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	<title>Backmischung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:42:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Backmischung&amp;diff=2434572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frühlingsmädchen: die</title>
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		<updated>2025-05-02T06:50:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;die&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cake mix in plastic packet photo.JPG|miniatur|Inhalt einer Packung Backmischung für Schokolade-[[Rührkuchen]]: Mischung für Teig (links) und [[Glasur (Küche)|Glasur]] (rechts)]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Backmischung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein pulverförmiges Gemisch von Zutaten für einen [[Teig]]. Backmischungen gibt es für viele Arten von [[Backware]]n, am häufigsten jedoch für [[Kuchen]] und [[Brot]]. Als [[Convenience Food]] sollen Backmischungen beim Backen Zeit sparen und für konsistente Qualität sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Verpackung ==&lt;br /&gt;
Bestandteile praktisch jeder Backmischung sind Mehl, Salz und [[Triebmittel]]. Dazu kommen abhängig vom Rezept Zucker und andere Zutaten. Backmischungen sind trocken und bei Zimmertemperatur unter Luftabschluss lange haltbar. Dementsprechend müssen diesen Backmischungen die zum Rezept gehörigen Flüssigkeiten (Wasser oder Milch), Fette (zum Beispiel Butter) und Eier noch hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als industriell gefertigtes Produkt der [[Lebensmittelindustrie]] für Konsumenten werden Backmischungen als portionierte und verpackte [[Markenartikel|Markenprodukte]] seit Mitte des 20. Jahrhunderts angeboten. Daneben existieren auch gewerbliche Backmischungen als [[Halbfabrikat|Vorprodukte]] für Bäcker.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Backmischungen für Brot und Kleingebäck&amp;#039;&amp;#039;. Broschüre Nr. 16, Backwaren aktuell : Neues aus dem Wissensforum Backwaren, {{ZDB|2499824-2}}. ({{Webarchiv |url=http://www.wissensforum-backwaren.de//files/broschuere_16.pdf |text=Download |wayback=20120722183128}}; PDF; 95&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Henry Jones Self-Raising Flour Advertisement.JPG|miniatur|Anzeige für &amp;#039;&amp;#039;Henry Jones Patent Flour&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die ersten trockenen Backmischungen als Halbfertigprodukte wurden während der [[Industrielle Revolution|industriellen Revolution]] in England hergestellt. Das vom Bäcker Henry Jones (1812–1891) aus [[Bristol]] erfundene „self-raising flour“ (selbstaufgehendes Mehl) gilt als die erste Backmischung. Jones’ Mischung bestand aus fein gemahlenem Mehl, gemischt mit dem Konservierungsmittel [[Weinsäure]] und nach einer Lagerung von zwei bis drei Tagen mit dem Treibmittel [[Natriumhydrogencarbonat|Natron]] versetzt. Dazu kam [[Speisesalz|Salz]] und aus [[Zuckerhut (Zucker)|Zuckerhut]] gemahlener feinkörniger Zucker. Dem Mehl musste vor dem Backen nur noch Trinkwasser hinzugefügt werden. Jones meldete seine Erfindung 1845 in England zum Patent an, 1849 auch in den USA.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=6418| Code=A| Titel=Improvement in the Preparation of Flour for Bread-Making| V-Datum=1849-05-01| Anmelder=Jno. Fowler| Erfinder=Henry Jones}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel A. Matz: &amp;#039;&amp;#039;The chemistry and technology of cereals as food and feed&amp;#039;&amp;#039;. New York 1991, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Veröffentlichung in der &amp;#039;&amp;#039;[[The Lancet|Lancet]]&amp;#039;&amp;#039; betonte die Verwendung auf langen Schiffsreisen, um anstelle des harten [[Hartkeks|Schiffszwiebacks]] frisches Brot anbieten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prepared Flour for making bread at sea, &amp;amp; by the addition of water only&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Lancet&amp;#039;&amp;#039;. (11. Oktober 1845), S. 409.