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	<title>BDSM-Rollen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=BDSM-Rollen&amp;diff=11374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 26. März 2026 um 22:59 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-26T22:59:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Bottom|Für weitere Bedeutungen siehe [[Bottom (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:BDSM-Paar - Top and Bottom - Europride 2002.jpg|mini|upright|Bottom in Handschellen kniet vor Top auf der [[Cologne Pride|Europride]] 2002 in Köln.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Femdom_belt_spanking.jpg|thumb|Typische Szene aus [[Femdom]]-Sex. Hier werden durch die Top mehrere BDSM-Praktiken gleichzeitig angewendet: Das Hinzufügen von Schmerzen durch [[Spanking]], [[Keuschhaltung]] über einen [[Peniskäfig]] und Demütigung durch die Tatsache, dass sie Kleidung trägt und er nackt ist („[[CFNM]]“).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;BDSM-Rollen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die beiden grundlegenden [[Soziale Rolle|Rolle]]n, die eine Person beim [[BDSM]] einnehmen kann: die dominante (meist aktivere) Rolle oder die unterwürfige (oftmals passivere) Rolle. Die Personen können jeweils männlich, weiblich oder divers sein. Die jeweiligen [[Sexualpraktik]]en sowie die jeweiligen [[Sexualpräferenz]]en je nach Geschlecht werden als [[Maledom]] bzw. [[Femdom]] bezeichnet. Auch die Zeitdauer, wie lange eine Person eine Rolle einnimmt, kann stark variieren, von bloß einer einzelnen &amp;#039;&amp;#039;Session&amp;#039;&amp;#039; (Spielszene) bis hin zu einer gesamten Beziehung, genannt [[Total Power Exchange]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei häufige Begriffe für die beiden Rollen sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Top&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS}} für ‚oben‘; deutsch auch „oben spielen“) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bottom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS}} für ‚unten‘; deutsch auch „unten spielen“). Diese Begriffe werden teilweise synonym mit den ebenfalls häufigen Begriffen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{enS|dominant}}) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{enS|submissive}}) gebraucht – teilweise werden „Dom“ und „Sub“ nur in härteren Spielarten verwendet (bspw. Sadomaso). Häufig verwendete Bezeichnungen für „Dom“ und „Sub“ sind „Master“/„Herr“ bzw. „Mistress“/„Herrin“ und „Sklave“ bzw. „Sklavin“ (englisch „slave“), vor allem beim [[Total Power Exchange]]. Menschen, die derartige Spiele praktizieren, aber nicht auf eine der beiden Rollen fixiert sind, werden [[Switch (BDSM)|Switch]] genannt, der Rollenwechsel &amp;#039;&amp;#039;Switchen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Wesentlicher Inhalt der verschiedenen praktizierten Formen des BDSM ist eine Rollenverteilung, da sich ein Partner bewusst vom anderen Schmerz zufügen, disziplinieren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bondage|fesseln]] und/oder [[Körperstrafe|züchtigen]]) und/oder kontrollieren lässt. Die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Rollenspiele, Praktiken und Lebensmodelle hat für jede Art eine eigene Benennung der beiden Spiel- bzw. Lebenspartner entwickelt. Beispielsweise wird beim [[Petplay]] von Pet/Owner gesprochen, im [[Erotic Power Exchange|D/s]] von Dom/Sub, im [[Femdom]] oft von Herrin/Sklave. Die Grenzen sind fließend und die Nutzung des Wortpaares Top/Bottom ist lediglich ein Hilfsmittel, um die begrifflichen Schranken zwischen den verschiedenen Spielarten aufzuheben. Als wertneutrales Wortpaar hat sich die Verwendung von Top/Bottom in BDSM-bezogenen Diskussionen durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Bottom&amp;#039;&amp;#039; stammt ursprünglich aus dem [[Homosexualität|Homosexuellenjargon]], wo er den empfangenden Partner beim