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	<title>Badeanzug - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-01-13T21:38:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;weblinks überprüft, wikilinks überprüft, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mina Wylie (cropped).jpg|mini|hochkant|Olympiaschwimmerin [[Mina Wylie]] im Badeanzug (1912)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Badeanzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Schweizer Hochdeutsch|schweizerisch]] &amp;#039;&amp;#039;Bad(e)kleid&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Kleidung]]sstück, das beim Baden und [[Schwimmen]] getragen wird und mindestens die Vorderseite des [[Rumpf (Anatomie)|Rumpfes]] weitgehend bedeckt. Badeanzüge werden heute fast ausschließlich von Frauen getragen. Beine, Arme und der Hals bleiben meist unbedeckt; beim [[Burkini]] bleiben nur die Füße, die Hände und das Gesicht unbedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn versteht man unter einem Badeanzug ein einteiliges Kleidungsstück.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Badeanzug &amp;#039;&amp;#039;Badeanzug&amp;#039;&amp;#039;], Zitat: „meist von Frauen beim Schwimmen getragenes einteiliges Kleidungsstück“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zweiteilige Formen der [[Badebekleidung]] für Frauen wie der [[Bikini]] oder der [[Tankini]] werden dann als Gegensatz zum Badeanzug gesehen. Häufig wird jedoch zwischen einteiligen und zweiteiligen Badeanzügen unterschieden&amp;lt;!-- Hinweis: auch hier in diesem Artikel --&amp;gt;. Gelegentlich wird auch der Bikini als „zweiteiliger Badeanzug“ beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;So auch Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bikini &amp;#039;&amp;#039;Bikini&amp;#039;&amp;#039;], Zitat: „knapper, aus Ober- und Unterteil bestehender Damenbadeanzug“. Mit der Bezeichnung als „Damenbadeanzug“ stellt Duden die Angabe „einteilig“ bei [https://www.duden.de/rechtschreibung/Badeanzug &amp;#039;&amp;#039;Badeanzug&amp;#039;&amp;#039;] selbst in Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl der Art des Badeanzugs ist abhängig von aktuellen Moden, gesellschaftlichen und religiösen Normen und persönlichen Vorlieben. Für Badebekleidung werden seit den 1920er Jahren spezielle Modenschauen durchgeführt. Badeanzüge werden heute in einer sehr breiten Palette von Schnitten, Materialien, Farben und Drucken angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer trugen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ebenfalls Badeanzüge, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zunehmend von [[Badebekleidung#Badekleidung für Männer|Badehosen]] und später durch Bade[[shorts]] ersetzt wurden. Im [[Schwimmsport]] werden spezielle [[Schwimmanzug|Schwimmanzüge]] sowohl von Frauen als auch von Männern getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Badebekleidung im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Badedragter for damer.jpg|mini|hochkant|Badeanzüge im Marinestil, 1898]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Bademode wurde entscheidend beeinflusst durch den Aufschwung des [[Kur]]- und [[Balneologie|Badewesens]] seit dem 18. Jahrhundert und vor allem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zunächst waren die Badekostüme in den neuen [[Seebad|See-]] und [[Flussschwimmbad|Flussbädern]] an [[Nachtwäsche|Nacht-]] oder [[Unterwäsche]] angelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot von Hahn, Hans-Kaspar von Schönfels: &amp;#039;&amp;#039;Wunderbares Wasser. Von der heilsamen Kraft der Brunnen und Bäder&amp;#039;&amp;#039;. AT Verlag, Aarau und Stuttgart, 1980, ISBN 3-85502-095-7, S. 184&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste Berichte in Modezeitschriften über Badeanzüge datieren aus dem Jahr 1863. Dort wurden zweiteilige Badeanzüge aus schwarzem [[Barchent]] beschrieben, die zusammen mit einer Haube aus gewachster [[Baumwolle]] getragen wurden. Später wurden die an den Knöcheln endenden Badehosen aus gefärbtem [[Flanell]] gefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lucie Hampel |Titel=Hundert Jahre Badeanzug |Sammelwerk=Lenzinger Berichte |Band=Folge 16 |Datum=1964 |ISSN=0024-0907 |Seiten=75-84 |Online=https://www.lenzing.com/fileadmin/content/PDF/03_Forschung_u_Entwicklung/DE/Lenzinger_Berichte_16_1964.