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	<title>BSG Chemie Zeitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T05:05:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-101341 am 30. Juni 2025 um 11:18 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-30T11:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zeitz BSG Chemie.svg|mini|hochkant=0.6|Logo der BSG Chemie Zeitz (1950–1989)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BSG Chemie Zeitz.svg|mini|hochkant=0.6|Logo der SG Chemie Zeitz (1990–1991)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;BSG Chemie Zeitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Betriebssportgemeinschaft]] (BSG) in der Stadt [[Zeitz]]. Sie entstand aus der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HSG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;BSG [[Hydrierwerk Zeitz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde 1960 DDR-Meister im Frauenhandball und war mit ihrer Fußballmannschaft 1959 und 1960 in der [[DDR-Oberliga (Fußball)|DDR-Oberliga]], der höchsten Spielklasse im [[Fußball in der DDR|DDR-Fußball]], vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturelle Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Nachdem nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] durch den [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrat]] alle Vereine verboten worden waren, entstanden im Sportbereich der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] zunächst lose organisierte Sportgemeinschaften (SG), die anfangs nur auf lokaler ebene Sportwettkämpfe austragen durften. Eine solche Sportgemeinschaft wurde auch in Zeitz gebildet, die zunächst einfach als SG Zeitz auftrat, 1947 aber den Namen SG Rot-Weiß Zeitz annahm. Sie schloss sich 1948 der Zentralen Sportgemeinschaft Zeitz (ZSG), die wiederum in der Folgezeit als ZSG [[Gasolin (Tankstellenkette)|Gasolin]] Zeitz beziehungsweise ab 28. September 1949 als ZSG [[Hydrierwerk Zeitz]] antrat. Aus dieser wurde im Zuge der Bildung der zentralen DDR-weiten [[Sportvereinigung]] Chemie am 1. September 1950 die BSG Chemie Zeitz. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende von 1989/90]] in der DDR wurde die BSG am 1. Juli 1990 in die neue Rechtsform [[Verein#Eingetragener Verein|eingetragener Verein]] mit dem Namen SG Chemie Zeitz überführt. Am 5. Mai 1994 gründete deren Fußballabteilung den eigenständigen Verein 1. FC Zeitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handball ==&lt;br /&gt;
Die erfolgreichste Sektion der BSG Chemie war lange Jahre der [[Handball]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frauen ===&lt;br /&gt;
So spielten die Frauen mehrere Spielzeiten erstklassig. In der Saison 1957/58 kamen sie im [[Hallenhandball]] auf den 5. Platz von sechs Teams in der Staffel I und 1958/59 wurden die BSG-Frauen 6. in der Staffel II der Liga. In der darauf folgenden Saison gewann die BSG Chemie Zeitz zunächst souverän die Staffel I und verwies den Vorjahresmeister vom [[SC Fortschritt Weißenfels]] auf den 2. Rang. Anschließend gewann Zeitz auch das Finale gegen die [[BSG Lokomotive Rangsdorf]] 7:5 und damit den [[Deutsche Handballmeister (Frauen)|Meistertitel]] der DDR. Das Endspiel fand am 20. Februar 1960 in Berlin statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bundesligainfo.de/Archiv/FDDR/1960.php &amp;#039;&amp;#039;Hallenhandball DDR-Liga Frauen 1959/60&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 13. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es blieb der einzige Titel, denn bereits in der sich anschließenden Saison landete Zeitz nur noch im Mittelfeld. In der Saison 1962/63 wurde in der Staffel II der vorletzte 9. Platz belegt, und die BSG Chemie stieg nach sechs Jahren Erstklassigkeit und nur drei Jahre nach dem Meistertitel ab. Die Handballerinnen schafften nie wieder den Aufstieg in das Oberhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spielzeit 1965/66 konnte sich Chemie Zeitz in der Bezirksliga durchsetzen und in die seit der Gründung der [[Handball-Oberliga (DDR)|Handball-Oberliga]] 1964 zweitklassige Liga aufsteigen. Nach zwei Jahren folgte jedoch wiederum der Abstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bundesligainfo.de/Archiv/FDDR/auswahl.php &amp;#039;&amp;#039;Saisonbilanzen DDR-Meisterschaft, DDR-Liga und Oberliga Frauen (Hallenhandball) 1950 – 1991&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 14. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Feldhandball]] spielten die Frauen der BSG Chemie Zeitz ebenfalls mehrere Jahre in der obersten Spielklasse. Nach dem Aufstieg 1957 kamen sie in der folgenden Saison in der Staffel I der Liga auf den 5. Platz von acht Mannschaften. Dies war auch die beste Platzierung. Die nächsten Jahre spielten sie stets gegen den Abstieg. Im Jahr 1962 wurden die Frauen als 9. Vorletzter und musste in die Zweitklassigkeit zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bundesligainfo.de/Archiv/FELDDDRF/auswahl.php &amp;#039;&amp;#039;Saisonbilanzen DDR-Feldhandball-Meisterschaft Frauen 1948 – 1967&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 14. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den herausragenden Handballerinnen der BSG Chemie der 1950er und 1960er Jahren gehören die Nationalspielerinnen Schädler und Brigitte Wacker sowie Erika Quarg, die 1955 als Meister des Sports ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolge ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Handballmeister (Frauen)|DDR-Meister]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Frauenhandball: 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußball ==&lt;br /&gt;
Die Fußballabteilung der BSG ging auf den 1910 gegründeten [[SpVgg Zeitz 1910|FC Sportvereinigung Zeitz von 1910]] zurück. In der Vorkriegszeit spielte der FC meist unterklassig und kämpfte mit dem Zeitzer BC von 1903 um die Vormachtstellung in der Stadt. 1940 gelang der Aufstieg in die [[Gauliga (Fußball)|Gauliga]], damals die höchste deutsche Fußball-Spielklasse. Dort erreichte der FC in der Liga Mitte 1941 den fünften, 1942 den sechsten Platz. 1943 stieg die Mannschaft wieder aus der Gauliga ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die SG Zeitz 1947 die Kreismeisterschaft. [[Fußball-Landesklasse Sachsen-Anhalt 1949/50|1950]] erreichte die BSG Hydrierwerk Zeitz das Finale um die [[Fußball-Landesklasse Sachsen-Anhalt 1948–1952|Landesmeisterschaft in Sachsen-Anhalt]] und unterlag dort gegen die [[SV Stahl Thale|BSG EHW Thale]] mit 1:3. Mit der Vizemeisterschaft hatte sich Zeitz für die nach der Spielklassenreform ab 1950/51 neu eingeführte zweitklassige [[DDR-Liga]] qualifiziert, die zu der Zeit in zwei Staffeln ausgetragen wurde. Bereits im ersten Jahr belegten die Zeitzer in der Südstaffel hinter [[FC Erzgebirge Aue|Wismut Aue]] den zweiten Platz. In den folgenden Jahren erreichte die BSG Chemie meist Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle und konnte sich 1955 für die eingleisige DDR-Liga qualifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der BSG gelang 1958 der Aufstieg in die [[DDR-Oberliga (Fußball)|Fußball-Oberliga]], der höchsten Spielklasse, wo man sich zwei Spielzeiten halten konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fussballdaten.de/ddr/1960/ &amp;#039;&amp;#039;Die Abschlusstabelle der DDR-Oberliga 1959&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 13. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1958 stiegen die Zeitzer als Staffelsieger mit fünf Punkten Vorsprung auf. Die beiden Stürmer [[Bernd Bauchspieß]] und Herbert Krontal trugen mit insgesamt 32 Toren maßgeblich zu diesem Erfolg bei. In ihrer [[DDR-Fußball-Oberliga 1959|ersten Oberligasaison 1959]] belegte die Mannschaft einen achtbaren zehnten Tabellenplatz, bevor sie nach der [[DDR-Fußball-Oberliga 1960|zweiten Saison 1960]] als Tabellenvorletzter wieder in die DDR-Liga absteigen musste. In beiden Oberliga-Spielzeiten wurde Bernd Bauchspieß mit 18 beziehungsweise 25 Treffern [[Liste der Torschützenkönige der DDR-Oberliga|Torschützenkönig der DDR-Oberliga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stammformation in der Oberliga 1959 bis 1960:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Tor: [[Edgar Ernst (Fußballspieler)|Edgar Ernst]]&lt;br /&gt;
* Abwehr: [[Erwin Ehlert]], [[Kurt Wilms]], [[Gerhard Handt]]&lt;br /&gt;
* Mittelfeld: [[Andreas Fischer (Fußballspieler, 1938)|Andreas Fischer]], [[Werner Landmann]]&lt;br /&gt;
