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	<title>Baldur Springmann - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Baldur Springmann Vortrag in Aukrug 1982-02-02.jpg|thumb|Baldur Springmann bei einem Vortrag in Aukrug am 2. Februar 1982]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baldur Springmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Mai]] [[1912]] in [[Hagen]]; † [[24. Oktober]] [[2003]] in [[Lübeck]]) war ein deutscher [[Ökologische Landwirtschaft|ökologischer Landwirt]], Publizist, Politiker (AUD, WSL, [[Grüne Liste Schleswig-Holstein]], [[Ökologisch-Demokratische Partei|ÖDP]]) und Aktivist des [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Spektrums mit [[Völkische Bewegung|völkischem]] und nationalsozialistischem Hintergrund ([[Sturmabteilung|SA]], [[Schutzstaffel|SS]], [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]). Mit seiner [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise]] gehörte er zu den Pionieren der [[Umweltbewegung|Ökologiebewegung]] in der Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Springmanns Vater, der Autor und Übersetzer [[Theodor Springmann junior]], war der Erbe eines Fabrikbesitzers in Hagen und hatte unter anderem die [[Hinduismus|hinduistische]] [[Bhagavad Gita]] ins Deutsche übersetzt. Baldur Springmann wollte bereits nach dem Abitur Bauer werden. Er machte eine landwirtschaftliche Lehre, studierte Landwirtschaft und kaufte sich von seinem Erbteil ein 50-Hektar-Anwesen bei [[Wismar]] in [[Mecklenburg]]. Später war Springmann Mitglied beim [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] sowie Jugendbetreuer beim [[Reichsnährstand]]. Zudem war er Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] bis März 1934, dann trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei. Am 27. November 1939 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Februar 1940 aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.433.874).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42220587&amp;lt;/ref&amp;gt; Springmann war seit 1942 mit Ilse Bünsow verheiratet, die 1981 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Springmann zuletzt im Range eines [[Kapitänleutnant]]s Chef einer [[Flugabwehr]][[Batterie (Militär)|batterie]] in [[Kiel-Schilksee]] und in [[Swinemünde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://spurensuchesh.de/flakbatterie-kiel-schilksee/ Batteriechef Baldur Springmann im Zweiten Weltkrieg], historische Fotografien&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Kriegsende gelang ihm die Flucht vor der [[Streitkräfte der Sowjetunion|Roten Armee]] über die Ostsee. 1950 siedelte er sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;Hof Springe&amp;#039;&amp;#039; im schleswig-holsteinischen [[Geschendorf]] an. 1954 stellte Springmann seinen Hof auf [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] um. Später übernahm sein Sohn den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Springmann vertrat einen völkisch orientierten [[Pantheismus]] und &amp;#039;&amp;#039;naturverehrendes Heidentum&amp;#039;&amp;#039; ohne persönlichen [[Gott]] sowie ohne [[Dogma|Dogmen]], [[Priester]] und [[Sakrament]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie von Schnurbein: &amp;#039;&amp;#039;Göttertrost in Wendezeiten&amp;#039;&amp;#039;, München 1993, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er berief sich auf [[Sigrid Hunke]] und ihr Werk &amp;#039;&amp;#039;Europas eigene Religion&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jf-archiv.de/archiv99/469yy33.htm Quelle: Fragebogen der Jungen Freiheit (1999)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuheidnisch-Esoterisches verfasste Baldur Springmann für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Wir selbst]] – Zeitschrift für Nationale Identität.&amp;#039;&amp;#039; Dort erschienen unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Von der Heilsrune Hagal und dem göttlichen Wesen des Lichtes&amp;#039;&amp;#039; – Interview mit Baldur Springmann (1/96), Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Lassen wir doch unser Licht strahlen!&amp;#039;&amp;#039; (3–4/1998), Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Baldurgeschichte,&amp;#039;&amp;#039; Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Neuer deutscher Mythos&amp;#039;&amp;#039; (4/1999).