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	<title>Bahnhof Geltendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bahnhof_Geltendorf&amp;diff=2453977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomaserl: /* Personenverkehr */</title>
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		<updated>2025-04-29T11:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Personenverkehr&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bahnhof&lt;br /&gt;
| Breite= &lt;br /&gt;
| Name= Geltendorf&lt;br /&gt;
| Bild= Bahnhof Geltendorf2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext= Straßenseite des Bahnhofsgebäudes&lt;br /&gt;
| Typ= Bahnhof&lt;br /&gt;
| Lage= Kreuzungsbahnhof&lt;br /&gt;
| Bauform= &lt;br /&gt;
| Bahnsteiggleise= 5&lt;br /&gt;
| Abkürzung= MGE&lt;br /&gt;
| IBNR = 8000119&lt;br /&gt;
| Kategorie= 3&lt;br /&gt;
| Homepage= [http://www.stationsdatenbank.bayern-takt.de/StationsdatenbankBEG/Steckbrief.html?lang=de&amp;amp;efz=8000119 Stationsdatenbank der BEG]&lt;br /&gt;
| Bahnhof.de ID = Geltendorf-1031212&lt;br /&gt;
| Eröffnung= 30. Juni 1898&lt;br /&gt;
| Stilllegung= &lt;br /&gt;
| Architekt= &lt;br /&gt;
| Architekt_Bezeichnung= &lt;br /&gt;
| Baustil= &lt;br /&gt;
| Gemeinde= Geltendorf&lt;br /&gt;
| Breitengrad= 48.106208&lt;br /&gt;
| Längengrad= 11.038096&lt;br /&gt;
| Region-ISO= DE-BY&lt;br /&gt;
| Höhe= 596.9&lt;br /&gt;
| Höhe-Art= &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug= DE-NHN&lt;br /&gt;
| Strecken=&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke München–Buchloe|München–Buchloe]] (km 42,106)&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Mering–Weilheim|Mering–Weilheim]] (km 21,284)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kreuzungsbahnhof]] der Bahnstrecken [[Bahnstrecke München–Buchloe|München–Buchloe]] und [[Bahnstrecke Mering–Weilheim|Mering–Weilheim]] in der Gemeinde [[Geltendorf]] in [[Oberbayern]]. Der Bahnhof ist eine [[S-Bahnhof|Station]] der [[S-Bahn München]] und befindet sich im Gebiet des [[Münchner Verkehrs- und Tarifverbund]]es (MVV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Geltendorf wurde am 30. Juni 1898 zusammen mit der Lokalbahn Mering–Weilheim in Betrieb genommen. Für den 1972 aufgenommenen S-Bahn-Betrieb wurde der Bahnhof von 1968 bis 1970 grundlegend umgebaut und die anschließenden Strecken teilweise [[Elektrifizierung|elektrifiziert]]. Neben dem Bahnhof Geltendorf gibt es in der Gemeinde Geltendorf den Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Walleshausen|Walleshausen]]&amp;#039;&amp;#039;, den stillgelegten Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Kaltenberg|Kaltenberg]]&amp;#039;&amp;#039;, sowie den ebenfalls stillgelegten [[Haltepunkt]] &amp;#039;&amp;#039;[[Haltepunkt Wabern (Paar)|Wabern (Paar)]]&amp;#039;&amp;#039;, die alle an der Ammerseebahn liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Geltendorf liegt südlich der Ortsmitte von Geltendorf im Süden des Ortsteils Geltendorf Bahnhof. Die Bahnstrecke stellt die Grenze zwischen den Gemeinden Geltendorf und [[Eresing]] dar. Das [[Empfangsgebäude|Bahnhofsgebäude]] befindet sich nördlich der Gleisanlagen und besitzt die Adresse Am Bahnhof 6. Die Bahnhofstraße verbindet den Bahnhof mit der etwa zwei Kilometer entfernten Ortsmitte von Geltendorf. Ungefähr 1,5&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich des Bahnhofs befindet sich das zu Eresing gehörende [[Erzabtei Sankt Ottilien|Kloster Sankt Ottilien]]. Bis zu seiner Trockenlegung 1916 befand sich direkt südlich der Gleisanlagen der &amp;#039;&amp;#039;Emminger Weiher&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geltendorf ist Kreuzungsbahnhof zweier Bahnstrecken. Die auch als &amp;#039;&amp;#039;Allgäubahn&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete [[Bahnstrecke München–Buchloe|Strecke von München nach Buchloe]] ([[Streckennummer#VzG-Streckennummer|VzG]] 5520) ist eine zweigleisige, elektrifizierte [[Hauptbahn]]. Neben dem [[Schienenpersonennahverkehr|Regionalverkehr]] verkehren auf ihr einige internationale [[Schienenpersonenfernverkehr|Fernverkehrszüge]] sowie [[Schienengüterverkehr|Güterzüge]]. Die [[Ammerseebahn]] von Mering bei [[Augsburg]] über Geltendorf und [[Bahnhof Dießen|Dießen]] nach Weilheim (VzG 5370) ist eine eingleisige Hauptbahn, die nur im Regionalverkehr bedient wird. Sie ist zwischen Mering und Geltendorf elektrifiziert. Der Bahnhof Geltendorf ist der betriebliche Mittelpunkt der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bau und Betrieb bis 1968 ===&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1873 