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2024-01-13}} {{Webarchiv |url=http://www.lenzing.com/fileadmin/template/pdf/konzern/lenzinger_berichte/ausgabe_16_1964/LB-0161964075.pdf |text=Hundert Jahre Badeanzug |wayback=20141028061012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauen, die meist abgeschirmt öffentlich badeten, trugen ein Badekleid oder einen Baderock mit einer [[Badekappe|Badehaube]]. Um die Beine zu bedecken und einen [[Statischer Auftrieb|Auftrieb]] des Kleidungsstückes zu verhindern, wurden die Ensembles durch Badestrümpfe, Wollstrumpfhosen oder Gewichte am Rocksaum des Badekleides komplettiert. Marineblaue Badeanzüge aus [[Perkal]] oder beigefarbenen [[Loden]] mit Marinesymbolen kamen ab 1888 in Mode und beherrschten die Bademoden über Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Badeanzüge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Annette Kellerman1.jpg|mini|hochkant|[[Annette Kellerman]],&amp;lt;br /&amp;gt; um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Macht der Mode - Badeanzüge (7).jpg|mini|hochkant|links|Badeanzug mit anknöpfbarem Rock, um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Macht der Mode - Badeanzüge (6).jpg|mini|hochkant|Herrenbadeanzug 1920er Jahre aus Baumwolljersey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bademode Badebekleidung Familie Wedau Duisburg 1927.jpg|alternativtext=Familie im Jahr 1927 bei der ein Junge und die Frau Badeanzug tragen|mini|170x170px|Jungen-Badeanzug und Damen-Badeanzug einer Kapitänsfamilie im Jahr 1927 ]]&lt;br /&gt;
In Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung der [[Reformkleidung]] in der Gesellschaft änderte sich auch die Bademode für Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts. Zunehmend wurde auch in bürgerlichen Gesellschaftsschichten Kleidung getragen, die eine sportliche Betätigung ermöglichte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1870–1900 Madame wird sportlich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 214 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei sportlichen Wettkämpfen trugen Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts einteilige Badeanzüge, die im nassen Zustand die Körpersilhouette deutlich abzeichneten und daher als unschicklich oder unsittlich angesehen wurden. Eine der ersten Frauen, die die zweckmäßigen Badeanzüge bei öffentlichen Wettkämpfen trug und deshalb auch 1907 in [[Boston]] wegen [[Erregung öffentlichen Ärgernisses]] verhaftet und vor ein Gericht gestellt wurde, war die australische Schwimmerin [[Annette Kellerman]].&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Sprawson: &amp;#039;&amp;#039;Ich nehme Dich auf meinen Rücken, vermähle Dich dem Ozean. Die Kulturgeschichte des Schwimmens&amp;#039;&amp;#039;. marebuchverlag, Hamburg 2002, ISBN 3-936384-73-8, S. 46 f., S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die enggeschnittenen Badeanzüge setzten sich in den verschiedenen Ländern nur zögerlich durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freizeitbereich dominierten kniebedeckende Badeanzüge aus [[Serge (Textil)|Wollserge]] mit [[Bordüre|Borten]] und Gürteln, häufig im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Matrosenanzug|Matrosenlook]]&amp;#039;&amp;#039;, die außerhalb des Wassers noch mit einem Rock komplettiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1870–1900 Madame wird sportlich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Badekleidern oder Badehosen wurden dunkle Badestrümpfe und – meist geschnürte – [[Badeschuh|Badeschuhe]] getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1901–1914 Frauen in Aktion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 230f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel dazu kam um 1910 ein einteiliges sackartiges Gewand in Mode, das eng an den Achseln anlag und mit einem Gürtelschößchen verziert war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lucie Hampel |Titel=Hundert Jahre Badeanzug |Sammelwerk=Lenzinger Berichte |Band=Folge 16 |Verlag=Lenzinger |Ort=Lenzing |Datum=1964 |ISSN=0024-0907 |Seiten=83 |Online=http://www.lenzing.com/fileadmin/template/pdf/konzern/lenzinger_berichte/ausgabe_16_1964/LB-0161964075.