Geschlechtsverkehr bezeichnet. Im [[Englische Sprache|Englischen]] drückt das Begriffspaar &amp;#039;&amp;#039;top/bottom&amp;#039;&amp;#039; nicht nur &amp;#039;&amp;#039;oben/unten&amp;#039;&amp;#039; aus, sondern &amp;#039;&amp;#039;bottom&amp;#039;&amp;#039; ist davon abgeleitet auch eine Bezeichnung für das [[Gesäß]]. Das Wort Bottom lässt somit eine doppelte Assoziation anklingen. Es wird vermutet, dass sich die Begriffe in den verschiedenen englischsprachigen BDSM-Newsgroups entwickelt und mit der zunehmenden Kommunikation zwischen den BDSMlern über das Internet verbreitet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufig alternativ verwendete Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Sub&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von der englischen Abkürzung für &amp;#039;&amp;#039;Submissive&amp;#039;&amp;#039; ab. Sie wird, vor allem im Bereich des &amp;#039;&amp;#039;Dominance &amp;amp; Submission&amp;#039;&amp;#039;, synonym für Bottom verwendet. Der Ausdruck wird zumeist im Zusammenhang mit Dominanz gebraucht und weist meist auf eine vorhandene Vorliebe für Elemente der Unterwürfigkeit und allgemein Statusspiele hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollenverständnis ==&lt;br /&gt;
Mit dem Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Top&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bottom&amp;#039;&amp;#039; wird lediglich beschrieben, ob es sich innerhalb einer Session oder einer Beziehung um den dominanten/aktiven oder unterwürfigen/passiven Partner handelt. Darüber hinaus beinhaltet der Begriff keine Wertung, beschreibt keine Charaktereigenschaft oder Spielart. Zum Beispiel kann ein Bottom durchaus als [[Masochismus|Masochist]] innerhalb einer Szene agieren, aber darüber hinaus kein Interesse daran haben, sich seinem aktiven Partner zu unterwerfen oder sich von ihm erniedrigen zu lassen. Umgekehrt ist es genauso möglich, dass ein Bottom ausschließlich eine devote Neigung verspürt und keinerlei Interesse an der Zufügung von Schmerz durch seinen Partner verspürt und diese Spielarten ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt umgekehrt auch für den Top. Hierbei stehen am einen Ende des Spektrums dominante Partner, die es genießen, Befehle zu geben, dem Zufügen körperlicher Stimulationen jedoch gleichgültig bis ablehnend gegenüberstehen. Am anderen Ende des Spektrums steht der [[Sadismus|sadistische]] Top, der körperliche und psychologische Manipulationen an seinem devoten Partner genießt, aber kein Interesse an dessen Unterwerfung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BDSM collar side.jpg|mini|190px|links|[[Halsband|Halsbänder]] werden häufig von Bottoms getragen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Slave in Carrara.jpg|mini|upright|Ein männlicher Bottom in kennzeichnender Haltung, auf den Knien und mit den Händen hinterm Kopf, der die für seinen Status charakteristischen Attribute eines schweren stählernen Keuschheitsgürtels und ledernen Maulkorbes trägt]]&lt;br /&gt;
Um den Status des Subs innerhalb eines BDSM-Spiels allen Beteiligten oder Zuschauern vor Augen zu führen, werden oft allerhand Fetisch-artige Attribute verwendet, wie ledernes oder eisernes Halsband, Maske, Maulkorb, Knebel, Hand- und Fußschellen usw., die neben einer praktischen Funktion auch oft einen hohen Symbolwert besitzen. Das Tragen eines Keuschheitsgürtels macht z.&amp;amp;nbsp;B. klar, dass der Bottom das Sagen über seine eigene Sexualität an den Dominanten übertragen hat. Dazu wird die Ungleichheit beider oft betont durch eine ganze Reihe bestimmter Verhaltensregeln für den Bottom (zu Stehen, Sitzen, Sprechen usw.), die eine Art BDSM-Etikette darstellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Subspace ==&lt;br /&gt;