wurde das letzte Teilstück der [[Bahnstrecke München–Buchloe|Hauptbahn München–Buchloe]] von [[München]] nach [[Kaufering]] eröffnet, die durch das Gemeindegebiet von Geltendorf führte. In Geltendorf wurde jedoch kein Bahnhof errichtet, da der Ort zwei Kilometer nördlich der Strecke lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Geltendorf mit Emminger Weiher 1902.jpg|mini|300px|Bahnhof mit Emminger Weiher 1902]]&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits Anfang der 1870er-Jahre Planungen für eine Bahnstrecke von [[Augsburg]] an den [[Ammersee]] und weiter in Richtung [[Alpen]] gab, genehmigte der bayerische Staat 1886 die Projektierung der [[Ammerseebahn]] von [[Mering]] bei Augsburg über [[Dießen am Ammersee]] nach Weilheim. Im Herbst 1886 wurde mit dem Bau der [[Lokalbahn]] begonnen. Ursprünglich war die Kreuzung mit der Strecke München–Buchloe in [[Türkenfeld]] geplant. Das [[Erzabtei Sankt Ottilien|Kloster Sankt Ottilien]] bewog die Augsburger [[Eisenbahndirektion]] jedoch zur Führung der Strecke über Geltendorf und Sankt Ottilien, da es einen Eisenbahnanschluss zur Anfahrt von Baumaterial benötigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Janikowski | Titel=Die Ammerseebahn | Jahr=1996 | Seiten=13–14 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Kreuzung der beiden Strecken plante die Eisenbahndirektion den Kreuzungsbahnhof Geltendorf. Ursprünglich war als Name &amp;#039;&amp;#039;Eresing&amp;#039;&amp;#039; vorgesehen, da der Bahnhof näher an Eresing als an Geltendorf lag, schließlich wurde er doch &amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039; genannt. Ab September 1897 diente der Bahnhof als Entladestation des Baumaterials für die Klosterkirche Sankt Ottilien. Am 30. Juni 1898 nahmen die [[Königlich Bayerische Staatseisenbahnen|Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen]] den Personenverkehr am Bahnhof Geltendorf auf, zeitgleich mit der Eröffnung der Ammerseebahn von Mering nach [[Bahnhof Schondorf (Bay)|Schondorf]]. Am 23. Dezember 1898 wurde die Verlängerung von Schondorf nach [[Weilheim in Oberbayern|Weilheim]] in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Stoklossa: {{Webarchiv|url=http://ahnen.stoklossa.de/ahnorte/frame-geltendorf.htm |wayback=20160112170212 |text=Ortsportrait Geltendorf (Bayern) }} auf ahnen.stoklossa.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Geltendorf Wasserhaus 1900.jpg|mini|Wasserhaus am Emminger Weiher 1900]]&lt;br /&gt;
Nördlich der Gleise entstanden in Geltendorf ein eingeschossiges hölzernes Empfangsgebäude und eine Güterhalle. Im West- und im Ostteil des Bahnhofs wurde je ein Weichenturm errichtet. Im Süden lag ein zweigeschossiges Wasserhaus, das im Obergeschoss zwei Wassertanks und im Untergeschoss Diensträume für die Angestellten der Bahnmeisterei enthielt. Im Osten und Westen des Bahnhofs wurden für die neugebauten Straßen nach Eresing und Türkenfeld beschrankte Bahnübergänge eingerichtet. Um 1900 entstand östlich des Empfangsgebäudes ein dreigeschossiges Wohnhaus für Bahnbedienstete. 1905 und 1906 bauten die Bayerischen Staatsbahnen die Bahnstrecke München–Buchloe aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens zweigleisig aus. Dabei wurde der Bahnhof Geltendorf auf fünf Gleise erweitert und erhielt eine [[Personentunnel|Bahnsteigunterführung]]. Die wegen der hohen Zugdichte nicht mehr zweckmäßigen Bahnübergänge wurden durch Unterführungen ersetzt. 1907 errichteten die Bayerischen Staatsbahnen im Westen des Bahnhofs eine [[Höhenfreiheit|höhenfreie Kreuzung]] zwischen den beiden Bahnstrecken, bei der die von Norden kommende Ammerseebahn die Strecke München–Buchloe unterquert und dann auf deren Südseite in den Geltendorfer Bahnhof einläuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Janikowski | Titel=Die Ammerseebahn | Jahr=1996 | Seiten=44–50 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alte Trasse, die im Westen des Bahnhofs direkt nach Norden abzweigt, blieb jedoch erhalten. 1912 wurde ein zweites dreigeschossiges Eisenbahnerwohnhaus östlich des bestehenden Wohnhauses errichtet. 1913 wurde die Ammerseebahn von der Lokalbahn zur Hauptbahn erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Janikowski | Titel=Die Ammerseebahn | Jahr=1996 | Seiten=73 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] existierte von 1915 bis 1921 ein Außenlager des [[Puchheim#Kriegsgefangenenlager (1914–1920)|Kriegsgefangenenlagers Puchheim]] östlich des Bahnhofs, dessen Gefangene auch an den Bahnanlagen arbeiten mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot;&amp;gt;Alwin Reiter: [http://ammerseebahn.de/Bahnhofe/Geltendorf/geltendorf.html Bahnhof Geltendorf] auf ammerseebahn.de, abgerufen am 12. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1916 ersetzten die Bayerischen Staatsbahnen das Wasserhaus im Süden des Bahnhofs, das nach Trockenlegung des Emminger Weihers nicht mehr verwendet werden konnte, durch eine neue Wasserreserve nördlich der Bahnanlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach | Jahr=2011 | Seiten=59–61 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnmeisterei Geltendorf.jpg|miniatur|Bahnmeisterei II]]&lt;br /&gt;