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2014-10-28 }} {{Webarchiv|url=http://www.lenzing.com/fileadmin/template/pdf/konzern/lenzinger_berichte/ausgabe_16_1964/LB-0161964075.pdf |wayback=20141028061012 |text=Hundert Jahre Badeanzug }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1914 entwarf [[Coco Chanel]] erste elastische Stoffe für Badeanzüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während darauf geachtet wurde, dass die Beine der Frauen in der Öffentlichkeit verhüllt wurden, reichten die Badeanzüge der Männer zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur bis zum Knie. Die Einteiler, die häufig an der Schulter geschlossen wurden, waren meist durch angeschnittene Ärmel und Beine und eine heruntergezogene [[Taille]] charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1837–1900 Männer der Tat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurze Badeanzüge für Männer – meist aus [[Wolle]] gearbeitet – setzten sich im [[Schwimmsport]] bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] durch. Das Oberteil war dabei wie ein [[Achselshirt]] geschnitten und die Hosen meist zweilagig gearbeitet. Nachteil des eingesetzten Wollmaterials war, dass der Badeanzug im Wasser seine Form verlor, sich mit Wasser vollsog und dadurch ein Gewicht von bis zu 6 Kilogramm erreichte. Leichte Baumwolltrikotstoffe, die auch schneller trockneten, lösten zunehmend ab 1910 die Wollmaterialien ab. Verbreitet waren in dieser Zeit gestreifte Badetrikots für Männer. Im Freizeitbereich dominierten darüber hinaus zweiteilige Badekombinationen aus kurzer Hose und Sporthemd.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1901–1914 Sport und Freizeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung des Badeanzugs in den 1920er-Jahren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ronald Reagan as Lifeguard 1927.jpg|mini|hochkant|Ronald Reagan in einem Rettungsschwimmeranzug (1927)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesellschaftliche Akzeptanz sportlicher Badeanzüge für Frauen setzte sich erst allmählich in den 1920er-Jahren durch. Noch im Jahr 1919 wurde die Olympiaschwimmerin [[Ethelda Bleibtrey]] inhaftiert, weil sie am Strand von [[Manhattan]] ihre Strümpfe zum Schwimmen abgelegt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Sprawson: &amp;#039;&amp;#039;Ich nehme Dich auf meinen Rücken, vermähle Dich dem Ozean. Die Kulturgeschichte des Schwimmens&amp;#039;&amp;#039;. marebuchverlag, Hamburg 2002, ISBN 3-936384-73-8, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er-Jahren wurden die Bekleidungsvorschriften etwas liberaler. Auch Frauen trugen nun figurbetonte Badeanzüge ohne Strümpfe. Die Modeindustrie wandte sich unter dem Einfluss der verschiedenen [[Moderne#Kunstgeschichte|modernen Kunstrichtungen]] verstärkt dem Design von Badeanzügen zu. Im Jahr 1926 wurden im [[Berliner Sportpalast]] auf dem &amp;#039;&amp;#039;Ball der Bälle&amp;#039;&amp;#039; erstmals freizügige Badeanzüge während einer [[Modenschau]] gezeigt. Konservative Kreise reagierten empört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=https://www.gf-luxury.com/schamgefuehl-lebenslust-einteiler-20jahrhundert/ |date=2024-01-13 |text=Teil 2: Zwischen Schamgefühl und Lebenslust – der Einteiler im 20. Jahrhundert auf gf-luxury.com}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tiefe Rückenausschnitte und geometrische Muster sowie hellere Farben charakterisierten den Badeanzug der Zwanzigerjahre. Seit 1929 wurden regelmäßig Bademodenschauen durchgeführt. Neben Badeanzügen wurden auch Strandanzüge und spezielle Kombinationen entworfen, die man zusammen mit den Badeanzügen tragen konnte, wie beispielsweise die [[Rompers]], weite, breitgestreifte Trägerhosen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1919–1928 Moderne.