<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=B-Dienst</id>
	<title>B-Dienst - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=B-Dienst"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B-Dienst&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T01:41:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B-Dienst&amp;diff=2236837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prüm: /* Einzelnachweise */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=B-Dienst&amp;diff=2236837&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-23T23:45:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B-Dienst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beobachtungsdienst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), auch bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;xB-Dienst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;X-B-Dienst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;χB-Dienst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;449.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Referat (Organisation)|Generalreferat]] des [[Marinenachrichtendienst]]es (MND) der deutschen [[Kriegsmarine]]. Vor und während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] befasste er sich mit dem [[Funkabhörstation|Abhören]] und [[Funkaufklärung|Aufzeichnen]] von gegnerischen [[Funkspruch|Funksprüchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich gab es noch einen E-Dienst ([[Entzifferung#Entzifferung in der Kryptologie|Entzifferung]]sdienst), der die durch den B-Dienst abgehörten Nachrichten analysierte und zu [[Brechen (Kryptologie)|brechen]] versuchte, sowie einen A-Dienst (Auswertungsdienst), der den Nachrichteninhalt auswertete, die daraus gewonnenen Erkenntnisse zusammenfasste und der Führung zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als Vorläuferorganisation hatte im Februar 1916 [[Kapitänleutnant#Kaiserliche und Kriegsmarine|Kapitänleutnant]] Martin Braune mit einer geringen Zahl an Mitarbeitern in [[Neumünster]] die &amp;#039;&amp;#039;B- und E-Hauptstelle&amp;#039;&amp;#039; (Beobachtungs- und Entzifferungsdienst) der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] errichtet, was später als Geburtsstunde der Marine-Funkaufklärung in Deutschland galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Bonatz |Titel=Die deutsche Marine-Funkaufklärung 1914-1945 |Verlag=Wehr und Wissen Verlagsgesellschaft |Datum=1970 |Seiten=24 |Online={{Google Buch&lt;br /&gt;
|BuchID=FSQgAAAAMAAJ}}|Abruf=2020-05-01|OCLC=720346031}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde die Dienststelle aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende April 1919 nahm die neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;B-Leitstelle&amp;#039;&amp;#039; der [[Reichsmarine]] die Arbeit wieder auf, erneut unter Leitung von Martin Braune. Je einem Haupt-B- und E-Sachbearbeiter standen sechs Hilfsarbeiter zur Seite. Durch Geldmangel und dem Ruhestand von Braune beeinflusst, stockte der Ausbau der B-Leitstelle. Bis Ende 1929 wurde die Leitstelle nur mitverwaltet und erst danach wieder mit einem hauptamtlichen Leiter besetzt. Die Mitarbeiterzahl wurde auf etwa zehn bis zwölf Personen erhöht. Die Leitstelle wurde nach [[Kiel]] verlegt und dort der Torpedo- und Mineninspektion unterstellt. Ende 1933 folgte die Rückverlegung nach [[Berlin]] zur [[Marineleitung]] und dort im Marinekommandoamt&amp;amp;nbsp;A zur Abteilung&amp;amp;nbsp;A&amp;amp;nbsp;III, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Marine-Nachrichten-Abteilung&amp;#039;&amp;#039;. Die Funkaufklärung mit Aufgaben des B- und E-Dienstes wurde deren &amp;#039;&amp;#039;Dezernat&amp;amp;nbsp;A&amp;amp;nbsp;IIIb&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „B-Dienst“ stammt von Admiral [[Karl Dönitz]], dem [[Befehlshaber der U-Boote|Befehlshaber der deutschen U-Boote (BdU)]] im Zweiten Weltkrieg.&amp;lt;ref name=Wrixons90 /&amp;gt; Neben der Marine hatten auch die anderen [[Wehrmacht]]teile und selbst Ämter, wie beispielsweise das [[Reichssicherheitshauptamt|Reichssicherheitshauptamt (RSHA)]], ihre eigenen, teilweise konkurrierenden, krypt&amp;lt;!