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	<title>Balkankrise - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:26:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balkankrise&amp;diff=467755&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: zurück zur Version vor der Bearbeitung durch Benutzer:Gabel1960, es fehlen genaue Belege, die Neutralität ist außerdem fraglich.</title>
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		<updated>2025-06-20T18:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zurück zur Version vor der Bearbeitung durch Benutzer:Gabel1960, es fehlen genaue Belege, die Neutralität ist außerdem fraglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Balkans 1878.png|mini|hochkant=1.4|Der Balkan vor und nach der Balkankrise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balkankrise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orientalische Krise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die von der [[Balkanhalbinsel]] ausgehende Krise zwischen den europäischen [[Großmacht|Großmächten]] in den Jahren 1875–1878, die mit den [[Staatliche Unabhängigkeit|Unabhängigkeitsbestrebungen]] der Balkanvölker vom [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] eng in Verbindung stand und zum [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877-1878)|Russisch-Osmanischen Krieg]] (1877–1878) sowie zum [[Frieden von San Stefano]] (1878) führte. Die Krise endete mit dem [[Berliner Kongress]], der die politische Karte des Balkans bzw. [[Südosteuropa]]s neu gestaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Balkanhalbinsel erwies sich im 19. Jahrhundert durch die innenpolitischen Probleme des Osmanischen Reiches und das Streben nach [[Souveränität]] seiner in der Region größtenteils [[Christentum in der Türkei#Geschichte|christlichen]] und slawischen Bevölkerung als Krisenherd. Die [[Orientalische Frage]] über den Fortbestand des Osmanischen Reiches führte zu mehreren militärischen Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Russisches Kaiserreich|Russland]] nahm aus zwei Gründen an dieser Befreiungsbewegung teil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erstens war eine Unterstützung der Balkannationen für Russland [[Innenpolitik|innenpolitisch]] durch die stärker werdende Ideologie des [[Panslawismus]] wichtig geworden.&lt;br /&gt;
* Zweitens war das hintergründige Ziel Russlands sein strategisches Interesse an einem freien Zugang zum [[Mittelmeer]] durch den [[Bosporus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] 1870/71 kündigte Russland den [[Pariser Frieden (1856)|Pariser Frieden]] von 1856. Es erreichte 1871 auf der [[Pontuskonferenz]] in London mit Unterstützung [[Otto von Bismarck|Bismarcks]] die Aufhebung der Neutralität und Entmilitarisierung des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]]. Die Durchfahrt durch den Bosporus und durch die [[Dardanellen]] war weiterhin von der Zustimmung des Osmanischen Reiches abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas zur Geschichte. Von der französischen Revolution bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, München 1979, ISBN 3-423-03002-X, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbruch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shipka field.jpg|mini|[[Wassili Wassiljewitsch Wereschtschagin|W. W. Wereschtschagin]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlachtfeld nahe Schipka&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Im Juli 1875 brachen in der [[Herzegowina]], in Bosnien und in Thrakien ([[Stara-Sagora-Aufstand]]) Aufstände der christlichen Bevölkerung gegen die osmanische Unterdrückung aus. Dem schlossen sich [[Fürstentum Montenegro|Montenegro]] und [[Fürstentum Serbien|Serbien]] im [[Serbisch-Osmanischer Krieg|serbisch-türkischen Krieg]] an, ebenso wie Bulgarien im [[Bulgarischer Aprilaufstand 1876|Aprilaufstand]] 1876. Aber die türkischen Truppen behielten wider Erwarten die Oberhand und nahmen „grausame Rache an den Aufständischen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ullrich&amp;quot;&amp;gt;[[Volker Ullrich (Historiker)|Volker Ullrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871–1918&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-11694-5, S.&amp;amp;nbsp;83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wurden die europäischen Großmächte auf den Plan gerufen, allen voran Russland, die selbsternannte Schutzmacht der orthodoxen Christen am Balkan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ullrich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hohe Pforte]] unter Sultan [[Abdülhamid II.]] lehnte jedoch auf der in [[Konstantinopel]] einberufenen [[Konferenz von Konstantinopel|Botschafterkonferenz]] innere Reformen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Ausbruch des russisch-türkischen Krieges |Sammelwerk=[[Provinzial-Correspondenz]] |Band=15. Jahrgang |Nummer=17 |Datum=1877-04-26 |Online={{Digitalisat|1=http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/kalender/auswahl/date/1877-04-26/9838247/}} |Abruf=2018-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Budapester Vertrag]] sicherte sich Russland die österreichische Neutralität. Unter dem