In den 1930er-Jahren gestaltete die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] die Bahnhofsanlagen um. Das hölzerne Empfangsgebäude wurde 1930 abgebrochen und durch einen eingeschossigen gemauerten Neubau ersetzt. Zudem entstanden ein neuer Güterschuppen und weitere Bahnwohnhäuser. Die Reichsbahn erweiterte die Gleisanlagen, wobei das seit 1916 nicht mehr benutzte Wasserhaus abgetragen wurde. Zwischen den Gleisen 4 und 5 stellte die Deutsche Reichsbahn einen [[Wasserkran (Eisenbahn)|Wasserkran]] für die [[Dampflokomotive]]n auf. Zwischen 1937 und 1938 entstanden die [[Bahnmeisterei]] II im Ostteil des Bahnhofs und weitere Nebengebäude im westlichen Teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach | Jahr=2011 | Seiten=61–62 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden am Bahnhof Bunker für die Bahnangestellten errichtet. Allerdings zerstörten die [[Alliierte]]n den Bahnhof wegen seiner geringen strategischen Bedeutung nicht. Zwischen dem 18. Juni 1944 und dem 27. April 1945 wurden KZ-Häftlinge auf beiden Bahnstrecken durch den Bahnhof Geltendorf transportiert. Als Versteck für Munitionstransporte reaktivierte die Deutsche Reichsbahn die alte Trasse der Ammerseebahn im Streichenlaich, auf der das Gleis noch lag. Nach dem Ende des Krieges baute die Reichsbahn 1947 das Gleis auf der alten Trasse ab. Von 1951 bis 1952 erweiterte die [[Deutsche Bundesbahn]] die Bahnmeisterei II durch ein zweites Gebäude.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Bahnhof Geltendorf Gleisplan 1966.png|900|Gleisplan des Bahnhofs Geltendorf 1966}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbau für den S-Bahn-Betrieb ===&lt;br /&gt;
Ab 1968 baute die Deutsche Bundesbahn den Bahnhof für den geplanten S-Bahn-Betrieb grundlegend um. Die Bahnsteige wurden modernisiert, verlängert und auf 76&amp;amp;nbsp;cm erhöht. Dabei wurden die Dienstbauten auf den Mittelbahnsteigen abgerissen und die Holzdächer durch neue Überdachungen ersetzt. Die bis dahin existierenden [[Bahnsteigsperre]]n wurden aufgehoben und Anfang der 1970er Jahre abgebaut, die Fahrgäste konnten nun das gesamte Bahnhofsgelände ohne Kontrolle betreten. Am 30. Juli 1968 stellte die Deutsche Bundesbahn den Betrieb von den bisherigen [[Mechanisches Stellwerk|mechanischen Stellwerken]] auf ein [[Spurplandrucktastenstellwerk]] um und ersetzte die noch aus der Länderbahnzeit stammenden bayerischen [[Formsignal]]e durch [[Eisenbahnsignal|Lichtsignale]]. Die alten Weichentürme wurden 1970 abgebrochen. Zum 29. September 1968 nahm die Deutsche Bundesbahn zwischen München und Geltendorf den elektrischen Betrieb auf. Durch diese Maßnahme sank die Fahrzeit zwischen München und Geltendorf von 78 auf 40&amp;amp;nbsp;Minuten. Bis zum 7. September 1970 elektrifizierte sie auch die Ammerseebahn zwischen Augsburg und Geltendorf, um eine Umleitungsstrecke für die dicht befahrene [[Bahnstrecke München–Augsburg]] einzurichten. Im selben Jahr wurden der nicht mehr benötigte Wasserkran und die Dieselzapfsäule am Ende des Bahnsteigs der Gleise 4 und 5 abgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt; Im westlichen und östlichen [[Bahnhofskopf]] veränderte die Deutsche Bundesbahn die Lage der durchgehenden Hauptgleise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab 1971 verkehrten Triebwagen der [[DB-Baureihe 420|Baureihe 420]] im S-Bahn-Vorlaufbetrieb zwischen Geltendorf und [[München Hauptbahnhof]]. Am 28. Mai 1972 wurde schließlich die S-Bahn München in Betrieb genommen, fortan war Geltendorf Endstation der Linie S 4. In den 1970er Jahren fuhr eine [[rangieren]]de [[Elektrolokomotive]] auf einen an Gleis 2 stehenden [[Nahverkehrszug]] auf, wobei ein Sachschaden entstand. 1979 löste die Deutsche Bundesbahn die Hauptdienststelle in Geltendorf auf, der Bahnhof wurde erst [[Bahnhof Kaufering|Kaufering]] und später [[Bahnhof Buchloe|Buchloe]] zugeordnet. 1985 wurde im Bahnhof erstmals in Deutschland ein Eisenbahnzug großflächig mit [[Graffiti]] besprüht, der sogenannte [[Geltendorfer Zug]]. Am 9. Dezember 1993 nahm die Deutsche Bundesbahn das Ladegleis außer Betrieb. 