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 266 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Malerei inspiriert, widmeten sich Designerinnen wie [[Sonia Delaunay-Terk]] dem Entwerfen von bunten, geometrischen Stoffen und Schnitten von Badeanzügen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1870–1900 Madame wird sportlich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 214 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Künstler des [[Bauhaus]]es, wie beispielsweise [[Walter Gropius|Walter]] und [[Ise Gropius]], bevorzugten hingegen einfache Schnitte und vorwiegend klassische, dunkle Farben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Ackermann: &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus intim.&amp;#039;&amp;#039; In: Jeannine Fiedler und Peter Feierabend (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus&amp;#039;&amp;#039;. Könemann, Köln 1999, ISBN 3-89508-600-2, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Badeanzüge der Männer waren häufig durch schmale Schulterträger, kurze angesetzte Beine und schwarze oder weiße Gürtel gekennzeichnet, die auf der hohen Taille getragen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1920–1929 Am Strand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gegen Ende der Zwanzigerjahre wurden diese Männer-Badeanzüge an den Achseln und im Rücken tiefer ausgeschnitten und allmählich durch Badehosen verdrängt. Besonders in fortschrittlichen Kreisen wurde die beinfreie &amp;#039;&amp;#039;Dreiecksbadehose&amp;#039;&amp;#039; beliebter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Badebekleidung von den 1930er-Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ===&lt;br /&gt;
In konservativen Kreisen der [[Weimarer Republik]] wurde die zunehmende Freizügigkeit im Bereich der Bademoden kritisch gesehen. Am 18. August 1932 gab die preußische Regierung den sogenannten [[Zwickelerlass]] heraus. In Paragraph 1 wurde angeordnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=(2) Frauen dürfen öffentlich nur baden, falls sie einen Badeanzug tragen, der Brust und Leib an der Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedeckt, unter den Armen fest anliegt sowie mit angeschnittenen Beinen und einem [[Zwickel (Textil)|Zwickel]] versehen ist. Der Rückenausschnitt des Badeanzugs darf nicht über das untere Ende der Schulterblätter hinausgehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) Männer dürfen öffentlich nur baden, falls sie wenigstens eine Badehose tragen, die mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel versehen ist. In sogenannten Familienbädern haben Männer einen Badeanzug zu tragen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Preußische Gesetzsammlung Nr. 56&amp;#039;&amp;#039;, ausgegeben am 30. September 1932, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Eileen Coghlan.jpg|mini|hochkant|Eileen Coghlan in einem zweiteiligen Badeanzug in der Armeezeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Yank, the Army Weekly|Yank]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Badeanstalten wurde der Erlass umgesetzt und das Tragen von bestimmten Kleidungsstücken verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtwerke Tübingen: [https://www.swtue.de/baeder/uhlandbad/100-jahre-uhlandbad.html &amp;#039;&amp;#039;Eine Zeitreise durch die Tübinger Bädergeschichte – Geschichten aus dem Uhlandbad&amp;#039;&amp;#039;], Folge 19: &amp;#039;&amp;#039;Schickliches und Unschickliches: Bademoden im Uhlandbad&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Badebekleidung, die in der Öffentlichkeit getragen wurde, musste ab 1933 sowohl bei Männern als auch bei Frauen einen Beinansatz haben. Während der Zeit des [[Nationalsozialismus]] wurden bevorzugt taillierte Schwimmanzüge mit angeschnittenem Bein oder Badeanzüge mit kurzen Röckchen getragen. Neben zweifarbigen, meist figurbetonten Ton-in-Ton-Modellen wurden auch intensiv gemusterte Badeanzüge getragen. Als Material wurden zunehmend Stoffe eingesetzt, die leichter trockneten.&lt;br /&gt;