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-03 |url=http://www.bublies-verlag.de/de/dept_205.html |text=Inhaltsverzeichnis beim Bublies-Verlag}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Interview mit der [[Junge Freiheit|Jungen Freiheit]] verband Springmann esoterische mit antikirchlichen Versatzstücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: [http://www.jf-archiv.de/archiv99/289yy23.htm Junge Freiheit (1999)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Mitglied im Vorläufigen Sprecherrat der Deutschen Aufbauorganisation (DAO) [[Alfred Mechtersheimer]]s setzte sich Baldur Springmann für eine Einigung des zersplitterten rechten Lagers mithilfe eines rassistisch gewendeten Neuheidentums ein. Er warnte vor „der Vertreibung aus unserer Erbmasse und damit der Vernichtung nicht nur unseres sondern jedweden Volkstums“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiosität verstand Springmann als etwas so „Tiefinneres“, „daß es im Grunde genauso viele verschiedene Religionen gibt wie verschiedene Menschen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Bauer mit Leib und Seele,&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heimat aus Licht.&amp;#039;&amp;#039; S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigener Darstellung lernte er Mitte der 1950er Jahre die [[Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens|Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft]] in [[Lübeck]] bei einer Veranstaltung kennen, nachdem er durch eine Zeitungsanzeige auf diese aufmerksam geworden war. Über zehn Jahre war er Leiter einer Unitarier-Gemeinde in [[Bad Segeberg]], die nach dem Rücktritt Springmanns unter neuer Leitung sich von den Deutschen Unitariern trennte und sich dem [[Bund Deutscher Unitarier]] anschloss. Springmann entfremdete sich zunehmend von den Deutschen Unitariern und verließ diese.&amp;lt;ref&amp;gt;Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Bauer mit Leib und Seele,&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heimat aus Licht.&amp;#039;&amp;#039; S. 112 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gründe gab Springmann seine Vorstellungen über &amp;#039;&amp;#039;[[Kriegsdienstverweigerung]],&amp;#039;&amp;#039; über &amp;#039;&amp;#039;ökologische Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; und seinen Kampf gegen &amp;#039;&amp;#039;Atomwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; sowie zuletzt die Ausklammerung des Emotionalen und die Orientierung der Deutschen Unitarier an einer &amp;#039;&amp;#039;intellektuellen Philosophie&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Bauer mit Leib und Seele,&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heimat aus Licht&amp;#039;&amp;#039;, S. 115 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut eigenen Aussagen hat ihn das Buch &amp;#039;&amp;#039;Europas eigene Religion&amp;#039;&amp;#039; der Unitarierin [[Sigrid Hunke]] beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jf-archiv.de/archiv99/469yy33.htm Interview der Jungen Freiheit (1999)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Springmann bezeichnete sich selber in seinen Lebenserinnerungen als „Ungläubiger“.&amp;lt;ref&amp;gt;Baldur Springmann: &amp;#039;&amp;#039;Bauer mit Leib und Seele&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heimat aus Licht&amp;#039;&amp;#039;, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 schrieb Springmann im &amp;#039;&amp;#039;[[Preußische Allgemeine Zeitung|Ostpreußenblatt]]&amp;#039;&amp;#039;: „Selten hat der eigentliche Machthaber unseres heutigen, sonst ziemlich gut getarnten autoritären Systems so unverhüllt sein wahres Gesicht gezeigt wie [...] mit den von den Ober[[gutmensch]]en ausgerufenen und von allen, allen braven Gutmenschen tapfer angetretenen Kreuzzug gegen ‚Rechts‘.“ Weiter schrieb er in diesem Artikel: „Unsere […] Chance ist es, daß wir dem weitgehend unterschwelligen, manchmal auch offen zutage getragenen, finsteren Haß vieler ‚Grüner‘ und sonstiger [[Adept (Schüler)|Adepten]] der [[Frankfurter Schule]] gegen alles Deutsche das eh und je Stärkere, Schönere, Strahlendere entgegenstellen können: die Liebe, unsere Vaterlandsliebe.“ Springmann unterhielt auch enge Kontakte zu [[Werner Georg Haverbeck]] und dessen Frau, der [[Holocaustleugnung|Holocaustleugnerin]] [[Ursula Haverbeck]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Röpke, Andreas Speit: &amp;#039;&amp;#039;Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2019, S. 106 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Speit: &amp;#039;&amp;#039;Verqueres Denken. Gefährliche Weltbilder in alternativen Milieus&amp;#039;&amp;#039;, Ch. Links, Berlin 2021 (1. überarb. Aufl.), S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Ökologie ==&lt;br /&gt;
