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	<title>Bahnhof Thun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: +Kategorie:Erbaut 1923; ±Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren→Kategorie:Erbaut 1859</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: +&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Erbaut_1923&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Erbaut 1923 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Erbaut 1923&lt;/a&gt;; ±&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Erbaut_in_den_1850er_Jahren&quot; title=&quot;Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren&quot;&gt;Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Erbaut_1859&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Erbaut 1859 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Erbaut 1859&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Bahnhof&lt;br /&gt;
| Name = Thun&lt;br /&gt;
| Bild = Bahnhof Thun2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext = Das Empfangsgebäude des Bahnhofs&lt;br /&gt;
| Bildbreite = 300px&lt;br /&gt;
| Lage = Trennungsbahnhof&lt;br /&gt;
| Bahnsteiggleise = 7&lt;br /&gt;
| Abkürzung = TH&lt;br /&gt;
| Eröffnung = 1859 &amp;lt;small&amp;gt;(alter Bahnhof)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;1923 &amp;lt;small&amp;gt;(neuer Bahnhof)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Stilllegung = 1923 &amp;lt;small&amp;gt;(alter Bahnhof)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Baustil = &lt;br /&gt;
| Architekt = Ludwig Rudolf Maring &amp;lt;small&amp;gt;(alter Bahnhof)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hans Wilhelm Auer]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Grundlage zweiter Bahnhof)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Gemeinde = Thun&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 46.7549&lt;br /&gt;
| Längengrad = 7.6297&lt;br /&gt;
| Region-ISO = CH-BE&lt;br /&gt;
| Höhe = 560&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = CH&lt;br /&gt;
| Poskarte = Schweiz Stadt Thun&lt;br /&gt;
| Strecken = &lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Bern–Thun|Bern–Münsingen–Thun]]&lt;br /&gt;
* [[Thunerseebahn]]&lt;br /&gt;
* [[Gürbetalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Burgdorf-Thun-Bahn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Thun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Bahnhof]] der [[schweiz]]erischen Stadt [[Thun]] im [[Kanton Bern]]. Der Bahnhof befindet sich in Besitz der [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] und wird von deren Zügen sowie von solchen der [[BLS AG|BLS]] bedient. Per 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2025 wurde der technische Betrieb von der [[BLS Netz AG]] übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.radiobeo.ch/bls-uebernimmt-lead-thuner-bahnhof-bald-gruen-statt-rot-2/ |titel=BLS übernimmt Lead – Thuner Bahnhof bald grün statt rot? |werk=radiobeo.ch |datum=2024-12-26 |abruf=2025-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89369 |titel=Bereinigung der Zuständigkeiten bei Bahn-Infrastruktur schreitet voran |werk=admin.ch |hrsg=Der Bundesrat, Generalsekretariat UVEK, Bundesamt für Verkehr |datum=2022-06-22 |abruf=2022-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor dem Bau ===&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Schweizerische Centralbahn]] (SCB) bereits 1852 vom Berner [[Regierungsrat (Bern)|Regierungsrat]] die Konzession für den Bau einer Verbindung zwischen Bern und Thun erhalten hatte, entwickelten sich Meinungsverschiedenheiten zwischen der SCB und der Stadt Thun über den Bahnhofsstandort.&amp;lt;ref group=&amp;quot;i&amp;quot;&amp;gt;{{InvSchweizArch|Stadt=Thun|Seite=323|Kurz=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;INSA 324&amp;quot; group=&amp;quot;i&amp;quot;&amp;gt;{{InvSchweizArch|Stadt=Thun|Seite=324|Kurz=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die SCB wollte, um den Bau und die Kosten einer [[Aare]]brücke zu sparen, den Bahnhof im Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Bleichematte&amp;#039;&amp;#039; auf dem linken Aareufer erstellen, um eine spätere Verlängerung zum Seeufer problemlos bauen zu können. Die Stadt Thun jedoch favorisierte den Standort beim Berntor am rechten Aareufer, um danach die Schiffsreisenden Richtung [[Interlaken]] durch die Strassen zur Schifflände Thun-Hofstetten zu leiten. Für die Stadt kam eine allfällige Streckenverlängerung ins [[Berner Oberland]] nicht in Frage. 