<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Balkangebirge</id>
	<title>Balkangebirge - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Balkangebirge"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balkangebirge&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T18:12:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balkangebirge&amp;diff=269864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Wikilink Peter Soustal nach Artikelerstellung ergänzt; weitere Wikilinks aktualisiert; formale Kleinigkeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balkangebirge&amp;diff=269864&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-03T16:36:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink &lt;a href=&quot;/index.php?title=Peter_Soustal&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Peter Soustal (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Peter Soustal&lt;/a&gt; nach Artikelerstellung ergänzt; weitere Wikilinks aktualisiert; formale Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Stara Planina|Zum bulgarischen Verdienstorden siehe [[Stara Planina (Orden)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME= Balkangebirge (Stara Planina)&lt;br /&gt;
|KARTE=Balkangebirge Balkan topo de.jpg&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=Das Balkangebirge durchzieht Bulgarien von Ost nach West und liegt teilweise auch in Serbien.&lt;br /&gt;
|BILD=Botev.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Der Gipfel [[Botew (Berg)|Botew]] im [[Nationalpark Zentralbalkan]]&lt;br /&gt;
|BILD2=Biloto.jpg&lt;br /&gt;
|BILD2-BESCHREIBUNG= Der Hauptkamm im Mittleren Balkan beim Gipfel Ambariza&lt;br /&gt;
|LAGE=[[Südosteuropa]]&amp;lt;!--Siehe Anm. zu LAGE-GEBIRGE in der Beschreibung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bulgarien]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Serbien]]&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL=[[Botew (Berg)|Botew]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE=2376&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG=BG&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=42.7&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=25&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=BG/RS&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE=600&lt;br /&gt;
|POSKARTE=Europa&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=Europe relief laea location map.jpg&lt;br /&gt;
|TYP=[[Tektonische Decke|Decken]]-/[[Faltengebirge]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN=&amp;lt;!--entfällt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ALTER=[[Alpidische Orogenese|Alpidische Phase]] (100–50 mya)&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balkangebirge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balkan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{cyrlS|Балкан}}), [[Bulgarische Sprache|bulgarisch]] und [[Serbische Sprache|serbisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stara Planina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{cyrlS|Стара планина}}), ist ein [[tertiär]]es [[Faltengebirge]] in [[Südosteuropa]], dessen [[Gebirgskamm|Hauptkamm]] in [[Bulgarien]] liegt. Es ist Teil des [[Alpidische Orogenese|Alpidischen Gebirgssystems]]. Nach dem Gebirge wurde die [[Balkanhalbinsel]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet wurden [[Nationalpark Zentralbalkan|ein Nationalpark]], vier Naturparks ([[Naturpark Sinite Kamani|Sinite Kamani]], [[Naturpark Balgarka|Balgarka]], [[Landschaftsschutzgebiet Wratschanski Balkan|Wratschanski Balkan]] und [[Naturpark Stara Planina|Stara Planina]]) sowie etliche Naturreservate und Schutzgebiete zum Schutze der [[Flora]] und [[Fauna]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] wurde das Balkangebirge [[Thrakische Sprache|thrakisch]] und {{grcS}} &amp;#039;&amp;#039;Haimos&amp;#039;&amp;#039; (griechische