Baldur Springmann war von November 1933 bis März 1934 Mitglied der SA, seit November 1936 SS-Bewerber. In einem Fragebogen für SS-Angehörige von 1940 für das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS bezeichnet er sich als [[gottgläubig]]. Springmann „blieb aber auf Distanz zu den Anthroposophen, deren Lehre ihm zu christlich schien“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Bierl]]: [http://www.sektenwatch.de/drupal/sites/default/files/files/2012.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rassismus im neuen(?) Gewand – Braune Esoterik, Verschwörungstheorien, Blut-, Boden- und Rassereligionen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1945 wurde Springmann aktiv in der [[Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens|Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Mitte der 1950er Jahre engagierte sich Springmann in der ökologischen Landwirtschaft. Springmann war Mitglied der [[Internationale der Kriegsdienstgegner|Internationalen der Kriegsdienstgegner]] (IDK), einer deutschen Sektion der [[War Resisters’ International]] (WRI). Hieraus entstand die Idee eines [[Zivildienst in Deutschland|Zivildienstes]] im Ökolandbau, wofür in Zusammenarbeit mit [[Wilhelm Ernst Barkhoff]] und der Bochumer Gemeinnützigen Treuhandstelle ([[GLS Treuhand]]) die Agrar- und Sozialhygienische Entwicklungsgesellschaft ASE Neuland e.&amp;amp;nbsp;V. gegründet wurde, die 1970 die Anerkennung als Einrichtung des Zivilen Ersatzdienstes erhielt. In der Folge leisteten Kriegsdienstverweigerer ihren Zivildienst auf dem Hof Springe ab. Aus dem Engagement in der ökologischen Landwirtschaft entwickelte sich sein Engagement in der [[Anti-Atomkraft-Bewegung|Anti-Atomkraft-]] und Ökologiebewegung, insbesondere in den 1970er Jahren im [[Weltbund zum Schutz des Lebens]] (WSL-D), in dem er zeitweise Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein war und dessen Bundesverband 1985 aufgrund rechtsextremer Aktivitäten aus dem internationalen WSL ausgeschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Stöss: &amp;#039;&amp;#039;Vom Nationalismus zum Umweltschutz: Die Deutsche Gemeinschaft/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 1980, S.&amp;amp;nbsp;264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Wüst: &amp;#039;&amp;#039;Konservatismus und Ökologiebewegung: eine Untersuchung im Spannungsfeld von Partei, Bewegung und Ideologie am Beispiel der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP)&amp;#039;&amp;#039;, IKO, 1993, S.&amp;amp;nbsp;90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem WSL kämpfte er u.&amp;amp;nbsp;a. gegen den Bau des [[Kernkraftwerk Brokdorf|Kernkraftwerks Brokdorf]]. Politisch aktiv war er in der [[Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher]] (AUD), die sich seit 1973 als &amp;#039;&amp;#039;Partei des Lebensschutzes&amp;#039;&amp;#039; deklarierte und als erste Partei explizit dem Thema Ökologie zuwandte. Springmann, der zeitweise Landesvorsitzender war, wurde eingeladen, das für die AUD neue Thema in Schleswig-Holstein zu bearbeiten; 1978 trat er aus der Partei aus. Daneben war Springmann in zahlreichen Umweltschutzgruppen, Anti-AKW- und Bürgerinitiativen engagiert und arbeitete im Vorstand des [[Umweltverband Schleswig-Holstein|Umweltverbands Schleswig-Holstein]] mit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 gehörte Springmann zu den Mitbegründern der [[Grüne Liste Schleswig-Holstein|Grünen Liste Schleswig-Holstein (GLSH)]].&lt;br /&gt;
Während der Bildung der Sonstigen Politischen Vereinigung/Die Grünen im Jahre 1979 war Springmann bereits durch Presse und Fernsehen bundesweit bekannt und wurde aufgefordert, als Sprecher zu kandidieren. Er lehnte nach eigenen Angaben mit der Begründung der Vermeidung von Ämterhäufung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Springmann 1995 (Bd. II), S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Europawahlliste ließ sich Springmann an vierter Stelle – nach [[Petra Kelly]], [[Herbert Gruhl]], [[Roland Vogt]] und vor [[Joseph Beuys]] – nominieren. Er teilte diesen Platz gemäß festgelegtem [[Rotationsprinzip]] mit [[Manfred Siebker]] vom [[Club of Rome]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Rudolf van Hüllen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ideologie und Machtkampf bei den Grünen&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1990, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1980 beteiligte er sich an der Parteigründung [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]], verließ die Partei jedoch bereits nach der Dortmunder Bundesversammlung im Juni 1980, weil sich bei der Besetzung des Vorstands die Parteilinken durchsetzten und Schlüsselpositionen von Mitgliedern aus [[K-Gruppe]]n besetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Walter: &amp;#039;&amp;#039;Gelb oder Grün. Kleine Parteiengeschichte der besserverdienenden Mitte in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Bielefeld 2010, S.