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	<title>Balafon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T23:43:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Balafon&amp;diff=536128&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: eigenes &quot;Museum&quot; bitte belegen</title>
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		<updated>2026-04-26T06:37:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;eigenes &amp;quot;Museum&amp;quot; bitte &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Q&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Q (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;belegen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein Musikinstrument. Zum gleichnamigen Stadtteil von Niamey in Niger siehe [[Balafon (Niamey)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Balafon.jpg|mini|Balafon]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balafon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;bala, balo, balafou, balangi&amp;#039;&amp;#039;, sind [[Xylophon]]e mit untergehängten [[Kalebasse]]n als [[Resonator#Akustische Resonatoren|Resonatoren]], die in unterschiedlichen Varianten in [[Westafrika]] verbreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition des von den [[Malinke]] als ältestes Balafon verehrten &amp;#039;&amp;#039;sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; wurde 2008 von der [[UNESCO]] in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] für [[Guinea]] aufgenommen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/cultural-space-of-sosso-bala-00009 &amp;#039;&amp;#039;Cultural space of Sosso-Bala.&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO Intangible Cultural Heritage of Humanity, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso wie 2012 „die kulturellen Bräuche in Verbindung mit dem Balafon der [[Senufo (Volk)|Senufo]]-Gemeinschaften in [[Mali]], [[Burkina Faso]] und der [[Elfenbeinküste]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/00849 &amp;#039;&amp;#039;Cultural practices and expressions linked to the balafon of the Senufo communities of Mali, Burkina Faso and Côte d&amp;#039;Ivoire.&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ur-Balafon mit Balafon-Wächter 2017.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; (Ur-Balafon) von Niagassola]]&lt;br /&gt;
Der Name „Balafon“ für das in der Region üblicherweise &amp;#039;&amp;#039;bala&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;balo&amp;#039;&amp;#039; genannte Instrument ist vermutlich eine Angleichung an europäische Sprachen in Verbindung mit dem griechischen Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;phon&amp;#039;&amp;#039; („Stimme, Klang“) oder könnte auf den Manding-Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;bala fo&amp;#039;&amp;#039; („&amp;#039;&amp;#039;bala&amp;#039;&amp;#039; spielen“) zurückgehen. Die erste bekannte Beschreibung des Instruments stammt von [[Ibn Battūta]], der sich 1352 am Hof des mittelalterlichen [[Malireich]]s aufhielt. Im Jahr 1620 erwähnte der englische Entdecker und Goldsucher [[Richard Jobson (Entdecker)|Richard Jobson]] ein &amp;#039;&amp;#039;ballards&amp;#039;&amp;#039; genanntes Instrument von [[Gambia]] mit 17 Klangplatten und untergehängten Kalebassen. Laut der Beschreibung [[Mungo Park]]s in den 1790er Jahren besaß das &amp;#039;&amp;#039;balafou&amp;#039;&amp;#039; der [[Mandinka]] 20 Klangplatten aus Hartholz.&amp;lt;ref&amp;gt;K. A. Gourlay, Lucy Durán, Rainer Polak: &amp;#039;&amp;#039;Bala,&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einem Geschichtsmythos von [[Griot]]s in Mali stammt das heilige &amp;#039;&amp;#039;sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; aus dem 13. Jahrhundert. Nach dem Untergang des [[Reich von Ghana|Gana-Reiches]] im 12. Jahrhundert übernahm Soumaoro Kanté aus dem Reich Sosso 1190 die Herrschaft über die Hauptstadt [[Koumbi Saleh]] und profitierte von dem Machtvakuum in der Region. Nach den Schilderungen etablierte er ein Terrorregime und unterjochte die Bevölkerung. Soumaoro kam aus der [[Schmied in der Kultur#Schmiedekasten