-- sic! Bitte nicht ändern auf „kryptoanalytisch“, denn beide Schreibweisen („kryptanalytisch“ und „kryptoanalytisch“) sind richtig. OS 25.11.2013 --&amp;gt;analytischen Dienste.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;447.&amp;lt;/ref&amp;gt; So verfügte beispielsweise das [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommando der Wehrmacht (OKW)]] über eine [[Chiffrierabteilung des Oberkommandos der Wehrmacht|Chiffrierabteilung, genannt „Chi“]]. Als Pendant zum B-Dienst auf britischer Seite kann der [[Y-Dienst|&amp;#039;&amp;#039;Y&amp;amp;nbsp;Service&amp;#039;&amp;#039;]] ({{deS|„Y-Dienst“}}) beziehungsweise [[Bletchley Park]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs war die Funkaufklärung der Marinenachrichtenauswertung (3/Skl) der [[Seekriegsleitung]] (Skl) eingegliedert, welche von Anfang bis Mitte 1940 durch [[Kapitän zur See#Kaiserliche Marine und Kriegsmarine|Kapitän zur See]] [[Paul Wever]] geleitet wurde und danach bis zur Ausgliederung der Funkaufklärung im Juni 1941 durch Kapitän zur See [[Gottfried Krüger (Marineoffizier)|Gottfried Krüger]]. Als Chefs der Funkaufklärung folgten im November 1941 Kapitän zur See [[Heinz Bonatz]],&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;221.&amp;lt;/ref&amp;gt; und schließlich im Januar 1944 Kapitän zur See [[Max Kupfer (Marineoffizier)|Max Kupfer]]. Letzterer hatte im Herbst 1943 als Abteilungsleiter des Nachrichtenübermittlungsdienstes (2/Skl) beim Marinenachrichtendienst (MND) [[Alfred Kranzfelder]], [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg|Claus Graf von Stauffenberg]] und [[Fregattenkapitän#Kaiserliche Marine, Reichsmarine und Kriegsmarine|Fregattenkapitän]] [[Sydney Jessen]] getroffen und hatte ihnen seine Unterstützung zugesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor= Walter Lohmann, Hans H. Hildebrand|Datum= 1964|Fundstelle= Abteilung Funkaufklärung (Skl Chef MND III) |Titel= Die Deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. |Band= Band 1 |Kommentar= Loseblattsammlung, Lieferungen 1–27, 1956–1964 &lt;br /&gt;
|Kapitel= Hauptkapitel III, Kapitel 2 Seekriegsleitung 32 |Ort= Bad Nauheim |Verlag= Podzun |Sprache= de |Seiten= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einer der wichtigsten Kryptoanalytiker des B-Dienstes gilt der als „alterfahren und energisch“ beschriebene [[Wilhelm Tranow]],&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;449–451.&amp;lt;/ref&amp;gt; der bereits in den frühen 1920er-Jahren als einer der ersten Mitarbeiter in ziviler Funktion eingetreten war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.ticomarchive.com/the-targets/b-dienst-navy &lt;br /&gt;
 |titel=B-Dienst (Navy)&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=[[TICOM]]-Archiv &lt;br /&gt;
 |sprache=englisch&lt;br /&gt;
 |offline=&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190116203146/http://www.ticomarchive.com/the-targets/b-dienst-navy&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-07-20&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seiner Leitung glückte es dem &amp;#039;&amp;#039;B-Dienst&amp;#039;&amp;#039; bis 1943, die [[Überschlüsselung|Überchiffrierung]] der alliierten Handelsschiffs-[[Funkspruch|Funksprüche]] (&amp;#039;&amp;#039;Merchant Navy Code&amp;#039;&amp;#039;) zu entschlüsseln.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Krieges konnte durch den B-Dienst (mitsamt dem E-Dienst) die [[British Cypher#British Cypher No. 1|britische &amp;#039;&amp;#039;Naval Cypher&amp;amp;nbsp;No.&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039;]] entziffert werden. Dies half der deutschen Führung bei der im April 1940 erfolgten [[Unternehmen Weserübung|Invasion Norwegens]], da sie auf diese Weise Erkenntnisse über die Lagebeurteilung und die Pläne der britischen Admiralität erlangte. So konnte die Absicht der britischen [[Royal Navy]] frühzeitig aufgedeckt werden, den für die deutsche Kriegswirtschaft wichtigen Erz-Hafen von [[Narvik]] zu verminen. Dies konnte daher von deutscher Seite verhindert werden.&amp;lt;ref name=Wrixons90&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Fred B. Wrixon&lt;br /&gt;
 | Titel=Codes, Chiffren &amp;amp; andere Geheimsprachen. Von den ägyptischen Hieroglyphen bis zur Computerkryptologie&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Könemann&lt;br /&gt;