1857 nahm die Stadt von den Plänen eines Bahnhofs beim Berntor Abstand und schlug einen Kompromiss vor. Sie zeigte sich einverstanden, den Bahnhof auf der linken Seite der Aare zu bauen, jedoch sollte er möglichst nahe an der Allmendbrücke zu stehen kommen. 1858 bewilligte der Regierungsrat das Gesuch einer Streckenverlängerung zum Seeufer in [[Scherzligen]] und befürwortete den von der SCB vorgeschlagene Bahnhofsstandort Bleichmatte. Die Thuner Einwohnergemeinde wiederum reichte gegen diesen Entscheid beim [[Grosser Rat (Bern)|Grossen Rat]] Rekurs ein, mit der Begründung, dass die gesamte Verkehrsverbindung zwischen dem Bahnhof und den Hotels sowie den Schiffstationen Thun-Freienhof und Thun-Hofstetten über die enge Scherzliger Brücke hätte geführt werden müssen. Auch befürchtete sie die Verhinderung von Quartiersentwicklungen, welche bei einem Bahnhof an der Allmendbrücke möglich gewesen wäre. Des Weiteren wäre bei einem Bahnhof Bleichenmatte der Bau einer geplanten Kaserne der [[Schweizer Armee]] in Gefahr gewesen, da diese wiederum die Bleichenmatte als Standort für die Kasernenhöfe, Stallungen und Waffenarsenale vorgesehen hatte. Am 19. November 1858 gab der Grosse Rat der Beschwerde Recht und entschied sich für den Standort an der Allmendbrücke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;INSA 324&amp;quot; group=&amp;quot;i&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweizerische Centralbahn ===&lt;br /&gt;
Die SCB eröffnete am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1859 die Bahnstrecke von [[Bern]]-[[Wylerfeld]] nach Thun.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schienenverkehr-schweiz.ch/Bahnstrecken/Bahnstrecke_Bern_-_Brig.BaB |titel=Lötschberglinie Bern – Brig |werk=schienenverkehr-schweiz.ch |abruf=2011-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1861 folgte die 1,34 Kilometer lange Fortsetzung ab dem Bahnhof Thun zum Seeufer in [[Strättligen|Scherzligen]], einer damals noch eigenständigen Nachbargemeinde Thuns.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://thunensis.braindesign.ch/index.php?option=com_ponygallery&amp;amp;Itemid=26&amp;amp;func=detail&amp;amp;id=315}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Scherzligen mussten die Reisenden zur Fortsetzung ihrer Reise auf die Dampfschiffe des [[Thunersee]]s umsteigen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.loetschberger.ch/zug---strecke/geschichte/bern-thun-spiez&amp;lt;/ref&amp;gt; Scherzligen war anfangs nur als Kiesverladestelle gebaut worden, die Reisenden mussten vom Bahnhof Thun aus durch die Stadt gehen, um zu den Schiffstationen zu gelangen. Gegen den Widerstand der Stadt Thun, die vehement für den Tourismus kämpfte, bauten die SCB und die Dampfschifffahrtsgesellschaft den Verladebahnhof zu einem Kopfbahnhof mit Personenverkehr um, um einen direkten Umsteigepunkt zwischen Bahn und Schiff zu erhalten.&amp;lt;ref group=&amp;quot;i&amp;quot;&amp;gt;{{InvSchweizArch|Stadt=Thun|Seite=325|Kurz=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thunerseebahn und Burgdorf–Thun-Bahn ===&lt;br /&gt;
1890 erhielt die [[Thunerseebahn]]-Gesellschaft die Konzession für eine linksufrige Verbindungsstrecke zwischen Thun und der [[Bödelibahn]] in Interlaken, geführt über [[Spiez]] und [[Faulensee]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte BLS&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|text=Chronik |url=http://www.regionalverkehr.ch/d/unternehmen/blsag-geschichte.php |wayback=20100527073517}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ging 1893 in Betrieb und war gemeinsam mit der 1901 folgenden [[Spiez-Frutigen-Bahn]] die Vorläuferin der 1913 gegründeten [[Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn]] (BLS). Im selben Jahr erhielt die [[Burgdorf-Thun-Bahn]] die Konzession für eine Bahnstrecke von [[Konolfingen]] nach Thun, um den Weg zwischen Thun und [[Burgdorf BE|Burgdorf]] mit einer direkten Linie von 53 Kilometern (via Bern) auf 40 zu reduzieren. Sie ging am 21.&amp;amp;nbsp;Juli 1899 als erste elektrische Vollbahn Europas in Betrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte BLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gürbetalbahn und die SBB ===&lt;br /&gt;