Schreibung {{lang|grc|Αἵμος}}) genannt sowie {{laS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haemus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;amp;nbsp;– in [[Klassisches Latein|klassischem Latein]] mit identischer Aussprache zu griechisch und thrakisch, nach späterem [[Lautwandel]] wie „Hämus“. Daraus entwickelte sich die Schreibung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hemus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{bgS|Хемус|Chemus}}). Dieser Name wurde auch verwendet bei der Benennung der [[Montes Haemus]] auf dem Mond sowie der ehemaligen bulgarischen Fluggesellschaft [[Hemus Air]] und der bulgarischen Autobahn [[Awtomagistrala Hemus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem 14. und dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eroberten die [[Osmanisches Reich|osmanischen]] [[Türken]] das Gebiet schrittweise und waren ungefähr bis zum Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts dort die vorherrschende Macht. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Balkan&amp;#039;&amp;#039; stammt dementsprechend aus der [[Türkische Sprache|türkischen Sprache]] und bedeutet „steile Gebirgskette, Gebiet(e) mit vielen Bäumen, Sträuchern und Büschen“ oder „Berg(e) mit vielen Wäldern“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tdk.gov.tr/ |wayback=20151103100641 |text=tdk.gov.tr |archiv-bot=2024-07-17 10:05:25 InternetArchiveBot }}&amp;lt;!-- Wo genau? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert auch eine Gebirgskette in [[Turkmenistan]] mit der Bezeichnung [[Großer Balkan]] („Uly Balkan“), außerdem gibt es dort noch die Provinz [[Balkan welaýaty]] mit der Hauptstadt [[Balkanabat]]. Es ist wahrscheinlich, dass der Name &amp;#039;&amp;#039;Balkan&amp;#039;&amp;#039; von dort auf das Gebirge in Südosteuropa übertragen wurde, da die Vorfahren der Osmanen und Türken, die sogenannten [[Oghusen]], aus diesem Gebiet in Zentralasien stammten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bulgaren und Serben nennen das Gebirge heute &amp;#039;&amp;#039;Stara Planina&amp;#039;&amp;#039; („altes Gebirge“, {{cyrlS|Стара планина}}), wobei im Bulgarischen die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Balkan&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls parallel in Gebrauch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haemus.jpg|mini|Blick von Norden (bei [[Prawez]]) auf den Hauptkamm]]&lt;br /&gt;
Das Balkangebirge ist etwa 600&amp;amp;nbsp;km lang, verläuft am Nordrand der [[Balkanhalbinsel]] zu den Ebenen der unteren [[Donau]] in westöstlicher Richtung. Das Gebirge bildet die natürliche Nordgrenze der Landschaft [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]]. Das Gebirge mit abgerundeten Bergformen ist nach Süden hin steil abfallend und wird von vielen [[Gebirgspass|Pässen]] überquert, von denen der [[Schipkapass]] und der [[Pass der Republik]] die bedeutendsten sind. Außerdem wird es von mehreren [[Durchbruchstal|Durchbruchstälern]] durchschnitten, von denen das des [[Iskar]] am mächtigsten ist. Höchster Gipfel ist der [[Botew (Berg)|Botew]] ({{Höhe|2376}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Emine.jpg|mini|[[Kap Emine]], das östliche Ende des Balkangebirges]]&lt;br /&gt;
Das Gebirge ist von Westen nach Osten in drei Abschnitte gegliedert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;TIB&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Soustal]]: &amp;#039;&amp;#039;Thrakien (Thrake, Rhodope und Haimimontos)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Imperii Byzantini]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1991, ISBN 3-7001-1898-8, S. 53–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Westbalkan: bis zu {{Höhe|2169}} hoch ([[Midschur]]), natürliche Grenze zwischen [[Serbien]] und [[Bulgarien]]&lt;br /&gt;