 | Ort=Köln&lt;br /&gt;
 | Datum=2000&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8290-3888-7&lt;br /&gt;
 | Seiten=90&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während des Höhepunkts der kriegswichtigen [[Atlantikschlacht|Schlacht im Atlantik]] konnte die durch die Briten am 20.&amp;amp;nbsp;August 1940 eingeführte &amp;#039;&amp;#039;[[British Cypher#British Cypher No. 2|Naval Cypher&amp;amp;nbsp;No.&amp;amp;nbsp;2]]&amp;#039;&amp;#039; (deutscher [[Deckname]] „Köln“) zunächst teilweise, und ab Februar 1941 bis 1943 vollständig entziffert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig war der Bruch der &amp;#039;&amp;#039;[[British Cypher#British Cypher No. 3|Naval Cypher&amp;amp;nbsp;No.&amp;amp;nbsp;3]]&amp;#039;&amp;#039; (deutscher Deckname „Frankfurt“), die die Briten für ihre Atlantik-Konvois benutzten. Dies half dem Befehlshaber der U-Boote (BdU), Admiral Dönitz, die im Atlantik operierenden deutschen [[U-Boot]]e gezielt auf die alliierten [[Geleitzug|Geleitzüge]] anzusetzen. Aufgrund nachrichtendienstlicher Erkenntnisse aus entzifferten deutschen ENIGMA-Funksprüchen schöpften das britische [[Operational Intelligence Centre]] (OIC) schließlich Verdacht, gaben die &amp;#039;&amp;#039;Naval Cipher No.&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039; auf und die Briten ersetzten den Code im&amp;amp;nbsp;Juni 1943 durch die &amp;#039;&amp;#039;Naval Cipher No.&amp;amp;nbsp;5&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S.&amp;amp;nbsp;450.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Deutschen erkannten zwar diesen Wechsel des „Schlüssels Frankfurt“, konnten aber das neue Verfahren nicht mitlesen und waren damit von dieser wichtigen Nachrichtenquelle so gut wie abgeschnitten. In der Folge konnten die britischen Geleitzüge gezielt geleitet werden ohne deutsche U-Boote zu fürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriffen auf Berlin]] 1943 wurden die Räume des B-Dienstes zerstört und eine Vielzahl von Unterlagen gingen verloren. Der B-Dienst zog nach [[Eberswalde]], konnte aber seine Arbeit nicht wieder wie erforderlich aufnehmen. So lasen die Deutschen von 1944 an keinen einzigen britischen Hauptverkehr mehr mit. Der B-Dienst war „blind“ geworden. Ein nach dem Eintritt der Amerikaner entdeckter amerikanischer Maschinenschlüssel wurde aufgrund einer negativen Aufwandsschätzung nicht mehr weiter für eine Entschlüsselung vorgesehen, wodurch die fehlende Weiterentwicklung der Deutschen im Vergleich zu den anderen Geheimdiensten offenbart wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Forschung, Rüstung und Krieg&amp;#039;&amp;#039;. [[Dissertation]], [[Universität Greifswald]], 2004, S. 180+181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1944, nachdem die Sicherheitsüberprüfung der Schlüsselmittel der [[Enigma (Maschine)|Enigma]] dem B-Dienst übertragen worden war, wurde ein Mitarbeiter des B-Dienstes 6 Monate lang für diese Aufgabe abgestellt. Der Sachverständige, [[Leutnant zur See]] [[Hans-Joachim Frowein]], unternahm den Versuch eines Angriffs auf die Schlüsselmittel der Enigma, war dabei erfolgreich und konnte im Juni 1944 eine Liste der verheerendsten Fehler im Gebrauch der Enigma vorlegen. Wären die alltäglichen Fehler bei der maschinellen Codierung, die Friedrich Bauer in einem Vortrag über &amp;#039;&amp;#039;Die Komödie der Irrungen im Wettstreit der Kryptologen&amp;#039;&amp;#039; außerordentlich anschaulich schildert, rechtzeitig in einer Dienstvorschrift an alle Funker verteilt worden, die sich der Tragweite ihrer Bedienfehler vermutlich nicht bewusst waren, dann hätte Bletchley Park spätestens mit der Umstellung auf den Funkschlüssel „M“ keine Erfolge mehr gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Historiker [[David Kahn]] unterstrich die kriegsgeschichtliche Bedeutung des B-Dienstes, besonders der eingesetzten Mitarbeiter, und zitierte eine anonyme Quelle: „{{lang|en|If one man in German intelligence ever held the keys to victory in World War&amp;amp;nbsp;II, it was Wilhelm Tranow}}“&amp;lt;ref&amp;gt;David Kahn, &amp;#039;&amp;#039;Seizing the Enigma – The Race to Break the German U-Boat Codes, 1939–1943&amp;#039;&amp;#039;. Naval Institute Press: Annapolis, USA, 2012, ISBN 978-1-59114-807-4, S.