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	<title>Baganda - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: /* Gesellschaft und Kultur */ lf</title>
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		<updated>2024-02-15T20:07:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gesellschaft und Kultur: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Den tyske Emin Pascha-Expedition - no-nb digibok 2009020203049-361 1.jpg|mini|„Gerätschaften der Waganda“, aus: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Emin-Pascha-Expedition&amp;#039;&amp;#039;, um 1891]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baganda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waganda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldmann&amp;quot;&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Ganda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Goldmann Lexikon in 24 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; BLI Bertelsmann Lexikographisches Institut 1998; Band 8, ISBN 3-442-90000-X, S. 3388.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Singular &amp;#039;&amp;#039;Muganda&amp;#039;&amp;#039;) sind ein [[afrika]]nisches Volk. Sie gehören den Ost[[bantu]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldmann&amp;quot; /&amp;gt; an und leben vor allem im Bereich des [[Victoriasee]]s. Vom Stammesnamen der Ganda leitet sich der Name des [[Vereinigtes Königreich|britischen]] [[Protektorat]]es und späteren Staates [[Uganda]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Baganda ist das [[Luganda]]. Sie gehört zu den [[Bantusprachen]] innerhalb der Sprachfamilie der [[Niger-Kongo-Sprachen]]. Ab dem 16. Jahrhundert waren die Baganda die Begründer eines der größten [[Hima]]-Reiche in Ostafrika, des Königreichs [[Buganda]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldmann&amp;quot; /&amp;gt; Nach einer Unterbrechung von mehreren Jahrzehnten gibt es heute wieder einen [[Kabaka]] (König), nämlich [[Ronald Muwenda Mutebi II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Ganda sind heute [[Christentum|Christen]], halb so viele sind [[Islam|Muslime]]. Eine sehr kleine Minderheit folgt [[Afrikanische Religionen|traditionellen afrikanischen Religionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft und Kultur ==&lt;br /&gt;
In Uganda lebten 1991 nach dem Ergebnis der Volkszählung 3.015.980 (18,76 % der Ugander) und 2002 bei der Volkszählung 4.126.370 (17,28 %) Baganda. Südlich der ugandisch-tansanischen Grenze leben auf dem Gebiet von [[Tansania]] noch mehr als 10.000 Baganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Afrikanische Kosmogonie#Dynastiegründer von Urahn abgeleitet|Ursprungslegende]] stammen die Baganda von einem Urahn namens Kintu ab, der historisch vielleicht mit einer Einwanderungswelle um das 15. Jahrhundert zu tun hat, als sich die ugandischen Königreiche bildeten. In der Tradition der Baganda wird ein erster mythischer König Kintu erwähnt, der vielleicht mit einer Einwanderung im 14./15. Jahrhundert in Verbindung steht. Im Lauf der Zeit bildeten die Einwanderer 38 Clans unter der Herrschaft eines Kabaka. Von den traditionellen Palastanlagen (Lubiri) bei [[Kampala]] ist nichts mehr erhalten. Einen Eindruck vom höfischen Leben Mitte des 19. Jahrhunderts vermitteln die Beschreibungen und Zeichnungen des britischen Afrikaforschers [[John Hanning Speke]] und die erhaltenen Grabstätten [[Kasubi Tombs]] der Könige außerhalb der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höfische Tagesablauf war von zahlreichen Zeremonien geprägt, zu denen Musikdarbietungen gehörten. Die Hofmusiker wurden nach festen Regeln aus den führenden Clans ausgewählt. Die Angesehensten unter ihnen lebten auf dem Palastgelände. Im Zentrum der kultischen Verehrung standen die königlichen Trommeln, zu denen seit dem 18. Jahrhundert der Trommelsatz &amp;#039;&amp;#039;[[entenga]]&amp;#039;&amp;#039; gehörte. Ähnlich bedeutend waren Trompeten (quer geblasene Kalebassentrompeten &amp;#039;&amp;#039;[[amakondere]]&amp;#039;&amp;#039;). Ausschließlich zur Palastmusik gehörte auch das Xylophon &amp;#039;&amp;#039;[[akadinda]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Spieler der Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;[[ennanga]]&amp;#039;&amp;#039; unterhielt den Kabaka mit mythischen Erzählungen und Schilderungen aus dem Alltag. Mit der Machtübernahme des autokratisch regierenden Präsidenten [[Milton Obote]] 1966 wurden die ugandischen Königtümer aufgelöst und die höfische Kultur war damit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionellerweise leben die Ganda von der [[Landwirtschaft]]. Sie bauen Lebensmittel ([[Süßkartoffel]]n, [[Maniok]], [[Mais]], [[Erdnuss|Erdnüsse]], [[Dessertbanane|Bananen]] etc.) für den [[Subsistenzwirtschaft|Eigengebrauch]] an. Für die Märkte im In- und Ausland werden [[Kaffee]], [[Tabak]] und [[Tee]] angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bindungstheorie|Bindungsforscherin]] [[Mary Ainsworth]] führte von 1954 bis 1955 als Senior Research Fellow am Makrere College in [[Kampala]] ein Feldforschungsprojekt über die vorbildlichen Mutter-Kind-Beziehungen bei den Ganda durch, das sie in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;Infancy in Uganda&amp;#039;&amp;#039; beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;M. D. Salter Ainsworth: &amp;#039;&amp;#039;Infancy in Uganda: Infant Care and the Growth of Love.&amp;#039;&amp;#039; Baltimore 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Weule]]: [http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Waganda &amp;#039;&amp;#039;Waganda.&amp;#039;&amp;#039;] In: Heinrich Schnee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Kolonial-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920, S.&amp;amp;nbsp;652.&lt;br /&gt;
* [[Mary Ainsworth|Mary D. Salter Ainsworth]]: &amp;#039;&amp;#039;Infancy in Uganda: Infant Care and the Growth of Love&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1967.&lt;br /&gt;
* Edith Schwartz: &amp;#039;&amp;#039;Infancy in Uganda: Infant Care and The Growth of Love. Mary D. Salter Ainsworth, Baltimore: Johns Hopkins University Press, 1967. 496 pp.&amp;#039;&amp;#039; (Review) In: &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalytic Review.&amp;#039;&amp;#039; Band 58, Nr. 1, 1971, S. 158–159 ([https://www.pep-web.org/document.php?id=psar.058.0158a Teilauszug online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Uganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Tansania]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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