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig erfand Jones einen Backofen für den Einbau in Schiffen, mit dem seine Backmischung verarbeitet werden sollte. Nachdem Jones zehn Jahre lang vergeblich versuchte, die [[Admiralität (Vereinigtes Königreich)|Admiralität]] vom Nutzen seiner Erfindung für die [[Royal Navy]] zu überzeugen, schickte er 1855 einen entsprechenden Brief an jeden Abgeordneten des [[House of Commons]]. Kurz darauf wurde „Henry Jones self-raising flour“ von der Navy eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Neil Hanson: &amp;#039;&amp;#039;The Custom of the Sea&amp;#039;&amp;#039;. Doubleday, New York 1999, ISBN 0-385-60115-8, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren gab es in den [[USA]] weitere Anbieter. Popularisiert wurden Backmischungen in den USA durch [[General Mills]] mit der Marke &amp;#039;&amp;#039;[[Betty Crocker]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1947 in die Läden bzw. zunehmend Supermärkte kam. Die erste Sorte war &amp;#039;&amp;#039;Ginger Cake&amp;#039;&amp;#039;, es folgten &amp;#039;&amp;#039;Gingerbread Cake&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cookie Mix&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Devils Food Layer Cake&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Party Layer Cake&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;liberman&amp;quot;&amp;gt;Sherri Liberman: &amp;#039;&amp;#039;American Food by the Decades&amp;#039;&amp;#039;. Greenwood Press, Santa Barbara 2011, ISBN 978-0-313-37698-6, S. {{Google Buch |BuchID=vCMskYrWKVMC |Seite=101 |Linktext=101–102 |KeinText=Bitte}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA brachte [[ConAgra Foods|Nebraska Consolidated Mills]] unter der Marke &amp;#039;&amp;#039;Duncan Hines&amp;#039;&amp;#039; 1951 ihre Backmischungen für Kuchen auf den Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;Laura Shapiro: &amp;#039;&amp;#039;Something from the oven&amp;#039;&amp;#039;. New York 2004, S. 72–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1956 verkaufte Nebraska Mills das erfolgreiche Backmischungsgeschäft an [[Procter &amp;amp; Gamble]]. Noch heute gehört &amp;#039;&amp;#039;Duncan Hines&amp;#039;&amp;#039; in den USA zu den führenden Marken bei Backmischungen. Der ehemalige dritte Konkurrent [[Pillsbury Company|Pillsbury]] wurde 2001 von General Mills übernommen. Die Marke &amp;#039;&amp;#039;Pillsbury&amp;#039;&amp;#039; („Moist supreme“) existiert bei Backmischungen jedoch noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in den frühen 1960ern der Markt für Backmischungen in den USA zu stagnieren begann, plante General Mills die Expansion nach [[Japan]]. Japanische Konsumenten kauften Backwaren fast ausschließlich außer Haus, westliche Waren waren populär. Einziges Hindernis für die Verbreitung von Backmischungen schien das Fehlen eines [[Backofen#Haushaltsbacköfen|Backofens]] in der typischen japanischen Küche zu sein. Daher entwickelte General Mills eine spezielle Backmischung für die Zubereitung im [[Reiskocher]], die unter dem Kunstnamen &amp;#039;&amp;#039;Cakeron&amp;#039;&amp;#039; vertrieben wurde, einem [[Wasei-Eigo|Schein-Anglizismus]]. Nach anfänglichen Vertriebserfolgen brach der Umsatz mangels Wiederholungskäufern ein. In Kundenbefragungen stellte sich heraus, dass übriggebliebener gekochter Reis im Reiskocher aufbewahrt wurde, der dadurch selten für das Backen frei war. Auch hinterließ die Backmischung einen Nachgeschmack im Reiskocher, so dass die nächste Portion weißer Reis zum Beispiel nach Vanille schmeckte. Im Zusammenspiel mit der kulturellen Symbolik des unberührten, weißen Reis, die durch fremden Einfluss bedroht schien, war so ein Misserfolg unausweichlich. General Mills stellte die japanische Produktlinie