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	<title>Bachgau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bachgau&amp;diff=615791&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-08T08:19:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maingau.png|miniatur|300px|rechts|Der Bachgau lag im Süden des hier eingezeichneten Maingaues (um 1000)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bachgau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine historische Region südwestlich von [[Aschaffenburg]]. Der Bachgau war wie der [[Rodgau (Gau)|Rodgau]] ein Teil des [[Maingau]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vor- und Frühgeschichte – Römerzeit ===&lt;br /&gt;
Bereits in [[Urgeschichte|vorgeschichtlicher Zeit]] war der Bachgau besiedelt. Dies beweisen Funde aus der [[Jungsteinzeit]] bis ins letzte vorchristliche Jahrhundert, die in den Museen in Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römisches Reich|Römerzeit]] war der Bachgau Ufer- und Grenzland am [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Obergermanisch-Raetischen Limes]], der hier [[Mainlimes]] oder auch &amp;#039;&amp;#039;Nasser Limes&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Aus den [[Römisches Militärlager|Kastellen]] [[Kastell Obernburg|Obernburg]], [[Kastell Niedernberg|Niedernberg]] und [[Kastell Stockstadt|Stockstadt]] finden sich viele Zeugnisse aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christianisierung ===&lt;br /&gt;
Als ältestes christliches Zeugnis dürfte die Kirche in Nölkheim (Nilkheim) gelten. Es wird erwähnt, dass der [[Liste der Bischöfe von Mainz|Mainzer Bischof]] Rigibert die von dem Priester Adalhuno gebaute und dem [[Dionysius von Paris|Hl. Dionysius von Paris]] gewidmete Kirche in der 1. Hälfte des 8. Jahrhunderts geweiht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heßler: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte der Kirchen St. Dionysius …&amp;#039;&amp;#039; 1250 Jahre Christliches Nilkheim s.&amp;amp;nbsp;u. – Das Steindokument, auf dem das Datum 711/716 bestätigt wird, ging verloren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater von [[Einhard]] (auch Eginhard bzw. Beseleel genannt), dem Schreiber und Schwiegersohn [[Karl der Große|Karls des Großen]] und Schwiegersohn, besser bekannt unter dem Namen [[Einhart v. Klingelsporn]], erhielt den Bachgau von König Karl als Altersruhesitz und Rente geschenkt. Um 850 zählte man die Stadt [[Seligenstadt]] offensichtlich noch zum Bachgau, denn Einhard baute die ebenfalls geschenkte Stadt Mulinheim und sein [[Kloster Seligenstadt]] zu einem kulturellen Zentrum des [[Frühmittelalters|frühen Mittelalters]] aus. Dank der Gebeine der beiden Heiligen [[Petrus und Marcellinus|Marcellinius und Petrus]], die Einhard d.&amp;amp;nbsp;J. von [[Rom]] nach Seligenstadt bringen ließ, sagte man Seligenstadt bald eine heilbringende Quelle nach, die Schutz vor Krankheiten wie der [[Pest]] biete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cent Bachgau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cent Bachgaw 1695.jpg|miniatur|300px|&amp;#039;&amp;#039;Cent Bachgaw&amp;#039;&amp;#039;: Kupferstich des Mainzer Kartographen [[Nikolaus Person]] von 1695]]&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert gehörte der Bachgau, ursprünglich wohl Königsgut, zum Besitz der [[Ministerialer|Reichsministerialen]] von [[Hagen-Münzenberg]]. Im Umfeld der Heirat [[Reinhard I. (Hanau)|Reinhards I.]] mit [[Adelheid von Münzenberg]] (vor 1245), Tochter [[Ulrich I. von Münzenberg|Ulrich I. von Hagen-Münzenberg]], brachte diese das [[Amt Babenhausen]] und den Bachgau als Heiratsgut mit, die nun zur [[Herrschaft Hanau]] gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Löwenstein: &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Hanau&amp;#039;&amp;#039;. In: Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900–1806 = Handbuch der hessischen Geschichte 3 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63. Marburg 2014. ISBN 978-3-942225-17-5, S. 196–230 (205).