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	<title>Balduin Schwarz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balduin_Schwarz&amp;diff=2376897&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Leben */ typografische anführungszeichen</title>
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		<updated>2026-02-05T16:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; typografische anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balduin Schwarz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1902]] in [[Hannover]]; † [[25. November]] [[1993]] in [[Ainring]]) war ein [[Katholische Theologie|katholischer]] [[Deutsche|deutscher]] [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schwarz war ein Sohn des Chemikers [[Carl Schwarz (Fabrikant)|Carl Schwarz]] und der Elisabeth Schilling. Als Jugendlicher war er Mitglied in der katholischen Jugendorganisation [[Bund Neudeutschland]], als Student im [[K.St.V. Rheno-Bavaria München]] im [[Kartellverband|KV]]. Nach dem Abitur 1920 studierte er Philosophie in [[Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität Köln|Köln]] und [[Universität München|München]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1927 an der Universität München bei [[Dietrich von Hildebrand]] mit einer [[Phänomenologie|phänomenologischen]] Studie über das [[Weinen]]. Im Jahr 1931 heiratete er die Jüdin Helene Katzenstein (Leni), welche 1929 unter Hildebrands Einfluss zur katholischen Religion [[Konversion (Religion)|konvertiert]] war&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrand bei [http://hebrewcatholic.org/vonhildebrandsaw.html hebrewcatholic]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie hatten den Sohn [[Stephen Dietrich Schwarz]], emeritierter Professor für Philosophie an der [[University of Rhode Island]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfram Schrems |url=https://katholisches.info/2015/05/27/abtreibung-verstehen-eine-buchbesprechung/ |titel=Abtreibung verstehen – Eine Buchbesprechung |werk=Katholisches |datum=2015-05-27 |sprache=de-DE |abruf=2023-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hildebrandproject.org/about/stephen-d-schwarz |wayback=20180118122724 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-03-16 02:14:27 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab April 1931 war er [[Privatdozent]] für [[Scholastik|scholastische Philosophie]] an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münsteraner Universität]], wo er bei [[Peter Wust]] [[Habilitation|habilitiert]] worden war. Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] ließ Schwarz sich beurlauben und emigrierte mit seiner Familie im November 1933 in die [[Schweiz]]. Damit kam er dem späteren Entzug der Lehrbefugnis wegen seiner „nichtarischen“ Ehefrau durch „freiwilligen“ Verzicht zuvor.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Grüttner: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Boston 2023, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1934 bis 1938 war er an der [[Universität Fribourg]] tätig. 1934/1935 hatte er außerdem eine Gastprofessur an der [[Universität Innsbruck]]. Unter dem Pseudonym „Johannes Ilen“ schrieb er Zeitschriftenbeiträge, in denen er sich gegen den Nationalsozialismus in Deutschland wandte, den [[Austrofaschismus]] als christlichen [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] dagegen verteidigte. Nach Ablauf seiner Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz musste er 1938 nach Frankreich emigrieren, wo er als Lehrer in [[Limoges]] arbeitete. Im selben Jahr wurde ihm und seiner Familie die [[deutsche Staatsbürgerschaft]] entzogen, 1939 wurde ihm von der Münchener Universität der Doktortitel aberkannt und dieses im [[Reichsanzeiger]] bekannt gegeben&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Harrecker: &amp;#039;&amp;#039;Degradierte Doktoren&amp;#039;&amp;#039;, S. 364.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er in Frankreich kurze Zeit [[Internierung|interniert]], diente dann aber von Dezember 1939 bis Juli 1940 in der [[Französische Streitkräfte|französischen Armee]]. Nach der französischen Kapitulation 1940 versteckte ihn [[Edmond Michelet]] &amp;lt;!-- bei Harrecker war er in dieser Zeit in der Resistance und (!) eineinhalb Jahre Häftling im KZ Dachau --&amp;gt; und mit Hilfe der [[Rockefeller Foundation]] gelang ihm im Frühjahr 1941 die Flucht in die USA. Dort fand er Beschäftigung an verschiedenen Colleges und seit 1950 lehrte Schwarz Philosophie an der Graduate School der [[Fordham University]] in [[New York City]]. 