Drei Jahre später, 1902 ging mit der [[Gürbetalbahn]] die zweite Verbindung zwischen Thun und Bern in Betrieb, im Gegensatz zur Centralbahnstrecke, die via [[Münsingen BE|Münsingen]] führt, verläuft die Gürbetalbahn über [[Belp]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schienenverkehr-schweiz.ch/Bahnstrecken/Bahnstrecke_Bern_-_Thun.BaB |titel=Bahnstrecke Bern – Belp – Thun |werk=schienenverkehr-schweiz.ch |abruf=2011-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr ging der Bahnhof Thun in Besitz der neugegründeten SBB über, als die Centralbahn mit der [[Schweizerische Nordostbahn|Nordostbahn]] und der [[Vereinigte Schweizerbahnen]] zur neuen Schweizer Staatsbahn zusammengeschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geplante Bahnhofsverlegungen um die Jahrhundertwende ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Thun 1905 01.jpg|mini|Empfangsgebäude des alten Bahnhofs, um 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbüro Lindtner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die am Bahnhof Thun nächstgelegene Schiffstation Freienhof wegen der Grösse der neuen Dampfer nicht mehr bedient werden konnte und dem befürchteten Ausbau des Bahnhofs Scherzligen zuungunsten des Thuner Bahnhofs wegen erstellte das Münchner Ingenieurbüro Lindtner ein Gutachten, in dem es festhielt, dass ein neuer Umsteigeknoten Bahn/Schiff wegen der starken Aareströmung nur im geschützten Weidenau-Gebiet erstellt werden könnte. Die Verbindung zu den Hotels in Hofstetten sollte per Brücke gewährleistet werden. Die SCB stellte sich jedoch gegen das Vorhaben, da sie bereits 1898 im Zuge der Gürbetalbahn und der Burgdorf–Thun-Bahn Vorbereitungen für die Erweiterung des Thuner Bahnhofsareals getroffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Sommer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der St. Galler Hermann Sommer, seines Zeichens Ingenieur, publizierte im März 1903 eine neue Variante zur Konzentration von Bahn und Schiff. Er schlug vor, an etwa dem von der SCB 1852 vorgesehenen Bahnhofsstandort in der Bleichmatte einen Verkehrs- und Dienstleistungsknoten zu erstellen, der nebst Bahnhof und Schiffstation auch noch Filialen der Post und der [[Berner Kantonalbank]] beherbergen sollte. Um die Schifffahrt die Aare hinauf bis zur Bleichmatte zu ermöglichen, schlug Sommer vor, die Oberen Schleusen abzubrechen und durch eine Wehranlage samt Flussübergang bei der Scherzliger Brücke zu bauen, wo gleichzeitig ein Teil des Flusses in ein städtisches Kraftwerk geleitet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Auer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor der Thunerseebahn, Emil Auer, veröffentlichte im Herbst desselben Jahres einen Gegenvorschlag, der ebenfalls den Bahnhof in der Bleichmatte vorsah, die Schiffsanbindung jedoch in Form eines Kanals von Scherzligen her plante. Diese Idee wurde von zahlreichen Thunerinnen und Thuner favorisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Integrierung der SCB in die SBB 1902 wurden diese vom [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] mit der Planung eines eigenen Projekts zur Lage des künftigen Thuner Zentralbahnhofs beauftragt, obwohl die Lage nach der künftigen Nord-Süd-Verbindung durch die [[Berner Alpen]] noch nicht geklärt war. Da die Dampfschifffahrtsgesellschaft nicht über genügende finanzielle Mittel für den Bau eines Kanals in die Bleichmatte verfügte, wurde für die SBB klar, dass nur der Bahnhof Scherzligen als neuer Umsteigepunkt in Frage käme. Die Stadt Thun war über diesen Entschluss entsetzt, da sie die Herabstufung des Bahnhofs Thun zu einem normalen Durchgangsbahnhof befürchtete.&lt;br /&gt;