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bachgau aber ging Hanau größtenteils wieder verloren: Schon Reinhard I. hatte ihn 1278 an den [[Erzbischof von Mainz]] abgeben müssen. Nach dem Tod des Erzbischofs [[Werner von Eppstein]] zog König [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf]] den Bachgau zugleich mit dem Kloster Seligenstadt ein und übergab ihn [[Ulrich I. (Hanau)|Ulrich I. von Hanau]] zur Verwaltung. König [[Adolf von Nassau]] sprach den Bachgau 1292 wieder dem Erzbischof zu, wohl ein Kompensationsgeschäft für dessen Stimme bei der Königswahl, was Ulrich I. aber offensichtlich ignorierte. Die aus dem Streit um den Bachgau entstehende [[Fehde]] zwischen Ulrich I. und dem Mainzer Erzbischof [[Gerhard II. von Eppstein]] – wohl 1298 – scheint sehr heftig gewesen zu sein. Ulrich I. wurde militärisch geschlagen und vom Erzbischof in [[Bingen am Rhein|Bingen]] gefangen gesetzt. Ulrich I. kam zwar bald wieder frei, der Bachgau aber war für Hanau größtenteils verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Haase: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich I., Herr von Hanau 1281–1306.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1924 ([[Westfälische Wilhelms-Universität Münster]], [[Schreibmaschine|maschinenschriftliche]] phil. Dissertation vom 27. Mai 1925).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur die Dörfer [[Langstadt]], [[Schlierbach (Schaafheim)|Schlierbach]] und [[Schaafheim]] sowie zahlreiche einzelne Rechte im Bachgau blieben Hanau erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum „[[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Cent]] Bachgau“ gehörten seit dem 14. Jahrhundert die Orte Stockstatt ([[Stockstadt am Main]]), Leyder ([[Leider]]), Nilkheimb ([[Nilkheim]]), [[Niedernberg]], Großenwallstatt ([[Großwallstadt]]), Eysenbach ([[Eisenbach (Unterfranken)|Eisenbach]]), [[Mömlingen#Hausen hinter der Sonne|Hausen (hinter der Sonne)]] (heute &amp;#039;&amp;#039;Wüstung&amp;#039;&amp;#039;), Mömblingen ([[Mömlingen]]), Radheimb ([[Radheim]]), [[Mosbach (Schaafheim)|Mosbach]], Wenigenumbstatt ([[Wenigumstadt]]), Pflaumheimb ([[Pflaumheim]]), Ringenheimb ([[Ringheim]]), Ostheimb ([[Großostheim]]), Dorndill ([[Dorndiel]]), [[Obernburg am Main]] und Hof Neustatt (heute als [[Neustädterhof]] Ortsteil von [[Obernburg am Main|Obernburg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet wurde wohl ab dem 15. Jahrhundert durch die [[Bachgauer Landwehr]] zwischen Stockstadt und Mömlingen gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Zeit ===&lt;br /&gt;
1782 wurden die territorialen Verhältnisse neu geordnet; es entstanden Amtsvogteien und Oberämter im [[Vizedomamt Aschaffenburg|Vicedomamt Aschaffenburg]]. So kamen Stockstadt und Leider zur Amtsvogtei [[Schweinheim (Aschaffenburg)|Schweinheim]], die anderen Orte zur Stadt und Amtsvogtei Obernburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wilhelm Christian Steiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Altertümer und Geschichte des Bachgaus im alten Maingau&amp;#039;&amp;#039; Wailandt’sche Schriften Aschaffenburg 1821 {{Google Buch| BuchID = 8JAAAAAAcAAJ| Seite = 187| Hervorhebung= bachgau| Linktext = online}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Ende des Kurfürstentums Mainz 1803 wurde auch der Cent Bachgau aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung Bayern – Hessen ===&lt;br /&gt;