&amp;amp;nbsp;246.&amp;lt;/ref&amp;gt; (deutsch: „Falls ein Mann in der deutschen Aufklärung jemals die Schlüssel zum Sieg im Zweiten Weltkrieg in Händen gehalten hat, dann war es Wilhelm Tranow“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Wiedererstarken der Seekriegsleitung gehörte der B-Dienst inkl. des E-Dienstes erst als ein Generalreferat &amp;#039;&amp;#039;Funkaufklärung&amp;#039;&amp;#039; der Abteilung 3/Skl zur Dienststelle &amp;#039;&amp;#039;Chef des [[Marineleitung|Marinekommandoamtes]]&amp;#039;&amp;#039; beim [[Oberkommando der Marine|OKM]]. Zusätzlich gab es noch die Generalreferate &amp;#039;&amp;#039;Fremde Marinen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marinenachrichtenübermittlungsdienst&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1940 erfolgte eine Umbildung. Das Generalreferat &amp;#039;&amp;#039;Marinenachrichtenübermittlungsdienst&amp;#039;&amp;#039; wurde aus 3/Skl herausgelöst und der neu gebildeten &amp;#039;&amp;#039;Abteilung Marinenachrichtendienst&amp;#039;&amp;#039; (2/Skl) zugeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmuth Gießler]] |Titel=Der Marine-Nachrichten- und -Ortungsdienst: Techn. Entwicklung u. Kriegserfahrungen |Verlag=J. F. Lehmann |Datum=1971 |Seiten=48 |Online=https://books.google.de/books?id=jCMgAAAAMAAJ&amp;amp;q= |Abruf=2020-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem anderen Generalreferat &amp;#039;&amp;#039;Fremde Marinen&amp;#039;&amp;#039; wurde die neue Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Marinenachrichtenauswertung&amp;#039;&amp;#039; (3/Skl) aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Kriegs erfolgte im Juni 1941 abermals eine Umgliederung und die &amp;#039;&amp;#039;Funkaufklärung&amp;#039;&amp;#039; wurde von 3/Skl zur Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Marinenachrichtendienst&amp;#039;&amp;#039; (2/Skl) verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Brustat-Naval |Titel=Unternehmen Rettung |Verlag=Bastei Lübbe |Datum=1970 |Seiten=236 |Online={{Google Buch|BuchID=Opx8AAAAIAAJ}} |Abruf=2020-05-02|ISBN=3782200381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte ein Aufbau zur Abteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab März 1943 firmierte mit der Eingliederung der U-Bootsführerabteilung in die Skl der &amp;#039;&amp;#039;Marinenachrichtendienst&amp;#039;&amp;#039; als 4/Skl und die Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Funkaufklärung&amp;#039;&amp;#039; erhielt fortan die Bezeichnung 4/Skl III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Nachrichtendienste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinz Bonatz |Titel=Seekrieg im Äther: die Leistungen der Marine-Funkaufklärung 1939–1945 |Verlag=Verlag E. S. Mittler &amp;amp; Sohn |Ort=Herford |Datum=1981 |ISBN=3-8132-0120-1 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* [[Ralph Erskine (Kryptologe)|Ralph Erskine]]: &amp;#039;&amp;#039;Ultra Reveals a Late B-Dienst Success in the Atlantic&amp;#039;&amp;#039;, [[Cryptologia]], 34:4, 2010, S.&amp;amp;nbsp;340–358. {{DOI|10.1080/01611194.2010.485412}}&lt;br /&gt;
* David Kahn: &amp;#039;&amp;#039;Seizing the Enigma&amp;amp;nbsp;– The Race to Break the German U-Boat Codes, 1939–1943&amp;#039;&amp;#039;. Mifflin: Boston 1991; Naval Institute Press: Annapolis, USA, 2012, ISBN 978-1-59114-807-4.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich L. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-540-67931-6.&lt;br /&gt;
* Fred B. Wrixon: &amp;#039;&amp;#039;Codes, Chiffren &amp;amp; andere Geheimsprachen. Von den ägyptischen Hieroglyphen bis zur Computerkryptologie.&amp;#039;&amp;#039; Könemann: Köln 2000, ISBN 3-8290-3888-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche kryptologische Dienste im Zweiten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:BDienst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Nachrichtendienst im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Signalaufklärung im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kryptanalytische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrmacht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Prüm</name></author>
	</entry>
</feed>