in Westafrika|Kaste der Schmiede]], die mit magischen Praktiken assoziiert wird. Der Legende nach bekam er 1205 ein riesiges Balafon gezeigt, das seine Kräfte noch steigern sollte. Er brachte es an sich und schickte sich an, auch noch das kleine Manding-Land mit der Hauptstadt [[Reich Niani|Niani]] anzugreifen. Dieses war seinerseits gerade geschwächt, weil der rechtmäßige Thronerbe [[Sundiata Keïta]] von seinem Halbbruder Dankaran Touma ins Exil getrieben worden war. 1235 kam der erwachsene Sundiata zurück und besiegte in der Schlacht von Kirina den Widersacher. Das magische Balafon &amp;#039;&amp;#039;sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; ging als Kriegsbeute an Sundiata und dieser übergab es an seinen treuen Hofmusiker Balla Fasséké Kouyaté. Seither geht es immer an den ältesten noch lebenden Nachfahren von Balla Fasséké Kouyaté. Von 1991 bis 2022 war dies El Hadji Sékou Kouyaté (um 1924–2022) in Niagassola (im Nordosten Guineas an der Grenze zu Mali). Der aktuelle &amp;#039;&amp;#039;balatigi&amp;#039;&amp;#039; (Wächter des Balafons) heißt Siraman Dokala Kouyaté. Das &amp;#039;&amp;#039;sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; soll laut der Familie noch original erhalten sein, nur die Halteschnüre würden regelmäßig ersetzt. Ebenso seien der originale Gürtel, Speer und die Mütze von Soumaoro erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Branscheid-Kouyaté, Mamadi Kouyaté: [http://www.djembe-kora.de/mamadi.html &amp;#039;&amp;#039;Djembé – Kora – Balafon.&amp;#039;&amp;#039;] djembe-kora.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist auch das Dorf [[Tabato]] in [[Guinea-Bissau]], in dem seit 1870 eine eigene Balafon-Tradition bewahrt wird und alle Bewohner Balafon spielen. Das Dorf war 2013 Gegenstand zweier Filme des angolanisch-portugiesischen Regisseurs [[João Viana]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dw.com/pt-002/aldeia-guineense-de-tabat%C3%B4-est%C3%A1-em-destaque-na-berlinale/a-16598457 &amp;#039;&amp;#039;Aldeia guineense de Tabatô está em destaque na Berlinale&amp;#039;&amp;#039; - „Guinea-bissauisches Dorf Tabatô auf der Berlinale präsentiert“], Artikel vom 14. Februar 2013 der portugiesischsprachigen [[Deutsche Welle|Deutschen Welle]], abgerufen am 23. Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der kanadische Ethnomusikologe [[Sylvain Panneton]] veröffentlichte Anfang der 1990er Jahre eine Studie zum Balafon von Tabato in der [[Soronda - Revista de Estudos Guineenses|Fachzeitschrift Soronda]]. Danach reiste der tabatoische Balafonspieler Umar nach [[Montreal]] und lehrte neun Monate lang das Balafonspiel an einer dortigen Universität. Umar ist der jüngere Bruder von Tcherno Djabaté, ein Balafonspieler in Tabato, der bereits in China und Korea auftrat. Tcherno ist der Sohn des bedeutenden Balafonspielers Djali Ba Koli Djabaté, dessen Vater Bunun Ka Djabaté bereits bei der Kolonialausstellung 1940 in Lissabon für sein Balafonspiel ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;voz&amp;quot;&amp;gt;[http://vozdaguine.com/tabato-tabanca-dos-djidius/ &amp;#039;&amp;#039;TABATO, A TABANCA DOS DJIDIUS&amp;#039;&amp;#039; - „Tabato, das Dorf der Djidius“], Artikel vom 24. Juni 2016 auf dem guinea-bissauischen Musikportal www.vozdaguine.com, abgerufen am 23. Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Das Balafon besteht aus Holz-[[Klangholz (Musikinstrument)|Klangstäben]] und Kalebassen – hohlen Kürbissen, die als [[Resonanzkörper]] dienen. In die Seiten der Kalebassen sind zwei oder drei fingerdicke Löcher gebohrt, über die Spinnweben oder Fledermausflügel geklebt werden (heute immer häufiger Zigarettenpapier). Diese [[Mirliton]]e werden durch die Resonanz in Schwingung versetzt und beginnen zu schnarren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klangstäbe und ihre Resonatoren werden von einem Rahmen aus gespaltenem [[Bambus]] und Ziegenhautstreifen zusammengehalten. Heutige Balafone unterscheiden sich beträchtlich in ihrer Größe, Anzahl der Klangplatten (zwischen 12 und 23) und ihrer Stimmung. Der Tonumfang beträgt üblicherweise zweieinhalb bis