* Angriff: [[Volkmar Tympel]], [[Bernd Bauchspieß]], [[Lothar Pacholski]], [[Herbert Krontal]], [[Lothar Neumann (Fußballspieler)|Lothar Neumann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1961/62 spielte Chemie Zeitz nur noch zweitklassig sowie für kurze Zeit auch in der drittklassigen [[Bezirksliga (DDR-Fußball)|Bezirksliga Halle]]. Größter Erfolg der Sektion Fußball war die Finalteilnahme um den [[FDGB-Pokal 1962/63]]. Im Finale vor 25.000 Zuschauern in [[Altenburg]] verlor Chemie gegen die [[BSG Motor Zwickau]] 3:0.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.weltfussball.de/spielbericht/fdgb-pokal-1962-1963-finale-fsv-zwickau-1-fc-zeitz/ &amp;#039;&amp;#039;FDGB-Pokal 1962/1963 » Finale » BSG Motor Zwickau – BSG Chemie Zeitz 3:0&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 13. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1973 erreichten die Zeitzer nach ihrem Staffelsieg in der Liga die Aufstiegsrunde zur Oberliga, schafften mit nur zwei Siegen den Aufstieg aber nicht. Ab 1982 spielte Zeitz nur noch in der Bezirksliga. In der letzten Saison der Bezirksliga Halle im DDR-Fußball 1990/91 wurde Chemie Zeitz Siebenter und daraufhin im neuen Ligensystem des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt als neu gegründete SG Chemie Zeitz in die damals fünftklassige Landesliga eingestuft. Am 5. Mai 1994 wurde der 1. FC Zeitz ausgegründet. Die Mannschaften des Vereins nehmen am Spielbetrieb der unterklassigen Ligen in Sachsen-Anhalt teil. 1996 stieg er in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt auf und spielte in der höchsten Liga des Bundeslandes bis zum Jahr 2000. Danach spielte der Verein in der Landesliga Sachsen-Anhalt Süd. Aus dieser Liga mussten die Elsterstädter in den Folgejahren 2 Abstiege hinnehmen (2009 und 2017), bei einem zwischenzeitlichen Aufstieg in die Landesliga (2014). Ab der Saison 2022/23 spielt der Verein erneut in der Südstaffel der Landesliga Sachsen-Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ligenübersicht 1950 bis 1991 ===&lt;br /&gt;
* 1950/51–1958: DDR-Liga (2. Liga)&lt;br /&gt;
* 1959–1960: DDR-Oberliga (1.)&lt;br /&gt;
* 1961/62–1968/69: DDR-Liga&lt;br /&gt;
* 1969/70–1970/71: Bezirksliga (3.)&lt;br /&gt;
* 1971/72–1981/82: DDR-Liga&lt;br /&gt;
* 1982/83–1990/91: Bezirksliga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ewige Tabelle der DDR-Oberliga]] Rang 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ewige Tabelle der DDR-Liga]] Rang 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Manfred Kaiser]] – bis 1950 in Zeitz, 1963 erster [[Fußballer des Jahres]] im DFV-Bereich&lt;br /&gt;
* [[Bernd Bauchspieß]] – bis 1963 bei der BSG Chemie, danach Oberligaspieler bei Chemie Leipzig, zweimaliger Torschützenkönig der DDR-Oberliga&lt;br /&gt;
* [[Jörg Böhme]] – ehemaliger Bundesligaspieler und Nationalspieler, spielte in seiner Jugendzeit in Zeitz&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Krause (Fußballtrainer)|Rudolf Krause]] – ehemaliger DDR-Nationaltrainer, war von 1966 bis 1968 Trainer in Zeitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hanns Leske]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des DDR-Fußballs]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3, S. 126–127.&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DDR-Fußball 1949–1991&amp;#039;&amp;#039; (DDR-Chronik). Berlin 2007/11 (9 Bände)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sg-chemie-zeitz.de/ms/handball/historie-der-abteilung/ Handballhistorie bei www.sg-chemie-zeitz.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zeitz, BSG Chemie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BSG Chemie Zeitz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Handballverein aus Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Fußballverein aus dem Burgenlandkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebssportgemeinschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportvereinigung Chemie|Zeitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Zeitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Zeitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1948|BSG Chemie Zeitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1990|BSG Chemie Zeitz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-101341</name></author>
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