&amp;amp;nbsp;72; Springmann 1995 (Bd. II).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 gründete er gemeinsam mit Herbert Gruhl die [[Ökologisch-Demokratische Partei|Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)]], deren stellvertretender Vorsitzender er zunächst war. In der Folgezeit gab er die aktive parteipolitische Betätigung auf. Nachdem Springmann auch in der ÖDP wegen seiner „sektiererischen“ Ansichten kritisiert worden war, trat er 1983, ohne die Presse darüber zu informieren, aus der Partei aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 veröffentlichte er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Partner Erde. Einsichten eines Öko-Bauern&amp;#039;&amp;#039; im rechtsextremen [[Dietmar Munier|Arndt Verlag]]. 1989 war Springmann maßgeblich an der Gründung der ÖDP-Abspaltung &amp;#039;&amp;#039;[[Unabhängige Ökologen Deutschlands]] &amp;#039;&amp;#039; (UÖD) beteiligt. Außerdem engagierte er sich in der Deutschen Aufbau-Organisation (DAO) von [[Alfred Mechtersheimer]], in dessen Sprechergremium er gewählt wurde. 1998 war er Gründungsmitglied des „Bündnis für Volksabstimmung“ (BfV). Als Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;Vorläufigen Sprecherrat&amp;#039;&amp;#039; der Deutschen Aufbauorganisation setzte Baldur Springmann sich für eine Einigung des zersplitterten Lagers rechts der Union ein. Er veröffentlichte in der Folge noch in einer Vielzahl von völkischen und rechten Organen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/?id=archivseite&amp;amp;dig=2003/10/25/a0092 &amp;#039;&amp;#039;Grünen-Gründer Baldur Springmann tot, Der Ökobauer, Volks- und Deutschlandtümler verließ die Grünen schon in den frühen Achtzigern&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baldur Springmann wurde zu einem Vordenker der völkischen Richtung in Teilen der [[Bioregionalismus]]-Bewegung: „Wir müssen nun endlich alle noch vorhandenen Rudimente von blind fortschrittsgläubigem, kapitalismushörigem Hurrapatriotismus in die für unsere Zeit so bitter notwendige Mutterlandsliebe verwandeln. Welch ein Glück, dass es für diese Verwandlung einen Zauberstab gibt. Er heißt Bioregionalismus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Der AK Bioregionalismus Sauerland beruft sich auf dieses Zitat von Springmann. Quelle: [http://www.bioregionalismus.online.ms/ Bioregionalismus.online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb mit 91 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Laut [[Oliver Geden]] lag Springmanns Hauptbetätigungsfeld in der Verbindung von Rechtsextremismus, Ökologie und Spiritualität, die er vor allem als Gemeindeleiter der [[Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens]] (DUR) und in der Ökosophischen Initiative Kiel praktizierte. Publizistische Beiträge Springmanns fanden sich in rechtsextremen Zeitschriften wie &amp;#039;&amp;#039;[[Nation und Europa]],&amp;#039;&amp;#039; aber auch in völkisch-religiös orientierten wie etwa &amp;#039;&amp;#039;Unitarische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Samenkörner&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Glauben und Wirken.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Geden, Rechte Ökologie: Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus, Elefantenpress 1996, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Monika Kirschner]] schrieb im &amp;#039;&amp;#039;Informationsdienst gegen Rechtsextremismus:&amp;#039;&amp;#039; „Springmann bezeichnet sich als Ökosoph im lebenslangen Bemühen um bäuerliche Lebensart. Als solcher bereitet er eine krude Mischung aus völkisch-esoterischer Religiosität und Ökoromantik auf, in der auch christliche Versatzstücke zu finden sind“. Unbelegt ist jedoch, ob sich Springmann als Ökosoph bezeichnet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Peter Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Völkischer Ökologe. Ein Ur-Grüner mit tiefbraunen Flecken,&amp;#039;&amp;#039; [[Blick nach rechts]], Ausgabe [http://www.bnr.de/content/voelkischer-oekologe 