Ende der 1930er-Jahre kamen Modelle mit integriertem [[Büstenhalter]] in Mode. Charakteristisches Merkmal der modischen Badeanzüge dieser Zeit waren [[Spaghettiträger]] und [[Neckholder]]-Modelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der nachfolgenden Verknappung der Rohstoffe kam die Produktion von Freizeitmode weitgehend zum Erliegen. Ab 1941 wurden in deutschen Frauen- und Modezeitschriften keine Bademodefotografien mehr publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Christoph Moderegger: &amp;#039;&amp;#039;Modefotografie in Deutschland 1929–1955.&amp;#039;&amp;#039; 2000, ISBN 3-8311-0731-9, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] führte die kriegsbedingte Rationierung von Stoffen für die Damenbekleidung zu einer Verkleinerung der Badeanzüge. Prominente Schauspielerinnen wie [[Rita Hayworth]] oder [[Esther Williams]] ließen sich in zweiteiligen oder ausgeschnittenen Badeanzügen fotografieren. In der amerikanischen Armeezeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Yank, the Army Weekly]]&amp;#039;&amp;#039; erschienen regelmäßig Fotografien von berühmten [[Pin-up]]-Girls in Bademoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006711 015 Badetextilien für Damen auf der Leipziger Herbstmesse 1954.jpg|mini|Trägerlose Modelle auf der Leipziger Herbstmesse 1954]]&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurde die Bademode in Europa stark von amerikanischen Einflüssen geprägt. Die figurbetonten, stark taillierten Badeanzüge mit angeschnittenen Beinen waren meist abstrakt gemustert und wurden am Strand mit passenden Strandmänteln aus [[Frottee]] oder elastischer Baumwolle getragen. Häufig wurden die Badeanzüge auch noch mit kurzen Röcken kombiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1950–1961 Ferienmode.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer.&amp;#039;&amp;#039; Dorling-Kindersley, München 2013, ISBN 978-3-8310-2389-9, S. 336 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 stellte [[Louis Réard]] den [[Bikini]] in der Öffentlichkeit vor, der in den 1950er-Jahren zunehmend den Badeanzug als Badebekleidung verdrängte. In der Folgezeit veränderten sich die Schnitte und vor allem die verwendeten Materialien. Die figurbetonten Badeanzüge wurden bevorzugt aus [[Polyester]]fasern wie [[Trevira]] hergestellt. In der [[DDR]] waren die Badeanzüge vorwiegend aus Baumwollmischgewebe, [[Malimo]] oder [[Grisuten]], gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem insbesondere jüngere Frauen in den 1970er- und 1980er-Jahren Bikinis bevorzugten und Badeanzüge nur im Schwimmsport und von älteren Frauen getragen wurden, lebten Badeanzüge – nicht zuletzt ausgelöst durch populäre US-amerikanische Fernsehserien wie &amp;#039;&amp;#039;[[Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu]]&amp;#039;&amp;#039; – in den 1990er-Jahren wieder auf. Die Modelle waren in den 1990er-Jahren vielfach durch hohe Beinausschnitte charakterisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
==== Materialien ====&lt;br /&gt;
[[Datei:JulianaImai.jpg|mini|hochkant|Moderner Badeanzug auf einer Modenschau (2007)]]&lt;br /&gt;
Im 21. Jahrhundert gibt es Badeanzüge im Freizeitbereich in einer Vielzahl von Materialien und [[Oberflächenveredelung]]en. Neben dem verstärkten Einsatz von [[Lycra]], [[Polyamide#Nylon|Nylon]] und [[Elastan|Spandex]] werden auch Stoffe verwendet, die vor [[UV-Strahlung]] schützen oder eine Bräunung der Haut auch unter dem Badeanzug zulassen. Besonders für Badebekleidung von Kindern und Jugendlichen werden sogenannte UV-Schutz-Stoffe angeboten, die sich durch eine sehr feste Webart oder eine Behandlung der Stoffe mit UV-abweisenden Materialien wie [[Titanoxide|Titanoxid]] auszeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/haut/vorbeugung/tid-9994/uv-schutzkleidung-spezialkleidung-auf-dem-pruefstand_aid_302135.html |titel=UV-Spezialkleidung – Spezialkleidung auf dem Prüfstand |werk=focus.de |datum=2010-05-27 |abruf=2014-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 20. Jahrhunderts werden auch Stoffe verwendet, die eine nahtlose Bräunung gestatten. Durch den Einsatz hocheleastischer [[Chemiefaser]]n wie [[Elastan|Dorlastan]], die sich in Längs- und Querrichtung dehnen, wird die UV-Strahlung partiell durchgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ein-neuartiger-stoff-ermoeglicht-nahtlose-braeune-ein-badedress--der-die-sonne-durchlaesst,10810590,8957220.html |titel=Ein Badedreß, der die Sonne durchläßt |werk=berliner-zeitung.de |datum=1995-05-20 |abruf=2014-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formen ====&lt;br /&gt;