1995 baute die [[Deutsche Bahn]] die beiden Weichen des Ladegleises zurück, 1996 löste sie die Bahnmeisterei II auf. 2000 wurden die Fahrkartenschalter im Empfangsgebäude geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2008 führte die Deutsche Bahn in Geltendorf größere Umbaumaßnahmen durch. Ab 2004 wurde die Bahnsteigunterführung, die bisher nur Mittelbahnsteige und Hausbahnsteig verband, in Richtung Süden verlängert. Im Süden der Gleise entstand bis zum Dezember 2006 ein [[Park and ride|Park-and-ride]]-Platz, für den die Abstellgleise 9 und 10 abgebaut wurden. Im August 2005 erneuerte die Deutsche Bahn den Hausbahnsteig und ersetzte das hölzerne Bahnsteigdach von 1905 durch ein größeres Metalldach. Von 2006 bis April 2007 wurde der Bahnhof barrierefrei ausgebaut und mit Aufzügen ausgestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de Geschichte&amp;quot;&amp;gt;Alwin Reiter: [http://ammerseebahn.de/Zeitraffer/zeitraffer.html Zeitraffer der Ammerseebahn] auf ammerseebahn.de, abgerufen am 12. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. September 2007 brach die Deutsche Bahn die Güterhalle ab und demontierte das Ladegleis, sodass auf der frei werdenden Fläche bis 2008 ein Busbahnhof entstehen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasch S. 62–63&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach | Jahr=2011 | Seiten=62–63 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 setzt die Deutsche Bahn den Umbau des Bahnhofs fort. Im Februar 2013 begann sie mit dem Setzen neuer Oberleitungsmasten im Bahnhofsbereich. Am 27. April 2013 begann die DB mit dem Umbau des Mittelbahnsteigs der Gleise 2 und 3. Während der Erneuerung der Treppe zur Bahnsteigunterführung von April bis August 2013 wurde für die Fahrgäste ein provisorischer Holzsteg über die Gleise 1 und 2 errichtet, der den Hausbahnsteig mit dem Mittelbahnsteig verband. 2014 wurde der Bahnsteig an Gleis 3 von 76&amp;amp;nbsp;cm auf 96&amp;amp;nbsp;cm erhöht, um einen barrierefreien Zugang zur S-Bahn zu ermöglichen. Außerdem wurde der Bahnsteig mit [[Blindenleitsystem|Blindenleitstreifen]] ausgestattet und das 2013 abgebrochene Bahnsteigdach von 1968 durch eine neue Dachkonstruktion ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Augsburger Allgemeine&amp;quot;&amp;gt;[[Augsburger Allgemeine]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/In-luftiger-Hoehe-zu-Gleis-2-und-3-id24338071.html Bahnhof Geltendorf – In luftiger Höhe zu Gleis 2 und 3]&amp;#039;&amp;#039; auf augsburger-allgemeine.de, vom 6. März 2013, Autor: Gerald Modlinger, abgerufen am 12. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Augsburger Allgemeine]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Ueber-Holztreppen-zu-den-Zuegen-id25009381.html Bahnhof Geltendorf – Über Holztreppen zu den Zügen]&amp;#039;&amp;#039; auf augsburger-allgemeine.de, vom 28. April 2013, abgerufen am 12. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober und November 2014 wurden die westlich des Bahnhofs gelegene Straßenunterführung und das Kreuzungsbauwerk der beiden Bahnstrecken durch Neubauten ersetzt. Dafür mussten die Gleisanlagen des Bahnhofs unterbrochen und der Zugverkehr für eine Woche eingestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Münchner Merkur]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/geltendorf-ort28717/extrem-baustelle-bahn-schiebt-bruecken-4302452.html Extrem-Baustelle: Bahn schiebt Brücken ein]&amp;#039;&amp;#039; auf merkur.de, vom 30. Oktober 2014, abgerufen am 1. Februar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum November 2016 nahm die Deutsche Bahn in Geltendorf ein [[elektronisches Stellwerk]] in Betrieb. Die bisherigen Lichtsignale nach dem [[H/V-Signalsystem]] wurden durch [[Ks-Signalsystem|Ks-Signale]] ersetzt. Durch die gleichzeitige Außerbetriebnahme des Spurplandrucktastenstellwerks im Empfangsgebäude ist der Bahnhof Geltendorf nun nicht mehr besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2018 eröffnete die Deutsche Bahn ein [[Video-Reisezentrum]] am Bahnhof Geltendorf, das von [[Kempten (Allgäu) Hauptbahnhof|Kempten]] aus bedient wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bahn: [https://www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/Offizielle-Er%C3%B6ffnung-des-neuen-Video-Reisezentrums-im-Bahnhof-Geltendorf-3464640 Offizielle Eröffnung des neuen Video-Reisezentrums im Bahnhof Geltendorf]. Presseinformation auf deutschebahn.com, vom 7. November 2018, abgerufen am 15. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