1964 erhielt er einen Ruf als Professor für Philosophie an die [[Universität Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwarz gilt bei seinen Schülern als „wahrer Sohn der heiligen Kirche“ (Hildebrand)&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich von Hildebrand, Vorwort in: Dietrich von Hildebrand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rehabilitierung der Philosophie: Festgabe für Balduin Schwarz zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde 1972 Vorsitzender einer neugegründeten katholischen Laienorganisation „Pro Fide et Ecclesia“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Münster billigte Schwarz 1958 im Rahmen eines [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachungsverfahrens]] die Rechtsstellung eines emeritierten Professors zu. Die Universität München befand 1966 in einem internen Akt, dass die Aberkennung der Promotion 1939 rechtsfehlerhaft war, nachdem Schwarz von der Aberkennung persönlich nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Im Jahr 2010 erklärte die Universität Münster, „dass die in den Jahren 1933 bis 1945 aus „rassischen“ und politischen Gründen erfolgten Entlassungen von folgenden Mitgliedern und Angehörigen der Universität nichtig sind“, darunter war auch Balduin Schwarz aufgeführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/wwu/senat/pdf/wwu_ns_erklaerung.pdf Erklärung Uni Münster 23. Juni 2010] (PDF-Datei; 51&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein jüngerer Bruder [[Reinhard Schwarz-Schilling]] war ein deutscher [[Komponist]]. Der CDU-Politiker [[Christian Schwarz-Schilling]] war sein Neffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
siehe das Schriftenverzeichnis bei {{Webarchiv | url=http://www.iap.li/oldversion/site/research/Schwarz/S-Index/s-index.html | wayback=20060222110817 | text=iap}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Psychologie des Weinens.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation München 1928. Nachdruck: Lepanto Verlag, Rückersdorf 2014.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Irrtum in der Philosophie. Untersuchungen über das Wesen, die Formen und die psychologische Genese des Irrtums im Bereiche der Philosophie, mit einem Ueberblick über die Geschichte der Irrtumsproblematik in der abendländischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ewige Philosophie, Gesetz und Freiheit in der Geistesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das innere Prinzip der Periodisierung der Philosophiegeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Salzburg 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wahrheit, Irrtum und Verirrungen. Die sechs großen Krisen und sieben Ausfahrten der abendländischen Philosophie. Gesammelte Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festschriften ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von Hildebrand]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rehabilitierung der Philosophie. Festgabe für Balduin Schwarz zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Habbel, Regensburg 1974, ISBN 978-3-7748-0306-0.&lt;br /&gt;
* [[Josef Seifert (Philosoph)|Josef Seifert]], Fritz Wenisch, [[Edgar Morscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Wahren und Guten: Festschrift für Balduin Schwarz zum 80. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Einleitung von [[Otto Neumaier]]. Verlag St. Peter, Salzburg 1982.&lt;br /&gt;
* Stephen Schwarz, Fritz Wenisch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Values and human experience : essays in honor of the memory of Balduin Schwarz.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, New York 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gisela Möllenhoff, Rita Schlautmann-Overmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Familien in Münster 1918 bis 1945. Biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Westfäl. Dampfboot, Münster 1995, ISBN 3-929586-48-7.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Vol II, 2. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 1060.&lt;br /&gt;
* Schwaz, Balduin in: [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 271.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hoeres]]: &amp;#039;&amp;#039;Abschied von Balduin Schwarz&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologisches]]&amp;#039;&amp;#039; 23 (12/1993), Sp. 481–483.&lt;br /&gt;
* Stefanie Harrecker: &amp;#039;&amp;#039;Degradierte Doktoren. Die Aberkennung der Doktorwürde an der Ludwig-Maximilians-Universität München während der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Utz, München 2007, ISBN 978-3-8316-0691-7. Kurzbiographie S. 364–365.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Pinwinkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Gründergeneration“ der Universität Salzburg. Biographien, Netzwerke, Berufungspolitik, 1960–1975.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Wien 2020, besonders S. 106–110 und 259.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118762907}}&lt;br /&gt;
* Otto Gertzen: [http://www.flurgespraeche.de/balduin-schwarz/ &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiografie für Balduin Schwarz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;flurgespräche&amp;#039;&amp;#039;, Universität Münster, 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118762907|LCCN=n/84/13248|VIAF=88722115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwarz, Balduin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phänomenologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Freiburg, Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Fordham University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schwarz, Balduin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ilen, Johannes (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ainring]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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