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	<title>Badegast - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Badegast&amp;diff=323349&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30809-51 am 1. November 2025 um 14:39 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Begriff aus der Seemannssprache. Für den Ort Badegast, der seit 1370 in Groß- und Kleinbadegast unterteilt ist, siehe [[Großbadegast]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Badegast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Goedel: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache&amp;#039;&amp;#039;, Seite 35&amp;amp;thinsp;ff., PDF s.&amp;amp;nbsp;44&amp;amp;thinsp;ff., siehe auch „Literatur“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein Begriff aus der [[Seemannssprache]]. So freundlich und so ironisch bezeichnen die [[Seemann|Seeleute]] jeden Gast an Bord, der an einer Reise oder an einem [[Segeltörn|Seetörn]] teilnimmt, aber keine Aufgaben im [[Schiffsbetrieb]] erfüllt. Innerhalb der Besatzung dagegen ist ein „[[Gast (Schifffahrt)|Gast]]“ (pl.: Gasten) ein [[Matrose]] in einer bestimmten Dienststellung oder mit besonderen Aufgaben, beispielsweise ein [[Steuermannsgast]], [[Signalgast]], [[Rudergast]], [[Pumpengast]], [[Bootsgast]] oder [[Fallreepsgast]] (mhd. &amp;#039;&amp;#039;gast&amp;#039;&amp;#039; ‚Krieger‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Etymologie|Etymologisch]] gehört das Wort Gast zur westindoeuropäischen Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*g&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ost-&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet ‚Fremder, dem man vor der verschlossenen Tür des eigenen Hauses Obdach und Lager gewährt‘; der Fremde kann sowohl Freund als auch Feind sein. Ferner verstand man unter „Gast“ einen [[Handwerk]]sgesellen, einen Genossen, einen Kameraden. „Schipgast“ für Matrosen oder Schiffsknechte gehörte damals zum seemännischen Berufswortschatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man den Nichtseeleuten an Bord spöttisch das Bestimmungswort „Bade&amp;amp;#8209;“ zuordnete, war ziemlich genau die Zeit, als gutbetuchte [[Sommerfrische|Sommerfrischler]] zunehmend die Fischerdörfer und Hafenstädte aufsuchten. Die Einheimischen nannten die zeitweilig Zugereisten vorerst anzüglich &amp;#039;&amp;#039;Isenbahner&amp;#039;&amp;#039;, weil sie mit der [[Eisenbahn]] kamen und mit ihr auch wieder verschwanden, oder auch &amp;#039;&amp;#039;Oorsutkäuhlers&amp;#039;&amp;#039; „Arschauskühler“, weil sie sich zu einer den Küstenbewohnern viel zu früh erscheinenden [[Jahreszeit]] am Strand tummelten und badeten. Wahrscheinlich lange, bevor man von „[[Urlaub]]ern“ sprach, setzte sich als allgemeine Bezeichnung für sie das Wort Badegast durch, zunächst sicher mit einem ironischen Unterton, der die abwertende Haltung der Alteingesessenen gegenüber den für sie vor sich hin faulenzenden Menschen ausdrückte. Es ist nicht auszuschließen, dass Seeleute das Wort an Land aufnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Wortes unterliegt aber auch einer anderen Deutung, die den maritimen Badegast auf das Wort &amp;#039;&amp;#039;Badequast&amp;#039;&amp;#039; zurückführt. Zunächst war ein &amp;#039;&amp;#039;Quast&amp;#039;&amp;#039; in früheren Jahrhunderten ein Büschel oder eine [[Quaste|Troddel]] und das Ende eines [[Hausrind|Kuhschwanzes]], bis es ein grober Pinsel wurde. Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war Quast ein Schimpfwort für einen verkehrten, wunderlichen und seltsamen Menschen. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sagte man im Niederdeutschen zu einem albernen Menschen &amp;#039;&amp;#039;Hans Quast&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ironische Bezeichnung „Badegast“ breitete sich aus und wurde auf [[Handelsschiff]]en üblich; man übertrug sie auf [[Passagier]]e und nannte schließlich alle Personen Badegast, die sich zeitweilig an Bord befanden, jedoch für den Einsatz des Schiffes überflüssig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste seemännischer Fachwörter (A bis M)]] und [[Liste seemännischer Fachwörter (N bis Z)|(N bis Z)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Seemannssprache. Wortgeschichtliches Handbuch deutscher Schifferausdrücke älterer und neuerer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. Saale 1908 (Nachdruck der Ausgabe 1911: Hain, Meisenheim 1973, ISBN 3-920307-10-0)&lt;br /&gt;
* [[Gustav Goedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache&amp;#039;&amp;#039;, Kiel und Leipzig 1902, [https://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher#Synonyme.2C_Etymologie.2C_Fremdw.C3.B6rter in wikisource], OCLC: [https://www.worldcat.org/title/2871717?tab=details 2871717], zum Download [https://www.gutenberg.org/ebooks/39762 hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seemannschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsteilnehmer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-30809-51</name></author>
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