* Mittlerer Balkan (auch „Hoher Balkan“): vom Iskar-Durchbruch oder dem [[Botewgradpass|Pass von Botewgrad]] im Westen bis zum [[Wratnikpass]] im Osten&lt;br /&gt;
* Östlicher Balkan (auch „Kleiner Balkan“): Der mittlere Hauptkamm reicht bis an die [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerküste]] und endet dort am [[Kap Emine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gliederung von Norden nach Süden:&lt;br /&gt;
* [[Vorbalkan]] (auch „Predbalkan“)&lt;br /&gt;
* Hauptkamm des Balkangebirges ({{bgS|подобласт на Главната Старопланинаска верига|podoblast na Glavnata Staroplaninska veriga}}), im Zentrum der Gipfel [[Botew (Berg)|Botew]]&lt;br /&gt;
* Subbalkan (auch „Podbalkan“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptkamm und der Vorbalkan bilden die Großlandschaft des Balkankettensystems ({{bgS|Област на Старопланинска верижна система|Oblast na Staroplaninska verischna sistema}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TIB&amp;quot; /&amp;gt; Im Norden schließt sich die nordbulgarische [[Donautiefebene (Bulgarien)|Donautiefebene]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Staraplanina-krassiu.jpg|mini|hochkant=1.5|Das zentrale Balkangebirge, in der Mitte der Wasserfall &amp;#039;&amp;#039;Rajsko praskalo&amp;#039;&amp;#039; im [[Nationalpark Zentralbalkan]]]]&lt;br /&gt;
Die Faltungsphase des Balkangebirges wird im Alttertiär angenommen. Der [[Alpidische Orogenese|alpinen Gebirgsfaltungsphase]] zugehörend, sind der Balkanzug und der Karpatenbogen strukturell zusammenhängende Teile der nördlichen alpinen Kettengebirge.&amp;lt;ref&amp;gt;Valentin Burtmann: &amp;#039;&amp;#039;Origin of structural arcs in the Carpathian-Balkan Region&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Tectonophysics.&amp;#039;&amp;#039; Band 127, 1986, S. 245–260, {{Webarchiv | url=http://www.geo.edu.ro/sgr/mod/downloads/PDF/Burtman-TPh-1986.pdf | wayback=20120201111133 | text=PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strukturgeologisch als Carpatho-Balkan Arc bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Milena Zlokolica-Mandic: &amp;#039;&amp;#039;Structural-Tectonic Elements as a Factor in Cave Development&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Speleological Atlas of Serbia.&amp;#039;&amp;#039; SANU (Serbische Akademie der Wissenschaften), Belgrad. {{Webarchiv | url=http://www.sanu.ac.rs/atlas/rad03.htm | wayback=20110727022850 | text=sanu.ac.rs}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nimmt dieser einen wesentlichen Teil der nördlichen zentralen und östlichen Balkanhalbinsel südlich der Donau ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geologisch ist der Balkan durch einen zonalen Aufbau der Nord-Süd streichenden Gesteinsstrukturen bestimmt. Diese zonale Streichrichtung wird durch tektonische Rotationen im Norden und Süden aufgebrochen, die Kennzeichnen des geschwungenen Gebirgsbogen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesteine des [[Proterozoikum]]s bis zum [[Quartär (Geologie)|Quartär]] bauen den Gebirgszug auf. Dies sind überwiegend saure metamorphe Tiefengesteine ([[Orthogneis]]e) der [[Sredna Gora]]. Vielfach eingestreut finden sich [[Kalkstein]]e und zu einem kleineren Anteil [[Dolomit (Gestein)|Dolomite]] des [[Jura (Geologie)|Jura]] und der unteren [[Kreide (Geologie)|Kreide]]. Die Mächtigkeit dieser Sedimente kann dabei auch über 1000&amp;amp;nbsp;m betragen. Kalksteine aus dem [[Trias (Geologie)|Trias]] sind dagegen seltener. Sie finden sich an der [[Tektonische Decke|Decke]] permischer [[Sandstein]]e im Westbalkan und in der östlichen Stara Planina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Relief ===&lt;br /&gt;