für Backmischungen ein. Bis in die 1990er haben sich Backmischungen in Japan nicht durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gary A. Knight: &amp;#039;&amp;#039;International Marketing Blunders by American Firms in Japan: Some Lessons for Management&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of International Marketing&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 3, Nr. 4 (1995), {{ISSN|1069-031X}}, S. 109–110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR verkaufte das Unternehmen [[Kathi Rainer Thiele|Kathi]] erstmals 1953 Tüten mit backfertigem Tortenmehl. Der Slogan war: „Mit Ei und Fett verrührt sofort backfertig.“ Noch heute ist Kathi in den neuen Bundesländern Marktführer für Backmischungen. In der Bundesrepublik brachte [[Mondelēz International|Kraft]] 1970 die ersten Backmischungen auf den Markt, 1972 folgte [[Dr. August Oetker KG|Dr. Oetker]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Zschiesche]], Oliver Errichiello: &amp;#039;&amp;#039;Kathi – die Erfinder der Backmischung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsgeheimnis Ost&amp;#039;&amp;#039;. Gabler, 2009, ISBN 978-3-8349-1615-0, S. 134–138, {{DOI|10.1007/978-3-8349-8294-0_16}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Gesamtdeutschland ist heute Dr. Oetker mit knapp zwei Dritteln des Umsatzes im Segment Backmischungen Marktführer, darauf folgen mit Marktanteilen von jeweils etwa 10 % bis 15 % [[Unilever]] (Marke [[Mondamin (Markenname)|Mondamin]]), [[Ruf Lebensmittelwerk|Ruf]] und Kathi (alle Angaben Stand 2004).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.backwelt.de/archiv/items/article_arch_8366.html |titel=Backe, backe Kuchen |werk=brot + backwaren |datum=2012-07-20 |archiv-url=https://archive.md/20120720231252/http://www.backwelt.de/archiv/items/article_arch_8366.html |abruf=2024-11-13 |kommentar=Nr. 1+2/2004, ZDB-ID 2186806-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gesamtmarkt für Backmischungen in Deutschland hatte 2002 nach einer Erhebung von [[ACNielsen|AC Nielsen]] eine Größe von 125 Mio. EUR (Angabe in Produzentenpreisen und ohne Einbeziehung von [[Aldi]]).&amp;lt;ref&amp;gt;„Kathi […] mit einem Umsatz von […] 16 Mill. Euro. […] 2002 konnte [Kathi] seinen Anteil am Umsatz für Backmischungen in Deutschland […] auf 12,8 % steigern.“ entspricht mit Dreisatz einer Marktgröße von 125 Mio. EUR. Vanessa Liertz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/die-koenigin-der-backmischungen-316755/ Die Königin der Backmischungen]&amp;#039;&amp;#039;. In. &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftswoche&amp;#039;&amp;#039; vom 27. März 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karal Ann Marling: &amp;#039;&amp;#039;Betty Crocker’s Picture Cook Book&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;As seen on TV : The Visual Culture of Everyday Life in the 1950s&amp;#039;&amp;#039;. Harvard University Press, Cambridge 1994, ISBN 0-674-04882-2, S. 202–240.&lt;br /&gt;
* Laura Shapiro: &amp;#039;&amp;#039;Something from the oven : Reinventing dinner in 1950s America&amp;#039;&amp;#039;. Viking, New York 2004, ISBN 978-0-670-87154-4.&lt;br /&gt;
* Samuel A. Matz: The chemistry and technology of cereals as food and feed. Springer, New York 1991, ISBN 0-442-30830-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cake mix|Cake Mix}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.snopes.com/fact-check/something-eggstra/ Something Eggstra] – Hat das nachträgliche Hinzufügen von Eiern wirklich zum Durchbruch für Backmischungen geführt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4323635-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teigverarbeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Convenience Food als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frühlingsmädchen</name></author>
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