=== Empfangsgebäude ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Geltendorf 1902.jpg|mini|Empfangsgebäude 1902]]&lt;br /&gt;
Das erste Empfangsgebäude von Geltendorf war ein eingeschossiges langgestrecktes Holzgebäude mit [[Satteldach]], in dem sich eine Wartehalle, ein [[Befehlsstellwerk]], sowie Räume für die Verwaltung und Fahrdienstleitung befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 ersetzte die Deutsche Reichsbahn das Holzgebäude durch einen schlichten gemauerten Neubau mit flachem [[Walmdach]]. Das Gebäude ist im [[Heimatstil]] gehalten und weiterhin einstöckig. Es enthält eine Wartehalle und einige Bahndiensträume.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot; /&amp;gt; Die Fahrkartenschalter waren bis zum 1. Dezember 2000 in Betrieb. Die Wartehalle ist heute nur noch von der Gleisseite aus zugänglich. Neben dem Empfangsgebäude befanden sich die Bahnhofstoiletten und seit dem 12. Dezember 2006 ein &amp;#039;&amp;#039;DB Service Store&amp;#039;&amp;#039; in eigenen Gebäuden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt; Seit 2008 sind die Toiletten aufgrund von Vandalismusschäden und Investitionsstau dauerhaft geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012, 2015 und 2017 und 2020 wird das Gebäude weiterverkauft. Im selben Jahr beginnen die Umbaumaßnahmen mit dem Abriss der WC-Anagen und des Sanitärgebäudes. Ab 2021 stellt die neue Eigentümerin Planungen zum Bauvorhaben in der Öffentlichkeit vor. Die Planungen beinhalten eine neu gestaltete Wartehalle mit Café, ein [[Coworking|Coworking-Space]], [[Boardinghouse]], sowie Arztpraxen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Bierl: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/geltendorf-bahnhof-abriss-neubau-1.4967436 Runderneuerung für den Bahnhof.]  [[Süddeutsche Zeitung]], 14. Juli 2020, abgerufen am 13. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bahnhof-geltendorf.de/ |wayback=20210513100453 |text=Website „Der neue Bahnhof Geltendorf“ |archiv-bot=2024-07-16 08:16:28 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 13. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnsteige und Gleisanlagen ===&lt;br /&gt;
{{Panorama|Bahnhof Geltendorf Gleisplan 2015.png|900|Gleisplan des Bahnhofs Geltendorf 2015}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Geltendorf Bahnsteige2.jpg|miniatur|Bahnsteige 2011]]&lt;br /&gt;
Der Bahnhof verfügt über fünf Bahnsteiggleise, welche sich an einem [[Hausbahnsteig]] und zwei [[Mittelbahnsteig]]en befinden. Südlich davon existierten bis etwa 1970 fünf bahnsteiglose Güter- und [[Abstellgleis]]e. Vom südlichsten Abstellgleis zweigte nach Westen und Osten je ein [[Stumpfgleis]] ab, von denen das nach Osten führende Gleis einen [[Lokschuppen|Kleinlokschuppen]] anschloss. Außerdem befand sich östlich des zweiten Mittelbahnsteigs ein weiteres Stumpfgleis. Im Westen des Bahnhofs, vor der Güterhalle, lag ein in Richtung Westen an Gleis 1 angeschlossenes [[Ladegleis]] mit Stutzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot; /&amp;gt; Das Ladegleis wurde am 9. Dezember 1993 außer Betrieb genommen und am 27. Juli 1995 durch Ausbau der Weichen endgültig stillgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt; Die Abstellgleise 9 und 10 wurden 2004 zur Errichtung eines Park-and-ride-Platzes demontiert, 2007 baute die DB auch das Ladegleis ab. 2014 wurden die Abstellgleise 7 und 8 durch Ausbau der östlichen Weichen zu Stumpfgleisen zurückgebaut, die nur noch aus Richtung Westen angefahren werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren neben den fünf Bahnsteiggleisen noch drei bahnsteiglose Abstellgleise südlich der Bahnsteige und das Stumpfgleis östlich des zweiten Mittelbahnsteigs, die zur Abstellung von S-Bahn-Zügen und [[LINT 41|LINT-41]]-Triebwagen der BRB dienen. Alle Bahnsteige sind überdacht und seit April 2007 barrierefrei mit [[Aufzugsanlage|Aufzügen]] ausgestattet. Eine [[Personentunnel|Unterführung]] verbindet die beiden Mittelbahnsteige mit dem Hausbahnsteig und dem Park-and-ride-Platz im Süden des Bahnhofs. Nur am Hausbahnsteig existiert seit 2001 ein digitaler [[Zugzielanzeiger]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; Die Bahnsteigdächer waren anfangs als Holzbalkenkonstruktionen mit Satteldach ausgeführt. Bei der Modernisierung der Bahnsteige für den S-Bahn-Betrieb  1968 ersetzte die DB die Holzdächer der beiden Mittelbahnsteige durch modernere Konstruktionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Ammerseebahn S. 44–50&amp;quot; /&amp;gt; Am Hausbahnsteig wurde das Holzdach erst 2005 ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasch S. 62–63&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Augsburger Allgemeine&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gleis&lt;br /&gt;