1906 einigten sich die SBB, die GTB, die Thunerseebahn, die BTB und die Dampfschifffahrtsgesellschaft gemeinsam mit Bund, Kanton und der Stadt auf ein Bahnhofsprojekt in der Bleichmatte mit Anbindung der Schiffe über einen Kanal. Abermals lag der [[Bahnhof Luzern]] dem Projekt zugrunde, diesmal das vom Bundeshausarchitekten [[Hans Wilhelm Auer]] geplante und 1896 vollendete zweite Empfangsgebäude mit der markanten Kuppel, das 1971 einem Grossbrand zum Opfer fiel. Nachdem die Stadt Thun Widerstand erhob, wechselten sich diverse mehr oder weniger ernst gemeinte Projekte ab, welche teilweise gravierende Einschnitte in die Natur vorgesehen hatten. 1911 beschlossen die SBB das Projekt eines Zentralbahnhofs zwischen Seefeld- und Frutigerstrasse mit einem Kanal nach Scherzligen. Die Thuner Gemeindeversammlung lehnte dieses Projekt 1912 und 1913 ab, stimmte aber einer Zufahrt von der Weidenau her zu. Obwohl nach der Eröffnung des [[Lötschbergtunnel]]s 1913 die Bedeutung des Bahnhofs Thun abermals zunahm, liessen die SBB das Projekt auf Eis legen, bis die Schiffszufahrt geregelt war. 1914 erklärte sich die BLS bereit, das Zufahrtsprojekt zu übernehmen und schlug mangels finanzieller Mittel ein Provisorium einer Schiffsanlegestelle am Unteren Inseli vor, dem 1916 zugestimmt wurde. Sogleich gaben auch die SBB das Projekt des Zentralbahnhofs neu ein, was bewilligt wurde, so dass 1920 die Arbeiten beginnen konnten. 1922 gab die BLS überraschend eine neue Projektidee für den Kanal nach Scherzligen ein. Nachdem die Stadt Thun das Projekt wegen Sicherheitsmängel sistieren liess und weiter am Inseli-Projekt festhielt, entgegnete die BLS per Brief, dass sie, falls der Kanal nach Scherzligen nicht gebaut werden könne, sich nicht mehr in der Lage befinden würde, den defizitären Schifffahrtbetrieb auf dem Thunersee ausführen zu können. Das BLS-Projekt wurde 1924 vom Thuner Stimmvolk abgesegnet und mit dem Bau des Kanals wurde sofort begonnen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;i&amp;quot;&amp;gt;{{InvSchweizArch|Stadt=Thun|Seite=328|Kurz=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenlegung der beiden Thuner Bahnhöfe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Thun landing stage 2014-09-12 18.11.17.jpg|mini|Schiffstation beim Bahnhof mit &amp;#039;&amp;#039;[[Blümlisalp (Schiff)|Blümlisalp]]&amp;#039;&amp;#039; (2014)]]&lt;br /&gt;
Nach der Eingemeindung Scherzligens in die Stadt Thun 1920 wurden die beiden Bahnhöfe 1923 an der Stelle des alten Thuner Bahnhofs konzentriert und der neue Zentralbahnhof am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1923 dem Verkehr übergeben. Der Bahnhof Scherzligen wurde stillgelegt. Nachdem dadurch der Umsteigepunkt zwischen der Eisenbahn und den Thunersee-Schiffen in Scherzligen wegfiel, erstellte die BLS, welche die Schifffahrten auf Thuner- und [[Brienzersee]] betreiben, 1925 den &amp;#039;&amp;#039;Thuner Schifffahrtskanal&amp;#039;&amp;#039;, welcher die Anbindung des Schiffsverkehrs an den Bahnhof erlaubte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bls.ch/d/schifffahrt/wissen-geschichte.php |wayback=20110610221051 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-03-14 07:20:36 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1930 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SBB Historic - F 116 00001 497 - Thun.tif|mini|Bahnhofsgebäude (1958)]]&lt;br /&gt;
1943 ging die [[Gürbetalbahn]] in der [[Gürbetal-Bern-Schwarzenburg-Bahn]] (GBS) auf, diese wiederum fusionierte 1996 mit der BLS, der [[Bern-Neuenburg-Bahn]] und der [[Spiez-Erlenbach-Zweisimmen-Bahn]] zur [[BLS Lötschbergbahn]]. Die BTB war ein Jahr zuvor, 1942, mit der [[Emmentalbahn]] zur [[Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn]] fusioniert, welche sich 1997 mit der [[Vereinigte Huttwil-Bahnen|Vereinigten Huttwil-Bahnen]] und der [[Solothurn-Münster-Bahn]] zur [[Regionalverkehr Mittelland]] zusammen, so dass nun drei Bahngesellschaften den Bahnhof Thun bedienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== S-Bahn Bern ===&lt;br /&gt;
1987 wurde der Bahnhof an das neu geschaffene System der [[S-Bahn Bern]] angeschlossen, als die Durchmesserlinie S1 von Thun über den [[Bahnhof Bern]] nach [[Laupen]] beziehungsweise [[Freiburg im Üechtland|Fribourg]] in Betrieb genommen wurde. 2004 übernahm die BLS von den SBB deren Linien der S-Bahn Bern, die damit ihre Stellung am Bahnhof ausbaute, welche abermals grösser wurde, als die BLS 2006 die Regionalverkehr Mittelland akquirierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:9 Thun 120818.jpg|mini|Perron mit Gleisen 4 und 5 (2018)]]&lt;br /&gt;