Moderne Badeanzüge zeichnen sich durch einen großen Formenreichtum aus: Neben klassischen Schnitten liegen One-Shoulder-Modelle, Bandeau- und Neckholder-Badeanzüge im Trend. Retromuster im klassischen Marine- oder Chanelstil und einfarbige Badeanzüge werden ebenso angeboten wie Stoffe im Blumen-, Foto- oder Ethnoprint. Neuartige Cut-out-Badeanzüge, teils mit transparenten Einsätzen im Vorder-, Rücken- oder Seitenteil, sowie moderne [[Monokini]]s bilden Übergänge zum klassischen zweiteiligen Bikini (siehe auch [[Bikini#Varianten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Femmes-Amish.jpg|mini|Badebekleidung der [[Amische]]n]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Bademodenhersteller haben sich darauf spezialisiert, Badebekleidung herzustellen, die den Ansprüchen und Anforderungen der verschiedenen religiösen Glaubensgruppen gerecht wird. Häufig werden kurz- oder langärmelige bis zum Knie reichende Overalls mit Trägerkleidern kombiniert, die zum Teil auch im Wasser getragen werden. Unter [[muslim]]ischen Frauen findet mit dem [[Burkini]] ein Ganzkörper-Badeanzug Verbreitung, der es ihnen erlaubt, trotz strenger religiöser Normen in Anwesenheit von Männern baden zu gehen. Die täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft der [[Amische]]n tragen heute noch traditionelle Badebekleidung bestehend aus einem knieüberdeckenden Badekleid mit weißer oder schwarzer Schürze sowie einem weißen oder schwarzen Häubchen. Auch im orthodoxen Judentum tragen Frauen Badebekleidung, die einen großen Teil ihres Körpers bedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://forward.com/sisterhood/348382/seriously-what-orthodox-women-wear-to-the-beach-is-no-different-from-a-burk/ |titel=Seriously, What Orthodox Women Wear to the Beach Is No Different From a Burkini |abruf=2019-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.evangelisch.de/inhalte/87035/30-07-2013/erfrischendes-bad-nur-im-ganzkoerperanzug |titel=Erfrischendes Bad nur im Ganzkörperanzug |sprache=de |abruf=2019-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einteilige [[School Mizugi]], kurz Sukumizu, ist ein Badeanzug, der beim [[Schwimmunterricht]] von Schülerinnen in [[Japan]] getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Leistungssport]] waren auftriebsfördernde [[Schwimmanzug|Schwimmanzüge]] mit zum Teil langen Ärmeln und Beinen bei Männern und Frauen zeitweise verbreitet, bevor sie für offizielle Wettkämpfe verboten wurden. Diese auch als &amp;#039;&amp;#039;Bodyskins&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Schwimmanzüge bestehen meist aus gewebtem Elastan-Nylon und [[Polyurethan]], die Nähte werden mit [[Ultraschall]] verschweißt und die ultraflachen Reißverschlüsse mit [[Neopren]] unterlegt. Einige Hersteller bieten solche Schwimmanzüge ausdrücklich [[unisex]] für Männer und Frauen an, andere Hersteller differenzieren Männer- und Frauenmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwendung ====&lt;br /&gt;
Badeanzüge werden in erster Linie beim Baden und Schwimmen etwa in [[Freibad|Freibädern]], in Seen oder im Meer, beim [[Sonnenbad]]en und bei [[Schwimmanzug|Schwimmwettkämpfen]] sowie dem Wettkampftraining, getragen. Gewöhnlich werden Badeanzüge auch unter [[Neoprenanzug|Neoprenanzügen]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Badeanzüge werden ferner bei bestimmten Wettbewerben getragen, um den Körper entsprechend zu präsentieren, wie beispielsweise bei [[Schönheitswettbewerb|Schönheits-]] oder [[Bodybuilding]]-Wettbewerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|One-piece swimsuits|Badeanzüge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Janine Kühl: [https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Vom-Matrosenanzug-zum-Bikini-Bademoden-im-Wandel-der-Zeit,bademoden102.html Vom Matrosenanzug zum Bikini: Bademoden im Wandel der Zeit] auf ndr.de&lt;br /&gt;
* Julia Anton: [https://www.faz.net/aktuell/stil/trends-nischen/shitstorm-gegen-adidas-ein-badeanzug-fuer-alle-18907282.html Ein Badeanzug für alle] auf faz.net (20. Mai 2023)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Badeanzu*|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- {{Normdaten|TYP=s|GND=4231299-1|LCCN=sh/85/12328|NDL=|VIAF=}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badekleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einteiler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fuchs B</name></author>
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