! Länge in m&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stationsausstattung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/Geltendorf-4518116?qli=true&amp;amp;Stationsname=geltendorf&amp;amp;pageNum=0&amp;amp;contentId=1192956 Stationsausstattung: Geltendorf.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;deutschebahn.com&amp;#039;&amp;#039;. [[DB Station&amp;amp;Service]], 4. März 2021, abgerufen am 11. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Höhe in cm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stationsausstattung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Nutzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 1&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 280&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 55&lt;br /&gt;
| Züge in Richtung Buchloe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 2&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 260&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 76&lt;br /&gt;
| Züge in Richtung München&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 3&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 210&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 96&lt;br /&gt;
| S-Bahn-Züge in Richtung München&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 4&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 259&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 76&lt;br /&gt;
| Züge in Richtung Weilheim und Schongau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 5&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 259&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 76&lt;br /&gt;
| Züge in Richtung Augsburg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellwerke ===&lt;br /&gt;
Bei der Eröffnung wurden die Weichen und Signale über zwei mechanische [[Wärterstellwerk]]e gesteuert, die in zweigeschossigen Weichentürmen untergebracht waren. Stellwerk I befand sich im Osten, Stellwerk II im Westen des Bahnhofs. Des Weiteren war im Empfangsgebäude ein Befehlsstellwerk untergebracht. Am 30. Juni 1968 legte die Deutsche Bundesbahn die mechanischen Stellwerke still und nahm im Empfangsgebäude ein neues Spurplandrucktastenstellwerk der Bauart [[Standard Elektrik Lorenz|Lorenz]] Sp Dr L30 in Betrieb, das als Stellwerk &amp;#039;&amp;#039;Gf&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Kötting: [http://www.stellwerke.de/liste/seite311.html#GEL Liste Deutscher Stellwerke.] In: &amp;#039;&amp;#039;stellwerke.de&amp;#039;&amp;#039;, 26. Oktober 2015, abgerufen am 14. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weichentürme wurden 1970 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasch S. 62–63&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 23. November 2015 nahm die Deutsche Bahn ein neues [[elektronisches Stellwerk]] (ESTW) in Betrieb, welches das bisherige Drucktastenstellwerk ersetzte. Dafür wurde am Bahnhof Geltendorf ein Modulgebäude als ESTW-Außenstelle errichtet, das aus der Betriebszentrale in München [[Fernsteuerung|ferngesteuert]] wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Bahn]]: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|text=Am Wochenende Einschränkungen im Zugverkehr rund um den Bahnknoten Geltendorf |url=http://www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/10386880/Einschraenkungen_um_den_Bahnknoten_Geltendorf.html |wayback=20160527141855 }}&amp;#039;&amp;#039;, Pressemeldung auf deutschebahn.com, vom 16. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ESTW ist auf der Bahnstrecke München–Buchloe für den Abschnitt von [[Bahnhof Türkenfeld|Türkenfeld]] bis [[Bahnhof Epfenhausen|Epfenhausen]] zuständig, auf der Strecke Mering–Weilheim stellt es den Abschnitt von der Südausfahrt [[Bahnhof Walleshausen|Walleshausen]] bis [[Haltestelle St. Ottilien|St. Ottilien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Millonig: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Paechter-fuer-Kiosk-gesucht-id36529802.html Pächter für Kiosk gesucht.]&amp;#039;&amp;#039; [[Augsburger Allgemeine]], 8. Januar 2016, abgerufen am 27. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnmeistereien ===&lt;br /&gt;