Der Bahnhof umfasst sieben Gleise, zwei Kopf- und fünf Durchfahrtsgleise. Die Kopfgleise enden aus nordwestlicher Richtung beim Empfangsgebäude. Meistens wird der Verkehr nach folgendem Schema abgewickelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gleis 1: Fernverkehrszüge nach Interlaken und RegioExpress-Züge nach [[Zweisimmen]] und über die [[Lötschberg-Bergstrecke]]&lt;br /&gt;
* Gleis 2: Züge von/nach [[Brig-Glis|Brig]] nach [[Basel SBB]], [[Zürich HB]]&lt;br /&gt;
* Gleis 3: Züge von Interlaken nach [[Basel]] und [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* Gleis 4: S-Bahn-Züge über Münsingen nach Bern und weiter nach Laupen und Fribourg&lt;br /&gt;
* Gleis 5: S-Bahn-Züge durch das Gürbetal nach Bern&lt;br /&gt;
* Gleis 16 (Kopfgleis): Züge über die BTB-Strecke nach [[Konolfingen]], Burgdorf und [[Solothurn]]&lt;br /&gt;
* Gleis 18 (Kopfgleis): Züge über die BTB-Strecke nach Konolfingen, Burgdorf und Solothurn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:STI-Busse117 113 99 Thun Maerz2013.jpg|mini|Postautos, Bahnhofplatz (2013)]]&lt;br /&gt;
Die örtlichen [[STI Bus]] betreiben insgesamt zwölf [[Bussteig]]e in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofs. Die meisten sind gegenüber dem Empfangsgebäude platziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stibus.ch/download/pdf/uebersichtsplanbhf.pdf | wayback=20100911040834 | text=Übersichtsplan}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bahnhof Thun ist Hauptknoten der STI, welche den Bahnhof mit insgesamt 20&amp;amp;nbsp;Linien bedient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Linienplan |url=http://www.stibus.ch/fahrplan/2011/Linienplan_Gesamt.pdf |wayback=20110812190316}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1913 bis 1958 hielt die [[Strassenbahn Steffisburg–Thun–Interlaken]] am Bahnhof Thun, die von 1952 bis 1982 teilweise durch [[Trolleybus Thun–Beatenbucht]] ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
Die [[Thunersee #Schiffländten|Schiffländte]] &amp;#039;&amp;#039;Thun&amp;amp;nbsp;(See)&amp;#039;&amp;#039; befindet sich östlich des Bahnhofs, am Aarekanal. Sie wird von der [[BLS Schifffahrt]] bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfangsgebäude ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erstes Empfangsgebäude von 1861&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Streit um die Lage des Bahnhofs entschieden sich das Berner Kantonsparlament und die Stadt Thun für den Standort an der Allmendbrücke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;INSA 324&amp;quot; group=&amp;quot;i&amp;quot; /&amp;gt; Das vom SCB-Hausarchitekten [[Ludwig Maring|Rudolf Ludwig Maring]] entworfene Projekt des Empfangsgebäudes ist eine Übernahme desjenigen des [[Bahnhof Luzern|alten Luzerner Bahnhofs]], welches 1864 auch noch für das erste Empfangsgebäude des [[Bahnhof Biel/Bienne|Bieler Bahnhofs]] verwendet wurde. Es sah ein langgezogener Fachwerkbau mit [[Satteldach]] vor. Das Eingangsportal bestand aus einem rechtwinkligen Seitenschiff, ebenfalls mit Satteldach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweites Empfangsgebäude von 1923&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Thun 20140501.jpg|mini|Bahnhof Thun von 1923 (2014)]]&lt;br /&gt;
Der aus Mauerwerk bestehende zweite Bahnhof besteht aus insgesamt vier Teilen. Das auf Auers Luzerner Bahnhof berufende Eingangsportal mit hohen Fenstern und die drei Seitenflügel mit [[Walmdach|Walmdächern]] und Mansarden. Insgesamt (inklusive Parterre und Mansarden) zählt der Bahnhof drei Stockwerke. Im äussersten Flügel war bis Ende 2013 das Bahnhofbuffet untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.thunertagblatt.ch/alte-geschaefte-an-neuem-ort-782367305583|autor=Manuel Berger|titel=Alte Geschäfte an neuem Ort|werk=thunertagblatt.ch|datum=2016-01-28|sprache=de-CH|abruf=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstleistungen ==&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Thun ist einer der 23&amp;amp;nbsp;Bahnhöfe, welche von den SBB unter dem Slogan &amp;#039;&amp;#039;Mehr Bahnhof&amp;#039;&amp;#039; vermarktet werden und Dienstleistungseinrichtungen