125774a00235526.aspx|titel=ABB Group: Baltic Cable HVDC Project|sprache=englisch|zugriff=2011-04-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technischer Rekord]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Moderne in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochspannungsleitung in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Skåne län]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk (Ostsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:HGÜ-Seekabel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenzüberschreitende Hochspannungsleitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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