In Geltendorf gab es zwei Bahnmeistereien. Die Bahnmeisterei I befand sich 200&amp;amp;nbsp;Meter westlich des Bahnhofs nördlich der Gleise. Sie bestand aus zwei Gebäuden mit Übernachtungsräumen für das Lokpersonal, Werkstätten und Lagerräumen sowie zwei Dienstwohnungen. Die Gebäude sind bis heute erhalten und bewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1937 und 1938 entstand 200&amp;amp;nbsp;Meter östlich des Bahnhofs südlich der Gleisanlagen die Bahnmeisterei II. Das Hauptgebäude war ein gemauerter eingeschossiger [[giebelständig]]er Bau mit Satteldach. Von 1951 bis 1952 errichtete die DB ein zweites weitgehend baugleiches Gebäude westlich des ersten. Einige Jahre später wurden beide Gebäude durch einen [[traufständig]]en Querbau verbunden. Auf dem Gelände der Bahnmeisterei befinden sich außerdem ein Draisinenschuppen und einige Lagerräume. Die Bahnmeisterei Geltendorf war auf der Bahnstrecke München–Buchloe für den Bereich von [[Schwabhausen bei Landsberg|Schwabhausen]] bis [[Türkenfeld]] sowie auf der Ammerseebahn von [[Egling an der Paar|Egling]] bis [[Bahnhof Riederau|Riederau]] zuständig. Im Dezember 1996 wurde sie geschlossen, die Gebäude sind bis heute erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasch S. 63–65&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach | Jahr=2011 | Seiten=63–65 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Personenverkehr ===&lt;br /&gt;
Von 2007 bis 2020 hielten in Geltendorf einzelne &amp;#039;&amp;#039;[[Alex (Zug)|alex]]&amp;#039;&amp;#039;-Züge der [[Regentalbahn]] zwischen München und Lindau bzw. Oberstdorf. Im Sommer 2021 verkehrte samstags ein [[Intercity-Express]]-Zugpaar zwischen [[Berlin]] und [[Bregenz]] mit [[Fahrtrichtungswechsel]] im Bahnhof Geltendorf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Geltendorf-ICE-haelt-erstmals-in-Geltendorf-id60018096.html ICE hält erstmals in Geltendorf.]&amp;#039;&amp;#039; [[Augsburger Allgemeine]], 3. Juli 2021, abgerufen am 10. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fahrplan 2022 wird der Bahnhof Geltendorf zweimal pro Stunde durch Regionalzüge zwischen München und Buchloe bedient, die ab Buchloe weiter nach Memmingen, Lindau, Oberstdorf oder Füssen fahren. Auf der Strecke Mering–Weilheim verkehren die Züge im Stundentakt. Geltendorf ist Endstation der Linie S 4 und von einzelnen Zügen der Linie S 20 der S-Bahn München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
! Taktfrequenz&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
| ICE 18&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Bregenz|Bregenz]] – [[Bahnhof Lindau-Reutin|Lindau-Reutin]] – [[Bahnhof Memmingen|Memmingen]] – [[Bahnhof Buchloe|Buchloe]] – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –  [[Augsburg Hauptbahnhof|Augsburg]] – [[Nürnberg Hauptbahnhof|Nürnberg]] – [[Erfurt Hauptbahnhof|Erfurt]] – [[Halle (Saale) Hauptbahnhof|Halle (Saale)]] – [[Berlin Hauptbahnhof|Berlin Hbf]] – [[Bahnhof Berlin Gesundbrunnen|Berlin Gesundbrunnen]]&lt;br /&gt;
| ein Zug samstags&lt;br /&gt;
|- --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{nowrap|{{SPNV Bayern|RE70}} / {{SPNV Bayern|RE76}}}}&lt;br /&gt;
| [[München Hauptbahnhof|München]] – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – [[Bahnhof Kaufering|Kaufering]] – [[Bahnhof Buchloe|Buchloe]] – [[Bahnhof Kaufbeuren|Kaufbeuren]] – [[Kempten (Allgäu) Hauptbahnhof|Kempten (Allgäu)]] – [[Bahnhof Immenstadt|Immenstadt]] – [[Bahnhof Oberstdorf|Oberstdorf]] / [[Lindau Hauptbahnhof|Lindau]]&lt;br /&gt;
| 120 min&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{SPNV Bayern|RE72}}&lt;br /&gt;
| München – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Kaufering – Buchloe – [[Türkheim (Bay) Bahnhof|Türkheim (Bay)]] – [[Bahnhof Memmingen|Memmingen]]&lt;br /&gt;
| 120 min&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{SPNV Bayern|RB67}}&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Augsburg-Oberhausen|Augsburg-Oberhausen]] – [[Augsburg Hauptbahnhof|Augsburg Hbf]] – [[Bahnhof Mering|Mering]] – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – [[Bahnhof Weilheim (Oberbay)|Weilheim]] (– [[Bahnhof Peißenberg|Peißenberg]] – [[Bahnhof Schongau|Schongau]])&lt;br /&gt;
| {{0}}60 min&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{SPNV Bayern|RB68}}&lt;br /&gt;
| München – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Kaufering – Buchloe – Kaufbeuren – [[Bahnhof Biessenhofen|Biessenhofen]] – [[Bahnhof Füssen|Füssen]]&lt;br /&gt;
| einzelne Züge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{SPNV Bayern|RB74}}&lt;br /&gt;
| München – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geltendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Kaufering – Buchloe&lt;br /&gt;
| {{0}}60 min&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf SPNV München|S4}}&lt;br /&gt;