dreieinhalb Oktaven; das vermutlich größte Balafon der [[Seenku|Sambla]]-Sprecher im Westen von [[Burkina Faso]] mit 23 Klangplatten hat einen Tonumfang von über vier Oktaven. Am weitesten verbreitet sind [[Pentatonik|pentatonisch]] gestimmte Balafone, [[Heptatonik|heptatonische]] Balafone dürfen nur von männlichen Griots gespielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;sosso-bala&amp;#039;&amp;#039; hat eine äquidistante heptatonische Stimmung. Es ist nicht ganz weit von der Diatonik entfernt. Viele der Spieler des Kouyaté-Clans übertragen die Melodien auch auf C- oder F-Balafone. Die Frauen singen die traditionellen Lieder. Zentren der Balafon-Musik sind heute [[Guinea]] und Mali. Dort wird die [[Griot]]-Spieltradition in erster Linie innerhalb der Kouyaté-Familie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ballakouyate.com/kouyate_family.html|wayback=20131022184717|text=&amp;#039;&amp;#039;A Family of Djelis.&amp;#039;&amp;#039;}} ballakopuyate.com&amp;lt;/ref&amp;gt; weitergegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boston.com/ae/music/articles/2009/12/06/balafon_master_balla_kouyat_passes_down_a_legacy/ &amp;#039;&amp;#039;Balafon master has his hands on a legacy.&amp;#039;&amp;#039;] The Boston Globe, 6. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Spielweise insbesondere von [[Kélétigui Diabaté]] weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Senufo (Volk)|Senufo]] in der [[Elfenbeinküste]] sowie den [[Lobi]], Tusia und Sambla in Burkina Faso kann auf dem Balafon eine Surrogatsprache gespielt werden, bei der sich Tonhöhen und klangliche Eigenheiten ihrer tonalen Sprachen in melodisch-rhythmische Strukturen übertragen lassen, die von kundigen Zuhörern verstanden werden. Für die Übermittlung einfacher Nachrichten dienen in Afrika meist Sprechtrommeln (&amp;#039;&amp;#039;talking drums&amp;#039;&amp;#039;, besonders [[Sanduhrtrommel]]n mit veränderlicher Tonhöhe), Flöten (Querflöte &amp;#039;&amp;#039;pion&amp;#039;&amp;#039; bei den Sambla, Längsflöte &amp;#039;&amp;#039;[[Oja (Flöte)|oja]]&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Igbo (Ethnie)|Igbo]] in Nigeria) und Hörner, in Südostasien auch [[Maultrommel]]n. Surrogatsprache bei Xylophonen ist selten und beschränkt sich auf das Balafon in Westafrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Sambla spielen drei Musiker zugleich das Balafon. Surrogatsprache kommt zumindest zeitweilig in jedem ihrer Stücke vor. Neben der Unterhaltungsmusik verwenden die Sambla das Balafon auch bei traditionellen Heilungszeremonien, bei denen das Balafon bestimmte Anrufungsformeln spricht. Mit der Balafon-Sprache lässt sich eine Kritik an einer Person ausdrücken, die selbige in gesprochener Sprache als Beleidigung empfinden könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Laura McPherson: &amp;#039;&amp;#039;The Talking Balafon of the Sambla.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anthropological Linguistics,&amp;#039;&amp;#039; Band 60, Nr. 3, Herbst 2018, S. 255–294&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. A. Gourlay, Lucy Durán, Rainer Polak: &amp;#039;&amp;#039;Bala (i).&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 180f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Gert Kilian: [http://www.gert-kilian.com/de/balafonde.htm &amp;#039;&amp;#039;Das Balafon&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.virtualmuseum.ca/edu/ViewLoitLo.do?method=preview&amp;amp;id=8883&amp;amp;lang=EN &amp;#039;&amp;#039;The Balafon.&amp;#039;&amp;#039;] virtualmuseum.ca&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7542418-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stabspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Burkina Faso)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Elfenbeinküste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Guinea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Mali)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multinationales immaterielles Kulturerbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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