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	<title>Balantidium coli - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T10:47:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balantidium_coli&amp;diff=529677&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MArcus Sinus: + Link Marianne Abele-Horn</title>
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		<updated>2024-07-26T14:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Link Marianne Abele-Horn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Tabelle siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Balantidium coli&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Pehr Henrik Malmsten|Malmsten]], 1857)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Balantidium&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Balantidiidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Vestibuliferida&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Trichostomatia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Litostomatea&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Balantidium coli wet mount.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;Balantidium coli&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Balantidium coli trophozoite.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;B. coli&amp;#039;&amp;#039;, Trophozoit (aus Primaten vom [[Nationalpark Taï]]). Balken 5&amp;amp;nbsp;[[Meter#Mikrometer|µm]].]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balantidium coli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von griechisch τὸ βαλάυτι·ου &amp;#039;&amp;#039;balant-&amp;#039;&amp;#039; „Geldbeutel“) ist eine eiförmige, mit Wimperhaaren versehene [[Art (Biologie)|Art]] großer [[Protozoen]], die im Verdauungstrakt verschiedener Tiere vorkommt und [[Durchfall]] sowie [[Geschwür]]e des [[Darm]]s hervorrufen kann (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balantidiasis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Es ist das einzige [[Wimpertierchen]], das den [[Mensch]]en befällt und das größte bekannte Protozoon, das [[Primaten]] befällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Balantidium coli&amp;#039;&amp;#039; erreicht in der aktiven Form eine Länge von 30&amp;amp;nbsp;bis 150&amp;amp;nbsp;mal 25&amp;amp;nbsp;bis 120&amp;amp;nbsp;µm, wobei die Größe stark variiert und in Einzelfällen bis zu 200&amp;amp;nbsp;µm erreichen kann. Der [[Cytostom|Zellmund]] sitzt am zugespitzten Vorderende, der [[Cytopyge|Zellafter]] am abgerundeten Hinterende. Im [[Cytoplasma]] liegen ein würstchenförmiger [[Makronukleus]] sowie ein runder [[Mikronukleus]]. Daneben kommen [[Mitochondrien]]-ähnliche Strukturen vor, bei denen es sich um [[Hydrogenosom]]en handeln könnte, sowie [[Peroxisom]]en, [[endoplasmatisches Retikulum]], [[Ribosomen]] und mehrere [[Vakuole|Verdauungsvakuolen]]. Zwei [[kontraktile Vakuole]]n dienen der [[Osmoregulation]]. Die Fortbewegung geschieht mit Hilfe der [[Cilie]]n, die das Tier in eine rotierende Bewegung versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zellteilung]] ist asymmetrisch, wobei jeweils eine vordere und eine hintere Zelle entstehen, die Zellafter beziehungsweise Zellmund nach der Teilung neu bilden. Daneben kommt [[Sexualität|sexuelle Fortpflanzung]] über [[Konjugation (Biologie)|Konjugation]] vor, wobei sich die beiden Partner an Zellmündern verbinden und micronucleares, durch [[Meiose]] gebildetes, genetisches Material austauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rundlichen bis eiförmigen [[Zyste (Biologie)|Zyste]]n haben einen Durchmesser von 40&amp;amp;nbsp;bis 60&amp;amp;nbsp;µm und eine verdickte Wand und sind im Gegensatz zum aktiven Tier in der Lage, die [[Magen]]passage zu überstehen. Die genauen Umstände der Zystenbildung sind unbekannt, da in [[Zellkultur|Kultur]] keine Zystenbildung beobachtet werden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Protozoa Fig3.gif|mini|Balantidium coli als [[Trophozoit]] und Zyste]]&lt;br /&gt;
Als Nahrung dienen [[Bakterien]] und Nahrungspartikel, die den [[Dickdarm]] passieren, bei schwerem Befall und Einblutungen in den Verdauungstrakt auch [[rote Blutkörperchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie und Therapie ==&lt;br /&gt;
Das [[Wirt (Biologie)|Wirtsspektrum]] von &amp;#039;&amp;#039;Balantidium coli&amp;#039;&amp;#039; ist sehr breit und reicht von [[Hohltiere]]n und [[Krebse]]n bis zu verschiedenen [[Säugetiere]]n, insbesondere [[Schwein]]en. Die Art gehört zu den [[Infusorien]] und ist weltweit verbreitet. In den meisten Wirten verursacht ein Befall keine Krankheitssymptome. Der Mensch wird nur selten befallen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Balantidium LifeCycle.png|thumb|left|300px|Der Lebenszyklus des &amp;#039;&amp;#039;Balantidium coli&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Zysten werden über kontaminierte Nahrung oder Wasser aufgenommen, entwickeln sich im Darm zu aktiven [[Trophozoit]]en und bilden flaschenförmige Läsionen in der [[Tela submucosa|Submucosa]] zwischen [[Schleimhaut]] und [[Muskelgewebe]] des Dickdarms, in denen sie sogenannte Nester bilden. Zysten und aktive Zellen werden über den Kot ausgeschieden. &amp;#039;&amp;#039;B. coli&amp;#039;&amp;#039; bildet keine bekannten Gifte, der Befall kann aber beim Menschen und anderen Primaten zur Bildung von Dickdarmgeschwüren führen, was durch die Bildung von [[Hyaluronidase]] ausgelöst wird, welche die [[Hyaluronsäure]] des [[Bindegewebe]]s auflöst. Schwere Erkrankungen gehen mit blutigem Stuhl, [[Stuhlzwang]] und Gewichtsabnahme einher und können in Einzelfällen tödlich enden, sind aber selten. Die Erkrankung kann mit [[Tetracyclin]]en (z. B. [[Doxycyclin]]) oder [[Metronidazol]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marianne Abele-Horn]]: &amp;#039;&amp;#039;Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; behandelt werden. Hygiene, vor allem im Umgang mit Schweinen in wärmeren Klimaten, bietet guten Schutz vor einer Infektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor = E. Auerbach| Titel = A study of Balantidium coli Stein 1863, in relation to cytology and behavior in culture. | Sammelwerk = Journal of Morphology| Jahr = 1953| Seiten = 405–445| Band = 93 | Nummer = 3 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor = F. L. Schuster, L. Ramirez-Avila| Titel = Current World Status of Balantidium coli| Sammelwerk = Clinical Microbiology Reviews| Jahr = 2008| Seiten = 626–638| Band = 21 | Nummer = 4 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dpd.cdc.gov/dpdx/HTML/Balantidiasis.htm Weg der Erkrankung bei cdc.gov] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wimpertierchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ciliophora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasit des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MArcus Sinus</name></author>
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