Mosbach und Radheim (heute Ortsteile von Schaafheim), d.&amp;amp;nbsp;h. der westliche Teil des Bachgaus kamen nach dem [[Wiener Kongress]] zunächst zu Bayern, jedoch im Jahr 1817 durch den hessisch-bayerischen Gebietsaustausch zum [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtum Hessen-Darmstadt]]; Wenigumstadt, Pflaumheim und Mömlingen, d.&amp;amp;nbsp;h. der östliche Teil des Bachgaus, verblieben im [[Königreich Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heute ===&lt;br /&gt;
In der Gegenwart zählen zum Bachgau die Orte Großostheim mit den Ortsteilen [[Ringheim]], [[Pflaumheim]] und [[Wenigumstadt]] auf bayerischer Seite und die Gemeinde [[Schaafheim]] mit den Ortsteilen [[Mosbach (Schaafheim)|Mosbach]] und [[Radheim]] in Hessen. Zentrum und größte Gemeinde im Bachgau ist der Markt [[Großostheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 2009 wurde in [[Schaafheim]] eine neue Rosenart u.&amp;amp;nbsp;a. von der Bundestagsabgeordneten [[Patricia Lips]] auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Bachgau-Rose&amp;#039;&amp;#039; getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web| title = Rose trägt Namen des Bachgaus| publisher = op-online.de| accessdate = 2011-05-11| date = 2009-07-18| url = https://www.op-online.de/region/babenhausen/rose-traegt-namen-bachgaus-413263.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Großostheim]] gibt es das [[Großostheim#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Bachgau-Museum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Römisch-katholische Kirche]] nennt die Gemeinden im Osten des [[Bistum Mainz|Bistums Mainz]] um [[Dieburg]] den &amp;quot;Pastoralraum Bachgau&amp;quot;; er wird ab dem 1. Januar 2026 umbenannt in &amp;quot;Sankt Christophorus Dieburger Land&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://bistummainz.de/pastoralraum/bachgau/start/|titel=Pastoralraum Bachgau|abruf=2025-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Karl E. Demandt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., 1980, S. 289.&lt;br /&gt;
*Franziska Haase, I. Ulrich: &amp;#039;&amp;#039;Herr von Hanau. 1281–1306.&amp;#039;&amp;#039; masch. Diss., Münster 1925, S. 19 ff.&lt;br /&gt;
*Günther Hoch: &amp;#039;&amp;#039;Territorialgeschichte der östlichen Dreieich.&amp;#039;&amp;#039; Diss., 1953, S. 118 f., Kap. 9d.&lt;br /&gt;
*Günther Hoch: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte des Bachgaus,&amp;#039;&amp;#039; in: Aschaffenburger Jahrbuch 3 (1956), S. 80–90.&lt;br /&gt;
*J. Kittel: &amp;#039;&amp;#039;Weistümer aus dem Bachgau.&amp;#039;&amp;#039; in: Archiv des historischen Vereins für Unterfranken und Aschaffenburg 23 (1875), Würzburg, S. 163 ff.&lt;br /&gt;
*Anette Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus) = Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 99.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1994, Bd. 1, S. 222.&lt;br /&gt;
*Wilhelm Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ortsnamenbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1. Bd. (Starkenburg), Darmstadt, S. 38 f.&lt;br /&gt;
*{{Literatur| Autor = [[Johann Wilhelm Christian Steiner]]| Titel = Altertümer und Geschichte des Bachgaus im alten Maingau| Verlag= Wailandt| Ort = Aschaffenburg| Jahr = 1821| Online= {{Google Buch| BuchID = 8JAAAAAAcAAJ| Seite = 95| Hervorhebung= bachgau| Linktext = online}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Großostheim)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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