Das Relief des Balkangebirges wird insbesondere in der Stara Planina, sowie auf der Südseite des Zentralen Balkan durch einen abrupten Anstieg, auf der Nordseite aber durch einen allmählichen Übergang aus der [[Löss|lößbedeckten]] Donautiefebene bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;E. M. Fotakiewa, M. Minkov: &amp;#039;&amp;#039;Der Löß in Bulgarien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeitalter und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 17, 1966, S. 87–96, Öhringen. {{Webarchiv | url=http://quaternary-science.publiss.net/system/articles/pdfas/259/original_vol17_no1_a05.pdf?1284107562 | wayback=20160305215246 | text=(online auf: &amp;#039;&amp;#039;quaternary-science.publiss.net&amp;#039;&amp;#039;)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Nordseite nimmt das zertalte hügeligen Vorgebirge des Balkans Höhen zwischen 250 und 600&amp;amp;nbsp;m ein. Dagegen dachen sich die schroffen Abhänge der Südseite zur zentralbalkanischen Ebene Bulgariens übergangslos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Östlichen Balkan nehmen die Höhen ab und das Gebirge löst sich in einige parallel laufende Ketten auf (Kotlenska, Warbischka, Kamtschijska planina im Norden, Sliwenska, Stidowska, Karnobatska, Eminska planina in der Mitte, Grebenez, Tersijski bair, Chisar, [[Ajtoska planina]] im Süden). Die mittlere Kammlinie bleibt zumeist unter der [[Wald- und Baumgrenze|Waldgrenze]] (1900&amp;amp;nbsp;m), aber auch die darüber hinausragenden Gebirgsteile sind breitflächig, von [[Alm (Bergweide)|Almen]] bedeckt. Zwischen den östlich parallel verlaufenden Ketten gibt es Längstäler, deren umfangreichstes vom Fluss [[Luda Kamtschija]] durchflossen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TIB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beckenlandschaft im Süden ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosental West beschriftet.png|mini|Die Karlowo-Ebene, rechts davon der Westteil des Kasanlak-Talkessels]]&lt;br /&gt;
[[Datei:View from Shipka.JPG|mini|Blick vom [[Schipkapass]] nach Süden in die Vorländer]]&lt;br /&gt;
Nach Süden fällt die Balkanhauptkette steil zu den [[Sedimentbecken|Becken]] des Subbalkan ab, die bereits einer anderen Großlandschaft angehören, der sogenannten Berg-Becken-Übergangszone ({{bgS|Преходна блоково-разломна планинско-котловинна област|Prehodna blokovo-razlomna planinsko-kotlovinna oblast}}). Diese grabenartigen [[Senke (Geowissenschaften)|Senken]] folgen von Westen nach Osten aufeinander, ihre Nordgrenze ist eine mächtige Bruchlinie. Die wichtigsten unter ihnen sind&lt;br /&gt;
* die Slatiza-Ebene mit den Orten [[Slatiza]] und Pirdop, die vom Topolniza-Fluss durchflossen wird,&lt;br /&gt;
* das Karlowo-Ebene mit dem Ort [[Karlowo]] und der [[Strjama]] als Hauptfluss,&lt;br /&gt;
* der langgestreckte [[Kasanlak-Talkessel]] mit dem Ort [[Kasanlak]], in östlicher Richtung durchflossen von der [[Tundscha]]. Der Ostteil dieses Beckens mit [[Twardiza]] als Hauptort ist durch die Berge [[Debelez]] und [[Mezdenik]] abgesondert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karlowo-Ebene und der Kasanlak-Talkessel werden auch zum sogenannten [[Rosental (Bulgarien)|Rosental]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger stark ausgeprägt ist der Beckencharakter des [[Sliwenebene|Sliwensko pole]], das auch von der Tundscha und in seinem Ostteil von der Motschuriza durchflossen wird und im Norden vor allem von den Bergmassiven des Balkangebirges Grebenez und Terzijski bair, im Süden dagegen von den östlichen Ausläufern der [[Sarnena gora]] und der Hügelkette der [[Bakadschizi]] begrenzt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TIB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zone der Subbalkan-Becken wird im Süden vom [[Sredna Gora]] (auch Srednogorie, dt. Mittelgebirge) begrenzt, mit dem sie die Sredna gora-Podbalkan-Übergangszone (bulg. Средногорско-Подбалканска подобласт/Srednogorsko-Podbalkanska podoblast) bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TIB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In den höheren Lagen wird vorwiegend [[Hausschaf|Schafzucht]] und in den [[Laubwald|Laubwäldern]] [[Forstwirtschaft]] betrieben. In den fruchtbaren Tälern herrscht [[Ackerbau]] vor. Außerdem befinden sich in der Region bedeutende [[Steinkohle]]vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schafzucht in der Stara Planina, die auf autochthonen [[Zackelschaf|Zackel-Schaftypen]], insbesondere den weißen &amp;#039;&amp;#039;Piroter&amp;#039;&amp;#039;- (&amp;#039;&amp;#039;Pirotska pramenka&amp;#039;&amp;#039;) und dunklen &amp;#039;&amp;#039;Karakatschaner Schafen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Karakačanska ovca&amp;#039;&amp;#039;), deren Wolle aus langen, elastischen Fasern von 30–40 μm Durchmesser gebildet wird, stellte die Grundlage der historisch überkommenen [[Kelim]]-Weberei in den Herstellungsorten der [[Piroter Kelim|Piroter]]- und [[Tschiprowzi]]er Kelime. Mit der Wollproduktion entwickelten sich in der Stara Planina auch die historischen Produktionszentren der von orthodoxen Slawen gepflegten Şarköy-Webereien im westlichen Bulgarien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Erhalt der traditionellen autochthonen Schafzucht gilt heute ein verstärktes Augenmerk, da sie auch weiterhin Basis für die heutige Kelim-Produktion in der Stara Planina geblieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sergej Ivanov: {{Webarchiv | url=http://www.nordgen.org/ngdoc/husdyr/seminar/Island_2011/Ivanov_Sergej.pdf | wayback=20150609135321 | text=&amp;#039;&amp;#039;Importance of Zackel sheep breed in development of Pirot and Chiprovtsi kilim brand in the stara planina region.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der ehemals bedeutenden Herdenviehhaltung blieben auf der serbischen Seite bis 2009 aber nur noch etwa 500–1000 &amp;#039;&amp;#039;Piroter&amp;#039;&amp;#039;- sowie 100 &amp;#039;&amp;#039;Karakatschaner Schafe&amp;#039;&amp;#039; übrig.&amp;lt;ref&amp;gt;Centar za očuvanje autohotnih rasa [http://www.cepib.org.rs/?page_id=163 Rase ovaca i koza]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schafzucht der Stara Planina ging dabei ursprünglich auf die Bedürfnisse der Käseproduktion zurück, von denen der hier hergestellte [[Kaschkawal|Kačkavlj]] Anfang des 19. Jahrhunderts von nomadischen [[Sarakatsanen|Karakačanen]] in der Stara planina eingeführt wurde. Neben der Wolle für die Kelim-Webereien war der Hartkäse wichtigstes Handelsgut in den Wirtschaftsbeziehungen Pirots, Caribrods und Tschiprowitzs im [[Osmanisches Reich|osmanischen Reich]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Ostojić, V. Lazarević, R. Relić: &amp;#039;&amp;#039;Autohotni pirotski kačkavalj.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Radovi sa XXV savetovanja agronoma, veterinara i tehnologa.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 17. br. 3-4, S. 79–84. {{Webarchiv|url=http://www.pkbae.rs/files/pdf/Vol17No1_3_4.pdf |wayback=20170518223332 |text=pkbae.rs |archiv-bot=2023-03-16 03:20:02 InternetArchiveBot }} (PDF; 4,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Projekte zum Erhalt der autochthonen Haustier-Rassen der Stara Planina werden zurzeit auch im Aufbau von organisch geführten landwirtschaftlichen Betrieben unternommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yumpu-773237&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Yumpu.com |url=https://www.yumpu.com/en/document/read/14773237/the-milina-organic-project-in-serbia-save-foundation |titel=The Milina Organic project in Serbia – SAVE Foundation |werk=yumpu.com |datum= |abruf=2021-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stara planina|Balkangebirge}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4069099-4|VIAF=244989336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkangebirge| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thrakische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in Serbien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
	</entry>
</feed>