23/2003]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Peter Nowak]] sah eine Entwicklung zum [[Rechte Esoterik|rechten Esoteriker]] gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nowak: [http://www.bnr.de/content/voelkischer-oekologe &amp;#039;&amp;#039;Blick nach rechts&amp;#039;&amp;#039;], BNR 23/2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Janet Biehl]] und [[Peter Staudenmaier]] ordnen Baldur Springmann wegen seines Engagements beim &amp;#039;&amp;#039;[[Weltbund zum Schutz des Lebens]]&amp;#039;&amp;#039; bei den Holocaust-Leugnern und der extremen Rechten ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Janet Biehl, Peter Staudenmaier: [https://theanarchistlibrary.org/library/janet-biehl-and-peter-staudenmaier-ecofascism-lessons-from-the-german-experience &amp;#039;&amp;#039;Ecofascism: lessons from the German experience&amp;#039;&amp;#039;], AK Press, Edinburgh 1995, S.&amp;amp;nbsp;41.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gerard Braunthal]] nennt ihn „the nationalist ecology specialist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerard Braunthal: &amp;#039;&amp;#039;Right-Extremism in Germany: Recruitment of New Members&amp;#039;&amp;#039;, „German Politics &amp;amp; Society“ 28.4 (2010), S.&amp;amp;nbsp;41–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird Baldur Springmann insbesondere im Kontext rechtsextremer Siedlungsbewegungen in der Tradition der [[Neo-Artamanen]] durch die [[NPD]] rezipiert, die damit ihre völkisch-ökologische Propaganda unterfüttert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell.de/sites/default/files/Braune-Oekologen.pdf Braune Ökologen] (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB), eine Veröffentlichung der [[Heinrich-Böll-Stiftung]] 2012, S.&amp;amp;nbsp;68ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Toralf Staud]] nennt Springmann einen „extrem rechten Mitbegründer der Grünen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell.de/sites/default/files/Braune-Oekologen.pdf Braune Ökologen] (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB), eine Veröffentlichung der [[Heinrich-Böll-Stiftung]] 2012, S.&amp;amp;nbsp;16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Partner Erde. Einsichten eines Öko-Bauern&amp;#039;&amp;#039;, Arndt Verlag, Kiel 1982, ISBN 3-88741-005-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alma, die ordentliche Kuh. Und andere Tiergeschichten&amp;#039;&amp;#039;, 1984, ISBN 3-89060-105-7.&lt;br /&gt;
* (Mitautor in:) &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten neu erleben. Alte Bräuche – Neue Formen. Wege und Anregungen zum Feiern&amp;#039;&amp;#039;, Neue Erde Verlags- und Naturwarenvertriebs GmbH, 1990, ISBN 3-89060-007-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bauer mit Leib und Seele. Lebenserinnerungen&amp;#039;&amp;#039; (2 Bände). Verlag Siegfried Bublies, Koblenz 1995, ISBN 3-926584-32-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Silke Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht rechts, nicht links, sondern vorn“ – Eine Geschichte der Gründungsgrünen&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, München 2011 (Ordnungssysteme; 33), ISBN 978-3-486-59811-7, S.&amp;amp;nbsp;244–250.&lt;br /&gt;
* Florian Steig: &amp;#039;&amp;#039;Baldur Springmann und die Grünen. Ein schleswig-holsteinischer Ökobauer zwischen ökologischer Bedrohung und völkischer Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 147 (2022), S. 199–236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120733951}}&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;amp;dig=2003/10/25/a0092 Baldur Springmann – Biografie und Nachruf], [[die tageszeitung]], 25. Oktober 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120733951|VIAF=74691132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Springmann, Baldur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwarze Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AUD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die-Grünen-Mitglied (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Springmann, Baldur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landwirt, Schriftsteller und Politiker (ÖDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Mai 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hagen]], Westfalen, Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Oktober 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]], Schleswig-Holstein, Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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