beherbergen. In Thun befinden sich nebst einer Filiale der Schweizer Apothekenkette [[Amavita]] auch eine Filiale der Handelskette [[Coop (Schweiz)|Coop]], ein Blumengeschäft sowie ein &amp;#039;&amp;#039;Welcome Center&amp;#039;&amp;#039; des örtlichen Tourismusvereins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/bahnhoefe/bahnhof-finden/bahnhof-thun/geschaefte.html |titel=Bahnhof Thun: Geschäfte |werk=sbb.ch |abruf=2025-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von der SBB betriebene Reisezentrum wird ab 2028 von der BLS übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bernerzeitung.ch/thun-bls-uebernimmt-reisezentrum-436490896172 |titel=Thun: BLS übernimmt Reisezentrum |werk=bernerzeitung.ch |datum=2025-04-10 |abruf=2025-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb ==&lt;br /&gt;
Am Bahnhof halten nebst Fernverkehrszügen der SBB auch Regionalzüge der von der BLS betriebenen Bahnstrecke nach Burgdorf, der Lötschberg-Bergstrecke und der S-Bahn Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fernverkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3 Thun tabellone EC52 070118.jpg|mini|Gleis 3 EC nach Frankfurt, Bahnhofsgebäude (2018)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Thun, Hauptgebäude.jpg|mini|Bahnhofsgebäude Haupteingang (2014)]]&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|6|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|8|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|61|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|81|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|EC_Basel_Bern_Milano|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|DB_D12|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|DB_D43|x|x|x}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalverkehr ===&lt;br /&gt;
; S-Bahn Bern&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|1|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|4|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|21|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|41|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|43|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{S-Bahn Bern|44|x|x}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Übriger Regionalverkehr&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|RE1|x|x|x}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unfälle ==&lt;br /&gt;
* Am 28. April 2006 kollidierte in der Nähe des Bahnhofs Thun ein [[ICE 1]] der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] auf dem Weg von [[Interlaken]] nach [[Berlin]] mit zwei [[BLS Re 465]]. Der Triebkopf des ICE wurde schwer beschädigt, der Lokomotivführer des ICE und sieben Reisende erlitten leichte Verletzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/reisen/diverses/ice-unfall-in-thun_aid_108280.html |titel=ICE-Unfall in Thun. Schutzengel an Bord |werk=focus.de |datum=2006-04-28 |abruf=2011-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Thun (West)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{InvSchweizArch|Stadt=Thun|Seite=324|SeiteEnde=329|Kapitel=2.3 Bauen für den Verkehr - der Kampf um den Standort des Bahnhofs}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive group=&amp;quot;i&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thun railway station|Bahnhof Thun|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://plans.trafimage.ch/thun#?lang=de Interaktiver Bahnhofplan (Thun)]&lt;br /&gt;
* [https://www.sbb.ch/content/dam/infrastruktur/trafimage/bahnhofplaene/plan-thun-a4.pdf SBB Bahnhofplan (Thun)] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://thunensis.com/galerien/kategorie/bahnhof/ Diverse historische Bilder zum alten und neuen Bahnhof Thun sowie vom Bahnhof Scherzligen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnhof im Kanton Bern|Thun]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Thun]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnhof in Europa|Thun]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Thun)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1859]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1923]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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