<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Balder_Olden</id>
	<title>Balder Olden - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Balder_Olden"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balder_Olden&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T00:05:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balder_Olden&amp;diff=608628&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-36667-34 am 3. Dezember 2025 um 17:28 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balder_Olden&amp;diff=608628&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-03T17:28:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel für die deutschen u. österreichischen Flüchtlinge am Fremdenverkehrsbüro in Sanary-sur-Mer1.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel für die deutschen und österreichischen Flüchtlinge in [[Sanary-sur-Mer]], unter ihnen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balder Olden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balder Olden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. März]] [[1882]] in [[Zwickau]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausbürgerungsliste&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Michael Hepp |Titel=Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Listen in chronologischer Reihenfolge&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=De Gruyter Saur |Ort=München / New York / London / Paris |Datum=2010 |ISBN=978-3-11-095062-5 |Seiten=5 |Kommentar=Nachdruck |JahrEA=1985}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[24. Oktober]] [[1949]] in [[Montevideo]], [[Uruguay]]) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Olden war der Sohn des Schriftstellers Johann Oppenheim, der 1891 den Namen [[Hans Olden (Schriftsteller)|Hans Olden]] annahm und dessen Ehefrau, der Schauspielerin Rosa Stein. Der Wirtschaftswissenschaftler [[Heinrich Bernhard Oppenheim]] war, wie der Maler [[Moritz Daniel Oppenheim]], entfernt verwandt mit ihm. Der Rechtsanwalt und Journalist [[Rudolf Olden]] war sein jüngerer Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olden absolvierte seine Schulzeit in [[Darmstadt]], [[Regensburg]] und [[Wiesbaden]] und begann anschließend an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] Geschichte, Literatur und Philosophie zu studieren. Parallel dazu versuchte Olden, sich durch Privatstunden auf den Beruf des Schauspielers vorzubereiten. Durch ein ausgefochtenes Duell wegen einer Beleidigung seines jüdischen Glaubens erlitt er eine Verletzung im Gesicht, welche eine dauernde Lähmung nach sich zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch war ihm das Theater versperrt und Balder wählte den Beruf des Journalisten. Nach einem Volontariat bei der &amp;#039;&amp;#039;Oberschlesischen Grenzzeitung&amp;#039;&amp;#039; in [[Bytom|Beuthen]] und im [[Ullstein Verlag]] ([[Berlin]]) bekam Olden eine Anstellung bei einer Hamburger Zeitung, in der er für einige Zeit das [[Feuilleton]] betreute. In der Redaktion in Beuthen wurde Olden ein Kollege des später sehr erfolgreichen Schriftstellers [[Norbert Jacques]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wechselte Olden nach [[Köln]] zur &amp;#039;&amp;#039;Kölnischen Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, für die er als „reisender Reporter“ einige Weltreisen unternahm. Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hielt sich Olden beruflich gerade in [[Deutsch-Ostafrika]] ([[Tansania]]) auf und meldete sich sofort als Freiwilliger zur Kaiserlichen [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika]]. Den Krieg verbrachte er von 1916 an in britischer Kriegsgefangenschaft, aus der er 1920 entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, kehrte Olden wieder nach Deutschland zurück und ließ sich in Berlin nieder. Olden arbeitete die nächsten Jahre wieder als Journalist, seine Reisen wurde aber weniger. Ab diesen Jahren machte er sich auch einen Namen als Kritiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] ging Olden nach [[Prag]] und von dort wurde er zwei Jahre später vertrieben. Am 3. November 1934 veröffentlichte der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Reichsanzeiger|Deutsche Reichsanzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; die [[dritte Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs]], durch welche er [[Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit|ausgebürgert]] wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausbürgerungsliste&amp;quot; /&amp;gt; Olden ging nach Frankreich und ließ sich in [[Paris]] nieder. Er arbeitete nach seiner [[Emigration]] als [[Literaturkritiker]] für die deutschsprachige Exilpresse (u.&amp;amp;nbsp;a. für &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Blätter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Neues Tage-Buch&amp;#039;&amp;#039;) und war 1936 Mitunterzeichner des &amp;#039;&amp;#039;Aufrufs für die deutsche Volksfront&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|19|505||Olden, Balder|Thomas Diecks|118589784}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Paris wurde er im Sommer 1940 verhaftet und im Lager [[Audierne]] interniert. Mit Hilfe von Freunden gelang es ihm, im Winter 1940/41 zu fliehen und sich nach [[Marseille]] abzusetzen. Von dort konnte er dann im Frühjahr 1941 auf einem Schiff nach [[Argentinien]] entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er fast zwei Jahre in der Hauptstadt [[Buenos Aires]] gelebt hatte, ließ er sich 1943 in der Hauptstadt von [[Uruguay]], [[Montevideo]], nieder. Dort heiratete Olden 1944 [[Margarete Kershaw]]. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Olden wieder in seinem Beruf als Journalist. In beiden Ländern setzte sich Olden sehr für die Belange deutscher Exilanten ein und war maßgeblich an deren Organisation beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 1948 und Anfang 1949 erlitt Olden schwere [[Schlaganfall|Schlaganfälle]], von denen er sich nicht mehr völlig erholen konnte. Dieses Schicksal vor Augen, wählte Olden den [[Suizid|Freitod]]. Er starb im Alter von 67 Jahren am 24. Oktober 1949 in Montevideo, Uruguay. Seinen literarischen [[Nachlass]] verwaltet das [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|deutsche Literaturarchiv in Marbach]]. Olden war Mitglied des [[Schutzverband deutscher Schriftsteller|Schutzverbandes deutscher Schriftsteller]] und des [[P.E.N.]] Er entwickelte sich von einem bürgerlichen Schriftsteller mit [[Antimilitarismus|antimilitaristischen]] Erzählungen und [[kolportage]]haften [[Gesellschaftsroman]]en über die Verarbeitung eigener Erfahrungen als Soldat hin zur Darstellung des [[Kolonialismus]] des Kaiserreiches, zum Beispiel in seinem 1922 erstmals erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;Kilimandscharo&amp;#039;&amp;#039;, zu einem [[Antifaschismus|antifaschistischen]] Schriftsteller. Dabei machte ihn nach eigenen Angaben „erst der Faschismus zum Revolutionär“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Balder Olden hat weit über 100 Publikationen veröffentlicht und war an weiteren über 100 Veröffentlichungen beteiligt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anbruch der Finsternis. Roman eines Nazi.&amp;#039;&amp;#039; Rütten &amp;amp; Loening, Berlin 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Herz mit einem Traum genährt.&amp;#039;&amp;#039; Universitas-Vertlag, Berlin 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich bin ich. Der Roman Carl Peters.&amp;#039;&amp;#039; Universitas-Verlag, Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kilimandscharo. Ein Roman aus Deutsch-Ost Afrika&amp;#039;&amp;#039;. Universitas-Verlag, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paradiese des Teufels. Das Leben Sir Roger Casements.&amp;#039;&amp;#039; Universitas-Verlag, Berlin 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schatten. Ein Filmroman.&amp;#039;&amp;#039; Carl Duncker, Berlin 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen aus dem Englischen ==&lt;br /&gt;
* zusammen mit Gertrud Zeißner: &amp;#039;&amp;#039;[[Charles George Douglas Roberts]]: Gestalten der Wildnis.&amp;#039;&amp;#039; Illustrator: [[Paul Haase]], {{archive.org|gestaltenderwild00robe|Berlin 1922}}&lt;br /&gt;
* Upton Sinclair: Auf Vorposten – Erinnerungen. Malik-Verlag 1934&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|505||Olden, Balder|Thomas Diecks|118589784}}&lt;br /&gt;
* [[Ruth Greuner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paradiese des Teufels. Biographisches und Autobiographisches; Schriften und Briefe aus dem Exil.&amp;#039;&amp;#039; Rütten und Loening, Berlin 1977.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Exil in Lateinamerika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Literatur im antifaschistischen Exil 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Röderberg, Frankfurt/M. 1981, ISBN 3-87682-474-5.&lt;br /&gt;
* Rolf Tauscher: &amp;#039;&amp;#039;Literarische Satire des Exils gegen Nationalsozialismus und Hitlerdeutschland. Von F. G. Alexan bis Paul Westheim.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Kovač, Hamburg 1992, ISBN 3-86064-062-3 (zugleich Habilitations-Schrift, Universität Halle 1991). S. 43–46 (zu &amp;#039;&amp;#039;Anbruch der Finsternis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Candide: oder immer noch die beste aller Welten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PGDA|olden}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118589784}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Exilarchiv |ID=982013779 |Typ=T}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/9efc5990-01ab-4233-9c9e-ab008d4388b1/ Nachlass BArch N 2220]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118589784|LCCN=nr/2001/13767|VIAF=52481942}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Olden, Balder}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zwickau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Olden, Balder&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. März 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zwickau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Oktober 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montevideo]], [[Uruguay]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-36667-34</name></author>
	</entry>
</feed>