Der rauschähnliche, psychische Zustand, in dem sich ein Bottom oder Sub während einer Szene befinden kann, wird [[Subspace]] oder „Fliegen“ genannt. In den Subspace „einzutauchen“, das ekstatische Gefühl zu erfahren, für begrenzte Zeit wehrlos zu sein und alle Macht abzugeben, ist für Bottoms/Subs von großer Attraktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topping from the Bottom ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Topping from the Bottom&amp;#039;&amp;#039; (englisch für ‚von unten beherrschen‘): Dieser Ausdruck beschreibt den Versuch des Bottoms, den Top durch Manipulation (Provokation, bewusstes Fehlverhalten) zum Wunscherfüller (Erfüllungsgehilfen) des Bottoms zu machen. Ein solcher Bottom wird in der deutschen BDSM-Szene &amp;#039;&amp;#039;Wunschzettelsub&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wunschzettelbottom&amp;#039;&amp;#039; genannt; in der englischsprachigen Szene wird dafür der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;pushy Bottom&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Findet das BDSM-[[Rollenspiel (Spiel)|Rollenspiel]] auf den Wunsch des Bottoms hin (und) in der Art und Weise statt, wie der Bottom es haben möchte, wird der aktive Partner auch &amp;#039;&amp;#039;Service-Top&amp;#039;&amp;#039; genannt. Innerhalb der BDSM-Szene existiert eine sehr puristische Schule, die ein solches &amp;#039;&amp;#039;Topping from the Bottom&amp;#039;&amp;#039; als unvereinbar mit den hohen ethischen Standards betrachtet, die aus ihrer Sicht an BDSM-Beziehungen anzulegen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Person, die in einer Session nur scheinbar die Kontrolle ausübt, sich in Wirklichkeit jedoch strikt an die Anweisungen des Bottoms hält, nennt man im englischen Sprachraum auch &amp;#039;&amp;#039;Service Top&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegensatz zum Service Top steht der rein dominante Top, der dem unterwürfigen Partner innerhalb der Session Befehle erteilt und/oder ihn unter Verwendung körperlicher oder psychologischer Kontrolltechniken unterwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Switchen ==&lt;br /&gt;
Im BDSM ist es auch verbreitet, dass die Partner von einem Spiel &amp;#039;&amp;#039;(Session)&amp;#039;&amp;#039; zum anderen die Rollen wechseln (englisch: &amp;#039;&amp;#039;to switch&amp;#039;&amp;#039;), je nach Stimmung, Partner oder Präferenz. Diese Praxis wird als &amp;#039;&amp;#039;Switchen&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch als &amp;#039;&amp;#039;Switching&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dossie Easton, Janet W. Hardy: &amp;#039;&amp;#039;The New Bottoming Book.&amp;#039;&amp;#039; Greenery Press (CA), 1998, ISBN 1-890159-35-2.&lt;br /&gt;
* [[Matthias T. J. Grimme]]: &amp;#039;&amp;#039;Das SM-Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Charon-Verlag, 2002, ISBN 3-931406-01-6.&lt;br /&gt;
* William A. Henkin, Sybil Holiday: &amp;#039;&amp;#039;Consensual Sadomasochism: How to Talk About It and How to Do It Safely.&amp;#039;&amp;#039; Daedalus Publishing, 1996, ISBN 1-881943-12-7.&lt;br /&gt;
* [[Arne Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lustvolle Unterwerfung.&amp;#039;&amp;#039; Marterpfahl, 2004, ISBN 3-936708-11-8.&lt;br /&gt;
* Phillip Miller, Molly Devon: &amp;#039;&amp;#039;Screw the Roses, Send Me the Thorns: The Romance and Sexual Sorcery of Sadomasochism.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort von William A. Granzig. Mystic Rose Books, 1995, ISBN 0-9645960-0-8.&lt;br /&gt;
* [[Jay Wiseman]]: &amp;#039;&amp;#039;SM 101: A Realistic Introduction.&amp;#039;&amp;#039; Greenery Press (CA), 1998, ISBN 0-9639763-8-9.&lt;br /&gt;
* Claudia Varrin: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der weiblichen Unterwerfung. Eine Anleitung für Einsteiger.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-89602-773-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.daten-schlag.org/papiertiger/frameindex.html Papiertiger] – Begriffserklärungen aus dem BDSM-Bereich bei [[Datenschlag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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