| 20/40 min&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf SPNV München|S20}}&lt;br /&gt;
| einzelne Züge in der HVZ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; font-size:smaller;&amp;quot; |Stand: 12. Dezember 2021&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof Geltendorf verkehren Regionalbusse nach [[Inning am Ammersee]], [[Entraching]], [[Hofstetten (Oberbayern)|Hofstetten]], [[Landsberg am Lech]] und [[Weil (Oberbayern)|Weil]]. Die Busse sind in den Tarif des MVV integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güterverkehr ===&lt;br /&gt;
Bereits vor der Eröffnung für den Personenverkehr diente der Bahnhof Geltendorf ab September 1897 der Ausladung des Baumaterials für die Klosterkirche Sankt Ottilien. Von etwa 1928 bis 1988 wurde in Geltendorf Vieh verladen, das zum Markt in [[Sendling]] transportiert wurde. Dafür fuhr ab den 1970er-Jahren ein Güterzug aus Augsburg über die Ammerseebahn nach Geltendorf und weiter über die Bahnstrecke München–Buchloe nach München, den eine Elektrolokomotive der Baureihe [[DB-Baureihe E 50|150]] oder [[DR-Baureihe E 17|117]] zog. Ende April 1988 stellte die Deutsche Bundesbahn den nicht mehr rentablen Viehtransport ein. In den 1960er-Jahren wurden am Bahnhof vereinzelt [[Eisenbahn-Draisine|Draisinen]] der [[DB-Baureihe Klv 11 / Klv 12|Baureihe Klv 11]] zur Reparatur auf Güterwagen verladen. Des Weiteren fand eine Verladung von landwirtschaftlichen Geräten und von [[Torf]] aus dem [[Pflaumdorf]]er und Emminger Moos statt. Da das Ladegleis vor der Güterhalle nicht elektrifiziert war, war im Bahnhof Geltendorf von den 1950er-Jahren bis in die 1970er Jahre eine Rangierlokomotive der [[DR-Kleinlokomotive Leistungsgruppe II|Baureihe Kö II]] stationiert. Später kam eine Köf der [[DB-Baureihe Köf III|Baureihe 333]] aus [[Bahnhof Kaufering|Kaufering]] oder [[Bahnhof Buchloe|Buchloe]] zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach | Jahr=2011 | Seiten=62 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Dezember 1993 nahm die deutsche Bundesbahn das Ladegleis außer Betrieb. In den 1990er Jahren führte die Deutsche Bahn von Geltendorf aus noch Übergabefahrten nach Walleshausen und [[Bahnhof Utting|Utting]] mit Diesellokomotiven der Baureihen [[DB-Baureihe V 100|212]] oder [[DB-Baureihe V 90|290]] durch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Janikowski | Titel=Die Ammerseebahn | Jahr=1996 | Seiten=99 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2005 endete der Güterverkehr am Bahnhof Geltendorf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammerseebahn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stationen der S-Bahn München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Andreas Janikowski | Titel=Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern | Verlag=Transpress | Ort= Stuttgart | Jahr=1996 | ISBN=3-344-71033-8 | Seiten= }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Peter Rasch | Titel=Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn &amp;amp; Co rund um den Bayerischen Rigi | Verlag=EOS Verlag | Ort= St. Ottilien | Jahr=2011 | ISBN=978-3-8306-7455-9 }}&lt;br /&gt;
* Armin Franzke: &amp;#039;&amp;#039;Geltendorf.&amp;#039;&amp;#039; In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe&amp;#039;&amp;#039; (= 51. Ergänzungsausgabe). GeraMond Verlag, München 2004, {{ISSN|0949-2127}} (1 Bl., 6 S.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Gleise in Serviceeinrichtungen|MGE|Gleisplan des Bahnhofs Geltendorf}}&lt;br /&gt;
* Alwin Reiter: [http://ammerseebahn.de/Bahnhofe/Geltendorf/geltendorf.html Beschreibung des Bahnhofs Geltendorf] auf ammerseebahn.de.&lt;br /&gt;
* Georg Sattler: [https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/10%20Geltendorf%200.html Fotodokumentation des Bahnhofs Geltendorf] auf doku-des-alltags.de.&lt;br /&gt;
* [https://www.mvv-muenchen.de/plaene-bahnhoefe/haltestellen/station/bahnhof/Geltendorf/index.html Umgebungsplan und weitere Informationen zum Bahnhof] auf mvv-muenchen.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnhof im Landkreis Landsberg am Lech|Geltendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnhof in Europa|Geltendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnhof der S-Bahn München|Geltendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Geltendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke München–Buchloe|Geltendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke Mering–Weilheim|Geltendorf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomaserl</name></author>
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