Vorwand, Ausschreitungen gegen Christen verhindern zu müssen und ihre Lage zu verbessern, eröffnete Russland den Krieg. Verbündete waren Serbien, [[Fürstentum Rumänien|Rumänien]] und Montenegro sowie bulgarische Freiwillige. Die russischen Truppen besetzten die [[Donautiefebene (Bulgarien)|Donautiefebene]], den [[Schipkapass]] der nach [[Ostrumelien]] führt, nahmen [[Plewen]] Stara Sagora ein und marschierten in Richtung Konstantinopel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1878 wurde der [[Frieden von San Stefano]] ausgehandelt. Dabei war neben der Vergrößerung Serbiens, Rumäniens und Montenegros vor allem die Wiederherstellung Bulgariens als Staat, und zwar als dem Sultan nominell tributpflichtiges Fürstentum, vorgesehen. Die Wiederherstellung eines bulgarischen Staates in den von der Konstantinopeler Konferenz vorgeschlagenen Grenzen war jedoch gegen den Budapester Vertrag und wäre auf Kosten des Osmanischen Reiches erfolgt, das fast alle seine Besitzungen auf der Balkanhalbinsel verloren hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.uoregon.edu/~kimball/1878mr17.SanStef.trt.htm |titel=The Preliminary Treaty of Peace, signed at San Stefano |titelerg=Text des Friedensvertrags von San Stefano; alle Artikel in eckigen Klammern wurden im Berliner Vertrag ersetzt |werk=uoregon.edu |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100616145740/http://www.uoregon.edu/~kimball/1878mr17.SanStef.trt.htm |archiv-datum=2010-06-16 |abruf=2019-12-07 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gewachsene russische Einfluss auf den Balkan führte daher zu Protesten der anderen Großmächte der europäischen [[Pentarchie (Europa)|Pentarchie]]. [[Österreich-Ungarn]] hatte ein lebhaftes Interesse an den nördlichen Balkanländern und somit auch an einer Revision des Ergebnisses von San Stefano. [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] fürchtete das Erstarken des russischen Einflusses im Mittelmeer, das es aufgrund der Verbindung über den [[Sueskanal]] nach [[Britisch-Indien]] als eigene [[Midlothian-Kampagne#Der bulgarische Aufstand|strategische Interessensphäre]] betrachtete. Außerdem sah es das [[Balance of Power (Doktrin)|europäische Gleichgewicht]] gefährdet. Beide Staaten drohten Russland mit Krieg. Das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] unter Reichskanzler Bismarck lud die Kontrahenten zur Friedensvermittlung zum Berliner Kongress, aus europäischem, aber auch aus deutschem Interesse: Russland und Österreich waren beide feste Bestandteile im [[Bündnissystem Bismarcks]]. Die deutsch-russischen Beziehungen litten sehr unter der Situation, daher suchte Bismarck zunächst den Zweibund mit Österreich-Ungarn, um somit eine stärkere Position gegenüber Russland einnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beilegung ==&lt;br /&gt;
Im Juni und Juli 1878 wurde auf dem Berliner Kongress die Selbständigkeit Rumäniens, Serbiens und Montenegros beschlossen. Das [[Fürstentum Bulgarien]] erhielt weitgehende Autonomie, blieb aber trotzdem tributpflichtig. Es verlor gegenüber den Vereinbarungen von San Stefano [[Makedonien]] wieder an die Osmanen und musste vorerst auch Ostrumelien, das selbst autonom wurde, aufgeben. Russland erhielt lediglich [[Cahul, Bolgrad und Ismail|Südbessarabien]] und Teile [[Armenien]]s ([[Kars]]), England erlangte [[Zypern]] und Österreich-Ungarn besetzte [[Bosnien-Herzegowina]] und den [[Sandschak Novi Pazar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ergebnis wurde der Frieden auf Kosten Russlands erhalten, jedoch ließ sich eine Verstimmung auf der russischen und österreichischen Seite feststellen. Russland hätte sich vom Deutschen Reich eine bessere Vermittlung gewünscht und Österreich war weiterhin mit Russland wegen der Balkangebiete im Zwist. Das Osmanische Reich hielt die meisten seiner europäischen Besitzungen, die kleinen Balkanländer konnten ihre nationalen Bestrebungen noch nicht durchsetzen. Dies änderte sich jedoch schon bald in den [[Balkankriege]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Haselsteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bosnien-Hercegovina. Orientkrise und südslavische Frage.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Böhlau, Wien 1996, ISBN 3-205-98376-9.&lt;br /&gt;
* Rainer F. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Balkankrise von 1875 bis 1878. Strategien der großen Mächte.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer F. Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschland und Europa. Außenpolitische Grundlinien zwischen Reichsgründung und Erstem Weltkrieg. Festgabe für Harm-Hinrich Brandt zum siebzigsten Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08262-X, S. 36–96.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer Konflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osmanisches Reich (Balkan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgarische Geschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serbische Geschichte (1804–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bosnien-Hercegovina (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1870er]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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